Selbstbewustsein von Kindern stärken

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7 Antworten

Die Konditionierung (wenn-dann-evtl.-vielleicht) gefällt mir nicht. Kinder loben hat zu tun mit Augenmaß und Kompetenz. Der Häufigkeitsfaktor ist nicht gefragt. Auch bedarf es nicht eines Verkündigungscharakters, dh.es wird dem Kind zwischendurch -mehr indirekt- gesagt : Das war prima! Das hast Du Dir gut überlegt! Fein! Klasse! Ganz toll! Wenn es um Anliegen der Umwelt geht, um Integration, um Nachbarschaftshilfe....dann kann deutlicher Zustimmung erfolgen. Beispiel : Ich war dabei, als ein überaus ängstlicher Junge (11 J.) bei einer glänzenden Antwort "frenetisch, über Maßen" gefeiert wurde. Er wurde auf einen Stuhl gestellt und strahlte. Für mich gewagt, aber vom Lehrer irgendwie gekonnt und "bedarfsgerecht" inszeniert. Der Junge hatte bezüglich Selbstbewusstsein einen Quantensprung gemacht.----Anfrage ist berechtigt. Selbststärke, Eigenkompetenz,Psychohygiene werden nicht von außen gereicht, sondern sind Ergebnisse im Innern, haben zu tun mit der p e r s o n a . PS.: Auch Kinder sollten loben lernen.

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Mit dem Begriff des "Selbstbewusstseins" ist das so´ne Sache - bevor wir nämlich zum "Ich" werden, braucht es die Vorstellungen (und das sind nicht eben wenige), die wir über uns selbst (als Mensch) entwickeln. Und das Modell für das sind: die Erwachsenen. Das heißt:

Bevor wir nämlich überhaupt eine Art Bewusstsein und Kenntnis von uns selbst gewinnen, werden uns andere Personen (im Normalfall: die Eltern) bewusst. Und so erlebt ein Kind sich zu allererst im "Spiegel" der anderen (d.h.: seiner Bezugspersonen). Erst dann "erkennt" es sein eigenes "Spiegelbild" (das eigene "Ich") und entwickelt (s)ein "Selbstbewusstsein"...

Im Grunde also geht es ("nur") darum, Kindern

  • einerseits zu ermöglichen, sich (ihren Talenten/"Gaben" gemäß) zu entfalten, und andererseits
  • ihnen (zunächst mal) ein "guter Spiegel" zu sein.

Dazu wiederum gehört neben einer guten Beobachtungsgabe (hinsichtlich des eigenen Seins und Tuns, sowie des Tuns und Seins des kleinen Menschen) auch ein angemessenes Reagieren.

.

Irgendwelche Patentrezepte hingegen scheinen mir nicht nur zu "statisch", sondern laufen möglicherweise auch völlig an dem Kind vorbei...

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In einem (ganz "normalen") Alltag also sollte es ebenso "normal" sein, mit einem Kind möglichst ungezwungen und natürlich umzugehen; da braucht es dann auch keine wirkliche Vorab-Überlegung, ob und wann denn wieder mal ein Lob (oder gar ein "Tadel"...) fällig sein könnte, damit dieses Kind auch wirklich "wohl gerät" (um mal bei dieser bisschen seltsamen Diktion und Methodik -die auch ein bisschen wie "Konditionierung" anmutet-zu bleiben).

Sondern da braucht es (wie gesagt) lediglich das Beobachten und Reagieren - auf das, was ein Kind so zeigt. Und zwar in möglichst natürlicher und authentischer Form.

Gibt da einen sehr schönen Satz:

"Man lernt die Liebe nicht durch Unterweisung, sondern dadurch, dass man geliebt wird."

(wobei die Liebe auch verschiedene Ausdrucksformen kennt)

...wenn das aber gegeben ist, dürfte sich das mit dem entsprechenden "Selbstbewusstsein" irgendwann auch fast wie von selbst einstellen.

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wie wäre es mit einem kamfsportverein ? stärkt das selbstbewusstsein und tut außerdem noch etwas für die gesundheit

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Kinder sollten die Möglichkeit der eigenen Abgrenzung haben! Ein NEIN aus Kindermund kann ein Kind schützen, es sollte also lernen können, seine Grenzen zu wahren!

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Kommentar von DerRumpelrudi
31.03.2012, 21:11

Leider kennen Kinder ihre persönlichen Grenzen nicht, sondern nur "Ja oder Nein", weshalb die Aussage eher auf jugendliche Kinder zutrifft, die in ihrer Altersgruppe eine Kompromissfähigkeit lernen sollten. Aber um die eigenen Grenzen wahren zu können, müssen auch die Grenzen der Mitmenschen bekannt sein. Wenn von vornherein ein "Nein" als Schutzfunktion gilt, wird ein Kind nie selbstständig werden, sondern sich zum Eigenschutz in die hinterste Ecke verkriechen.

Echtes Selbstbewusstsein kommt von ursprünglichen "Ja"sagern, die gelernt haben bei einem bestimmten Punkt der Überforderung "nein" zu sagen. Sie kennen ihre Grenzen sehr genau im Gegensatz zu Menschen, die sich völlig überschätzen. Letzteres hat mit Selbstbewusstsein nichts zu tun und wird eher als "Dumm und Stark" interpretiert.

Nur die Kombination aus Motivation und Konditionierung macht aus Kindern später selbstbewusste Persönlichkeiten.

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Viel loben, wenig kritisieren.

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Kommentar von isy250392
29.03.2012, 06:41

falsch !

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Man sollte Kinder loben, wenn sie etwas Gutes getan haben.

Aber Vorsicht: Man sollte gegebenenfalls sie auch darauf hinweisen, wenn sie etwas gemacht haben, was nicht gut ist (tadeln!); das gibt dann Ansporn, beim nächsten Mal sich besser anzustrengen oder etwas besser zu machen.

Somit wird beim Kind die Einstellung gefördert, Gutes von weniger Gutem und auch Schlechtes unterscheiden zu können, was später wichtig im Leben sein wird.

Nur loben oder nur tadeln ist nicht empfehlenswert. Man sollte nach Möglichkeit die Leistungen der Kinder objektiv beurteilen können. Das ist realistisch und wirkt echt und glaubhaft und ermöglicht bei den Kindern Fairness im späteren Umgang mit ihren Mitmenschen.

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Kommentar von mia68
28.03.2012, 23:47

...Kinder in dieser (doch sehr "schlichten" und einseitigen) Form zu sehen und mit ihnen umzugehen, hat in meinen Augen etwas, das auf einer rein funktionalen Ebene verbleibt.

Und entsprechend sich so auch nur wiederspiegeln kann - mit echter "Auseinandersetzung" oder "Begegnung" hat das nur sehr wenig (wenn überhaupt) zu tun.

Es gibt kein "Reagieren auf Knopfdruck" - das heißt: gibt es schon.

Nur ist man dann (mit einem solchen Kalkül -dem Einsatz von "Lob und Tadel", als Maxime offenbar gesehen) der "Konditionierung" um einiges näher als der echten Zuwendung...

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kinder zunehmend selber dinge machen lassen ( mit messer und gabel essen)

vorallem wenn sie das von alleine machen wollen dann halt kinder nicht immer " einlullen" oder trösten nach dem Motto " ach mein kleine armes Mädchen, Mami tröstet dich"

Im Kindergarten können sie das auch üben, da sie dortz in der Gruppe sind

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