Selbstständigkeit, Fristen für Wechsel in die private Krankenversicherung

7 Antworten

In der GKV gibt es für Selbstständige verschiedene Tarife. Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll aus der GKV in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Überlege dir gut was die Zukunft und das Alter evtl. mit sich bringt, zurück geht es nur sehr umständlich oder gar teilweise auch gar nicht mehr.

so dass ich zwar 2 monate nachzahlen müste aber mir keine lücken in der versicherungszeit entstehen ?

Jein. Du meinst sicher die Wahltarife, die kann aber auch ein Arbeitnehmer in Anspruch nehmen. Der generelle Leistungskatalog und der Beitragssatz sind aber identisch.

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Zunächst kannst du innerhalb von 3 Monaten dich entscheiden, ob du in der GKV bleiben, oder in die PKV wechseln möchtest. Dann musst du dort auch rückwirkend aufgenommen werden und auch dort die Beiträge entrichten.

Die Beträge in der GKV die nicht bei 700,--€ für Existenzgründer liegen, hat Kevin1905 schon beschrieben.

Bei der Entscheidung für die PKV ist zu beachten, dass ein Rückkehr in die GKV nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist und die Beiträge sich im Alter nicht an die Einkommensverhältnisse anpassen. Im Regelfall hat man dann weniger, entweder aus der Rentenversicherung oder privater Vorsorge, die Beiträge aber bleiben auf einem hohen Niveau. In der GKV hingegen sind sie immer dem Einkommen angepasst. Ist man Single, jung und gesund, erscheint die PKV attraktiv, aber schon eine Familiengründung führt zu den ersten Problemen: verheiratet können kinder nicht mit in der kostenfreien Familienversicherung der Mutter geführt werden, wenn das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt (und das möchte jeder Selbstständige erzielen), ebenso die Ehefrau, wenn mal nicht mehr berufstätig. Wird man krank und erhält Krankentagegeld, gibt es keine Beitragsfreiheit wie in der GKV- und wichtig, man muss viele Risiken extra abdecken wie Rehabilitationsmaßnahmen oder z.B. Kieferchirurgische Behandlung für die Kinder. Viele Dinge, die es zu bedenken gilt.

Nachzahlen must du bei beiden- entweder in der GKV, mit der du einen Vertrag über eine freiwillige Versicherung abschließt oder in der PKV.

Mein Tipp bleibe freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Du sparst dabei. warum? Weil du maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze deine 15,5 % Beiträge bezahlst. Bei der PKV musst du alles und jeden extra versichern, Leistungen die bei der gesetl. inkl. sind, Famileienangehörige, usw. Dann hast du das Problem , dass du im Alter nicht mehr aus der PKV kommst und deine Beiträge bei Rentenbezug kaum noch zu begleichen sind, während du bei der GKV auch nur deine 15,5% bezahlen musst. KV hört sich immer im ersten Moment so gut an. jedoch werden immer die zusätzlich erforderlichen Abschlüsse verschwiegen. Und diese kosten dann. das kannst du evtl. noch alles bezahlen so lange du genügend einkommen hast, aber wehe wenn ........ !!!!! Bist du freiwillig in der gesetzl. versichert, so belegst du dein Einkommen in Form deines Steuerbescheides und bekommst dann deinem Einkommen entsprechend die Beiträge berechnet. Auch kannst du als Existenzgründer bei der GKV den minds. Beitrag beantragen, wenn deine Einkünfte deutlich niedriger sind. Das alles kannst du nicht bei der PKV.

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