Selbstanzeige zurückziehen

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kurz: 1. Eine solche Möglichkeit gibt es nicht. 2. Du bist trotzdem nicht am ...

Die Ermittlungsbehörde ist verpflichtet den Sachverhalt vollständig zu erforschen, sobald sie von einer möglichen Straftat Kenntnis erlangt. Hier kommen wohl "Straßvenverkehrsdelikte" und "Körperverletzungsdelikte" in Betracht. Wenn es sich bei der "KV" wirklich nur um blaue Flecken handelt, wird diese wohl nur auf "Strafantrag" weiter verfolgt. Eine bloße Anzeige ist noch kein Strafantrag. Anders liegt bei den (möglichen) Straßenverkehrsdelikten. Die werden auch so weiter verfolgt, weil die StA nunmal Kenntnis von den "Straftaten" hat.

Am ... bist du erst, wenn du wegen möglicher Straftaten verurteilt wirst (oder eine Versicherung die Akten einsieht und daraus ersichtlich ist, dass du "schuld" hast). Ersteres lässt sich durchaus verhindern, indem du dich kooperativ zeigst und um Schadensausgleich bemühst ggf Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen o.ä. Das setzt aber voraus, dass die StA es für überwiegend wahrscheinlich hält, dass du dich strafbar gemacht hast, weil sie das Verfahren sonst von sich aus einstellt.

Den zweiten Fall wirst du kaum mehr verhindern können. Wenn du wirklich eine Verurteilung befürchtest, solltest du einen Strafverteidiger deines Vertrauens beauftragen. Bis dahin gilt: Entweder schweigen, oder mit dem Staatsanwalt, der Staatsanwältin um die Einstellung verhandeln. Die sind auch nur Menschen und froh, wenn sie keinen Strafbefehl/Anklage pinseln müssen. Vom Tisch ist vom Tisch. Übrigens: Bei der Polizei musst du (als Beschuldigter) gar nichts sagen.

Viel Glück

Danke für die kompetente Antwort! Könnte es denn auch sein, dass ich als vorbestraft gelte? Wenn ja, in welchem? Danke!

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@Chekka

Hey,

sobald du rechtskräftig verurteilt wurdest, bist du vorbestraft, denn dies wird im Bundeszentralregister eingetragen. Wird das Verfahren eingestellt, möglicherweise auch gegen Zahlung einer Geldbuße, bist du nicht vorbestraft.

Du darfst dich jedoch weiterhin als nicht vorbestraft bezeichnen (zB einem Arbeitgeber gegenüber), wenn du nur einmalig verurteilt wurdest und diese Strafe 90 Tagessätze bzw 3 Monate nicht überschreitet.

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eine Anzeige (welcher Art auch immer) kann man nicht zurückziehen. Man kann zwar sagen, man hat sich getäuscht, aber ist dabei der Wahrheit verpflichtet.
Wenn aber niemand ernste Schäden davongetragen hat, liegt ja gar kein strafbares Handeln vor. Hat der Radfahrer leichte Schmerzen, gibt es eine Körperverletzung. Für diese gilt, dass sie ein Antragsdelikt ist und der Verletzte Strafantrag stellen muss (sonst könnten Friseure nicht arbeiten ;-) Eine eventuelle Sachbeschädigung ist ebenfalls ein Antragsdelikt. Insofern muss erstmal der Unfallgegener mit Dir ein Problem haben, bevor Dir etwas droht...

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