Selbstständigkeit, Erfahrungen?

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4 Antworten

Zunächst mal brauchst Du eine Idee,was Du machen willst, aus der Idee schaffst Du ein tragfähiges Konzept und besprichst es mit einem Steuer- oder Unternehmensberater.  Du schaffst Dir ein finanzielles Polster mit dem Du mindestens 6 Monate,  besser ein Jahr überleben kannst. Erst dann gehst Du auf potentielle Kunden zu und akquirierst Aufträge.  Nur wenn Du durch die Aufträge eine Grundlage schaffen kannst, kannst Du den nächsten Schritt gehen und ein entsprechendes Gewerbe anmelden und eine Betruebshaftpflicht und andere zwingend notwendige Versicherungen abschließen. Falls Du nicht genügend Kapital zusammen bekommst, bleibe erstmal beim jetzigen Arbeitgeber und versuche deinen Betrieb in der Freizeit aufzubauen. 

Ohne Konzept und ohne Kapital mal eben auf selbstständig zu machen ist der sicherste und kürzeste Weg in die Insolvenz.

Richard1962 17.01.2017, 14:41

Das ist der Kernpunkt:
"Ohne Konzept und ohne Kapital mal eben auf selbstständig zu machen ist der sicherste und kürzeste Weg in die Insolvenz."

Und auf Insolvenz folgt ALG1 oder ALG2. Außerdem vergessen viele:

- Wenn Du Krank bist, zahlt Dir keiner Dein Gehalt
- wenn Du nur 1,2,3 Kunden hast, bist Du "Scheinselbständig"
- wenn Du nichts in die Rentenversicherung einzahlst, hast Du später keine Rente
- wenn Du vergisst Dich für die Krankenversicherung anzumelden (und die zu bezahlen - privat) wird es schmerzhaft...

Ohne guten Plan ist der Wunsch nach einer Selbständigkeit ein sehr kurzer Flug mit harter Landung.

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Wer nicht einmal weis, was er genau bei einer geplanten Selbstständigkeit machen will, der sollte zu aller erst einen Kurs für Existenzgründer besuchen.

Denn dort erfährst du die grundlegenden Dinge die ein Selbstständiger Wissen sollte:

Du hörst was von BWL, dem rechnungswesen, der Buchführung, Gewinn-Verlustrechnung, erfährst etwas über das Steuerwesen, lernst Betriebsformen kennen, hörst was von Konzeption und Marketing.

Ohne dieses Grundwissen ist eine geplante Selbstständigkeit schon zum scheitern verurteilt.

Und was rot500 hier vom Stapel läst, ist genau die Mache die von. sagen wir mal vorsichtig ausgedrück, Vertretern die dir etwas aufschwatzen wollen.

Arbeite zwar für ein Unternehmen, jedoch kenne ich jemanden, der sich selbstständig gemacht hat. Er hat seine Kunden zum Teil aus diversen Freundschaften unterschiedlicher Schichten bzw. Bereiche erhalten. Derjenige kannte also schon sehr viele, die Interesse hatten. Das macht es leichter. Ein Kundenstamm ist ja nämlich sehr wichtig für den Anfang.

Kontakte werden zudem häufig durch Kunden geknüpft. Z.B. Empfehlung.

Viel Erfolg!


An- und Verkauf von Immobilien, zunächst nebenberuflich. Das Gehalt lief das letzte halbe Jahr auf ein separates Konto ohne es anzufassen, um praktisch zu erfahren, ob man von der Selbständigkeit leben kann.

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