Selbstmord gedanken aber kann es meinen eltern nicht sagen. Was tun?

...komplette Frage anzeigen
Support

Liebe/r Lrasfi1,

solltest du Suizidgedanken haben, dann möchte ich dich ermutigen, mit Vertrauenspersonen - wenn möglich - zu sprechen.

Oder mit der www.telefonseelsorge.de, die bietet auch Beratung über das Internet an, wenn du ungern telefonierst. (Es gibt auch für Jugendliche spezielle Hotlines: z. B. nummergegenkummer.de, junoma.de

Herzliche Grüße

Eva vom gutefrage-Support

7 Antworten

Hallo Lrasfi1,

die Situation einer Person, die mit Selbstmordgedanken zu kämpfen hat, ist mit jemandem zu vergleichen, der sich in einem Irrgarten verlaufen hat und nun den Ausgang nicht mehr findet. In einem Irrgarten befinden sich bekannterweise zahlreiche Wege, von denen die meisten in einer Sackgasse enden. Doch es gibt auch einen Weg, der nach draußen führt. Man muss ihn nur finden!

Du denkst möglicherweise , dass Du Dich in einer endlosen Sackgasse befindest, aus der Du nie wieder herauskommen kannst. Du siehst keinen Weg mehr, der Dich aus Deiner unerträglich gewordenen Situation herausführt. Du hast Dich regelrecht festgefahren. Auch wenn Du Dir das gerade nicht vorstellen kannst: Es gibt einen Weg aus dem Dilemma! Du brauchst nur jemanden, der Dir dabei hilft, ihn zu finden.

Daher ist es ganz wichtig, dass Du Dich jemandem anvertraust, der dazu in der Lage ist, mitfühlend zuzuhören und wirksam Hilfe zu leisten. Das könnte eine Person aus Deinem Bekannten- oder Freundeskreis oder auch ein Verwandter sein. Falls Du jedoch niemanden hast, mit dem Du über Deine innersten Gefühle sprechen kannst, stehen Dir eine ganze Reihe von möglichen Ansprechpartnern zur Verfügung. Hier sind einige Anlaufstellen, bei denen Dir professionell geholfen wird:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

  Ich selbst habe ich auch schon mehr als einmal an einem Punkt befunden, da ich dachte, es könne nicht weitergehen. In solchen Momenten habe ich gemerkt, wie sehr mir mein Glaube geholfen hat. Ich weiß zwar nicht, wie Du dazu stehst, doch für mich ist Gott eine absolute Realität. Er hat mir schon oft geholfen und mich aus schwierigen Situationen herausgeführt. Immer wieder durfte ich erfahren, wie wahr die Worte aus der Bibel sind, die da lauten: "  "Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat. Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr! " (Psalm 34:19, Hoffnung für alle).

In der heutigen Zeit ist der Glaube an Gott zwar nicht mehr sehr populär, doch auch gerade viele junge Leute haben erfahren, dass ihnen ein enges persönliches Verhältnis zu Gott sehr dabei hilft, ein sinnvolles und ausgefülltes Leben zu führen.

Ich wünsche Dir, dass Du die benötigten Hilfen bekommst, damit Du Dein seelisches Tief überwinden und Dein Leben wieder als lebenswert ansehen kannst. Alles Gute und viel Kraft dabei!

LG Philipp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du brauchst wen, um dich mal ganz real auszukotzen.

Reden zu dürfen. Weinen zu dürfen. Mit jemandem, der sich das anhört und deine Tränen auffängt. Und dich dabei festhält und hinterher ganz fest drückt.

Sag ich jetzt mal als selbst extrem Betroffene. Und als ehemaliger Profi dafür, Menschen für die andere Rolle fit zu machen.

Falls du selbst niemanden kennst, der das packen könnte... (ist auch echt heftig für dein Gegenüber)

Rufe das nächste evangelische Pfarramt an. Die müssen im Gegensatz zu den Katholischen auch Psychologie mit studieren. Einige tun das auch sehr ernsthaft. Ich habe mit solchen studiert. Und anderen in dem Bereich doziert. 

Sag ganz offen, was los ist.

Wenn die Reaktion enttäuscht, verabschiede dich höflich und versuche es in einem Nachbarort.

Die Chance steht gut, dass du mit ein paar Versuchen wen findest, den echt nicht interessiert, welcher Religion oder Konfession du angehörst. 

Jemand, der dich einfach als Mensch sieht, der momentan Hilfe braucht. 

Und dass die beste Hilfe einfach in einer Schulter zum Ausheulen besteht.

Das geht nur real wirklich gut. Zusammen sitzen. Ne Tasse Tee oder Kaffee trinken. Sich in die Augen sehen. 

Tränen dürfen sein. Sollen sein. 

Wer neben dir sitzt, ist ein Mensch. Nichts besseres als du. Nichts schlechteres. 

Ein kaputtes Teil wie du. Vielleicht mit mehr Erfahrung.

Suche dir ne örtlich passende Telefonnummer! Ruf an! Sag, dass dich ne blöde alte Religionspsychologin dazu verdonnert hat. 

Frage direkt, ob er / sie die richtige Adresse zum Ausheulen ist. Oder ob er / sie nen besseren Tipp hat.

Falls er / sie dich bloß abwimmeln will, maile mir das bitte. 

Falls er / sie eigentlich will, aber sich das nicht so ganz zutraut, dann bitte erst recht.

Ich bin selbst eine "Giraffe auf Grönland". 

Und habe deshalb ewig lange studiert, um zu kapieren, weshalb ich depressiv bin.

Mein Papi war Alkoholiker. Meine Mutter nicht. Aber auch nüchtern peilen sie nicht im Geringsten, was in meinem komischen Hirn so abläuft.

Sorry... war jetzt echt viel Gelaber.

Ich würde dir jetzt lieber ne feste Umarmung verpassen.... (würde sie dir Angst machen?) 

Dir in die Augen sehen und dir dabei fiese Fragen stellen, um dich zum Heulen zu bringen. Und dann würde ich voraussichtlich mit heulen. Wenn der schlimmste Eiter draußen ist, würde ich nen völlig blöden Scherz machen. Und wir würden zusammen lachen.

So blöd das jetzt klingt: Genau das und nur das funktioniert!

Und ja. Du darfst diese komische Antwort von mir gerne benutzen, um damit PfarrerInnen anzumailen. Möglichst viele auf einmal. Frag die einfach, was die von meinem Käse halten. 

Die Antworten... ich habe echt kein "Gottvertrauen" - aber ich vertraue immer noch auf Teile der Menschheit... es dürften ein paar brauchbare dabei sein. 

Falls du Katholik, Moslem oder Agnostiker oder was auch immer bist.... sag das denen direkt. In jedem Fall bist du MENSCH.

Die Guten stört das nicht. Die Schlechten können weder dir, noch sonst wem echt helfen.

Liebe Grüße,

Tanja 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kein Wunder dass Du Depressionen hast wenn Dein Vater Alkoholiker ist. Das Problem ist also mehr Dein Vater und nicht Du. Schlimme Sache aber ich kann Dir auf jeden Fall folgendes sagen: Selbstmord ist keine Lösung, denn wie Du schon befürchtest, wirst Du nach dem "Tod" immer noch ein Problem haben. Denn die Seele kann nicht sterben und der Schmerz ist seelisch und deshalb auch nach dem "Tod" noch da! Sich umbringen macht die Sache nur noch schlimmer.

Ich würde an Deiner Stelle mir weniger Sorgen um meinen Vater machen, denn der ist alt genug und Du bist NICHT verantwortlich dafür ob er säuft oder nicht, sondern er ganz allein! Du musst auf jeden Fall über Deine Probleme reden, am besten mit einem vertrauenswürdigen Menschen, z.B. einem Vertrauenslehrer oder dem Hausarzt, es gibt auch Telefonseelsorge einfach googeln!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
BierIstMeinBrot 11.10.2017, 03:12

Sehr hart gesagt, aber du hast recht.

0

btw.. ich habe mir definitiv nicht alle antworten hier durch gelesen.

ich kann dir sowieso nur meine Meinung sagen, wie @Slaytanic88 schon gesagt hat es ist wirklich wichtig dass du dich in erster Linie um dich kümmerst, ich bin mir sicher dein Vater wäre wohl auch kein Alkoholiker wenn er ein Wunderbares leben gehabt hätte, aber ich bezweifle dass er wollen würde dass du wegen ihm deine innersten Gefühle und Probleme für dich behältst, die Psyche hängt meiner Meinung nach mit der Seele zusammen, irgendwie ist es sogar das selbe denke ich, ich persönlich bin Christ, aber ich schweife ab, es ist vermutlich nicht unumgänglich dass du eine Therapie anfängst ( was deinem Vater vermutlich auch nicht schaden würde, jedoch solltest du ihn wahrscheinlich nicht darauf ansprechen [ ich kenne deinen Vater nicht und kann daher auch weiter nichts dazu sagen] da er eventuell unangenehm darauf reagieren könnte, eine Familien Therapie kann auch Helfen, jedenfalls ist beim Thema Depression usw generell eine Therapie kaum umgänglich, du kannst mir übrigens gerne auch zu allem möglichen privat schreiben, ich versuche deine fragen so gut ich kann zu beantworten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was Du tun sollst?

Die Familie verlassen, die Dich dermaßen krank macht.

Es gibt Pflegefamilien, die Dir zumindest übergangsweise gerne ein Dach über dem Kopf geben würden, damit Du aus den Verhältnissen heraus kommst, die Dich so krank machen. Erkundige Dich deswegen beim Jugendamt. Erzähle Ihnen von Deinen Suizidgedanken und dass Du es zuhause nicht mehr aushältst.

Wenn Du das nicht kannst oder willst, google nach der nächsten Selbsthilfegruppe für Kinder von Alkoholikern und geh hin.

Ansonsten finde ich die Auskunft von Incognito88 ziemlich brauchbar.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Lrasfi1 11.10.2017, 10:03

Ich würde gerne woanders wohnen auch weil mein bruder mich ständig fertig macht und mir sagt wie unnötig mein leben doch ist. Das einzige problem ist das ich meine mutter nicht verletzen will

0
Lrasfi1 11.10.2017, 11:27

Außerdem bin ich schon 16 und ich bezweifle das mich da eine pflegefamilie aufnimmt

0
nachdenklich30 13.10.2017, 17:39
@Lrasfi1

Was Du ggf. in dieser Situation brauchst, ist der feste Wille: Ich gehe nicht mehr nach Hause in diese Situation, denn sie macht mich fertig.
Und mit diesem Willen musst Du zum Jugendamt und dabei bleiben:

Wenn ich hier nicht rauskomme, habe ich Suizidgedanken, und die Psychiatrie möchte ich gerne vermeiden. Ich brauche Hilfe.

Wenn es dann gut läuft, kümmert sich das Jugendamt um eine Unterbringung. Das kann eine Wohngruppe sein. Manchmal hat man Glück und es ist auch eine nette Pflegefamilie. Manchmal auch erst mal nur in der Bereitschaftspflege übergangsweise.

Also: Darum mach Dir keine Gedanken.

Deine Mutter würde im ersten Moment verletzt sein, aber das ist erst mal ihr Problem.

Eigentlich hat sie Dich und sich zu schützen, und das macht sie nicht.

Eigentlich ist es nicht Dein Job, sie zu schützen.

Aber vielleicht kannst Du ihr helfen, wenn Du aus dieser Situation ausbrichst, dass sie sich auch helfen kann, dass sie sich auf Hilfe für sich einlässt. Und vielleicht kannst Du auch Deinem Vater helfen, der möglicherweise genau diese Abgrenzung braucht um zu begreifen: So kann es nicht weiter gehen.

0
nachdenklich30 13.10.2017, 17:40
@Lrasfi1

PS.: Wir hatten eine Zeit lang auch Pflegekinder, der schon 16 waren.

0

Ich weiß nicht, aus welcher Stadt du bist aber such mal über's Internet nach psychologischen Anlaufstellen. Du hörst dich ziemlich jung an, also wirst du wahrscheinlich noch in die Schule gehen; dort gibt es auch Anlauf- und Beratungsstellen, an die du dich wenden kannst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Begib dich umgehend in eine Psychatrie. Da wird dir geholfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?