Selbstständig gemacht im Brandschutz Wer weiß was über Steuerberatung und kann mir Helfen. Habe einen Steuerberater gefunden monatlich 350-Euro Zuviel?

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4 Antworten

Nein man muss keinen Steuerberater haben! Es ist auch nicht schwer seine Steuererklärung zu machen, einfach Elster runterladen und die wichtigsten Zeilen ausfüllen. Wenn du sowieso nicht so viel verdienst sollte das machbar sein. 350€ ist etwas zu viel, denn ein Steuerberater macht nichts anderes als die Einnahmen zu speichern und die Steuerklärungen zu machen. Wo wohnst du denn? Kannst ja mal bei http://www.wp-schwedler.de/ nachfragen, was er so nimmt, hat im Internet ganz gute Bewertungen.

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2.000 Euro Einnahmen im ersten Monat sind erst einmal gut! Stellt sich die Frage ob die Kleinunternehmereigenschaft richtig gewählt wurde.

Unterschiedliche Sichtweisen aus einem Büro erhöhen auf den ersten Blick natürlich nicht das Vertrauen. Das kann allerdings auch unterschiedliche Gründe haben, die zu unterschiedlichen Aussagen geführt haben.

Dazu haben wir im Steuerrecht ein weiteres Problem: Wir haben zwar eine Fachsprache, die geht aber in der Regel mit deutschen Begriffen um. Was damit aber zu verbinden ist, kann 'hinter den Kulissen' wieder anders aussehen. Dann wäre es also ein Missverständnis.

Bei den 350 Euro ist die Frage: Was da an Leistungen drin steckt. Die Aussage von Gehalt und 20% ist vollkommener Unfug. Jedenfalls wie Du ihn zitierst.

Grundsätzlich solltest Du die Betreuung durch einen Steuerberater nicht in Frage stellen. Von dieser Aussage habe ich nichts, ich bin nämlich keiner. Komme aber aus der Branche und kann mir da ein Urteil erlauben.

Zähle mal Deine Belege, dass ist eine ganz grobe Schätzung und nehme die mal 1,5. Der Betrag sollte Deine Buchführungsgebühr sein. Nur Achtung bitte: Das bezieht sich so einfach nur auf die Ausgaben. Bei den Einnahmen ist dies etwas anders.

Sind Deine Ausgangsrechnungen in einem Betrag zu buchen oder benötigst Du eine Trennung zwischen Warenverkauf und Beratungsleistungen? Die man übrigens tatsächlich trennen sollte.

Oder fallen nur Tagesumsätze an? Da wäre dann ein Multiplikator zwischen 1,0 und 1,5 angemessen.

Werden die Rechnungen erst als Forderungen oder Verbindlichkeiten gebucht (in der Regel über Kontokorrentkonten oder OPOS) ist die Buchungszahl höher. Und auch sonst mit mehr Aufwand zu rechnen.

Dazu kommen gerade bei kleinen Buchhaltungen noch einige Zeiten, die in der Schätzung nicht enthalten sind. Diese wird man zwischen 30 Euro und 60 Euro schätzen müssen.

Alles nur ganz grobe Anhaltspunkte für eine Verhandlung, weil ja eigentlich die Steuerberater-Gebühren mit ihren Tabellen festgeschrieben sind.

Auf alle Fälle kann man diese Werte dann addieren und erhält einen Anhaltspunkt für Verhandlungen.

Eines darf man nur nicht vergessen - Es gibt eine weitere Zahl die man etwa schätzen muss: Buchhaltung ist ja nur die Hälfte der Arbeit. Es kommt dann die Überarbeitung für Jahresabschluss und Steuererklärungen.

Nur als eigene Beobachtung aus meiner Zeit als Abschlusskraft: Die Jahresgebühr für die Buchhaltung ist ein Daumenwert für diese Tätigkeit.

Wenn der Steuerberater gleich Vorauszahlungen dafür kassiert, dann finde ich persönlich das nicht gut, aber sicher für die meisten Kunden besser leistbar, als dann die Rechnung auch noch zu bekommen...

Bedenke bitte bei der Höhe der Rechnung auch eines: Wenn Du die Dinge selbst erledigen müsstest würden Dir monatlich auch Kosten entstehen. Fortbildungen im Bereich Steuern, Literatur für laufende Änderungen, Software. Das sind ganz schnell einige hundert Euro im Jahr.

Dazu kommt die Zeit. Zum Lesen, die Seminarbesuche usw.

Diese Zeit sollte für Werbung und Kunden ertragreicher angelegt sein. Damit finanziert sich der Steuerberater häufig schon selber. Geringere Risiken innerhalb der Buchführung sind auch Geld wert.

Sollte die Rechnung unangemessen hoch sein und nach Verhandlungen auch bleiben, dann melde Dich ruhig direkt bei mir.

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Wenn man sich selbstständig macht, sollte man so schlau sein, dass man gar keinen Steuerberater braucht. Es gibt von Lexware gute Buchhaltungssoftware für kleinere Unternehmen, da kann man seine Geschäftsvorgänge buchen, seine Abschlüsse und Bilanzen machen, die Steuererklärungen, die Voranmeldungen etc. etc.

Man sollte sowas können, bevor man sich selbstständig macht. Die IHK bietet für Unternehmensgründer Seminare an, wo man lernt, worauf man zu achten hat. Du bist als Selbstständiger für deine Buchhaltung selber verantwortlich. Wenn du dich auf einen (schlechten) Steuerberater verlässt, bist du trotzdem immer noch verantwortlich.

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Kommentar von hermannjo
10.04.2016, 10:57

ja aber wie ist der Preis für einen Steuerberater? Durchschnittswert?

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Kommentar von wurzlsepp668
10.04.2016, 10:58

und die Zeit, die der Unternehmer für die Buchhaltung usw. aufwendet, kostet nix?

ich stelle eine Behauptung auf: bei weit mehr als 50% der Unternehmer kostet der Steuerberater weniger als wenn die Arbeiten selber durch den Unternehmer durchgeführt werden ....

ganz abgesehen davon:

wenn der Unternehmer die Buchhaltung, Löhne und Jahresabschluß incl. Steuererklärung selber fertigen möchte, ist er dafür verantwortlich, dass sein Wissen aktuell ist ...... ein Steuerberater hat eine FortbildungsPFLICHT, d.h. er muss jährlich eine gewisse Anzahl an Stunden für Fortbildungen nachweisen können

und Kurse finden teilweise tagsüber statt ..... und der Kunde wartet auf einen Termin ....

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Du MUSST gar keinen Steuerberater haben, du darfst das auch alles selbst machen.

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Kommentar von hermannjo
10.04.2016, 11:01

Hast du eigene Erfahrungen?

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