Selbstständigkeit - Fragen

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4 Antworten

Natürlich darf ein selbständiger Unternehmer alles selber machen. Es ist seine Entscheidung ob er z.B. Autos verkauft, oder seine Zeit damit verbringt Steuerfragen zu klären.

Da hilft Googlen besser nach den rechten Stichworten mehr als hier zu erwarten ist:

Steuerberatung, Existenzgründung, Rechnungswesenforum, WISO BUHL Produkte, Lexware Produkte, BMWI,Bilanzierung, Bilanz, Steuerwesen, Unteernehmesberatung, Finanzierung, Geschäftsidee,

Stichwort Forum PLUS Begriff usw

http://www.wiso-software.de/forum/index.php?page=Portal

Super das du dich erst informieren willst. Besuche eine kostenfreie Unternehmerberatung zur Gründung. Frage bein Arbeitsamt nach wo das nächst sein wird. LG Babs

resend 21.06.2011, 12:41

ich muss ja monatlich eine Steuererklärung abgeben, die ich SELBST ausfüllen/machen muss, richtig? Gibt es irgendwo ein Beispiel damit ich weis wie eine solche aussieht?

Andere Frage:

Angenommen man macht im Jahr 300.000 euro Umsatz und hat 100.000 gewinn,auf die 300.000 kommen ja Vorsteuerabzug (19%?) sind = 243.000 also sagen wir man hat dann grob nurnoch z.B 80.000 gewinn , ist das soweit richtig?

So nun kommen auf die 80.000 Nettogewinn 19% Umsatzsteuer. Also habe ich ganz am Ende ECHTE 64800 euro Nettogewinn für die Firma erzielt, oder?

Ich kann ja statt dem Finanzamt das Geld zu "schenken" mir stattdessen davon Dinge für die Firma kaufen womit es dann verrechnet wird, richtig? Also statt dem Finanzamt da z.B 3000 euro zu geben kaufe ich davon Möbel fürs Büro und einen Drucker, richtig? Zählt das für die Vorsteuer oder Umsatzsteuer?

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Was du meinst mit monatlicher Steuererklärung ist wohl die Umsatzsteuererklärunf. Deine Einkommensteuererklärung gibst du wie bisher jährlich ab.

zu Deiner Frage oben:Umsatz brutto 300.000

Gewinn davon 100.000 (Wenn dein Einkauf 200.000 brutto war)

Umsatz netto: 252.100

Einkauf netto: 168.067

Gewinn: 84.033

Klar kannst du Drucker etc. kaufen. Je nach Anschaffungswert musst du die über mehrere Jahre abschreiben. - Die Vorsteuer aus diesen Käufen ziehst du aber sofort, d.h. im nächsten Monat ab.Der Kauf, bzw. der Abschreibungsbetrag mindert deinen Gewinn. Und du zahlst Einkommensteuer dann auf diesen geringeren Betrag.

resend 21.06.2011, 16:54

Ich verstehe deine Rechnung nicht ganz ?!Bitte mal detailierter! Wie kommst Du auf Umsatz netto: 252.100 und dann auf Einkauf netto: 168.067 ?

Also ist Abschreiben garnicht mal "so" gut oder wie soll ich das verstehen?

Noch eine andere Frage:

http ://de.wikipedia.org/wiki/Bilanzhttp ://de.wikipedia.org/wiki/Gewinn-undVerlustrechnung

Diese zwei Sachen muss ich jährlich machen bzw der Steuerberater?Und Steuererklärung Monatlich? (Was kommt da monatlich rein?)

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Testwinner 21.06.2011, 17:45
@resend

Wenn du den Anteil der MWST ermitteln willst, kannst du nicht einfach 300.000 minus 19% rechnen. - Sondern die 300.000 sind 119%, der Nettobetrag ist 100%, also:

300.000 ./. 119 x 100 = 252.100Mit dem Taschenrechner noch einfacher: 300.000 geteilt durch 1,19

Rechne immer mit den Nettobeträgen. Sowohl bei Einkauf als auch bei Verkauf. Die MwSt. ist bei dir nur ein durchlaufender Posten.

Abschreibung ist ok, jedoch musst du den WErt von hochpreisigen Produkten auf mehrere Jahre verteilen.

Kleinere Beträge kannst du sofort abschreiben. Die Grenze liegt bei € 410,-. Alles darüber musst du splitten.

Aber trotzdem senkt die Abschreibung deinen Gewinn und damit deine Steuern.

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resend 22.06.2011, 01:02
@Testwinner

Riesendank!!!!!Eine große Bereicherung, denn ein Großer Firmenchef sagte mir Vorgestern 300.000 umsatz dann 19% Vorsteuer und von dem Gewinn auf den Gewinn nochmals 19% Umsatzsteuer, so ein Quatsch! Dann wird man ja auch arm, danke!!

Meine Frage ist jetzt noch Folgende, also die Formel sieht ja so aus:

Umsatz netto: 252.100 | 300.000(gesamtumsatz) ./. 119% x 100% = 252.100
Einkauf netto: 168.067 | 200.000(wareneinsatz-umsatz) ./. 119% x 100% = 168.067Gewinn: 84.033 | Differenz 252.100 Umsatz netto und 168.067 Einkauf netto

Die UMSATZSTEUER ist doch aber kein "laufender Posten" das ist doch schlichtweg Geld was meins sein könnte, jedoch nimmt es sich das Finanzamt "einfach", oder sehe ich das falsch? Ebenfalls die Aussage von dem besagten hohen Firmenchef..

Außerdem geht doch 19% Umsatzsteuer nochmals auf den Gewinn: 84.033 oder nicht? Vorsteuer ist nun klar und verstanden, aber die Umsatzsteuer ist ja normalerweise 19% Abzug vom Nettogewinn ?!

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resend 22.06.2011, 01:06
@resend

Achso und wird Umsatzvorsteuer und Umsatzsteuer zusammen Monatlich vom Finanzamt verlangt, alle 3 Monate oder einmal Jährlich ?

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Testwinner 24.06.2011, 11:29
@resend

Das Geld gehört dir nicht!

Du schlägst die 19% auf deine Rechnungssumme auf und leitest diese dann an das Finanzamt weiter. - Davon kannst du natürlich die MwSt abziehen, die du vorher an Lieferanten etc. gezahlt hast. Das ist die Vorsteuer.

Dein Kunde kann deine MwSt. wieder als Vorsteuer abziehen und so weiter. Den schwarzen Peter hat der allerletzte in der Reihe. - Meistens der private Verbraucher, denn die Ware im Supermarkt enthält natürlich auch MwSt., nur kann ein privater Haushalt keine Vorsteuer mehr geltend machen. Auf diese Weise hat das Finanzamt von allen Vorgängen, vom Einkauf über Gewinnmargen jeweils kassiert. - Prima System. ;-))

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Testwinner 24.06.2011, 11:32
@resend

Du kannst mit dem Finanzamt monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung vereinbaren.

Wenn du einigermaßen begründen kannst, warum du nur vierteljährlich abrechnen willst (z.B. niedriger Umsatz), macht das FA meistens mit.

Allerdings ist die monatliche Abrechnung auch nicht von der Hand zu weisen. Du erhältst sofort deine Vorsteuer zurück und außerdem läufst du nicht Gefahr, die MwST. auszugeben und nach 3 Monaten bist du blank.

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Testwinner 24.06.2011, 11:35
@resend

Du zahlst auf den Nettogewinn keine Umsatzsteuer mehr. Die ist von den Bruttobeträgen bereits bezahlt.

Von deinem Gewinn zahlst du "nur" noch die Einkommensteuer. Dieser Gewinn ist vergleichbar mit dem Bruttogehalt eines Angestellten.

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resend 24.06.2011, 12:54
@Testwinner

Hey, danke!

Also ich zahle ja monatlich Vorsteuer, wann bekomme ich diese denn zurück?

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Testwinner 24.06.2011, 14:47
@resend

Vorab: Du zahlst keine Vorsteuer, sondern ziehst sie von der Mehrwertsteuerschuld einfach ab. - Dann überweist du den verbleibenden UST Betrag an das Finanzamt. Damit hast du deine Vorsteuer ja schon wieder.

Sollte die Vorsteuer einmal höher sein als die UST, dann trägst du einen Minusbetrag in die monatliche (oder vierteljährliche) UST-Voranmeldung ein. Das Geld erhältst du in einigen Tagen überwiesen.

Das sollte allerdings die Ausnahme sein. Wenn es nämlich die Regel wäre, bist du Ruck-Zuck Pleite.

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resend 24.06.2011, 21:19
@Testwinner

Ok, danke soweit, nur nicht zu schnell, Beispiele wären immer klasse, für jemanden der sich erstmals mit der Materie befasst.

Aber das mit der "Vorsteuer-zurückbekommen" hat jetzt nichts mit "abschreiben" zu tun, oder?

"Vorab: Du zahlst keine Vorsteuer, sondern ziehst sie von der Mehrwertsteuerschuld einfach ab."

Nehmen wir mal das Beispiel:

3370 kostet der Laptop verkauf Brutto, 2831 Umsatz Netto = 539 Steuern 19% MwSt

2000 kostet der Laptop Brutto einkauf, 1680 Netto einkauf = 320 (19% Vorsteuer )

= 219 euro Umsatzsteuer (Differenz Vorsteuer zu MwSt )

Also wie wäre jetzt das Beispiel für deine Aussage? Oder ist meine Rechnung schon richtig so, bloß sehe ich da jetzt nicht die zurückbekommenen 19% Vorsteuer?

ODER angenommen das wäre mein Monatsumsatz, dann würde das Finanzamt 219 euro bekomme und ich behalte die 320 euro? So würde es auch Sinn ergeben? Denn ich dachte von meinem Beispiel bekommt das Finanzamt nun 539+320+219 euro an Steuern.. Bitte sagen ob ich das richtig verstanden habe :-)

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resend 24.06.2011, 23:32
@Testwinner

"Davon kannst du natürlich die MwSt abziehen, die du vorher an Lieferanten etc. gezahlt hast. Das ist die Vorsteuer."

Als Lieferant meinst Du jetzt z.B die MwSt von dem Laptop wie in meinem Beispiel über diesem Post,oder? Falls meine Rechnung falsch ist BITTE korrigieren! :)

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resend 24.06.2011, 23:51
@resend

also der "TOTALE" Steuerwert wären am Ende dann 219 euro?

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chess45 25.06.2011, 12:03
@resend

Die Rechnung ist richtig, nur wird sie nicht für jeden einzelnen Verkauf durchgeführt sonder für den Gesamten Einkauf bzw. Verkauf. Es sind von dem Gewinn (2831-1680) = 1151 natürlich noch Einkommenssteuer zu zahlen.

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Testwinner 25.06.2011, 13:45
@resend

Das hast du richtig verstanden!

Du zahlst in deinem Beispiel an das Finanzamt 219,- €. Mehr nicht. Auf diese Weise hast du automatisch deine Vorsteuer zurück.

Du addierst Ende des Monats deinen Umsatz und ermittelst die UST.

Alle Vorsteuer die du gezahlt hast (Waren-Einkauf, aber auch von allen anderen Ausgaben) ziehst du von dieser UST ab. - Den verbleibenden Rest zahlst du an das Finanzamt.

Fertig! Eigentlich ganz einfach.

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resend 26.06.2011, 00:01
@Testwinner

Und wie ist das jetzt noch mit der "Einkommenssteuer" ? Das ist doch jetzt der Brutto-Anteil von MEINEM Gehalt-was noch an das Finanzamt geht, das ist doch die Einkommenssteuer, oder? Ich Privat erhalte halt Netto und das Brutto (was auch jeder "Angestellte" in Firmen abgibt..) ist der Bruttoteil für das Finanzamt?

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resend 26.06.2011, 00:07
@Testwinner

Die Vorsteuer ist die Mehrwehrtsteuer der Lieferanten mal ganz einfach gesagt, oder? Was zählt noch unter Vorsteuer, außer die Lieferantenware, damit ich das Bildlich alles besser im Kopf zuordnen kann, ein paar Beispiele wären super :)

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