Selbsttest - Welche Therapieform passt zu mir?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nach Erfahrungswerten bringen Verhaltenstherapien die Größten Erfolge. Gerade wenn es nicht ein traumatisches Ereignis gab, sondern die ganze kindliche Entwicklung nicht so optimal gelaufen ist.

und was wenn ein oder sogar mehrere traumatische ereignisse vorhanden sind? ist die dann immernoch so wirksam? z.b. wenn man sich immer wieder in gefahr bringt und immer wieder ein neues trauma erlebt? immer schlimmere?

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@FluchImHerz

Ja, ich denke auch da hilft die Verhaltenstherapie. Gerade wenn Dir die traumatischen Ereignisse bereits bewusst sind. Die Verhaltenstherapie macht Dich stark damit umgehen zu können.

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Im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassen zugelassene Therapieformen sind Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (ähnlich wie Psychoanalyse aber 1x pro Woche und im Sitzen statt im Liegen) und Verhaltenstherapie. Alle sind etwa gleich wirksam mit kleinen Unterschieden: Verhaltenstherapie hilft bei klar definierten Verhaltensproblemen, Ängsten, Verstimmungen, besonders, wenn sie erst kurz bestehen. Es wird ein Therapieziel festgelegt und praktisch daran gearbeitet und geübt, bis der Patient sagt, daß es erreicht ist. Das geht oft schnell und der Erfolg hält auch an, manchmal geht es aber bei dem Problem um etwas anderes, als das sichtbare Verhalten. Dann ist evtl. Psychoanalyse oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie besser. Dort gibt es einen offenen, geschützten Rahmen, in dem Probleme, die schon lange bestehen oder tiefe biographische Wurzeln haben, mit dem Therapeuten zu erforschen. Blickrichtung ist nicht zuerst das Verhalten sondern die emotionalen Beziehungen: zu sich, zu wichtigen anderen Menschen früher und heute und auch zum Therapeuten. Das dauert oft länger, hält aber nicht nur länger an, sondern der Erfolg verbessert sich auch noch lange nach Abschluß der Therapie. ABER: Viel wichtiger als die Therapieform ist für den Erfolg der Behandlung, daß der Patient das Gefühl hat, daß in diesem Moment seines Lebens dieser Therapeuten zu den aktuellen Problemen hilfreich sein kann. Also: Mehrere Vorgespräche machen und dann einen Therapeuten nach dem persönlichen Eindruck wählen.

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Ergotherapie ist keine Form der Psychotherapie, wird aber bei psychischen Erkrankungen gern eingesetzt. Ergotherapie bezieht den Körper mit ein, indem man sich kreativ und handwerklich beschäftigt, was einerseits den Teufelskreis der negativen Gedanken durchbrechen kann und Erfolgserlebnisse möglich macht, andererseits aber auch Impulse geben kann, wie man Kreativität ins eigene Leben integrieren kann. Oft hilft die Ergotherapie besser als die Psychotherapie, weil sie sehr direkt ist und einen wieder ins Tun bringen kann, was bei vielen psychischen Erkrankungen lebenswichtige sein kann. (ich bin übrigens selbst Ergotherapeut ;o))

Die Therapieform richtet sich hauptsächlich nach dem Grund welcher therapiert werden soll. Und nein...... nein...... nein........ du kannst es nicht selbst testen. Ausser du weisst ich habe ein Trauma erlitten, dann ist es ja klar.

Welche Therapie würdet ihr empfehlen?

Ich habe ein Entwicklungstrauma und unangemessen viel Angst vor Menschen. Ich traue mich kaum noch aus dem Haus, weil ich inzwischen, wenn ich nur eine Person von Weitem kommen sehe, Angst bekomme, dass sie mich wieder mit einem blöden Kommentar verletzt, so dass ich drei Tage neben der Spur bin.

Ich habe meine Berufswünsche aufgeben müssen und einen Beruf gewählt, bei dem ich nur selten Menschen zu Gesicht bekomme. Ich habe mich von meiner Familie getrennt und konnte auch niemals Freundschaften aufbauen oder mich für ein spezielles Hobby begeistern.

Die geläufigen Therapien (Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Therapie, zeitweise auch Medikamente (aber die konnte man eh vergessen), ...) habe ich bereits in den letzten Jahren gemacht. Leider nicht mit wirklichem Erfolg.

Nun habe ich im Internet viele Darstellungen gefunden, dass diese Therapien bei Entwicklungstrauma gar nicht helfen können. Stattdessen wurden verschiedene Ansätze empfohlen von Körpertherapien.

Im Moment weiß ich nicht so recht, mit welcher Therapieform ich es noch mal versuchen soll, zumal man das bei den Preisen, die man in dem Fall wohl nicht von der Krankenkasse gezahlt bekommt, ja nicht so "einfach mal ausprobieren" kann. Hat jemand ähnliche psychische Schwierigkeiten bei sich oder im Bekanntenkreis erlebt und eine Therapie gefunden, die tatsächlich Erfolg hat?

Danke für sinnvolle Empfehlungen.

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Krankenkasse bezahlt Therapie nicht mehr?

Hallo Ich bin etwas am verzweifeln. Ich leide unter Depressionen und mache schon seit drei Jahren eine kognitive Verhaltenstherapie. Jetzt möchte meine Krankenkasse nicht mehr bezahlen, weil ich die vorgeschriebenen 80 Stunden bereits aufgebraucht habe. Mein Therapeut und ich halten es aber für dringend notwendig, die Therapie weiter zu machen. Eine andere Therapieform würde die Krankenkasse bezahlen, aber ich brauche genau das mit genau meinem Therapeuten, er ist so toll und hilft mir wirklich. Ich habe nur lange gebraucht um mich vollständig zu öffnen, aber das kann ja passieren. Was kann ich dagegen tun? Wir haben nicht das Geld die Stunden privat zu bezahlen. Kann ich das irgendwie, meine Ahnung, einklagen oder so? Ich brauche das. Lg

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