Selbstständig und Kleinunternehmer wieviel Steuern kommen jetzt auf mich zu?

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5 Antworten

Nimm dir ganz ganz dringend einen Steuerberater und besuch diverse Existenzgründerseminare. Das wird sonst krachend scheitern.


Bei einem "Reingewinn" von 36 000 zahlst du (sofern du keine anderen Einkommen hast) schon knapp 5000 EUR Einkommenssteuer. Bei 110 000 EUR "Reingewinn" zahlst du bereits 37 000 EUR Einkommenssteuer.


So ganz grob über den Daumen gepeilt.




Ansonsten ist es natürlich auch ziemlich hirnrissig ein gutlaufendes Gewerbe zu stoppen, damit man keine USt abführen muss. 

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Kommentar von SirKermit
13.04.2017, 10:44

Nagel und Kopf ... Wer ein Jahr Pause macht, dem könnten Kunden abwandern (je nach Preisgestaltung mit der MwSt) oder andere kopieren das in irgendeiner Form und machen es besser.

Aber Hauptsache, keiner bekommt mein Geld. Das gehört übrigens schon seit Urzeiten nicht mehr mir alleine -> http://www.bpb.de/izpb/147073/der-zehnte-ein-streifzug-durch-die-steuergeschichte?p=all

"Schließlich ist auch der Gedanke, private Gelder dafür zu nutzen,
öffentliche Aufgaben zu erfüllen und Vermögen umzuverteilen, älter als man denkt. Im Grunde entstand die Idee von Steuern als etwas, das man zum Gemeinwesen „beisteuert“, sehr früh. Zivilisation im Sinne von geordnetem Zusammenleben, Versorgung von außen und gegenseitiger Unterstützung bildete die Grundlage dafür. Erste Belege für Steuererhebungen finden wir bereits im 3. Jahrtausend vor Christus –  also vor 5000 Jahren."

Man steuert etwas zum Gemeinwesen bei, das sollte man nicht ganz aus den Augen lassen, auch wenn ich zugebe, dass nach wie vor gefühlt nicht alles rund läuft, was die Einnahmen und Ausgaben von Steuergeldern betrifft.

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Was bedeutet das nun für mich

Du bist ab 01.01.2017 Regelunternehmer und zum Ausweis und zur Abfuhr der Umsatzsteuer verpflichtet, ferner bist du nun zum Abzug der Vorsteuer aus ausgelegten Rechnungen berechtigt.


Frage 1 Wie vielen Steuern muss ich nun abgeben am Jahrenende wenn ich kein weiteren Einnahmen mache?

Kommt drauf an wie viel Gewinn du machst und wie hoch deine Sonderausgaben sind.

Hast du die EStE, GewStE und UStE für 2016 schon abgegeben? Bis 31.05. müssen die dem Finanzamt vorliegen.


Wenn ich nun so weiter mache wie bisher hätte ich einen erwarteten Umsatz
von ca. 150.000 EUR (110.000 EUR Reingewinn) was würde mich dann an
Steuern kosten da ich dann nicht mehr unter die kleinunternehmer falle
am Jahrende und das Finanzamt ja dann was sagen wird welche kosten und
Steuern hätte ich in den beiden Fällen zu erwarten.

Umsatzsteuer trägt der Endverbraucher, nicht du! Du behälst sie nur ein und führst sie ab. Von der eingenommen Umsatzsteuer ziehst du deine ausgelegte Vorsteuer ab.

Such dir einfach einen Steuerberater und mach deinen Laden wieder auf.

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"NIEMALS die bekommen schon mehr als benug in der Rachen geschoben!!"

Mir kommen die Tränen.

Zur Kleinunternehmerregelung -> https://www.steuertipps.de/lexikon/k/kleinunternehmerregelung

"Als Kleinunternehmer gelten Unternehmer, deren Umsatz im vorangegangenen Jahr einen Betrag von 17.500,00 € nicht überstiegen hat und deren Umsatz im laufenden Jahr 50.000,00 € voraussichtlich nicht übersteigen wird. Beide Voraussetzungen müssen gegeben sein."

Weitere Hinweise auf https://www.lexware.de/artikel/doppelte-buchfuehrung-das-sollten-unternehmer-wissen/

Damit bist du schon lange aus der Nummer raus. Was du tun musst, ist ganz einfach. Du musst die 19% Umsatzsteuer in deinen Rechnungen ausweisen und darfst im Gegenzug die Vorsteuer geltend machen. Zusätzlich erwartet dich wahrscheinlich die Gewerbesteuer, da musst du dich nach dem Hebesatz deiner Gemeinde erkundigen,

Sollten deine Zahlen für die Zukunft stimmen, dann erwartet dich auch die doppelte Buchführung, du musst bilanzieren: https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-gruenden/finanzen/buchfuehrung/bilanzierung/

"Wer muss die doppelte Buchführung anwenden?

...

Nicht im Handelsregister eingetragene Unternehmen wie die GbR oder
Einzelunternehmer, die einen Umsatz und Gewinn von über 600.000 Euro
oder 60.000 Euro jährlich erzielen."


Wenn du vom Finanzamt zur doppelten Buchführung aufgefordert wist, dann gibt es auch eine Publizitätspflicht: https://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/handelsrecht/offenlegung/

Dann kämen doch die Kosten für einen Steuerberater hinzu, der ist empfehlenswert. Auch die Gründung einer GmbH (oder einer anderen Form einer Kapitalgesellschaft) solltest du andenken, denn als Einzelunternehmer haftest du mit deinem gesamten Vermögen, da wird nicht zwischen privat und gewerblich unterschieden.

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Kommentar von schmitt51109
13.04.2017, 07:16

Ich verstehe es grad nicht richtig. im jahr 2016 war ich unter 17500 und jetzt im jahr 2017 habe ich halt die 50000 voll ich werde keine einnahmen mehr erzielen. ich dachte mir eine pause zu nehmen in den urlaub zu fahren ect. und im jahr 2018 dann frisch neu wieder einsteigen dann halt normal mit umsatzsteuer also ohne kleinuntenrhmerregelung


denke währe die beste lösung für mich.


ich denke ich werde jetzt für jahr 2017 nur einkommenssteuer zahlen müssen oder?


habe mal irgendwo gelesen das werden ca. 5000 eur sein bei dem gewinn vom 36000 euro


da ich glaub ich auch nur den gewinn versteuern muss oder?

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Zur Umsatzsteuer: In § 19 UStG heißt es:" Unternehmer, deren Umsatz im vergangenen Jahr nicht mehr als 17.500,00 € und im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000,00 € überschritten hat, können die Kleinunternehmerregelung wählen.

Nun hat Dein Umsatz im Jahre 2017 50.000,00 € betragen.

Für das Jahr 2018 bedeutet das: Dein Umsatz im Vorjahr lag über 17.500,00 €, und Du kannst 2018 die Kleinunternehmerregelung nicht mehr anwenden.

Ich empfehle Dir daher dringend die Hilfe eines Steuerberaters, denn sonst kann das mit den Aufzeichnungen und den Umsatzsteuer- Voranmeldungen sowie den späteren Steuererklärungen ganz schön schief gehen.

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Kommentar von wfwbinder
13.04.2017, 09:28

So ist es und nicht anders.

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Kleinunternehmer - 50000 im Jahr ? Da hast Du wohl etwas falsch verstanden.

Du bist bis zu 17500 Umsatz / Jahr in der Kleinunternehmerregelung, nun aber nicht mehr.... Das wird Dir der "Vater Staat" dann erklären.

Deine Einnahmen musst Du natürlich versteuern, und das kommt auch auf die Ausgaben an, Steuerklasse etc....


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Kommentar von schmitt51109
13.04.2017, 06:51

Ich habe darum gebetten zu antworten der sich auskennt und keinen der einfach irgendwas schreibt wovon er keine ahnung hat.

IM ERSTEN JAHR BIS 17500 UND IM DARAUFFOLGENDEN JAHR 50000

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