Selbsttherapie bei psychischen Problemen?

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Falls es z.B. um Depression geht: www.palverlag.de/Depressionen-Informationen.html

Allgemein gibt es EINE Hausaufgabe, die du dir am besten an die wichtigen Stellen deiner Wohnung klebst: "TU DIR JEDEN TAG ETWAS GUTES!"

Selbstfürsorge ist Basis für Selbstdisziplin. (nicht umgekehrt)

Falls es sich aber um eine so genannte Persönlichkeitsstörung (selbstschädigendes Verhalten im weiteren Sinne) handeln sollte, dann erwähnst du das beim Durchtelefonieren von Psychotherapeuten am besten ohne Umschweife. Es bringt nichts, mit einem Psychotherapeuten zu tun zu haben, der schon mit der Problemanalyse vollständig überfordert ist.

Bei Persönlichkeitsstörung und neurotischer Störung ist es entscheidend, die "inneren Konflikte" zu erforschen und zu bearbeiten. (z.B. Loyalitätskonflikte, Wertkonflikte, Glaubwürdigkeitskonflikte, Konfliktvermeidung, Konfliktverlagerung, Ambivalenzkonflikte, gegensätzliche Ich-Aspekte, Triebkonflikte)

Aus systemischer Perspektive ist es allgemein ratsam, sich immer wieder den gewünschten Endzustand vorzustellen mit der Ergänzung "Wenn ich gesund wäre, würde ich das an folgenden Veränderungen feststellen: ..."

Es ist auch wichtig, sich lieber auf die Ressourcen und Chancen zur Problemlösung zu konzentrieren als zu problematisieren. Kreativität, Humor, ein "grüner Daumen" und gute Freunde z.B. sind schon jede für sich allein phantastische Ressourcen.

Eine sehr gute Übung ist auch, immer wieder die eigene Achtsamkeit zu schulen, indem man die Augen schließt und ganz bewusst auf die "restlichen" Sinneseindrücke achtet.

Auch sehr gut ist ein Tagebuch, um einen Überblick über den Verlauf der eigenen Befindlichkeit zu bekommen und auch, um auf positive Kleinigkeiten zu achten und diese zu benennen.

Je nach Problemfeld gibt es mehr oder weniger Selbsthilfegruppen, online sowie offline.

Orientierung an Ressourcen, Visualisierung vom Endzustand, Fokus auf die inneren Konflikte, Selbstfürsorge, regelmäßige Hausaufgaben, Selbsthilfegruppe, Achtsamkeitstraining und Tagebuch sind Aktivitäten, die in einer guten Psychotherapie enthalten sind, aber leider nur von wenigen Therapeuten angeleitet werden.

Das kommt ganz drauf an was du hast. Einige Sachen wie beispielsweise Angststörungen kriegt man mit Selbsthilfebüchern und viel Disziplin auch allein hin, andere, beispielsweise Traumabehandlungen würde ich nicht in Eigenregie durchführen.

Es ist durchaus möglich sich selbst zu helfen. Allerdings gibt es natürlich Diagnosen, bei denen man unbedingt fachliche Hilfe suchen sollte! Insbesondere wenn man seine Situation selbst nicht mehr in den Griff bekommt, sollte man einen Experten aufsuchen. Eine (zumindest erste) Hilfe kann das EFT (www.eft-berlin.de) sein. Man braucht keine komplexe Ausbildung, um sich dadurch vielleicht schon ein gutes Stück selbst helfen zu können.

Joggen/Sport, Angst vor Dummen Sprüchen überwinden?

Hallo, ich bin sehr Übergewichtig ( W, 17, 1. 56m, ca. 100kg) und habe mir vorgenommen etwas dagegen zu Unternehmen, war auch heute Joggen (alles mit meinem Hausarzt besprochen keine Sorge wegen den Gelenken und so hab alles abgeklärt soll langsam anfangen) aber immer wenn einer an mir vorbeigelaufen ist oder ein Auto gekommen ist habe ich aufgehört und bin gegangen als würde ich Spatzieren gehen.. Das liegt daran das mir das extrem unangenehm ist wenn mich Leute beim Sport sehen.. Ich kann es netmal haben wenn meine Eltern mich dabei sehen geschweige denn Freunde also muss ich da alleine durch.. NICHTMAL eine Ablenkung wie Musik hat mir da geholfen. Habt ihr Tipps wie ich besser damit klar komme? Habe auch iwie Angst das mir doofe Sprüche an den Kopf gehauen werden wenn mich jmd dabei sieht (ist schon passiert zb. "Lauf schneller schwabbel) ich bin auch schon in Therapie, wegen Anderen Angst-Störungen haben aber in der Therapie keine Zeit um diese Angst jtz auchnoch anzugehen weil die Trauma und die Therapie meine Essstörung vorgeht.. Wisst ihr wie man die Angst verringern kann? Wenigenstens so sehr das ich weiter laufe wenn andere mich sehen können? Selbst wenn ein Haus in Sichtweite ich höre ich auf zu laufen vor scham, danke für die Antworten

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Magersucht ambulante Therapie während Wartezeit zunehmen

Ich hätte mal eine frage:

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Psychologin sieht mich als Hoffnungslosen Fall - was jetzt?

Hey,

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Ich hatte nun ein paar Sitzungen seither und da sagt mir die Psychologin, das sie für mich keine Hoffnung bei einer Psychotherapie sieht.

Zu meinen Fall: Ich habe panische Angst davor Arbeiten zu gehen, weil es mir beim letzten mal als ich arbeiten gegangen bin (vor etwa nem dreiviertel Jahr) so schlecht ging, das ich permanent Suizidgedanken entwickelt habe.

Ich bin jetzt seit etwa 9 Monaten Krankgeschrieben und beziehe Hartz 4 und habe panische Angst vor der Zukunft. Denn bevor ich mich wieder in einen Job wage, würde ich gerne erstmal meine Depressionen etwas in den Griff bekommen, weil ich Angst habe, mir sonst selbst etwas anzutun, wenn ich jetzt einfach in irgendeinen Job gesteckt werden würde (einfach weil ich es psychisch nicht schaffe).

Zum anderen habe ich aber auch angst was passiert, wenn ich denn 78 Wochen Krankgeschrieben bin. Lande ich dann auf der Straße? Zahlt dann Hartz 4 trotzdem noch oder nicht?

Und zum andern: Zwingt mich die Krankenkasse dann zu einer Reha?!

Denn davor hab ich ebenfalls panische Angst, weil ich nicht weg will von meiner Partnerin. Seit ich bei ihr bin, sind meine Depressionen besser geworden und die Suizidgedanken verschwunden. Aber ich habe Angst das diese wiederkommen.

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