Selbstzweifel, Suizid, Therapeut?

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Deine frage hat mich wirklich an mich selber erinnert fange mal von vorne an- ich bin 14 Jahre alt meine Eltern sind getrennt ich bin jetzt normalgewichtig und mein arm ist voller narben. Es fing alles an als ich ca. 6 Jahre alt war. Meine Eltern waren nur noch am streiten und fingen an sich auseinander zu leben ... ein langer Trennungskrieg folgte und mein Bruder und ich waren uns nie sicher, bei wem wir nun wohnen sollten. Wir wurden auseinander gerissen und eine "Familie" gab es nicht mehr. Niemand hat mich gefragt was ich möchte und ich wurde zu einem Psychiater geschickt. Ich bekam Wut Ausbrüche und fing an zu essen und zu essen ... so etwas kommt nicht einfach so sondern "fress Attacken" haben immer etwas mit der Vergangenheit zu tun womit man selber klar kommen muss. Bei dir sind es evtl. Deine Eltern die beide eingeschränkt sind und wenn man isst und zu nimmt wird man unzufrieden mit sich selber und man ist nur noch mehr. Ich wurde in der schule gemobbt und ausgeschlossen und ich fing an zu hungern. Ich habe nichts mehr gegessen außer einen Apfel am tag. Nichts wurde besser ich fing an mich zu ritzen und ich bekam suizid Gedanken die mich immer öfters plagten. Meine Eltern haben sich nach 6 Jahren getrennt und ich zog ohne meinen Bruder und meinen Vater zusammen mit meiner Mutter in die pfalz. Auf Weinfesten war ich betrunken und ich geriet an die falschen Leute ... ich hatte kein gutes Verhältnis und ich wurde immer und immer wieder zu neuen Psychologen geschliffen. heute sitze ich hier mit dem Wissen das narben an meinem Körper mich immer zieren werden und mit dem Gedanken daran, das ich die Depressionen nur bekommen habe da ich mich abgehungert habe. Lange rede kurzer Sinn - Psychologen oder Psychiater können dir helfen aber du wirst nie weit kommen wenn du dir nicht sicher bist dad du etwas ändern willst. Ein Psychiater Wird dir nicht helfen abzunehmen oder wird dir deine Eltern nicht gesund machen können, aber er kann dir helfen, das du weißt was du willst. Und bitte fange nie an zu hungern oder dich zu ritzen, dich voll laufen zu lassen oder dir sonst irgendwas an zu tun. DAS MACHT ABSOLUT NICHTS BESSER! Ich stand schon sehr oft am Abgrund aber jedes mal werde ich dadurch stärker. Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen ich wünsche dir viel Glück.

Sport und Ernährung umstellen, durch Sport werden im Körper Glückshormone ausgeschüttet, Depressionen weg-Pfunde weg, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

Liebe Siaschandellier

BeautyGirl1 hat dir schon einige wichtige Dinge geschrieben, die dir wie ich glaube ganz gut weiterhelfen können.

Wichtig ist bestimmt, dass du erst einmal dich akzeptieren lernst, egal was die Waage sagt. Natürlich kannst du dein Gewicht versuchen zu ändern, das mag auch sinnvoll sein, denn Übergewicht kann schon seine Nachteile haben. Aber du bist in jedem Fall ein wertvoller Mensch, so wie jeder Mensch wertvoll ist, egal ob der als Bohnenstange oder Regenfass daher kommt.

Wenn du an dir verzagst oder dich sogar hasst, wie du schreibst, dann gerät deine seelische Balance aus einem wichtigen Gleichgewicht bzw. ist schon aus diesem Gleichgewicht geraten. Frust, Hass auf sich und evtl. auf andere Mitmenschen, Selbstmitleid, Neid etc, können da schnell zusammenkommen und diese negativen Gefühle können dann eine positive Entwicklung behindern oder verunmöglichen. Sie sind keine guten Ratgeber.

Ich finde zwar, dass man sich solcher Gefühle nicht schämen soll, es führt auch nicht weiter diese zu unterdrücken, die können nämlich schon eine gewisse Berechtigung haben und nur wenn wir den Ursachen nachgehen und einen produktiven Umgang mit diesen Ursachen suchen, dann beseht denke ich eine gute Chance, dass wir diese negativen Gefühle bzw. Einstellungen überwinden können.

Wer sich selber so im Großen und Ganzen ganz ok findet, kommt meist mit sich und seinen Mitmenschen besser klar, wer sich selber nicht mag wird dann auch mit seinen Mitmenschen eher Probleme haben. Das kann zu so einer Art Teufelskreis führen und wenn das der Fall bei dir sein könnte, dann solltest du versuchen diesen Kreis zu verlassen.

  1. Setz dich erst mal nicht unter Stress. Zwangshaft abnehmen, weil man nicht ok wäre, klappt oft nicht, denn man kämpft dann zu sehr gegen sich selber. Nur mit dir, deiner Psyche und deinem Körper gemeinsam hat das gute Chancen, dass du da voran kommst

  2. Was spricht gegen eine Therapie?

Du sprichst selber von einem "Suchtverhalten", ich kann das aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, aber wenn es ein solches wäre, dann kann das verdammt schwer fallen, dieses Suchtverhalten alleine aufzugeben. Nicht unmsonst spricht man ja auch von Suchttherapien, die dann auch im Falle von echten Süchten ihre unbedingte Berechtigung haben.

Der/die Therapeutin beißt dich nicht, im besseren Fall findest du jemanden der dich versteht, dir zuhört und mit dir nach Hilfen zu einer Selbsthilfe sucht, mit der du vielleicht größtenteils eigenständig deine Probleme in Angriff nimmst. Das so ganz aus sich selbet zu schaffen ist oft sehr schwer. Überlege dir das bitte mal noch mal.

Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und den Glauben an dich,

liebe Grüße, Thomas

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