Selbstständig neben her auf Lohnsteuerkarte und Krankenversicherung

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4 Antworten

Es kommt darauf an, welche Tätigkeit den Mittelpunkt des Erwerbslebens bildet sowohl vom Zeitaufwand und vom Verdienst her. So lange hier die Selbständigkeit überwiegt und nicht geringfügig ist (Gewinn maximal 385,- € im Monat) so liegt keine Versicherungspflicht vor.

100% rechtssichere Antwort gibt es durch ein sog. Statusfeststellungsverfahren bei der deutschen Rentenversicherung.

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Zurück in die Familienversicherung gehts nur, wenn Du

  • nicht hauptberuflich selbständig bist
  • Dein Gesamteinkommen nicht höher als 385€/brutto monatlich ist.

Ich geh mal davon aus, dass Du zumindest an der zweiten Vorraussetzung zur Familienversicherung scheitern wirst.

Bei Mehrfachbeschäftigungen muss die Krankenkasse im Statusfeststellungsverfahren prüfen, welche Tätigkeit überwiegt. Dazu musst Du der Krankenkasse mitteilen, dass Du selbständig und angestellt bist, denn Du hast Mitteilungspflicht. Danach bekommst Du einen Fragebogen, den Du ausgefüllt und unterschrieben zurücksenden musst. Folgende 3 Fragen werden dabei abgefragt:

  1. Überwiegt das Einkommen aus der Selbständigkeit gegenüber dem Arbeitsentgelt aus der Angestelltentätigkeit?
  2. Sind die Arbeitsstunden in der Selbständigkeit mehr als die Arbeitsstunden in der Angestelltentätigkeit?
  3. Hast Du in der Selbständigkeit eigene Arbeitnehmer, denen Du monatlich zusammengerehnet mehr als 450€/brutto zahlst?

Wenn auch nur 2 der 3 Fragen mit Ja beantwortet werden, bist Du hauptberuflich selbständig. Damit ist Deine Angestelltentätigkeit versicherungsfrei zur KV und PV, nur zur RV und AV bleibts bei der Versicherungspflicht. Du selbst bleibst weiterhin so versichert wie bisher. Solltest Du freiwillig bei der GKV sein, erhöht sich Dein Beitrag, der sich ja prozentual aus all Deinen Gesamteinnahmen berechnet. Bist Du in der PKV, bleibst Du auch dort und es ändert sich nichts an Deiner Versicherungsprämie- nur die Beiträge aus RV und AV aus der Angestelltentätigkeit fließen der GKV zu.

Wird bei Dir allerdings festgestellt, dass Deine Angestelltentätigkeit überwiegt (Du beantwortest nur maximal eine der 3 Fragen mit Ja), dann bist Du aufgrund Deiner Angestelltentätigkeit versicherungspflichtig in der GKV. eine eventuelle ersicherung bei der PKV würde beendet werden können. Die Einnahmen aus der nicht hauptberuflichen Selbständigkeit sind dann komplett versicherungsfrei.

Du erhältst nach erfolgter Prüfung zum Statusfeststellungsverfahren von der Krankenkasse einen bindenden rechtsmittelfähigen Bescheid.

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Eine gute Bekannte von mir war trotz selbständiger Tätigkeit über ihrer Mann mit versichert. Da das Einkommen sich erhöht hat, muss sie sich selber versichern und nachzahlen. Demnach gehe ich davon aus, dass es auf die Einkommenshöhe aus der selbstständigen Arbeit ankommt. Ob Du nebenher noch etwas auf Lohnsteuerkarte machst, hat ja damit nichts zu tun. Der Versicherungsbeitrag wird ja prozentual auf den Verdienst (neue Arbeit) angerechnet und nicht auf Dein Gesamteinkommen. Kann auch völlig daneben liegen, aber das wäre für mich logisch. Am besten Du fragst bei der Krankenkasse nach, kann auch anonym sein.

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http://www.akademie.de/wissen/haupt-oder-nebenberuf

Sobald du dein eigenes Geld verdienst kannst du übrigens NIE in die Familienversicherung, sondern musst dich selbst versichern!

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Kommentar von kevin1905
27.01.2013, 05:23

Die Antwort ist nicht korrekt.

Wer nur geringfügiges Einkommen erwirtschaftet (385,- € im Monat bzw. bei Minijob 450,- €) bleibt familienversichert, wenn der Ehepartner freiwilliges oder Pflichtmitglied der GKV ist.

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