Selbst kochen "lernen"?

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10 Antworten

Das mit den Mengen ist tatsächlich oft blöd, selbst für zwei. Das Wundermittel ist der Gefrierschrank oder zumindest ein ***Fach im Kühlschrank. Dann kann man z.B. eine Reisenportion Nudelsoße kochen und ganz viele kleine Portionen einfrieren für Tage wo man keine Lust hat zu kochen oder wenig Zeit.

Auch ganz gut geht es einen Plan zu machen und zu überlegen für was man die selben Zutaten benötigt. So kann es einen Tag eine Portion Reis mit Gemüse geben (1/2 Paprika, 1/2 Zwiebel, bisschen Porree...) und am Tag drauf die Reste mit einer Tomate und einer kleinen Möhre zu Nudeln, mediterran gewürzt schmeckt es ganz anders als am Vortag mit etwas Sojasoße und Knoblauch ;)
Kartoffeln sind auch Freunde: man kann sie zu Pü stampfen das eine tolle Beilage ist wenn man es mild würzt, in den kleinen Rest vom Pü eine frische Kartoffel fein reiben, kräftig würzen, geriebenen Käse einkneten und als Rösti mit Kräuterquark vertilgen
Aus Pellkartoffel (gerne mit Butter und Gewürzsalz oder dem Rest vom Kräuterquark) wird Bratkartoffel.

Im Kühlschrank hält Gekochtes auch meist 2-3 Tage, da kannst du es nochmal warm machen.

Für den Winter toll: Suppe kochen, ruhig ne ordentliche Portion und in leere, saubere Marmeladengläser oder kleine Glasflaschen abfüllen so lange sie kocht. So voll machen wie es geht, Deckel drauf, umdrehen und schon ist es gekühlt eine kleine Ewigkeit haltbar (Rinderbrühe hab ich nach 3 Monaten noch problemlos verwendet)

Haltbare Basics (Reis, Nudeln, Mehl, Zwiebeln, Eier, Tomatenmark usw) lassen sich im Notfall mit ein wenig Fantasie zu einer ordentlichen Mahlzeit machen.

https://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID45008526.html?ProvID=11000522

Leg Dir so ein Kochbuch zu.

Wenn Du Platz für eine Mikrowelle hast, leg Dir eine zu. Damit kann man Kartoffeln kochen und tiefgefrorenes Gemüse.

Noch ein Kochbuch:

https://www.weltbild.de/artikel/buch/geniale-job-kueche_22938174-1

Einen Topf und eine Pfanne brauchst Du auch.

Wenn Du soviel kochst, dass es für 2 Tage reicht, musst Du weniger einkaufen gehen.

Vorweg: Natürlich hängt, was du kochst, auch sehr davon ab, was du gerne isst. Man kann dir ja viele Rezeptideen vorschlagen aber am Ende muss es dir schmecken. :)

Ich denke, man kann auch mit 1 Herdplatte und einer Basis-Ausstattung (kleiner Topf, großer Topf, Pfannen, ein paar Schüsseln) einiges zubereiten.

Was kochst du denn bisher? Gerichte mit Nudeln sind sehr oft einfach und schnell. Es gibt ja nicht nur Penne und Spaghetti, du könntest auch mal Mi-Nudeln ausprobieren (noch schneller), die kommen aus Asien. Damit lassen sich quasi Asia-Bratnudeln selbst machen. Schnell, einfach und mit Gemüse auch gesund.

Wenn's gesund sein soll ist mein Haupttipp: Salat. Lässt sich gut portionieren und sehr vielfältig zubereiten. Probier dich durch verschiedene Sorten und finde heraus, was dir schmeckt. Möhren, Paprika, Pilze, Obst, Acocado, Radieschen, Kerne, Käse, es gibt eigentlich nichts, was es nicht im Salat gibt. Für Salat brauchst du noch nicht mal die Herdplatte, nur Schneidebrett, Schüssel und Essig/Öl für den Anfang.

Mein wesentlicher Tipp: Kauf immer so ein, dass du maximale
Kombinationsmöglichkeiten hast. Koche Beilagen vor (so wie Kartoffeln
und Reis) damit du die nicht jeden Tag aufsetzen musst.

Kartoffeln kannst du in größerer Menge vorkochen. Einen Tag Kartoffeln mit Spinat und Ei, oder Fischstäbchen, oder selbst gemachter Kartoffelbrei. Aus den "kalten" Kartoffeln machst du am nächsten Tag Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, oder Omelett, oder wie du magst. Omelett ist sowieso eins der schnellsten warmen Gerichte und ebenfalls sehr variabel (siehe Salat).

Auch bei Reis macht es Sinn, gleich eine größere Portion zu kochen und damit schon die Basis für den nächsten Tag zu haben.

Ein Tipp wäre, sich mal bei Chefkoch oder YouTube umzusehen, du findest viele einfache Rezepte und Anleitungen dort.

Ich habe auch eine Weile vorwiegend für mich gekocht und bin so sehr gut zurecht gekommen. Ich habe weder viel gekauft noch viel weg geschmissen. Hatte halt immer Basics da, also Nudeln, Kartoffeln etc., dann Gemüse (bei mir Salat, Tomaten, Paprika, Broccoli, Zucchini, je nach Saison) und lang haltbares wie Pesto, Tomatenmark, Sahne, Tunfisch, Erbsen. Viele Gemüse gibt es auch portioniert fürs Gefrierfach, falls du eins hast. Die sind genau so gesund wie frisch. So lässt sich immer irgendwas kombinieren. :)

Hallo Xenomus,

als ich vor vielen Jahren heiratete, konnte ich außer Spiegeleiern und gek. Eiern (die immer zu hart wurden) nur das heiße Wasser anbrennen lassen.

Meinen ersten Hefekuchen habe ich in den Müll geschmissen, weil er so hart geworden war, daß man damit Fenster hätte einwerfen können.

Inzwischen habe ich 3 Kinder großgezogen und einen Ehemann über 30 Jahre bekocht.

Gut, für eine Familie kocht man andere Mengen, aber ich habe mich stets bemüht, immer was auf den Tisch zu bringen. Bei den Kindern war das leicht, die mochten gerne Nudeln mit Soße, Fischstäbchen usw.....das übliche  eben, was Kinder mögen.

Als mein Mann starb, die Kinder aus dem Haus waren, mußte ich auf kleine Portionen umsteigen. Das habe ich dann auch so gemacht, wie hier schon erwähnt wurde:

für 2 Tage gekocht oder was eingefroren. Das geht ganz gut. Oder ich habe mir Gerichte rausgesucht, die schmackhaft waren, schnell gingen und ich nicht so viel Zutaten brauchte.

Das geht alles, man muß sich einfach mal damit beschäftigen oder einen Einkaufszettel für eine Woche schreiben.

Eine Freundin von mir hat das immer so gemacht: sie hat sich das kochen mit einer ganz lieben Nachbarin geteilt. Jeder hatte seine Kochtage, die anderen Tage hat sie andere gekocht. Teilweise wurde gemeinsam gegessen, oder die andere hat dann das Essen aufgehoben, wenn man erst abends heim kam.


Ich erzähle dir einfach mal wie ich das immer mache, denn ich bin in der Regel von 8.00-21.00 außer Haus.

Samstags schreibe ich mir immer einen Wochenplan, was ich wann essen will und koche. Dann kaufe ich Samstags auch ein. Ich koche generell immer so, dass es für zwei Tage reicht. Samstags sind das in der Regel Suppen  oder Eintöpfe, irgendwas das ich gut einfrieren kann. Ich habe zum Glück einen großen Gefrierschrank, der ist voll mit Tuppertöpfen ;-)

Sonntags koche ich dann wieder die doppelte Portion, damit ich Montag den Rest essen kann. Das gibts dann in der Mittagspause aufgewärmt.

Dienstags taue ich mir was aus meinem großen Gefrierschrank auf ;-)

Mittwochs muss ich erst nachmittags arbeiten, also kann ich wieder frisch kochen, Donnerstags gibts die Reste davon.

Freitags wird nicht gekocht.

Viele Lebensmittel kann man mitterweile schon in kleinen Mengen kaufen, man muss nur wissen, wo ;-) Beim Edeka kann man zB Blumenkohl halbieren lassen. Ich persönlich kaufe immer die Tiefkühlvariante; ideal zum Portionieren.

Zum Kochen benötigt man natürlich auch die entsprechenden Utensilien. Wenn du die nicht hast, kannst du auch nicht kochen (ist doch logisch, oder?).

Es muss ja nicht alles neu sein. "Wie neu" bzw. "neuwertig" reicht doch auch und das kannst du dir bei Kleinanzeigenportalen besorgen (z. B. ebayKleinanzeigen, Kalaydo, Quoka). Dadurch sind die Anschaffungen nicht so teuer.

Mache aber immer auch einen Preisvergleich mit entsprechenden  neuen Gegenständen. Oft sind dort angebotene Produkte auch teurer, als bei einem Neukauf.

Wenn die Mengen, die du einkaufen kannst, zu groß sind, lohnt sich auch ein Kühlschrank mit Gefrierfach. Kaufe z. B. gefrorenes Gemüse und verwende immer nur soviel, wie du gerade brauchst. Der Rest kommt wieder ins Gefrierfach.

Aus meiner Sicht ist Ernährung und damit das Kochen wichtiger als wie  der Beruf oder das Studium. 

Ich kann mich beruflich reinhängen und ohne Ende Arbeit reinstecken, aber ich werde nie das raus bekommen, was ich aus der Ernährung für mich  ziehen kann.

In Deutschland haben wir keine solche (Ess-) Kultur und so eine Priorisierung gilt auch eher als exotisch. Es steht aber jeden frei sich darüber hinwegzusetzen und seine eigenen Prio festzulegen.

Eigene Kultur zu etablieren ist erst mal ungewohnt, weil man nicht nach gewohnten Muster vorgehen kann. Da liegt aber auch der Schlüssel. Durch Ausprobieren und Kreativsein gewinnt man große Freiheit.

Vorteilhaft ist das vor allem, wenn man gesundheitliche Vorstellungen umsetzen möchte oder auch ökologische/ethische. Und natürlich auch einfach geschmackliche. Ich mag mein Essen zum Beispiel möglichst natürlich und einfach. Heute esse zum Beispiel eine Gemüsewok (Kraut, Karotten, Kürbis, Rote Beete, Zwiebeln, Kümmel, Brühe) und in der Röhre gebackene Kartoffeln.

Wenn du (trotzdem) nach Anleitung kochen willst, dann ist das Entscheidende eine gute Anleitung als Basis zu haben. Auf 95% von dem was jetzt zum Beispiel auf Chefkoch steht, hätte ich keinen Bock.

Ich würde anfangen,einzelne Komponenten eines Essens zu kochen,um sicher zu werden. Z. B.  Eine Soße als Fertiggericht,und dazu machst Du einen Tag die Kartoffeln,den anderen Reis oder Nudeln. Dann kannst Du das durch Salat oder Gemüse noch „steigern“. Ich kenne natürlich Deine Vorkenntnisse und Vorlieben nicht,bei mir war es so,daß mit gelungenen „kleinen“ Schritten die Sicherheit und das Interesse wuchs,mehr zu versuchen.
Nur so als Anregung.. :)

Kochen lernt man nur durch kochen.

Fang einfach an (mit was leichtem) und mach einfach weiter.

Wenn du Zutaten über hast, ist das ganz gut. Dadurch lernst du nämlich improvisieren und dir aus dem was grad da ist was leckeres zu kochen.

gibt es an deiner Uni keine Mensa?

Xenomus 04.11.2017, 14:08

Ja klar gibt es eine Mensa,aber ich kann ja wohl eher schlecht dort abends,morgends und übers Wochenende essen,es sei denn ich würde einbrechen und Rohkost mampfen wollen.

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