Selbstbehalt / Eigenbedarf bei unterhaltspflichtigen Noch-Ehemann?

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6 Antworten

Das JobCenter überprüft routinemäßig, ob Ehepartner gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet sind.

Du bist vorerst zu nichts anderem aufgefordert, als deine Einkommensverhältnisse offen zu legen. Ob du tatsächlich zahlen musst, ergibt sich dann nach der Prüfung.

Für dein Kind kannst du Unterhaltsvorschuss beantragen. Diesen müsste dein Ex dann an die Behörde erstatten, wenn er wieder dazu in der Lage ist.

Diesen Anspruch hättest du für 72 Kalendermonate.

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Für das Kind ist immer der Elternteil zum "Barunterhalt" verpflichtet, bei dem es nach der Trennung nicht lebt. Derjenige, bei dem es lebt (in dem Fall du), leistet ihm den "Naturalunterhalt").

"Trennungsunterhalt" (bis zur Scheidung) muss "geschlechtsunabhängig" der Ehepartner zahlen, der das höhere Einkommen erzielt - vorausgesetzt, dieses beträgt über 1200 Euro (das ist der Selbstbehalt gegenüber Ehepartnern).

  • Solltest du zukünftig unterhaltspflichtig für den Mann werden, so erhöht sich dadurch dein "Pfändungsfreibetrag" im Rahmen der Insolvenz, so dass du den Trennungsunterhalt auch zahlen kannst...

Sollte der Mann dir keinen Kindesunterhalt zahlen können (hierbei liegt sein "Selbstbehalt" bei 1080 Euro bzw. als nicht Erwerbstätiger bei 880 Euro), so könntest du für das Kind "Unterhaltsvorschuss" beziehen. 

  • Würdest du dem Kind zusätzlich zum Naturalunterhalt auch noch Barunterhalt leisten müssen, würde sich dein Pfändungsfreibetrag ggf. um eine weitere Stufe erhöhen....
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Ehegattenunterhalt  (bzw. Trennungsunterhalt)muss immer derjenige zahlen, der mehr Einkommen hat an den Anderen. Mit Kind hat das nicht unbedingt was zu tun.  Aber ohne Kind hat man  mit Sicherheit nicht sehr lange Anspruch.

Dein Selbstbehalt ist 1200 Euro netto, fuer das Kind kommt aber noch mal was dazu, ich weiss aber nicht genau, wieviel. Ich denke mal, den Unterhalt der Duesseldorfer Tabelle. Fuer deinen Sohn kannst du auch noch Unterhaltsvorschuss beantragen.

Da ja eh eine Scheidung ansteht, wuerde ich mir einen Anwalt nehmen, der das abklaert fuer dich und hinterher gleich die Scheidung macht.

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Unterhalt geht vor anderen Schuldverpflichtungen. Die Privatinsolvenz hat also eher keinen Einfluss auf eine mögliche Unterhaltsverpflichtung.

Allerdings ist dein Mann auch eurem Sohn gegenüber barunterhaltspflichtig und kommt dieser Pflicht sicher nicht nach. Da hättest du also einen Aufrechnungsanspruch.

Der Rest ist eine Frage konkreter Beträge...

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Du brauchst für die Scheidung sowie anwaltliche Unterstützung. Lass das am besten über eine Anwältin regeln.

Und zwar so schnell wie möglich, denn in deiner Konstellation zahlt du sonst unnötig lange.

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wäre wohl am besten mit einem Anwalt darüber zu reden?

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