Selbstmord. Ist das normal, dass ich Wut empfinde?

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25 Antworten

Deine Wut ist durchaus verständlich. Aber wenn dein Bruder wirklich depressiv war, dann wird er vor allem wegen dir seine Depression verborgen haben. Er wollte dich nicht belasten, sondern dir deine Kindheit erhalten. Du solltest es in diesem Licht betrachten. Es bringt dir deinen Bruder nicht wieder, hilft dir aber vielleicht dabei, deinen Bruder nicht zu hassen. Frag deinen Dad, welche Gründe deinen Bruder dazu bewogen haben.

Verurteile ihn nicht.

cheRyy

Danke für den Stern!

cheRyy

,,Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges..."

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@cheRyy01

Der Tod ist ein Helfer - er hilft der Seele aus dem menschlichen Gefängnis zu befreien.

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Das ist vollkommen normal, daß Du auf ihn wütend bist - und da mußt Du jetzt leider durch (und das braucht seine Zeit). Irgendwann wirst Du verstehen, daß er so verzweifelt und alleine war, daß er keine Kraft mehr hatte, an Euch und die Folgen zu denken und der Freitod ihm als einzige Lösung erschien. Und dann wirst Du ihm auch "verzeihen" können (wobei es nichts gibt, was Du ihm verzeihen müßtest) - denn er hat es nicht gemacht, weil ihm einfach langweilig war oder um Euch zu ärgern!

Liebes Schokoladenkind!

Deine Reaktion auf die späte Wahrheit ist sehr verständlich. Dass es dir erst jetzt bzw. vor einem halben Jahr gesagt wurde, hat vermutlich sehr viel mit der Tragik der ganzen sache zu tun. Auch nach dem Tod deines Bruders hat sich vielleicht das fortgesetzt, was vermutlich vor seinem Tod sehr problematisch gewesen sein dürfte: Eine Art schwerwiegende Kommunikationsstörung zwischen Menschen, die sich eigentlich nahe sind bzw. nahe sein sollten.

Dieses evtl. Defizit an Nähe, Vertrauen und Zuneigung kann alle Angehörigen sehr belasten. Da stellt sich z.B. die Frage: Warum habe ich nichts gemerkt? Oder: Warum verdammt noch mal hat er mir bzw. uns nichts gesagt?

Diese Fragen sind verständlich, die Antwort schwer zu finden. Aber gelten könnte vermutlich das, was einige auch schon geschrieben haben: Dein Bruder konnte das alles vermutlich nicht mehr: Er konnte nicht mehr auf euch zu gehen, nicht mehr sagen was ihn bedrückt, nicht mehr leben bzw. schien nur noch zu glauben, dass er nicht mehr leben würde können.

Mein Konjunktiv könnte bedeuten: Es hätte vielleicht nicht so kommen müssen, aber leider hat dein Bruder das nicht mehr anders erkennen können. Das scheint der traurige IIndikativ zu sein. Das ist das sehr sehr traurige und tragische an seinem Leiden und seinem frühen Tod.

Es ist auch bitter, wenn ein Mensch wegen einer schweren und dann letztendlich nicht mehr heilbaren Krankheit sterben muß. Da ist es dann aber die Krankheit als quasi höhere Gewalt, die diesen Menschen von seinen Angehörigen trennt und emotinal können sich sowohl das Krankheitsopfer als seine Angehörigen auch über den Tod sehr nahe stehen.

Beim Selbstmord sieht das für die Angehörigen oft anders und noch mal deutlich bitterer aus: Hier hat das Opfer zunächst einmal formal die Entscheidung für den eigenen selbstgewählten Tod getroffen.

Das ist aber m.E. nur eine erste und nicht wirklich tiefgründige Betrachtung. M.E. könnnte es eher so sein, dass das Opfer diese tragische Entscheidung glaubte treffen zu müssen und alles andere als wirklich frei in ideser Entscheidung war. Depressive Menschen sind oft einsame Menschen und vielleicht bedingen Einsamkeit und Depression sich gegenseitig bzw. verstärken einander. Der depressive Mensch kann in einen Strudel aus Lebensunlust, Verzweiflung, Lähmung, Isolation, Lebensuntüchtigkeit geraten, die sein Leben und seine private Zukunftsaussicht mitunter zur Hölle machen.

Selbst wenn es gar nicht so sein müsste, sprich die Zukunft besser als erwartet und der leidende Mensch aus diesem Strudel der Verzweiflung befreit werden könnte, diese lebensfreudige Realität bzw. Zukunftserwartung ( die jeder Mensch verdient hat) scheint leider an deinem Bruder in seiner fatalen Situation und in seiner Sicht auf diese vorbeigegangen zu sein.

Depressionen sind Krankheiten, schwere bis schwerste Krankheiten. Aber unsere Gesellschaft tut bis heute so, als ob das ein privates Problem wäre, verursacht durch zu wenig Lebensmut und Lebenstüchtigkeit der Betroffenen.

Ein solcher für unsere Leistungsgesellschaft eher üblicher Gedanke kann zu einer starlken Abwertung des eigenen Selbstwertsgefühles der Betroffenen fühlen, diese fühlen sich dann als unnütz, ungewollt, ungeliebt, unverstanden, überflüssig. Der selbstgewählte Tod scheint dann als tragische, aber logische Fortsetzung dieser Empfindung.

Verhindern lässt sich so eine tragische Entwicklung am ehesten, wenn die Spirale der Isolation, Depression, Abwertung des Selbstempfindens etc. möglichst effizient durchbrochen werden kann, aber dazu muss zunächst die schwerwiegende Problematik wenigstens im Ansatz erkannt werden.

Und das geht nicht, wenn nicht darüber gesprochen werden kann und die Depression zu allem Überf. Du warst noch ein Kind. Deine Familie vielleicht überfordert, weil sein Leiden mit Ursachen innerhalb eurer Familie zu tun hatte?

Vielleicht wäre dann diese Überforderung der Grund dafür, dass es dir erst so spät gesagt wurde?

Vielleicht liegen da einige Leichen im Keller, mit denen du als sehr junger Mensch erst einmal nicht direkt zu tun hast, die vielleicht aber erklären könnten, warum dein Bruder keinen anderen Ausweg mehr sah? Wenn du die Frage nach dem warum klären willst, könnte das auf dich/euch zukomme,die Antwort könnte aber vielleicht auch eine Chance für euchsein.

Vielleicht ist deswegen deine Wut eine verständliche Reaktion auf diese ganze Tragik und Überfoderung und fällt evtl. mit deiner Trauer über den Verlust deines Bruders und seinem Vertrauen, sowie einer evtl. Angst vor den eigentlichen Gründen zusammen? Diese Angst könnte evtl. auch ursächlich für die Sprachlosigkeit eurer Familie sein.

Der Hass dagegen ist vermutlich die Folge enttäuschter Liebe, wäre deswegen nicht nur rein negativ, führt aber wie die Frage nach einer etwaigen "Schuld" nicht zur Lösung. Die Erklärung von allem dürfte tragisch sein, dürfte und sollte aber euch als einander liebende Menschen nicht in Frage stellen. Da sehe ich eine gute Chance.

LG

Jeder trauert anders, du sagst ja es ist 5 Jahre her, du bist wütend dass er weg ist, dich im stich gelassen hat. Und ich finde das normal, als mein (Adoptiv-)Vater starb war ich auch extrem wütend weil mein leiblicher Vater sich nie richtig für mich Interessiert hat und ich meinen Adoptivater sehr geliebt habe deshalb war ich auch wütend als er auf ein mal nicht mehr da war. Da das aber länger her ist weiß ich das es nur verzweiflung war, bist du dir sicher das du nicht einfach etwas überlasstet bist, schließlich ist deine mutter gestorben und dann auch noch SO eine große Neuigkeit. Ausserdem ist er sehr schwer zu verstehen wieso menschen so etwas tun, ich bin mir sicher er wollte niemanden weh tun. Mein tipp ist du solltest dir Zeit lassen 'Zeit heilt alle Wunden' irgendwann wirst du´s verstehen. Mein herzliches Beileid und viel Glück.

depressionen setzen das normale denken außer kraft,es ist eine krankheit die zu einem solchen schritt führen kann.mach ihm deshalb keine vorwürfe,es braucht einfach zeit um es zu verstehen und zu verarbeiten.mein sohn hat sich mit 27 auch das leben genommen,war beruflich sehr erfolgreich,deswegen konnte es fast keiner verstehen,war auch über ein jahr in behandlung,bei psyochologen,leider ohne erfolg

er hat es unter anderem für dich getan weil er das nicht zulassen wollte dass du seine Depressionen miterlebst und deshalb traurig geworden wärest

Hallo Schokoladenkind,

vorerst einmal: Du verhältst Dich genauso, wie ein 'normal' denkender Mensch sich verhält. Es ist keine Verurteilung von mir hier. Ich kann Dich verstehen. Jedoch, hinterfrage einmal weshalb Dein Bruder freiwillig aus dem Leben gegangen ist. Weshalb konnte ihn seine ganze Familie (Dich eingeschlossen) nicht von seinen Suizid-Gedanken bzw. von seinem letzendlich durchgeführten Suizid abbringen, aufhalten geschweige denn ihm in diesem psychschen Dilemma nicht helfen und auffangen? Ich möchte jetzt keine Schuldzuweisungen führen, denn jeder ist für seine freiwillig durchgeführten Taten selbst verantwortlich. Dennoch möchte ich Dir nur zum Nachdenken geben, ob Dein Bruder nicht auch sich womöglich im Stich gelassen gefühlt haben könnte, und letztendlich keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat. Stark Depressive stecken in solch einem psychischen Käfig, aus dem sie nur unter großer psychologischer Hilfe herauskommen können. Für solche Menschen gibt es keine Rücksichtnahme auf andere Personen, weil sie zu sehr in ihrem Problem stecken.

Es gibt viele offene Fragen, die womöglich nicht beantwortet werden können. Versuche Deinen Bruder so in Deinem Herzen zu bewahren, wie er für Dich gewesen war. Behalte Deinen Bruder in Liebe und Ansehen.

Des Weiteren kann ich Dir nur einen Tipp geben, um Deinen Bruder ein wenig verstehen zu können: Besorge Dir Literatur über die depresssive Krankheit und/oder über Berichte depressiv Kranker.

MfG Fantho

Du hast mein Beileid. Es muss für Dich sehr schlimm sein 2 so geliebte Menschen zu verliern. Und das Du wütend bist ist absolut in Ordnung. Wer entscheidet denn dass Du nur traurig sein darfst? Sei so wütend wie Du möchtest. Nur behlate es nicht für Dich. Versuche dich mit jemandem auszutauschen. Mach Dich mal über die Krankheit Depression schlau. Vielleicht kannst Du Deinen Bruder dann verstehen. Ich kann Dir nur so viel sagen, eine Depression ist eine sehr gemeine Krankheit. Vor allem für Außenstehende. Äußerlich hast Du nichts, aber deine Gedanken, und damit verbunden dene Seele leidet sehr qualvoll. Das ist nur eine grobe Erklärung dieser Krankheit. Ich wünsche Dir alles Gute.

Du wirst niemals die wahrheit erfahren denn dann müsstest du mit ihm sprechen Aber du kannst dir selbst helfen indem du ihn ganz lieb in deinem herzen behälst Red villeicht auch nicht zu sehr mit deinem dad darüber denn der hat bestimmt genug herzschmerz Geht zusammen einen neuen weg und behaltet die menschen die ihr liebt in eurem herzen Viel glück

Krankhaft depressiv kann jeder zu jedem Zeit werden, dann ist es so das der derjenige nicht weißt was er macht oder tut, vielleicht hatte deine Bruder damals Probleme gehabt und ist krank geworden, so was kann man nie im Voraus sehen, auch meine Frau ist seit ca. 1Monaten Krank und ist seit Dienstag weg. Ich muss auch aufpassen, in wie weit sie Sozius gefährdet ist, das kann man auch nicht wissen´, um deine Bruder tut mir echt leid, schade das du auf dieser weise deinen Bruder verloren hast, ich würde aber keine hass empfindet, nur Mitleid. Ich an deine Stelle würde ihm vergeben. Das alles bringt deinem Bruder auch nicht zurück. Versuche mit dem Gedanken wegzukommen. Deine Leben geht weiter, so Leid es mir tut es zu sagen es ist nicht einfach aber du musst deine Leben weiter leben. Deine Eltern wollten dich damit nicht belasten und haben es deshalb wahrscheinlich nichts davon gesagt, deinem Vater hat das einzige richtige gemacht, in dem es dir die Wahrheit gesagt hat. Ich wünsche dir alles weiter alles Gute. Und vergib deinen Bruder.

Ja, das ist eigentlich normal. Genau aus dem Grund, den du bereits selbst angeführt hast. Hinterbliebene empfinden oft, trotz der Trauer, ein Gefühl der Wut und sogar der Empörung, zugleich aber natürlich auch den Schmerz ein Familienmitglied auf diese Art verloren zu haben. „Jemand hat sich einfach aus dem Staub gemacht“, da bleibt eine Enttäuschung zurück, die auch in Wut umschlagen kann.

Dieses Gefühl resultiert daraus, dass man von dem Verstorbenen allein gelassen wurde, da dieser den Tod ‚gewählt' hat. Verzweiflung ist ein natürliches Element des Trauerprozesses.

Mann muss auch verzeihen können, trage in einfach in Deinem Herzen so wie du ihn kanntest.

Wut ist normal, weil er Dir das "Verlassen werden" Gefühl gegeben hat. Zu verstehen gibt es hier leider nichts. Deppression ist für einen geistig gesunden Menschen nicht nachvollziehbar. Es ist als fühlte man grundlos seelischen Schmerz, bis man es nicht mehr aushält. Dinge,die Freude bereitet haben, werden langweilig,alles wird anstrengend und bedeutungslos, der Schlaf wird schlecht. Bemerken muss das Umfeld davon nichts. Viele Depressive haben 2 Gesichter. Es ist eine Krankheit. Wäre er an Krebs gestorben, wärst Du ihm wahrscheinlich nicht böse. Dabei ist es genauso eine Krankheit mit tödlichem Ausgang.

Wenn sich jemand das Leben nimmt, denkt er in diesem Moment nur an sich, die Familie wird dabei ausgeblendet.. du solltest aber nicht so einen Hass auf deinen Bruder haben, ihm ging es seelisch so schlecht, das er wohl keine Hilfe mehr annehmen konnte und keinen anderen Ausweg mehr sehen konnte. Er ist psychisch gar nicht mehr in der Lage gewesen an die Auswirkungen für seine Familie zu denken. Sprich dich mit deinem Vater aus und behalte deinen Bruder in guter Erinnerung, dann kannst du selber damit auch besser klarkommen.

Das ist vollkommen normal, dass Du Wut empfindest und Dich und Deine Familie im Stich gelassen fühlst.

Aber Dein Bruder war sehr krank und sah keinen anderen Ausweg. Er hat nicht an die Folgen und das Leid der Familie gedacht, als er diese Tat beginn.

Er war bestimmt nicht egoistisch. Sonst hätte er mit Händen und Füßen für sich gekämpft. Er war depressiv. Und je nach dem, wie er es verbergen konnte, dass Du nichts mitbekommen hattest, saß es doch so tief, dass er nur diese ausweglose Tat als Lösung sah. Er wollte Euch nicht mit seiner Krankheit belasten.

Du kannst einen depressiven nicht mit einem normalen Menschen vergleichen. Da spielen sich zu viele Vorgänge im Gehirn ab, die für einen Nichtbetroffenen schwer nachvollziehbar sind. Mitunter für die Depressiven selbst nicht. Deshalb kommt es immer wieder zu Suiziden. Sie können sich nicht vorstellen, jemals aus diesem Teufelskreis rauszukommen.

Du darfst im Moment Wut haben, dass er Euch im Stich gelassen hat. Aber dennoch solltest Du ihn in guter Erinnerung behalten.

Es ist eine normale emotionale Reaktion und von daher nicht verwerflich. Du musst also keine Schuldgefühle empfinden. Wenn dich deine Gefühle allerdings belasten, solltest du einen Therapeuten oder Coach aufsuchen.

Ein bisschen verstehen,dass du wütend bist,kann ich schon.ich finde aber,du solltest dir vor Augen halten,dass dein Bruder krank war und irgendwie gar nicht anders konnte.Beschäftige dich mal mit dem Krankheitsbild der Depression.Dann wirst du ihn besser verstehen können und deine Trauer wieder finden.

jeder mensch bekommt sein leben geschenkt und hat ein recht, selbst zu entscheiden, wann er es beendet. ein kettenraucher oder alkoholiker fällt in gewisser weise auch keine andere entscheidung. und dein gefühl ist verständlich.

Ein Mensch , der depressiv ist, ist krank.Deshalb darfst Du ihm keinen "normalen" Egoismus vorwerfen.Er wollte keinem schaden.Wenn Du das bedenkst, dann musst Du auch nicht mehr wütend auf ihn sein.Viel Erfolg und liebe Grüße Gabel

Wenn jemand wirklich starke Depressionen hat, dann weiß er keinen Ausweg mehr, außer sich umzubringen. Jemand, der keine Depressionen hat, kann das auch nicht verstehen...Also urteile nicht zu hart über ihn...er wusste keinen anderen Ausweg und wollte Euch mit Sicherheit nicht verletzen! Und dass Du nie was bemerkt hast, ist kein Wunder...Leute mit Depressionen können sich so verstellen, dass andere es nicht merken!

ich weiss nicht ich finds richtig makaber so einen hass auf einen toten zu haben der mann hat nicht mal mehr die chanche sich zu rechtfertigen du sollst dich einfach damit zufrieden geben und den toden ihre ruhe lassen!

und ich denke wenn jemand so weit ist das er/sie sich das einzige leben das er jemals haben wird nimmt um dannach NIE MEHR WIEDER zu existieren wird der wohl vor dem selbstmord genügend gelitten haben um jeh zu so einem krassen entschluss zu kommen.........

ich wünschte so sehr, ich könnte...

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