Selbstmordgefährdet und wo kriege ich hilfe?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hallo Schlumpfine00,

es gibt Situationen im Leben, da sieht man keinen Ausweg mehr. In einer solchen steckst Du gerade offenbar. Denke jedoch daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern können und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden.
Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen. Auf jeden Fall wäre es gut, wenn Du Dir Hilfe mit ins Boot holst. Hast Du schon einmal versucht, mit Deinen Eltern zu sprechen? Könnten sie Dir vielleicht einen hilfreichen Rat geben oder Dir zumindest das Gefühl geben, nicht allein dazustehen?

Je öfter Du Dich mit dem Selbstmord als Lösung beschäftigst, desto verlockender erscheint er Dir und desto mehr glaubst Du, es gäbe keinen anderen Weg. Doch halt: Hast Du denn wirklich alle Möglichkeiten und Wege ins Auge gefasst? Und hast Du Dich denn schon mit jemandem - vielleicht einem Therapeuten, Arzt oder Sozialarbeiter - beraten und seine Vorschläge in Erwägung gezogen? Falls noch nicht geschehen, solltest Du Dir nicht wenigstens die Chance geben, das anzuhören, was sie vorschlagen? Wenn Du Hilfsangebote außerhalb Deiner Familie suchst, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier sind einige Anlaufstellen:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- In den Städten und Gemeinden gibt es auch Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen

- Eine Online-Beratung für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Es gibt jedoch noch ein Hilfsangebot, dass heutzutage von den meisten übersehen wird. Viele haben sich von dem Glauben an einen Gott abgewandt und sie erwarten keine Hilfe mehr von ihm. Sie geben ihm keinen Platz mehr in ihrem realen Leben. Doch ist es wirklich so, dass sich Gott nicht mehr für uns interessiert? Betrachte doch einmal folgende Zusage aus der Bibel, die etwas ganz anderes zeigt:

"Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit"(Jesaja 41:10). Zeigt dieser Text nicht sehr deutlich, dass Gott sich sehr wohl um uns kümmert und ihm besonders Menschen am Herzen liegen, die niedergedrückt und verzweifelt sind? Ein genauerer Blick in die Bibel zeigt außerdem, dass Gott nicht nur mit den Leidenden mitfühlt, sondern ihnen auch hilft. Seine Unterstützung und Hilfe zu erlangen erfordert, dass man ihn kennenlernt und seine Nähe sucht. Ihn als Freund zu haben, auf den man sich in allen Lebenslagen verlassen kann, ist das Beste, was einem passieren kann und gibt dem Leben einen wirklichen Sinn! Das kann ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut bestätigen.

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Ich wünsche Dir, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Deinem momentanen Tief zu entkommen und sich für Dich neue Perspektiven auftun!

LG Philipp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

https://ec.europa.eu/digital-single-market/about-116-helplines

Da findest Du gleich mehrere Telefonnummern die ohne Vorwahl nützlich sind. 

Nach Deiner Schilderung brauchst Du noch manche Unterstützung um Grundlagen menschlichen Lebens zu erlangen. Dass sie Dir fehlen liegt nicht an Dir. Natürlicherweise sollten sie schon lange von Deinen Eltern vermittelt worden sein. Vorausgesetzt die Pubertät macht Dich so. Dann ist es aber eine Phase die vorbei geht und in der Du offensichtlich einige Hilfestellung nötig hast. Für solche Hilfestellung wäre dann das Jugendamt zuständig sofern sich daran gewandt wird. Die können ja nicht riechen dass ihre Unterstützung nötig ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ohne Dich sind alle nicht besser dran. Es läuft nicht gut, aber Fachleute können da helfen. Hol Dir psychologische Hilfe und gehe die Probleme nach und nach an. Dann hat Deine Mutter auch weniger Sorgen.

Hilfe findest Du beim Hausarzt, der Krankenkasse. Bitte nicht aufgeben. Man kann auch das in Griff kriegen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du solltest dich einer Person deines Vertrauens anvertrauen. Beste Freundin, Eltern oder Vertrauenslehrer. Oder aber auch einen Arzt aufsuchen. Ansonsten Nummer gegen Kummer oder städtische Beratungsstelle.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du solltest dir dringend Hilfe von einem Spezialisten holen!

0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

Versuch mal dort anzurufen (kostenfrei).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du tendierst gerade zwischen "umbringen" und "morgen zum Jobcenter"? Hast du so einen Abscheu gegen Arbeit? Raff dich auf und mach was aus deinem Leben, du hast jetzt schon 16 geschafft, warum das wegwerfen, wenn du noch so viel erleben kannst?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?