Selbstmord tabu Thema?

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10 Antworten

 Jeder Mensch hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. So ähnlich steht es auch in Artikel 2 der Verassung, wenn ich mich nicht irre. Genauer gesagt die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit es Dritte nicht verletzt.

  Auch wenn es jeden Menschen selbst angeht, was er oder sie mit dem eigenen Leben macht oder ob man es beenden möchte, so ist es doch häufig der Fall, dass sich diese Menschen argumentativ im Kreis drehen. Finden sie keine Hilfe wird aus dem Kreis häufig bald ein Strudel, der sie immer mehr in Richtung Selbstmord zieht.

  Die Gründe für einen Suizid sind nahezu unzählig, doch letztlich läuft es fast immer auf einen Punkt hinaus: Hoffnungslosigkeit.

  Sich selbst das Leben nehmen zu wollen, weil man keinen Sinn im Leben sieht, ist häufig und mag von den genaueren Gründen abhängen. Wenn man selbst nicht krank ist, jedoch der Meinung das Leben ist bedeutungslos, so müsste man die Gründe näher beleuchten.

  Dennoch will ich mich allgemein dazu äußern, da dertyp42 das angeschnitten hat. Die ursprünglichen Fragen wurden, aus meiner Sicht, von den anderen bereits ausreichend beantwortet.

  Es ist aber nicht meine Absicht die Begründungen, auch wenn sie erst in ferner Zukunft zu einem suizid führen mögen, die ich eben auch nicht im detail kenne, für unwichtig zu erachten.

  Bedeutung wird meist erst im Nachhinein ersichtlich. Das sieht man an fast allen bedeutenden Erfindungen der Vergangenheit. Sei es das Radio, Auto, Fernsehen, den PC, das Internet oder das Smartphone und viele mehr..

  Zahlreiche Menschen erlangen Bedeutung jedoch nicht durch große Erfindungen, sondern durch kleine Details. Viele Menschen waren für solche Erfinder von Bedeutung, lehrten sie Dinge, die es den Erfindern erst ermöglichten sich durchzusetzen. Denn der Gedanke allein reicht nicht. Man muss also gar nicht selbst etwas weltbewegendes Zustande bringen, um von Bedeutung zu sein.

  Mit seinem Leben prägt man andere Menschen. Wie bedeutend man für diese andere Leben ist und wie weit sich diese Kreise dann ziehen, wird meist nicht beachtet. Der Mensch und sein Name mag unbekannt bleiben, doch an der Bedeutung ändert das nichts. Und es muss nicht immer etwas großes, weltbewegendes sein. Oft genügen kleine Dinge im Freundes oder Familienkreis.

  Ob aus philosophischer Sicht kein Sinn im Leben existiert, ist eher Definitionssache, was man als Sinn im Leben deklariert. Nimmt man das Universum als Massstab, so ist ein einziges Leben vermutlich absolut unbedeutend. Ob es also dann Sinn macht zu leben ist fragwürdig. Sich aber aufgrund dessen unbringen zu wollen aus meiner Sicht ebenfalls. Man lebt, man ist da, so wie ein Sandkorn irgendwo in den tiefen des Ozeans. Für sich selbst genommen unbedeutend, doch welchen Sinn hat es dieses Sandkorn verschwinden lassen zu wollen, nur weil es nicht von besonderer Bedeutung ist und vielleicht niemals sein wird? Das Thema kann man sicherlich noch weiter ausführen, dafür wäre vielleicht ein anderer Thread besser geeignet.

  Deshalb möchte ich noch auf die ursprüngliche Frage nach eigenen Erfahrungen eingehen: Ich bin krank und das schon eine ziemlich lange Zeit. Ich kann immer weniger tun, kann kaum raus, da selbst sitzen meine Schmerzen verschlimmert. Die meiste Zeit am Tag liege ich, mache zwischendurch ein paar Übungen (auch wenn es schmerzhaft ist), wie bereits seit vielen Jahren. Ich habe keine Freunde mehr, die mich besuchen könnten. Wenn ich heute sterbe, würden es nur wenige Menschen wirklich mitbekommen. Meinen Vater würde es hart treffen, mit ihm habe ich fast täglich telefonisch Kontakt. Daneben gibt es noch zwei weitere Familienmitglieder, die Trauer empfinden würden. Aber sie kennen meine Situation. Ich hoffe sie könnten ein wenig Trost darin finden, dass ich keine Schmerzen mehr haben würde, leider sind sie Gläubig und so können sie einem Freitod wohl nichts abgewinnen. Natürlich finden sie, dass ich weiter machen sollte. Vielleicht gibt es bald eine medizinische Erkenntnis, die den Krankheitsverlauf stoppt, verlangsamt oder sogar eine Heilung verspricht. Ja, das ist möglich. Die Hoffnung hatte ich auch über ein Vierteljahrhundert. Und natürlich kann am selben oder darauffolgenden Tag etwas bekannt werden, dass mir hilft.

  Ich habe mich beruflich mit Wahrscheinlichkeiten und Börse befasst und wenn es um Wahrscheinlichkeiten geht, so ist eigentlich nichts unmöglich, aber einiges eben auch nicht sonderlich wahrscheinlich. Hier sind wir wieder bei der Hoffnungslosigkeit. Es mag zwar nicht Hoffnungslos sein auf Heilung oder Besserung zu hoffen, aber ich muss es zu den täglichen Leiden in Bezug setzen. Ja ich bekomme Medikamente und man könnte sie auch nochmal nach oben anpassen, es ändert aber nichts daran, dass ich viel weniger bei viel mehr Schmerzen machen kann.

  Ein Neustart im Leben macht in meinem Fall also wenig Sinn, also zu versuchen einen Freundeskreis aufzubauen und jemanden für eine Beziehung kennen zu lernen.   

Hallo dertyp42, 

das Problem dabei ist... naja, wir sind nun mal alle LEBEwesen.. es liegt in unserer Natur nach dem Leben zu streben. Dabei klingt es schon mal merkwürdig, wenn jemand sein Leben beenden will. 

Wenn jemand sein Leben beenden will, hat es ja meist viele verschiedene Gründe. 

Zum Beispiel eine Erkrankung, bei der man weiß, dass man in paar Monaten elendig sterben wird. Dieser Mann in dieser Doku hat so eine Krankheit.. kann es nicht aushalten, zu sehen, dass er immer Näher an den Tod rückt, obwohl er noch so gerne Leben würde. Er wollte sich eigentlich umbringen, sofern er seine Socken selbst nicht mehr anziehen kann. Viele halten solche Umstände nicht mehr für Lebenswürdig und wollen es dann beenden.. aber er tat es da noch nicht.. weil man ein Lebewesen ist und jeden Tag, jeden Atemzug noch nutzen will. Manche wollen auch in diesen Situationen der Krankheit nicht das Recht über Leben und Tod übergeben.. sondern wollen selber die Kontrolle dazu haben. Bei diesem Video sieht man aber auch gut, dass es eben kein Tabu Thema ist. Auch für Kinder ist der Tod eigentlich nichts schlimmes.. erst durchs erwachsen werden und durch das aneignen unserer Kultur wird das Thema sterben etwas negatives. 

Bei diesen Menschen kommt der Tod so oder so.. entweder früher oder später.. dann gibt es ja noch die Menschen, die psychisch krank sind. Zum Beispiel Depressionen haben und sich deswegen umbringen wollen. 
Hier denkt man eben, dass dieser Mensch eigentlich gar nicht Tod sein will.. er will es nur, weil die Erkrankung es will. Wäre die Person nicht krank, würde sie auch nicht sterben wollen. Da wäre es eben sehr schade ums Leben, wenn sich jemand deswegen umbringt, obwohl es noch eine Zeit hätte geben können, in dem der Mensch glücklich ist und das Leben niemals verlassen will. 

Dann ist es noch kritisch bei Jugendlichen.. viele sagen schon bereits mit 12 Jahren, dass ihr Leben schlecht ist, dass sie sinnlos sind und sich am liebsten umbringen würden.. weil der Schwarm kein Interesse hat, die Noten schlecht sind oder die Eltern sich trennen.. da ist es eben auch wieder so, dass die Menschen vergessen, wie wertvoll ihr eigenes Leben ist und wie viel man daraus machen kann. Es wäre eben verwerflich sein Leben so wegzugeben. 

dertyp42 20.07.2017, 02:51

Und was macht man wenn die Welt Ansicht einen einfach zum Schluss bringt das das eigene Leben Sinn und Bedeutungs los is nich aus krankheits Sicht ?

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Masuya 20.07.2017, 10:31
@dertyp42

Dann sind gesunde Menschen immer noch der Überzeugung, dass der Mensch nur in einer schwierigen Lage ist und noch nicht erkannt hat, dass das eigene Leben einen Sinn macht.. man muss ihn eben nur finden. 

Wir sind eben keine Tiere mehr..unser Sinn besteht nicht mehr einfach darin sich Fortzupflanzen. 

Deswegen muss jeder Mensch seinen eigenen Sinn finden. Auch einen erneuten Sinn zu finden, wenn der ehemalige Sinn, warum auch immer, erloschen ist. 

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Das Problem ist, denke ich, dass jemand der seine Gedanken in der Richtung quasi "öffentlich" macht die Leute damit in eine Ecke zwingt, in der sich nicht sein wollen.
Trifft derjenige auf "helfende" Menschen, wollen sie helfen und er lässt es nicht zu - Sackgasse.
Trifft derjenige auf "egal" Menschen, interessiert es sie nicht und er kriegt es nicht los - Sackgasse.
Trifft derjenige auf "geschockte" Menschen, wissen diese nicht wie sie reagieren sollen und verfallen in eine Art Schockstarre - Sackgasse.
Trifft derjenige auf "ungläubige" Menschen, wird ihm vorgeworfen er lügt oder übertreibt es - Sackgasse....

Und so weiter und so fort.
Man wird also - egal wo man ankommt - nie wirklich so ernst genommen, dass es helfen würde. Man befragt unbewusst auch genau diese Personen, die dieses Vorhaben (nicht ernst genommen zu werden,....) unterstützen - wie wir Menschen das immer tun. Mag verwirrend klingen, aber solange wir uns in "unserer" Gedankenwelt bewegen, wissen wir sehr genau welche Antwort wir von wem bekommen werden - wenn auch unbewusst - und gehen genau dorthin um uns die Antwort zu holen die wir ohnehin schon wissen.

Das ist auch der Grund warum dann ein Therapeut zu Rate gezogen werden sollte. Weil es schlicht und ergreifend nichts hilft mit "Otto-Normalbürger" drüber zu reden - bzw. WENN es etwas hilft wir genau wussten wo wir fragen. Im Grunde trifft man NIEMALS auf Personen, die genau wissen wie man sich dann fühlt - weil das niemand nachvollziehen kann in dieser Art - nicht einmal jemand, der selbst die gleichen Gedanken hat. Weil es nicht um das Ergebnis geht, sondern darum was es ausgelöst hat und DIESER Aspekt ist den meisten unbekannt bzw. so versteckt, dass man ihn nicht von heute auf morgen findet.

Tabu ist es also schlicht und ergreifend, weil einen in dieser Situation niemand "wirklich" versteht - ergo auch nicht damit umgehen kann.

ich hab so ein problem und auch exzessiv aber man brauch unbedingt ein punkt in seinem leben oder viel mehr eine person die einem hoffnung gibt

ich bin 15 jahre und seit ich 8 bin hab ich damit probleme ich hätte mir schon mit 8 das leben genommen wenn ich nicht eine person kennengelernt hätte die mich so genommen hat wie ich bin

mein hintergrund ist eher traumatisch und einbrennend

meine eltern haben mich bei jedem feher geschlagen und mir quasi immer bei einem fehler oder einer zerstörun eines gegenstandes gesagt das ich nichts wert sei das ich nur geld koste und sie sagen mir immer meine fehler und alles was negativ bei mir ist auf

und das schlimme ist sie wissen nicht mal das ich so ein schaden habe ich bin starker borderliner geworden

und sie haben alles nur als eine art "erziehungs maßnahme" gesehen

ich kann nur sagen entweder du hast kein tropfen hoffnung mehr oder du kennst eine person die dir zuhört und in der anwesenheit du dich komplett wohl fühlst das ist meine antwort auf das ganze ich hoffe es bringt dir was

und egal mit wem du sprichst darüber wenn derjenige dir was bedeutet hört er dir zu keine frage

LG

Gemuesejunkee

Gendwer 20.07.2017, 10:41

Hallo Gemuesejunkee,

  ich finde es toll, dass Du jemanden gefunden hast, dem Du vetrauen kannst und dem Du etwas bedeutest. Sich in so jungen Jahren mit Selbstmord beschäftigen zu müssen ist schrecklich.

  Leider gibt es keinen Eignungstest für Eltern und Deine haben Dir sehr viel unnötiges Leid zugefügt. Das Schlimme ist, dass man sich seine Eltern nicht aussuchen kann.

  Es gibt viele Fälle, die sehr schlimm sind, in denen die Betroffenen dennoch Hoffnung finden können, wie in Deinem Fall. Wenn sich jemand Zeit nimmt und sich tatsächlich bemüht, weil man ihm oder ihr etwas bedeutet, so können doch die meisten Menschen helfen. Leider sind viele nur auf Spaß aus und wenn es um ernste oder schlimme Dinge geht, verweisen sie lieber auf andere, beispielsweise Psychiater.

  Natürlich darf man nicht vergessen, dass es auch Verantwortung bedeutet. Viele Glauben, wenn sie sich mit jemandem Beschäftigen, dass sie dann die Verantwortung haben und wenn sie es nicht tun, dann nicht. Man hat in beiden Fällen Verantwortung und wenn man sich nicht bemüht eine größere, (streng genommen kann man das auch als unterlassene Hilfeleistung auslegen, die Strafbar wäre). Leider ist es einfacher sich vorzumachen, dass man ohnehin nichts hätte tun können, wenn dieses Thema aufkommt und man sich keine Zeit nimmt.

  Wie bereits eingangs geschrieben: Es ist etwas ganz Besonderes, dass Du so jemanden gefunden hast. Solche Menschen sind leider viel zu selten.

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Gemuesejunkee 29.07.2017, 04:12
@Gendwer

ja und nein man muss sich teils einfach an etwas festhalten und mit dieser person sprechen das geht wenn man sich sicher ist das die person mit informationen seriös umgeht und das ist das problem das die meisten so verspielt denken

danke für dein kommentar

LG Gemuesejunkee

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Ich rede hier mal von Selbstmord Hilfe, weil das quasi das wichtigste Tabuthema ist bzw. verboten ist. Manche alte Menschen wegen Krankheit finde ich sollten dieses Recht besitzen. Aber ist natürlich kompliziert, ein Mensch ist es kaum möglich dabei geradeaus zu denken. Ist ja gegen die Natur, das bemerkt man dann auch am ganzen Körper der sich gegen diesen Gedanken erhebt. Sehr schwer es nur mit dem Verstand fertig zu bringen. Meist bleibt es also auch für alte kranke Menschen nicht ganz moralisch wenn es nur aus Eigenwille passiert, denn am Ende entscheidet man es wohl aus einem starken Impuls wie Wut oder Hilflosichkeit und nicht aus dem Verstand. Dann gibt es noch psychisch kranke die zum Hauptteil den Suizid Gedanken und misslungenen Versuch als Hilfeschrei oder Manipulation nutzen. Diese sollten natürlich KEINE Hilfe zum Selbstmord bekommen. Gibt noch ganz wenige die einfach nichts im Leben sehen was es Wert ist, diese "rational Denker" bringen sich meist im hohen Alter um weil sie es früher nicht geschafft haben, sind schwer zu erkennen also werden diese leider nie Hilfe bekommen weil alle heute angeblich Depressiv und Selbstmordgefährdet sind und aus falschen Gründen Selbstmord begehen. Sonst sehe ich keine "Gruppierung" die überhaupt einen Grund für Selbstmordgedanken hat. Alles in allem ist ein Selbstmord schwer und im Endeffekt kaum moralisch ausführbar wenn es nur aus Eigenwille ist. Der Begriff Freitod ist totaler Müll, da ist nix frei dran. Und was die Natur uns auch gegeben hat ist unmoralisches Mitgefühl welches andere vom Selbstmord abhalten will. Da der Mensch erst über sowas nachdenkt und sich dementsprechend entwickelt, wenn man ihn zwingt, wird es so bleiben. Also ist es auch nicht moralisch wenn jemand anderes darüber entscheidet. Könnte ewig weiter quatschen weil das so kompliziert ist, ich hoffe man versteht es... Was ich damit eigentlich sagen will, ja es gibt Menschen die gerechtfertigt Suizid begehen, diese zu erkennen ist sehr schwer, dabei zu helfen noch schwerer für Manche und das es das richtige ist kann man auch nicht sagen... Also es wird vermutlich immer ein Tabuthema bleiben.

Gendwer 20.07.2017, 08:44

Das Thema helfen beim Selbstmord war nicht Bestandteil der Frage.

 Dennoch: Auch wenn putzthiernur96 aus meiner Sicht diesbezüglich nicht unrecht hat, sind solche evtl. Hilfen nochmal etwas ganz anderes, da sie eben leicht in den Totschlag- bzw. Mordbereich führen können. Es gibt genug Fälle, in denen Menschen es sich im letzten Augenblick anders überlegen. Zahlreiche Überlebende eines Suizidversuchs berichten davon und fanden dann (manchmal nur zeitweise, manchmal auch generell) wieder Sinn und etwas freude am Leben.

  Betrachtet man es von dieser Sicht, sind hilfen diesbezüglich zurecht umstritten.

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putzthiernur96 20.07.2017, 18:53
@Gendwer

Zeigt für mich den Sieg des Körpers und der Natur und des Lebens. Wenn man es wirklich vor hatte und versagt, dann merkt man natürlich ganz theoretisch, der Gedanke ist zu schwach und es keinen Sinn macht, ihn zu verfolgen. Da ergibt man sich wohl nicht selten logischerweise dem Leben. Denke aber diese "Zahlreichen Überlebenden" haben im innersten zumeist das nie wirklich durch führen wollen. Stell dir ein Selbstmord so vor: Dein Verstand gegen alles. Gibt auch welche die machen das nicht aus Verstand sondern z.B. im Rausch, da ist das natürlich etwas anders. Wie gesagt man kann ewig diskutieren, am Ende ist es Ansichtssache. Auf der einen Seite kann man sich nicht sicher sein, auf der anderen sollten manche diese Art von Hilfe bekommen finde ich.

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Gendwer 21.07.2017, 08:47
@putzthiernur96

Es gibt einen Film mit Richard Dreyfuss, der sich mit dem Thema passive Sterbehilfe auseinandersetzt. Als ich den Film damals sah viel es mir dennoch schwer Ken Harrisons (Dreyfuss' Rolle) Einstellung und Handlung zu verstehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ist_das_nicht_mein_Leben%3F

 Wobei das nochmal etwas anderes ist.

  Wir haben da auch nicht unbedingt grundsätzlich unterschiedliche Meinungen, jedoch halte ich es für zu kurz gefasst eine Änderung im Denken nach einem Suizidversuch nur mit "eigentlich nie wirklich gewollt" zu umfassen, auch wenn die Einschränkung zumeist dabei steht. Ich würde es noch mehr auf manchmal reduzieren.

  Wie ich an anderer Stelle hier geschrieben habe, handelt es sich (meiner Meinung nach) oft um einen Kreis und dann einen Strudel an Gedanken, der die Menschen dazu führt. Mit der richtigen Hilfe, also diesen Menschen Wege zu zeigen, wie sie vielleicht doch ein relativ glückliches und somit erfüllendes Leben führen könnten, wären Suizide wesentlich seltener.

  Wobei putzthiernur96 wohl eher Fälle wie in dem Film meint. Ob dann nur passiv oder aktiv. Dazu sollte man ein Recht haben, ich finde es aber auch richtig, dass das Umfeld es kritisch hinterfragt.

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Hey dertyp42

Selbstmord/Selbsttötungsabsichten sind schon lange keine Tabuthemen mehr. 

Schaue dich um im www.- es gibt keine Community ohne das Thema,FB&Co. löschen Aufrufe und Ankündigungen im Akkord. Auch hier findest du zahlreich Beiträge dazu. 

Suizidankündigungen sind ein klass. Hilfeschrei oder es geht nur um Aufmerksamkeit. 

Wer sich wirklich töten möchte "erledigt" das im spontan oder geplant im Stillen.  

Eine wirklich sehr gute Frage wenn man bedenkt was die Statistiken uns sagen. 

ich denke, dass es vor allem ein Tabu Thema ist wegen der religiösen Einstellung mancher Menschen. Das ist nicht gerade toleriert und so locker wie du das siehst. Außerdem dürfen zum Beispiel Medien/die Presse nicht über Suizide von nicht öffentlichen Personen berichten, um der Kettenreaktion vorzubeugen. Die Angst steht quasi der Öffentlichkeit ins Gesicht geschrieben, jedoch handelt es sich bei einem Suizid immer noch um persönliche Fälle, die halt eben auch privat gehalten werden sollen. Es ist bei der Polizei und dem LKA ein ganz anderes Thema und längst nicht so wie bei uns.... Wir sind nunmal normale Mitbürger, die in so etwas möglichst nicht reingeraten sollen... ganz ehrlich ich kann die Medien und den Staat auch verstehen. Eine Kettenreaktion, ein Domino Effekt wäre fatal. Wir sollen halt einfach anständig bleiben. 

dertyp42 20.07.2017, 02:48

Das mit den Medien ergibt Sinn aber was is
Wenn man sich aus Philosophischer Sicht umbringt ich meine wegen fehlendem Sinn des Lebens wenn man es absolut logisch angeht gibt es keinen

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morris21JH 20.07.2017, 02:50
@dertyp42

Na ja du hast ja die frage gestellt, warum es denn ein Tabu thema sei...   dann müsste man eine ganz neue Diskussion eröffnen. ich kann schon verstehen worauf die hinaus willst... aber letzten endes ist jeder Suizid psychologisch. Und nichts anderes. Unser Hirn sieht rot....

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dertyp42 20.07.2017, 02:59

Achnajs ich hab nich vor mich um zu bringen nich in den nächsten 5 Jahren Vlt in 10-20 ja müsste man aber ich will jetzt nich Alls zu spammmern ich meine es is nachts um 3 ich hab Langeweile

Was is den für dich der Sinn des Lebens und emotionale Gründe und biologische mein ich jetzt nich

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morris21JH 20.07.2017, 03:04
@dertyp42

Welchen Sinn des Lebens ich habe ist völlig egal. Ich antwortete auf deine Frage.... jeder muss den Sinn des Lebens selbst für sich bestimmen bzw finden. Das kann und wird dauern. Das Leben verändert sich nämlich.... mit 19 meint man noch es sei Sex, Partys und Rock N Roll etc... mit 27 dann die Erhaltung der Spezies... es ist ein schweres Thema.   Emotionen schwanken damit ja auch automatisch, denn das Leben und seine Veränderungen verändern auch die Emotionen... wir haben am tag so viele Emotionen, das ist ein viel zu normaler Überbegriff. Völlig allgemein. 

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Ich hatte solche Gedanken auch schon öfters.

Meine Meinung dazu ist, dass jeder über sein Leben selbst bestimmen kann.

Es heißt immer, es sei egoistisch gegenüber Familie/Freunden.

Aber im Umkehrschluss finde ich es auch egoistisch, von einem Menschen, der jeglichen Lebenswillen verloren hat, und für den das Leben nur noch Qual, Stress und Anstrengung bedeutet, zu verlangen, dass er sich weiter durch das Leben quälen muss, nur weil man ihn nicht gehen lassen will.

Man muss natürlich unterscheiden, ob es nur eine Kurzschlussreaktion ist, weil jemand gerade etwas Schlimmes erlebt hat, oder ob jemand schon lange Zeit vom Leben die Schnauze voll hat.

Wenn man sich aber jahrelang quält und keine Freude mehr am Leben findet, sollte derjenige selbst entscheiden dürfen, ob er sich sowas noch länger antun will.

Es sollte aber sehr gut überlegt sein, ob man diesen Schritt wirklich gehen will, denn ein zurück gibt es dann nicht mehr.

dertyp42 20.07.2017, 02:56

Wenn man erstmal tot is kann es einem aber auch egal sein das man tot is

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5tesRad 20.07.2017, 03:12
@dertyp42

Da hast du natürlich irgendwie Recht. :)

Ich meinte, man sollte gut überlegen, ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt, dass sich das Leben in eine positive Richtung ändern könnte, bevor man den letzten Schritt geht.

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5tesRad 20.07.2017, 03:26
@5tesRad

Wenn man sich wirklich umbringen will, könnte man ja ruhig nochmal alles auf eine Karte setzen, und nochmal versuchen, sein Leben so zu leben, wie man es gerne möchte.

Wenn dich zum Beispiel die Gesellschaft und deren Lebensweise ankotzt, dann verlasse sie und geh da hin, wo du meinst glücklich zu sein.

Wenn es scheitert, kann man immer noch zu seinem vorherigen Plan zurückkehren.

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Viele meinen, wenn man Selbstmord begeht, würde man seine Freunde und Familie alleine lassen, was auch stimmt. Wenn man allerdings ein Leben hat, das man nicht weiter leben will, dann finde ich sollten die Leute Verständnis dafür haben, dass man Selbstmord begeht. Kein Mensch sollte gezwungen werden zu leben. Selbstmord sollte meiner Meinung nach erlaubt sein. Es ist die höchste Freiheit, die man haben kann.

Im Christentum ist Selbstmord glaube verboten, vielleicht liegt es daran. Ich hatte Selbstmord gedanken, aber ich denke, dass man sich nicht selbst umbringen sollte. Immerhin ist der Tod meiner Meinung nach die Erlösung von dem Leben

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