Selbstständig machen in der Insolvenz?

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1 Antwort

Das ist keine einfachte Materie. Wenn du dich im Insolvenzverfahren selbstständig machen willst, benötigst du die Zustimmung des Insolvenzverwalters. Er kann dich aber auch bei bestehender Selbstständigkeit zur Aufgabe zwingen. Auf jeden Fall muss der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens aktuelle Angaben enthalten. Eine Selbstständigkeit im eigentlichen Insolvenzverfahren bringt einige Besonderheiten und Mehraufwand mit sich. Vor allem für den Verwalter. Zudem trägt er ein gewisses Risiko, wenn das Vorhaben schief geht. Das größte Problem ist, dass für Einkünfte aus Selbstständigkeit die regulären Pfändungsschutzvorschriften für Arbeitseinkommen (§§ 850c ff. ZPO) nicht greifen. Der unpfändbare Betrag bestimmt sich nach § 850i ZPO. Es verbleibt also soviel, wie wenn du unselbstständiger Arbeit nachgehen würdest. Kommt es zu keiner Einigung mit dem Insolvenzverwalter, entscheidet das Insolvenzgericht. Nach der Aufhebung des Insolvenzverfahrens (meist etwa nach einem Jahr) kannst du in der sogenannten Wohlverhaltensperiode selbstständig sein, wie du willst. Der Treuhänder hat darauf keinen Einfluss mehr. Allerdings sind auch hier die Gläubiger durch Zahlungen so zu stellen, als ob du unselbstständiger Arbeit nachgehen würdest. Wenn das Geschäft gut läuft, kann das aber finanzielle Vorteile für dich haben, da du den überschüssigen Gewinn behalten kannst.

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Kommentar von Wahnsinn2015
12.12.2015, 21:32

danke für deine Antwort! okay hab ich mir fast schon gedacht das es besser wäre dies in der wohlverhaltensperiode zu machen! ich werde mir das mal überlegen ob dies nicht der bessere weg wäre! danke dir

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