Selbständig Scheidung Unterhalt?

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9 Antworten

Seit der "Reformierung" des Scheidungsgesetzes gibt es "nachehelichen Unterhalt" (nach der Scheidung) nur noch im Ausnahmefall - wenn er im Rahmen des Scheidungsverfahrens zugesprochen wurde. In der Regel wird davon ausgegangen, dass beide Ehepartner nach der Scheidung wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können.

In der Ehe aber haben Ehepartner ggf. einen gegenseitigen Unterhaltsanspruch im Rahmen des "Familienunterhaltes". Daraus ergibt sich der mögliche Anspruch auf "Trennungsunterhalt"...

Im Trennungsjahr (bis zur Scheidung) hat der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen Anspruch auf Unterhalt vom anderen Ehepartner - falls dieser selbst Einkommen oberhalb seines "Selbstbehaltes" erzielt.

(Als Einkommen zählen alle laufenden Einnahmen wie Arbeitseinkommen, Mieteinnahmen, Steuereinnahmen, Zinseinnahmen usw.... ) 

Das Trennungsjahr als solches muss einer Scheidung vorausgehen, es räumt  den Ehepartnern ausreichend Zeit ein, sich auf die veränderten Bedingungen - auch die finanziellen - nach der Scheidung einzustellen bzw. vorzubereiten....

Die Scheidung selbst kann nur von einem Anwalt beantragt werden - du müsstest dir also ohnehin einen suchen, der dich dann auch über alles Weitere informieren wird....

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Bei diesen ganzen Sachverhalten kann ich nur zu einem Rechtsanwalt raten. Den brauchst du für die Scheidung sowieso!

P.S: Jeder würde gerne  Unterhaltszahlungen vermeiden, dann bestimmt aber das Gericht!

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Wenn deine Frau selbstständig ist aufgrund der Tatsache, dass sie den väterlichen Betrieb übernommen hat, der Vater als "Angestellter" bei ihr beschäftigt ist, bedingt, dass es Einnahmen aus dem Betrieb gibt. Ob der Vater sich alles in die Tasche steckt, ist für die Unterhaltsbeurteilung irrelevant.

Im Gegenteil, Sie können Trennungsunterhalt fordern, denn wenn der Betrieb 5-6000,-- Euro/ Monat an Gewinn auswirft, hat SIE ein höheres Einkommen als Sie selbst.

Gehen Sie mit diesen Informationen zu Ihrem Anwalt, den Sie brauchen und lassen sich beraten und ggf. soll er den Trennungsunterhalt einfordern.

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Jeder hat zunächstmal grundsätzlich selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Der potentiell unterhaltsberechtigte hat daher grundsätzlich eine hohe Erwerbsobliegenheit.

Jedoch steht noch eine andere Problematik da, denn der Vater hat damals
die Werkstatt auf ihre Tochter umgeschrieben bedingt Steuer etc.

Das steuerlich Ihrer Frau zugeordnete Einkommen wäre ihr auf jeden Fall auch unterhaltsrechtlich zuzuordnen. Mehr noch, es wäre zu überprüfen, ob sie ihr Einkommen nicht steigern kann.

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Ja, Du musst Unterhalt zahlen - mindestens während des ersten Trennungsjahres, wahrscheinlich aber sogar länger. Das folgt einfach daraus, dass Du ein höheres Einkommen hast als Deine Frau. Bei deiner Frau können nur die 600,- Euro angesetzt werden, denn weiteres Einkommen hat sie tatsächlich nicht, trotz Inhaberschaft der Firma. Grob gerechnet wirst Du ihr während des ersten Trennungsjahres rund 600,- Euro Unterhalt zahlen müssen. Ab dem Ende des ersten Trennungsjahres muss sie dann einer Vollzeitarbeit nachgehen. Falls sie dann immer noch weniger verdient, musst Du weiterhin die Hälfte des Netto-Einkommensunterschieds als Unterhalt zahlen. Mindestens bis zur Scheidung. Ob Du auch nach der Scheidung noch für einen gewissen Zeitraum Unterhalt zahlen musst, hängt u.a. von der Dauer Eurer Ehe ab.

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Kommentar von hannzo
28.04.2016, 09:48

Verheiratet sind wir gerade mal genau 2 Jahre

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Es gibt den Trennungsunterhalt der 1 Jahr lang bezahlt wird soviel ich weiß. Ohne Kinder ist deine Frau verpflichtet einer angemessenen Arbeit nachzugehen. Allerdings bis sie was gefunden hat (1 Jahr) muss von dir der Trennungsunterhalt bezahlt werden. Dabei werden ihre 600 Euro angerechnet.

Alles andere bitte bei einem Familienanwalt machen, denn alles in so einer Sache ist irgendwo Auslegungssache und keine Scheidung gleicht der anderen. Die Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt,.

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Kehrt sich hier die Situation nicht um?

Der Vater überschrieb seiner Tochter das Geschäft.

Damit dürften Ihre Frau und sie doch steuerlich getrennt veranlagt werden. Richtig.?

Wo ist sie TZ angestellt? - in Diesem Geschäft?

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Kommentar von hannzo
28.04.2016, 03:15

Nein. Sie ist nicht in diesem Geschäft, als Teilzeit angestellt. Arbeitet als Köchin in einer anderen Branche.

Unabhängig

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Kommentar von hannzo
28.04.2016, 03:28

Also bedingt eines Schufa Eintrag damals bei dem Vater, hat er selber kein Konto.

Meine Frau hat einen Geschäftskonto, wo mal das Geld für die Mieten etc. überwiesen werden.  

Alles andere bleibt eigentlich nur auf der Hand. In Prinzip kann man eigentlich nichts nachvollziehen wieviel er verdient.

Der Steuerberater von ihm kümmert sich darum.
Er erstellt dann die Bilanzen für das Finanzamt.

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Kommentar von hannzo
28.04.2016, 03:31

Was der Vater als Angestellter dann verdient, dass weiß ich nicht. Er bekommt die gesamte Kohle, jedoch lässt er es eben so aussehen als würde er nur ein Angestellten Lohn bekommen.
Wieviel das ist, kann ich nicht sagen. Da habe ich keine Auskunft.

Meine Frau bekommt nichts.

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"Ein Kollege aus der Arbeit meinte nach dem neuen gesetzt 2016 wäre die
unterhalt Geschichte gegen über dem Partner abgeschafft. Solange man
keine Kinder hat. "

Wie kommt der denn auf das schmale Brett?

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All diese Fragen beantwortet dir ausführlich ein Fachanwalt für Familienrecht. Denn den benötigst du bei einer Scheidung von gesetzes wegen, so oder so.

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