Selbstverteidigung bei Hundeangriff?

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12 Antworten

Selbstverständlich darfst du den Angriff eines Hundes auf dich oder deinen eigenen Hund, der angeleint ist, abwehren. Du darfst dazu natürlich keine unverhältnismässigen Mittel einsetzen. Du dürftest so ziemlich alles machen. Verletzungen oder sogar der Tod des angreifenden Hundes können dabei in Kauf genommen werden.

Hier geht es um einen Angriff auf Leib und Leben deines Hundes durch einen anderen Hund. Im Gegensatz zu einem Angriff durch einen Menschen, ist hier nur schwer abschätzbar, wie erntshaft der Angriff ist. Daher kann durchaus vom schlimmsten Fall ausgegangen werden.

Ich hatte mal eine solche Situation ich war mit meiner Freundin und ihrem kleinen Hund spazieren.

Da in München und Isar Gegend keine Leinenpflicht rennen viele Hundis frei herum wir quatschen so und ihr kleiner Yorkshire Mix lief friedlich neben und her und schnüffelte herrum.

Aufeinmal kommt ein Schäferhund auf uns zugerannt der kleine hat ihn nicht gesehen und er packt ihn und fängt an ihren Hund zu schütteln wir hörten nur schreckliches quicken und schreihen. Meine Freundin stand da wie gelähmt.

Ich weiß auch nicht aber ich würde es immer wider machen auch wenn es meinem Hund so ergehen würde.

Wenn Hunde gut sozialisiert sind sollten sie normaler weise los lassen wenn der andere quickt, aber das war nicht der Fall ich bin nur hin habe den Hund am Halsband und Fell gepackt mit ausgestreckten Armen und beiden armen natürlich und habe ihn gerade nach oben so das er in der Luft hing darauf hat er sich so erschrocken lies den kleinen los und quicke auch.

Keine Ahnung wie ich das geschafft habe bis 1,63 groß und wiege 56 kg aber ich wollte dem kleinen helfen der Besitzer des großen hat das alles gesehen und hat mich angemeckert was ich da wohl tue und meint die Hunde klären das unter sich. Sie war dabei die Polizei zurufen.

Letztendlich meine Freundin hat ihren gefunden mit blutigen Wunden und er hat seither Angst vor allen andern Hunden.

Wenn das meinen passieren würde das ein andrer Hund meinen anspringt über ihn ist und nciht mehr los lässt und dann noch einen Besitzer hat der nicht mal versucht seinen zurück zurufen oder zubekommen ,würde ich alles tun um meinen zu beschützen!

Der kleine ist wie eine Rakete los gedüst um Schutz zu suchen und flüchtete

Wie ich bereits sagte, wäre die besagte Situation (ohne den Labradorbesitzer) sehr wahrscheinlich nicht mit Schubsen oder Ziehen zu entschärfen gewesen. Angenommen ein fester Tritt führt hier wirklich zu schweren Verletzungen oder gar dem Tod des anderen Tieres, ist man dennoch weiterhin im Recht?

Scylla94941 08.06.2014, 01:56
Angenommen ein fester Tritt führt hier wirklich zu schweren Verletzungen oder gar dem Tod des anderen Tieres, ist man dennoch weiterhin im Recht?

Das kommt auf den Einzelfall an. Geht man von einem Defensivnotstand gem. § 228 S. 1 BGB aus, darf der Schaden nicht außer Verhältnis zu der Gefahr stehen. Die Abwehr darf also nicht maßlos sein. In einem solchen Fall wäre das Interesse des Eigentümers an der Erhaltung der Sache (des Hundes) geringer als das Schutzinteresse des von der Sache bedrohten. Der Hund ist schließlich keine unbeteiligte Sache, sondern die Gefahrenquelle.

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Oft sieht es schlimmer aus als es ist, dafür spricht auch, das der kleinere Hund es unverletzt überstanden hat....

Hunde haben eine eigene Körpersprache - und dem Sieger reicht es eigentlich, wenn der Unterlegene deutlich"Aufgibt" ...

Dadurch das Menschen falsch reagieren wird sowas dann eher verschlimmert.

Man muss also von Fall zu Fall selbst sehen, ob ein Eingreifen überhaupt sinnvoll ist.

Wenn man sich dazu entschließt, wird es aber ggfs gefährlich, da beide Hunde nur den anderen Hund wahrnehmen - und sich von keinem stoppen lassen.

Belangen könnte man Dich in so einer Situation kaum - nur der angreifende Hund, bzw sein Herrrchen kann / muss mit Konsequenzen rechnen.

als ich mal mit meinem hund ging, kam der nachbarshund ausm garten und griff meinen hund an, hab dem hund auf die nase geschlagen, und er ist weggerannt. ob du jetzt in so einer situation dann auch treffen kannst, und nicht in panik gerätst, weiß ich nicht.

Ich hatte im bekanntenkreis auch so einen fall und mal mit einem befreundeten polizisten gesprochen. Das ist echt schwierig. Weil 'nur' weil du dich bedroht fühlst, darfst du zb dem fremden hund ohne weiteres nichts tun. Hört sich komisch an. Ist aber so. Gibts aber urteile drüber. Wie es in deutschland nunmal ist, ohne dass was passiert ist, hat man kaum ne wahl. Hinterher kann man die schuld dann ggf dem hundebesitzer geben der seinen hund nicht unter kontrolle hatte. Und nebenbei. Die polizei sagt sogar dass es nichtmal unbedingt helfen würde dann mit tierabwehrspray sich zu schützen. Tiere reagieren wohl teilweise auch noch aggressiver darauf..

Lightman95 08.06.2014, 01:09

Ps. Ich meine das allgemein. Wenn ein fremder hund deinen oder dich beißt, klar ist das was anderes. Aber ohne sowas ist das rechtlich so eine sache

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Hört sich komisch an, allerdingst nimmst du den Kopf des angreifenden Hundes und drückst ihn gegen den Boden und setzt dich auf den Rücken, ich wurde mal angegriffen und hab mich so gerettet

In dem Moment, in dem das Leben meines Hundes bedroht ist, ist es mir völlig egal, ob ich für die Folgen meines Eingreifens belangt werden kann.

Es ist aber so, dass man durch das massive Eingreifen in eine Situation diese stark verschärfen kann. Haust Du beispielsweise mit einem Stock auf den Angreifer ein, wird dieser den Schmerz mit dem anderen Hund verbinden und ihn wahrscheinlich noch aggressiver bekämpfen.

Sind die beiden Hunde sich ebenbürtig, sollten sich beide Besitzer fortbewegen und fröhlich rufen. Das hat bei mir in mehreren Fällen sofort entschärft. Meist geht es ja darum, dass ein Hund um seine wichtigste Ressource kämpft. Rennt die aber davon, ist es völlig unnötig, sich noch um die vermeintliche Gefahr zu kümmern.

Bei einem sehr kleinen Hund, der von einem schlecht sozialisierten Hund in Tötungsabsicht angegriffen wird, wäre ich völlig hilflos. Darum käme ein kleiner Hund für mich auch nicht in Frage. Da bewundere ich Einafets, wobei das für alle auch hätte anders ausgehen können.

Nein so blöd es auch klingt aber im gesetz sind tiere gegenstände und um dein gegenstand zu schützen kannst du auch mit aggressiveren methoden antworten ich selbst bin auch hunde besitzer und würde für meinen hund auch in so einen kampf springen allerdings erst wenn ich merke das mein hund chancenlos ist vorher mache ich ihn von der leine los

Da der Hund dein Eigentum ist, wäre es Notwehr.

Scylla94941 08.06.2014, 01:43

Nein, das wäre nicht. Es mangelt hier bereits an einer Notwehrlage, da von einem Tier kein "Angriff" im strafrechtlichen Sinne ausgehen kann (eine Ausnahme besteht dann, wenn ein Tier von einem Menschen gezielt als Werkzeug eingesetzt wird). Hier ist vielmehr ein Defensivnotstand aus § 228 S. 1 BGB anzunehmen.

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Natürlich darfst du deinen Hund verteidigen...!

Nein die Schuld liegt bei dem Besitzer der durch nachlässigkeit oder sonstigen gründen es soweit kommen lässt und in dem Fall verteidigst du dich ja auch Selbst und nicht nur dein Hund.

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