Selbstmord oder Selbst-Tötung?

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Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen. 40%
"Freitod" beschreibt diese Handlung richtig. 16%
"Selbstmord" ist der richtige Begriff. 16%
"Selbsttötung" ist besser, da dieser Begriff offener für die Beweggründe ist. 13%
"Suizid" ist der Fachbegriff. Den sollte man immer verwenden. 10%
Von "Mord" mag ich nicht reden, weil dieser Begriff moralisch negativ belastet ist. 3%

21 Antworten

"Selbsttötung" ist besser, da dieser Begriff offener für die Beweggründe ist.

Ich halte den Begriff "Selbsttötung" für passend. Die geäußerten Überlegungen sind einleuchtend.

Selbsttötung ist eine zutreffende Wiedergabe der Tatsache mit einer wertungsfreien Bezeichnung. Die Meinung zu der Tat kann ja in einem konkreten Fall danach noch zusätzlich gesagt werden.

Suizid ist auch möglich und in einem wissenschaftlichem Zusammenhang auf jeden Fall eine gute Wahl. Dieses Fremdwort verstehen aber wahrscheinlich längst nicht alle auf Anhieb. Wenn eine gute Alternative besteht, gibt es keine ausreichende Begründung, warum eine bestimmte Bezeichnung immer verwendet werden sollte. Vielleicht empfinden einige dies auch als distanzierte Redeweise beruflicher Experten.

Der Begriff "Sebstmord" kann rein sprachlich, wenn auch nicht unbedingt in der Sache, in eine falsche Verbindung mit dem Mord in einem strafrechtlichen Sinn (Unterscheidung vom Totschlag durch Vorsatz und verwerfliche Motive).

"Freitod" ist als allgemeine Bezeichnung auch bedenklich. Wenn Menschen sich selbst töten, ist zwar ihr freier Wille daran beteiligt. Oft ist ihre Handlungsfreieheit aber durch unglückliche Umstände stark eingeschränkt und eine innerliche Bedrängnis sowie heftige Gefühle hindern sie an einem gründlichem Durchdenkem und einer für alle Möglcihkieten offenen Wahrnehmung. Nicht jeder Fall ist eine sorgfältig abgewogene Entscheidung.

Von "Mord" mag ich nicht reden, weil dieser Begriff moralisch negativ belastet ist.

In dieser Umfrage ist es schwierig, ein Wahl zu treffen. Wenn eine Selbsttötung freiwillig und überlegt stattfindet, so ist es für mich kein Mord. Jeder hatd as recht, mit dem eigenen Körper und Leben zu machen, was er will.

Ich stimme aber zu, daß in vielen Fällen nur eine Spontanhandlung aus Verzweiflung vorliegt und viele Selbsttötungen vermieden werden könnten, wenn die Betroffenen Hilfe von Dritten hätten.

"Selbstmord" ist der richtige Begriff.

Ein Mord ist das Töten eines Menschen unter bestimmten Voraussetzungen, wobei da nicht unbedingt oder zwangsläufig niedere beweggründe eine Rolle spielen müssen.

Ein Mord ist ebenso eine Tötung an sich selbst, wobei ich Verzeiflung in keinem Fall als niederen Beweggrund ansehe. Aber ein Mord an sich selbst bleibt es in meinen Augen trotzdem, daher ist der Begriff "Selbstmord" durchaus gerechtfertigt (trotz des sehr negativen Klangs).

Falsch: Der Begriff "Mord" ist rechtlich klar abgegrenzt. Der Begriff "Suizid" passt nicht in diese Definition.

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Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen.

Egal, welchen Namen die Sache hat, das Ergebnis ist leider immer dasselbe. Hinterher ist es schwierig die Gedanken des Menschen nachzuvollziehen, deshalb ist es, denke ich, müßig, eine genaue Bezeichnung für die Tat zu suchen.

beide Begriffe sind aus dem Strafrecht, deshalb ist es egal wie man es nennt. Wenn schon dann ist es wohl eher Mord, wenn es geplant war. Wenn es aus Versehen war ist es eine Selbstötung. Bei erfolgreichem Freitot wird aber immer auf eine Strafe verzichtet

"Freitod" beschreibt diese Handlung richtig.

Ich finde den Ausdruck "sich das Leben nehmen" auch sehr treffend. Genaugenommen kann ich mich aber zu keiner Deiner Antworten hinreißen lassen. Freitod ist aber schon nicht schlecht. Obwohl jeder Fall anders ist.

"Freitod" beschreibt diese Handlung richtig.

Freiwillig aus dem Leben scheiden, ohne sich jemand mitzuteilen. Die Beweggründe können vielerlei sein. Krankheit etc.. LG

"Suizid" ist der Fachbegriff. Den sollte man immer verwenden.

Ich verwende immer das Wort Suizid. Eigentlich ist es ident mit Selbsttoerung da "sui caedere" Toetung seiner selbst bedeutet.

"Selbsttötung" ist besser, da dieser Begriff offener für die Beweggründe ist.

Selbstmord: ..ich sehe das auch so, dass Mord ein Ausdruck aus dem Strafrecht ist. Freitot: Er ist nicht wirklich "frei". Man brings sich nicht ohne Grund um. Irgendwtwas zwingt einen dazu. Selbsttötung: Seeeeeeeeeeeeehr passend.

Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen.

Selbstmord hat sich in der Umgangssprache durchgesetzt, aber ich finde deine Erläuterung sehr plausibel und nachvollziehbar, würde den Begriff Tötung auch vorziehen, wenn man nicht den Fachbegriff nehmen will. Doch letztendlich ist keinem geholfen, egal wie wir das Problem nennen...

"Freitod" beschreibt diese Handlung richtig.

schwierig zu sagen, ich entscheide mich spontan für die Definition "Freitod", wobei "Suicid" m.E. auch korrekt wäre.

Aber wie in einigen Antworten angedeutet handelt es sich um eine komplexe Frage, welche man nicht einfach so über eine Umfrage klären kann.

Was wäre zum Beisp., wenn bei einem - gelungenen - Suicid andere mit in den Tod genommen werden oder schwer verletzt.

Ich meine jetzt nicht Selbstmordattentate durch religiöse Fanatiker, sondern jemanden der z.b. mit Absicht falsch auf eine Autobahn einfährt, mit der Absicht, bei einem Frontalcrash zu Tode zu kommen.

Die Frage soll ja auch nicht allein durch die Umfrage geklärt werden. Mich interessieren schon auch eure persönlichen Überlegungen dazu, auch gerade dann, wenn sie durch die angebotenen Antworten der Umfrage nicht abgedeckt werden.

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"Freitod" ist definitiv der falsche Begriff da man sich ja nie "frei" für einen Suizid entscheidet, sondern, ganz im Gegenteil, in völliger Ermangelung an Alternativen.

Zum Selbstmord an sich selbst handeln könnte doch auch ein zuletzt niederer oder engstirniger und auswegloser Beweggrund sein - oder nicht ?

Ergo muss es doch Selbstmord sein ?

Genau. Diese Menschen sind so eingezwängt, dass sie nicht mehr aus eigener Kraft aus ihrem Loch rauskommen. Häufigste Ursachen übrigens: Geld und Partnerschaft

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Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen.

Völlig egal wie man es nennt, man muss sich Gedanken machen warum es so etwas über gibt!

Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen.

Zum Thema Suizid:

Danke für diesen hilfreichen Tipp! - Betroffene kommen selbst zu Wort.

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"Selbsttötung" ist besser, da dieser Begriff offener für die Beweggründe ist.

sui (lat.): seiner, gegen sich - zid: Wortteil mit Bedeutung tötend (lat.: caedere)

sui caedere (sich töten, sich selbst totschlagen)

sui cidium (Selbsttötung)

"Suizid" ist der Fachbegriff. Den sollte man immer verwenden.

ich nehme bei einem suizid vor allem die begleitumstände in den blick. wenn ein mensch sich so tötet, dass er einen anderen zwingt, ihn in traumatisierender weise zu finden, so handelt es sich um mord oder schwere verletzung - an der seele dieser person.

Es ist egal, wie man es nennt. Wir müssen immer nach den Beweggründen schauen.

alles andere ist nur Wortglauberei

"Selbstmord" ist der richtige Begriff.

Mord ist doch laut definition eine geplante Tötung. Daher

"Selbstmord" ist der richtige Begriff.

ich liebe dieses wort

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