Selbstverletzen, Gedanken rund um das Thema 'Essen',"trübe Stimmung", Gedanken sich das Leben zu nehmen, bis wann ist das alles noch normal?

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6 Antworten

Hallo Antonia,

von den verschiedenen Problemen, die Du hier anführst, möchte eines herausgreifen: das selbstverletzende Verhalten (oder kurz SVV). Es wäre sicher gut, wenn Du Dich irgendwann dazu durchringen könntest, mit jemandem darüber  zu sprechen. Es sollte jemand sein, der Dich und Dein Problem ernst nimmt und der Dich nicht unter Druck setzt. Wenn Du also jemandem davon erzählst, kann allein das Dir große Erleichterung bringen. Hast Du schon einmal daran gedacht, Deine Eltern deswegen anzusprechen? Wahrscheinlich fällt Dir dieser Schritt nicht ganz leicht und sie mögen nicht gleich so reagieren, wie Du es Dir wünscht. Habe daher Geduld mit Ihnen und sei nachsichtig. Sollte es Dir jedoch nicht möglich sein, vernünftig mit Deinen Eltern zu reden, dann hast Du die Möglichkeit, Dich hier zu melden:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Was könntest Du immer dann tun, wenn der Drang, Dich zu verletzen, erneut in Dir entsteht? Wenn Du weinen musst, dann versuch es auf keinen Fall zu unterdrücken, denn Weinen kann ein Ventil für das sein, was sich seelisch aufgestaut hat. Körperliche Bewegung, wie joggen, spazieren gehen oder Sport zu treiben eignet sich ebenfalls gut dazu, inneren Stress abzubauen.

Hast Du es schon einmal mit Ablenkung versucht, z. B. mit einem Hobby, Hausarbeiten oder Musik hören? Auch etwas völlig Neues zu lernen (wie z. B. ein Musikinstrument) oder sich kreativ zu betätigen (malen, Gedichte oder Tagebuch schreiben) kann ein wichtiger Schritt sein, der Dich von dem SVV wegbringt.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist. Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für SVV. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen. Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.) Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen.

Eines solltest Du jedoch auch nicht vergessen: Es gibt auf jeden Fall jemanden, der Dich versteht und Dir helfen kann. Ich spreche hier von Gott, von dem Du wahrscheinlich am wenigsten Hilfe erwartest. Sein Interesse gilt jedoch besonders denen, die verzweifelt und schmerzbeladen sind. Das geht sehr deutlich aus folgendem Text in der Bibel hervor: "Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat. Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen" (Psalm 91:14-16). Viele junge Menschen haben festgestellt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott hilft, mit dem Problemen des Lebens besser fertig zu werden. Vielleicht glaubst Du ja gar nicht an Gott. Denke jedoch daran, dass wir Menschen eigentlich mit dem Bedürfnis erschaffen wurden, nach Gott zu fragen. Deswegen ist auch der Glaube ja so alt wie die Menschheit. Erst wenn man sich auf "Entdeckungsreise" begibt, merkt man vielleicht, dass es da vielleicht doch etwas gibt. Ist es nicht einen Versuch wert?

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigten Hilfen bekommst, damit Du wieder seelisch gefestigter wirst und die Probleme, die ursächlich für Deine Selbstverletzungen sind, allmählich in den Griff bekommst. Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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So etwas ist mit einer Depression durchaus normal. Wobei der Zustand der Depression nicht normal ist, sondern das ist eine ernstzunehmende Krankheit.
Klar man denkt vielleicht, eine Krankheit ist, wenn man Husten, oder Schnupfen hat, aber auch die Psyche kann krank werden. Depressionen können auf eine Störung des Stoffwechsels zurückgehen und somit tatsächlich eine körperliche Ursache haben.

Da Du hier schreibst denke ich dass Du diesen Zustand nicht einfach so hinnehmen möchtest, sondern etwas dagegen tun möchtest. Ich kann Dich nur ermutigen, zu einer Therapie zu gehen. Auch wenn es sich jetzt nicht so anfühlt, doch man kann Dir dort helfen und es wird Dir wieder besser gehen.

Ich wünsche Dir dabei alles Gute und eine schnelle gute Besserung :)

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Nicht jede Stimmungsschwankung ist gleich eine Depression.

Krankheit beginnt da,wo Du anfängst,,darunter zu leiden und einen gewissen "Leidensdruck" zu entwickeln.

Selbstverletzung ist eine falsch "erlernte" Lösungsstrategie und nicht "normal"-weil ansonsten die komplette Menschheit sich selbst verletzen würde.

Also,wenn Du selbst unter Deinem Verhalten anfängst zu leiden,solltest du anfangen,etwas dagegen zu unternehmen und Dir einen Therapeuten suchen,mit dem DU das ganze aufarbeitest und hoffentlich dann auch auflösen kannst.

Alles Liebe!

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Ich würde dir mal empfehlen dir professionelle Hilfe zu suchen, mal zum Psychologen oder auch mal ein Besuch beim Arzt. Und was ist schon normal? Hilfe benötigt man wenn die Zustände so schlimm werden, dass ein leidensdruck entsteht. Und oftmals kann einem da nur ein Fachmann da weiterhelfen, so blöd es auch klingen mag. Ich habe borderline, was mir mehrfach diagnostiziert wurde, und kenne solche Gedanken und sinnlosigkeitsgefühle selber nur zu gut. Ich würde dir raten dir Hilfe zu suchen und alles gute

Lg

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Solange du alles nur denkst kannst du es aushalten

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Wende dich an einen Psychologen.. Klingt nach einer mittleren Depression.

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