Selbstmord Gedanken ... angst Hilfe zu holen?

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5 Antworten

Hallo xBorderlandsx,

versuche doch erst einmal zu ergründen, was in Dir den Drang erzeugt, Dich selbst zu verletzen. Was geht in Deinem Kopf vor, wenn Du Dich wieder einmal ritzen oder anderweitig verletzten möchtest? Gibt es etwas in Deinem Leben, z. B. in Verbindung mit Deiner Familie oder Deinen Freunden, was Dir Kummer bereitet? Auch wenn es nicht so einfach ist, Dir die Gründe für Dein selbstverletzendes Verhalten einzugestehen, kann es dennoch ein erster Schritt sein, um damit aufzuhören.

Sprich mit einem Erwachsenen, der in der Lage ist, mitfühlend zuzuhören und Dein Problem ernst nimmt. Allein schon über das Problem zu reden, kann eine gewisse Erleichterung bringen. Solltest Du ein persönliches Gespräch zu schwierig finden, könntest Du es auch mit einem Brief oder über das Telefon versuchen. Dich jemandem anzuvertrauen ist ein wichtiger Schritt in Richtung Besserung.

Falls Du dazu neigst, Dich von anderen zurückzuziehen, wäre es besser, den Kontakt zu suchen. Triff Dich mit Freunden und unternimm etwas mit Ihnen, halte telefonischen Kontakt oder schreibe Dich mit Ihnen über das Internet. Du wirst sicher schon gemerkt haben, dass der Drang, Dich selbst zu verletzen, immer dann am größten ist, wenn Du alleine bist. Vermeide es daher, wenn immer möglich, zu lange allein zu sein und suche den direkten Kontakt zu Dir vertrauten Menschen. Manchen hat es auch schon geholfen, sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun. Das könnte ein entspannendes Bad sein, ein leckeres Essen oder eine schöne Tasse Kaffee. Dir fallen sicher noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten ein.

Was Dir in der konkreten Situation noch helfen könnte, wären Ersatzhandlungen für die Selbstverletzungen. Es geht also um Dinge, die Du Dir zufügst und die einen gewissen Reiz (Schmerzen) auslösen, ohne Dich dabei zu verletzen. Beispiele dafür sind: Ein Gummiband um die Hand wickeln, anspannen und zurückflitschen lassen, kalt duschen, auf etwas Scharfes beißen (z. B. Peperoni etc.) Diese Ersatzhandlungen sind jedoch bestenfalls als eine Zwischenlösung anzusehen, können allerdings nicht das eigentliche Problem beheben oder zu einer Heilung führen.

Es kann auch hilfreich sein, Dein Selbstbewusstsein zu stärken. Schreib doch einmal die Punkte auf, die Du an Dir gut findest und öffne somit Deine Augen für Deine guten Seiten. Wenn Du an Gott glaubst, dann könntest Du Dich mit Deinen Sorgen auch an ihn wenden. Mir fällt dazu ein schöner Text aus der Bibel ein, der in 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 7, steht. Dort heißt es: "...wobei ihr all eure Sorge auf ihn werft, denn er sorgt für euch." Das bedeutet, dass Du Gott im Gebet alles sagst, was Dich innerlich belastet und bedrückt. Bitte ihn doch immer wieder darum, Dir zu helfen. Gott kennt Deine seelische Not und versteht Dich voll und ganz. Die Bibel sichert Dir zu, dass Gott Dir nicht nur zuhört, sondern Dir auch hilft. Das habe ich selbst schon oft erfahren dürfen.

Zum Schluss noch einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Telefonseelsorge unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222.
Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Für Kinder und Jugendliche gibt es eine spezielle Telefonnummer: 0800-1110333 unter der Beratungseinrichtungen verschiedener Art, vor allem solche vom Kinderschutzbund, genannt werden.

- Dann gibt es in jeder Gemeinde den Sozialpsychiatrischen Dienst, der Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen bietet. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

Ich wünsche Dir, dass Du es mit Hilfe anderer schaffst, Dein inneres Gleichgewicht wiederzuerlangen und Dein Leben nicht mehr von Depressionen und Angst bestimmt wird! Alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

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Erstmal: Respekt, dass du es so lange ohne SvV geschafft hast:)
Und meine Frage wäre: Geht's jetzt nur um Suizidgedanken oder gar um Selbstmordgefährdung? Das wäre nämlich ein großer Unterschied, wenn's um einen Klinikaufenthalt geht. Meiner Erfahrung nach.
Warst du in den ganzen Jahren mit Depressionen auch mal ambulant in Therapie? Evtl wäre das ja mehr was für dich, wenn du Angst vor der Klinik hast.

Welche schlechten Erfahrungen hast du denn in der Klinik gesammelt? Vlt hilft ja eine andere Klinik. Könntest du dir einen neuen Versuch vorstellen? Muss ja nicht immer gleich direkt die Geschlossene sein.

Wichtig ist, dass du in dieser schweren Zeit nicht alleine bist. Kannst ja darüber nachdenken und dich mit deinem HA zusammensetzen. Ich wünsche dir zumindest alles Gute:)

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Kommentar von xBorderlandsx
12.11.2016, 06:17

danke :) ich weiß es net genau, ich de je galt immer wieder dadran, habe aber noch keine richtigen Pläne oder so gemacht, hab irgendwo nämlich auch angst davor.. also ich hab ja seit etwa 5 Jahre Depressionen, evtl länger, war in der Zeit oft in Therapie, ambulant und stationär, nichts davon hat dauerhaft geholfen. ich hab halt langsam keine Hoffnung mehr, das irgendwas hilft. die Leute in der Klinik haben einen wir Ware behandelt, waren gefühlskalt und einem wurde fast alles verboten, ich hab noch extrem eingeengt gefühlt und außerdem viel ständig sehr viel aus. danke, dann frag ich mal einen Arzt :)

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kliniken sind lediglich die letzte wahl, denn wirklich helfen können die dir auch nicht. diese leute schützen dich nur vor dir selbst und pumpen dich mit medikamenten voll, die bewirken wiederum, dass du träge wirst und müde. das wiederum hemmt deine emotionen und den inneren schmerz, ähnlich wie das rit zen. Nun ja gehen wir das eigentliche problem an. beinahe jeder mensch hat im leben solche momente in denen man seine existenz nicht mehr aktzeptieren kann und es entwickeln sich gefährliche gedanken wie, was wäre denn anders wenn ich weg wäre.... antwort die wir finden... nichts... ergo.... ist doch eh alles scheiß egal. ja glaub mir du stehst da bei weitem nicht als einzelfall da, doch leider stehst du dennoch alleine und hier hilfesuchend da. Es ist oft so, dass man sich nur ein paar wochen oder monate durchkämpfen muss unm diese gefährlichen gedanken wieder los zu werden und eine neue Perspektive im Leben zu finden. Du sagtest allerdings, dass es dir schon 1,5 Jahre so geht. Also hilft die Zeit nicht. Ich kenne deine Situation nicht und kann dir daher nur ein paar tipps geben. Suche dir etwas. Ein Ziel. Etwas worauf du hin arbeitest, bis du es erreicht hast und danach brauchst du wieder ein neues ziel. Ob es eine Familie ist die du gründen möchtest oder unbedingt genug geld brauchst um ein bestimmtes Land für ein paar wochen zu besuchen. Möglicherweise zockst du auch und bist fan von einer spielserie, da reicht es auch schon sich auf eine weiterführung zu freuen. Was ich damit sagen will, du brauchst irgend etwas. Am Ende ist es eine Einstellungssache zum Leben und wenn du nicht mehr für dich leben kannst, dann lebe für andere die du liebst. Alles ist besser als sich um zubringen. Warum sollte ein Mensch sich nicht um bringen? Weil es immer jemanden gibt, der darauf hin in trauer versingt. Sich rit zen ist schlecht, aber ich verstehe dich. Es klingt blöd, dennoch ist es eine Tatsache, dass der physische Schmerz den Psychischen überdeckt. Es ist wie eine kurze verschnaufpause für den seelischen druck. Versuch etwas für dich zu finden, weswegen du auch morgen wieder aufstehen kannst, willst und wirst....

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Kommentar von FelinasDemons
12.11.2016, 06:02

Lustig. Keine Ahnung vom Thema, aber Hauptsache irgendeinen Müll geschrieben um den FS komplett zu verunsichern...

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Also in einer Klinik wirst du nur bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung ,,eingesperrt". Das bedeutet, dass du jetzt aktuell suizidal bist und du dich nicht davon abgrenzen kannst.

Wieso hast du Angst vor einenm Klinikaufenthalt? Du bist dort nicht die einzige mit solchen Problemen. Du könntest dort Leute mit den selben Problemen kennen lernen, oder aber auch jederzeit mit neutralen Personen reden, die bereit sind dir zu helfen. Und du lernst da was du machen kannst, wenn du Druck hast dich zu ritzen. Ein Klinik aufenthalt ist nur halb so schlimm.

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Kommentar von xBorderlandsx
12.11.2016, 04:56

ich war oft in Kliniken, aber es hat nie geholfen und war echt furchtbar

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Kommentar von Koroso
12.11.2016, 05:22

tut mir leid doevi, doch es ist die hölle. So hat mir ein naher verwandter es einmal erklärt. Ich selber war dort nur zu besuch, doch es ist eine gewisse drückende stimmung dort und lieber würde ich ein jahr im gefängnis sein als ein halbesin solch einer klinik.

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Kommentar von FelinasDemons
12.11.2016, 06:04

Kommt drauf an in welche Klinik man geht. Man sollte nicht so dumm sein um bei einer schlechten Erfahrung sofort alle Kliniken in einen Topf zu werfen.

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Kommentar von FelinasDemons
12.11.2016, 06:19

Dann waren's leider drei falsche Kliniken, dass tut mir Leid...Jedoch bleibt meine Meinung. Eine Klinik ist kein Ort, an dem man seine Probleme hineinsteckt. Jemand bei meinem Aufenthalt hat da was passendes gesagt: "Die Klinik löst deine Probleme nicht. Sie geben dir nur Ansatzpunkte und Denkanstöße. Nur du alleine, kannst das gelernte umsetzen." Abgesehen davon ist es für manche gut, wenn sie rund um die Uhr jemanden haben, an den sie sich bei Problemen wenden können. Und ich habe das Gefühl, dass die meisten bei Kliniken denken, dass diese nur aus der Geschlossenen besteht. Aber da gibt's auch die Offene, die weitaus angenehmer ist.

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Wie alt bist du?

Wenn du volljährig bist und freiwillig auf eine geschlossene Station gehst, darfst du auch wieder raus, wenn du das willst.

Anders wäre es, wenn du gehen willst und dann sagst, dass du dich umbringen willst. Dann werden die dich da behalten.

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