Selber schreiben worauf aachten?

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3 Antworten

ich denk ne gute story + deine elegante ausdrucksweise machen ein gutes buch aus. wenn du schon eineige seiten geschrieben hast, heisst es nicht dass sie bereits fertig sind und du nix mehr deran ändern kannst. du kannst im nachhinein immernoch alles verschieben, andere texte einfügen oder entfernen. ich glaub ich würde erst einzelne szenen bzw sogar kapitel schreiben die meiner meinung nach unbedingt rein sollten. also nciht unbedingt mit dem anfang anfangen. weis ned obs effektiv wär, hab noch nie n buch geschrieben :D

falls du das tatsächlich fertig bringen solltest. musst du unbedingt bescheid sagen, würds gern lesen :)

antje32 02.02.2015, 00:02

wenn es fertig ist gebe ich dir aufjedenfall Bescheid :)

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  1. Der Plot

In einem guten Plot hängen alle Ereignisse kausal zusammen. Nichts passiert, was sich nicht aus dem Vorhergehenden ergibt. Das ist wie beim Dominoeffekt: Der erste Stein fällt und reißt alle nachfolgenden Steine mit.

  1. Hauptkonflikt

Der Hauptkonflikt ist der rote Faden der Geschichte. An diesem kann man sich beim Schreiben langhangeln. Am besten formuliert man den Hauptkonflikt in einem Satz, das hilft, die wichtigsten Geschehnisse trotz vieler kreativer Einfälle nicht aus dem Auge zu verlieren. Wird der Satz zu kompliziert, dann ist vielleicht auch die Geschichte zu kompliziert. Geübte AutorInnen kriegen auch komplizierte Geschichten in den Griff, doch unerfahrene Schreiberlinge tun sich oft schwer damit.

Beispiel „Das Parfum“ von Patrick Süßkind – der Hauptkonflikt in einem Satz: Ein elternloser junger Mann ohne eigenen Geruch und mit genialem Geruchssinn ermordet junge Frauen, um sich aus ihrem Geruch ein Parfum zu machen, das ihn liebenswerter machen soll.

Im Roman ordnen sich alle Ereignisse und Szenen diesem Hauptkonflikt unter – das ist der rote Faden.

  1. Thema

Gute und spannende Bücher haben oft ein Thema, um das sich alles dreht. Auf diese Weise wird das Erzählte intensiver.

Beispiel „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Alles in dieser Geschichte dreht sich um Geruch. Schon auf der ersten Seite klingt das Thema an:

„Zu der Zeit, von der wir reden, herrschte in den Städten ein für uns moderne Menschen kaum vorstellbarer Gestank. Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz und nach Rattendreck, die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett“. Und „am allerstinkendsten Ort des gesamten Königreichs“ wird die Hauptfigur Jean-Baptiste Grenouille geboren: „Es war einer der heißesten Tage des Jahres. Die Hitze lag wie Blei über dem Friedhof und quetschte den nach einer Mischung aus fauligen Melonen und verbranntem Horn riechenden Verwesungsbrodem in die benachbarten Gassen. Grenouilles Mutter stand, als die Wehen einsetzten, an einer Fischbude in der Rue aux Fers und schuppte Weißlinge, die sie zuvor ausgenommen hatte. Die Fische, angeblich erst am Morgen aus der Seine gezogen, stanken bereits so sehr, daß ihr Geruch den Leichengeruch überdeckte.“

(Zitate aus Patrick Süskind, Das Parfum, Die Geschichte eines Mörders. Diogenes Taschenbuch 1994, erste und dritte Seite).

  1. Dramatik

Der Plot sollte eine innere Dramatik entwickeln, damit er einen guten Spannungsbogen hat. Die Dramatik entsteht dadurch, dass sich die Ereignisse allmählich steigern:

Der Dreiakter bildlich dargestellt Auslösendes Ereignis – die Reise beginnt – Höhepunkt und dramatische Wende – finaler Kampf und Schluss.

  1. Akt Zu Beginn steht ein auslösendes Ereignis (erster Dominostein).

  2. Akt Das auslösende Ereignis bringt weitere Ereignisse ins Rollen. Diese steigern sich allmählich und werden immer dramatischer – bis sie schließlich in einem Höhepunkt gipfeln.

  3. Akt Der Schluss ist die logische Folge der vorhergehenden Geschehnisse (letzter Dominostein). Je weniger Zufall im Spiel ist, desto mehr Drama.

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