Selbstständigkeit - Projekt vor Missbrauch schützen

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3 Antworten

Dazu musst Du Deine Marke oder Gebrauchsmuster schützen lassen. Nicht bei der GEMA, da musst Du nur zahlen, für Musik, wenn die auf die Website soll. Mit dem Webdesigner gibt es Verträge, worin eine Verpflichtung zum Schweigen besteht. Aber rechtlich schützen lassen musst Du Dein Konzept auf jeden Fall. Du solltest einen Anwalt mit dieser Sache betrauen (Marken- und Urheberrechte/Patent). Ist der einfachste Weg. Evtl. ist Dein Steuerberater auch Unternehmensberater und kann da weiterhelfen.

Die GEMA kommt nur in Frage, wenn es sich um Kunst handelt, was bei Deinem Projekt eher schwierig darzulegen sein dürfte.

Als Patent anmelden ist auch nicht so einfach, weil Du kein Ding mit neuer Funktion erfindest, sondern bestimmte Techniken zur Beeinflussung der Gesundheit. Mag sein, dass das machbar ist, dann solltest Du aber sicher sein, dass niemand vor Dir eine ähnliche Zusammenstellung erarbeitet hat und auf Dein Patent plötzlich allergisch reagiert.

Du solltest Dich mit dem Gedanken anfreunden, dass alles, was jemand erfindet, entwickelt, erarbeitet und dann vor allem veröffentlicht, irgendwann kopiert wird, wenn es gut genug erscheint.

Wenn Du Dich mit einem vernünftigen Plan verselbständigen willst, brauchst Du Dir aber um dieses Problem gar keine Gedanken zu machen, weil Du immer einen Schritt voraus sein wirst. Wenn das in Deiner Planung noch nicht enthalten ist, mache einen Plan B.

Der Webdesigner hat möglicherweise ganz andere Interessen, als Sport oder Ernährung. Ziemlich sicher sogar. Was Du bestenfalls machen kannst, was auch noch finanziell und administrativ im Rahmen bleibt, ist ein Vertrag, der ihm bei Strafandrohung die Verwendung Deines Systems sowie aller Einzelteile daraus verbietet. Wenn DU einen solchen Vertrag halbwegs wasserdicht haben willst, kommst Du um einen guten Anwalt nicht herum.

Vielleicht solltest Du Dich als erstes darum kümmern, Deine Angst zu überwinden. Ich denke, es ist eine Art Verlustangst, die Du hast. Schau Dir folgende Dinge an: vor weit über hundert Jahren haben ein gewisser Carl Benz und Rudolf Diesel zwei Geräte erfunden, die ziemlich - also eigentlich total anders sind. Allerdings haben beide den selben Zweck und beide sehen ähnlich aus: der Benzinmotor und den Dieselmotor. Beide werden heute millionenfach verbaut. Jeder Hersteller hat da seine eigene Technik. Und alle leben mehr oder weniger gut damit. Henry Ford war einer der Pioniere des Automobilbaus. Obwohl es inzwischen aber auch Opel, Renault, Toyota, Volkswagen, Chevrolet, Ssangyong, Kia, Honda, Porsche, Bentley, Ferrari und viele andere gibt, lebt auch Ford nicht gar so schlecht.

Hätte Dr. Oetker Angst um seinen Pudding gehabt, hätte er ihn besser gar nicht der Öffentlichkeit vorgestellt. Heute gibt es viele Puddingpulverhersteller. Na und? Oetker ist immer irgendwo vorne mit dabei, das Portfolio wurde erweitert, die Forschung und Entwicklung verbessert und wenn einer was nachgemacht hat, hat Oetker eben mit dem nächsten Ding einen oben drauf gelegt.

Coca Cola. Pepsi, Afri, Bluna, die ganzen Billigmarken...

Das findest Du durch alle Sparten, egal, ob Technik, Anleitung oder was auch immer. Bleib mit Deinem Produkt nicht stehen, entwickle es weiter, werde zum Marktführer und mach Dir keine Sorgen um die anderen. Es wird Nachahmer geben. Auf den ersten Blick hast Du ja auch nichts anderes gemacht, als von Weight Watchers abgeschaut und das System dann auf Bewegung portiert bzw. ausgeweitet.

Weight Watchers haben sich auch weiterentwickelt. Die hatten nicht gleich von Anfang an ganze Regale in Supermärkten für sich da stehen. Tupper waren zu Anfang mal nur ein paar Plastikdosen. Plastikdosen gibt es tausende. Aber jeder sagt Tupper und weiß, dass das die Mutter der Plastikdosen ist. Dass viele Menshen auch andere Produkte kaufen, kannst Du gar nicht verhindern. Unmöglich.

Motorola, das erste Handy. Nokia, der Communicator, Apple, das Smartphone. Wie viele Handys und Smartphones gibt es heute? Klar sind da auch mal Firmen bei pleite gegangen. Das ist Geschäftsrisiko.

Wenn Du das sinnvoll anmelden willst in Deinem Sinne, musst Du ja nebenbei auch noch dafür sorgen, dass Du das nicht nur in Deutschland, sondern mindestens in allen deutschsprachigen Ländern, möglichst aber weltweit schützen lässt. Viel Spaß, wenn Du dann die Rechnung aufmachst. Dürfte dann schon beinahe auf sechsstellig zugehen.

Mach Dein Ding, verkaufe es, als gäbe es nichts anderes, selbst dann, wenn es schon tausend Kopien gibt. Sei der Star unter den Sternchen. Hab Vertrauen zu Dir selbst und Deinem Produkt!

Es gibt einen sogenannten Patentanwalt,an den wendest du dich und er wird dich gut beraten und dir helfen.

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