Sekundäre Pflanzenstoffe gegen Pestizide?

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4 Antworten

Erstmal scheint dir nicht klar zu sein, dass auch im Bio-Anbau Pflanzenschutzmuttel eingesetzt werden, dabei geht man nach dem Leitsatz "natürlich = gut" verwendet also solche Wirkstoffe, welche aus der Natur stammen. Beispiele dafür sind das Bt-Toxin oder Pyrethrine die insektizide Wirkung haben. Das gilt soweit für organisch chemische Mittel, bei anorgansichen Mitteln gibt es dort auch viele Zulassungen, dabei handelt es sich meist um Kupfer oder Schwefelpräparate, die eine fungizide Wirkung haben. Hier kannst du dir dazu alle zugelassenen Wirkstoffe anschauen: www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/psm_oekoliste-DE.pdf?__blob=publicationFile

Auch stellt man immer wieder fest, dass die Unterschiede in den Rückständen von Pflanzenschutzmitteln (zwischen ökologischem und konventionellem Anbau) im Regelfall eher gering sind, sodass man vom gesundheitlichen Aspekt her nicht eindeutig und uneingeschränkt für ökologisch produzierte Lebensmittel argumentieren kann. https://med.stanford.edu/news/all-news/2012/09/little-evidence-of-health-benefits-from-organic-foods-study-finds.html

Positive Effekte durch sekundäre Pflanzenstoffe sind ohne Frage gegeben, aber ich schätz negative Effekte durch Pflanzenschutzmittelrückstände als niedrig ein, sodass es da keinen besonderen "Gegeneffekt" braucht bzw. sich ein solcher nicht wirklich bemerkbar machen würde.

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Ja das sind alles so Ideen, auf die man kommen kann wenn man versucht sich über gesunde Ernährung und Pestizide zu informieren.

Pestizide stellen kein Problem dar in der Ernährung, wenn man konventionell angebaute Lebensmittel isst. Nicht nur werden auch im Bioanbau Pestizide verwendet, vor allem sind die Rückstände davon auf den Lebensmitteln verschwindend gering. Es ist daher egal, ob sie prinzipiell gesundheitsschädlich sind. Das können auch viele viele komplett natürliche Stoffe. Die Dosis macht das Gift.

Du schreibst "Allerdings weiß man durch Studien....sekundäre Pflanzenstoffen tun dies und jenes"

Die meisten dieser Studien sind In vitro und wenige an Tieren, andere Datenfischerei, und ergebnislose Studien werden kaum veröffentlicht. Da kommen dann so Sachen raus wie Brokkoli schützt vor Krebs, in Wirklichkeit ist man sehr weit davon entfernt das nachgewiesen zu haben. Leider griffen und greifen manche Medien solche Forschung gerne auf.

Wenn jemand generalisierend von Wirkungen sekundärer Pflanzenstoffe spricht ist es meistens fragwürdig. Das sind ja abertausende von Stoffen.

Genauso: Die Immunabwehr mobilisieren, da geht ein rotes Warnlämpchen an wenn ich das höre. Das Immunsystem des Menschen ist kompliziert, man kann es nicht "aktivieren" oder "mobilisieren" im Sinne von positiver Wirkung. Allergien sind z.B. auf ein schön aktives Immunsystem zurückzuführen. Immunmodulierende Stoffe sind zweischneidige Schwerter, és ist nicht unbedingt etwas was man über sein Essen hören möchte.

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Das eine Wort Deiner ersten Aussage

wie wir ja alle wissen ist es oft schwer alle Arten von Früchte und Gemüsearten aus Bio-Anbau zu finden ...

irritierte mich sehr ... denn für mich heisst Bio-Anbau eben auch (wieder) stärker im Einklang mit der Natur also vor allem saisonal & regional (und ab und zu Exotisches :)

Das führt zudem sozusagen von selbst zu einer abwechslungsreichen Ernährung - http://www.saison.ch/de/migros-welten/green-gourmet/saisontabelle/

Zudem kaufe ich sehr oft auf dem Wochenmarkt direkt vom Gemüse- resp. Obstbauer (teils biologisch, teils mit sehr moderatem Pestizideinsatz), schaue zudem auch bei Eier, Milch&Milchprodukte, Fleisch & Fisch auf Bio - wobei ich Fleisch&Fisch in moderaten Mengen konsumiere - tue mir wie auch der Umwelt Gutes - und das ist auch mit sehr kleinem Budget möglich (wenn man bewusst einkauft).

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Genau den Satz des Onkologen hätte ich Dir jetzt geschrieben ;-)

Ein gesunder Körper wird auch mit Gift fertig.

Man muß halt wissen, was man will. Kurkuma enthält männliche Hormone, die will ich nicht. Knoblauch und Ingwer genauso.

Paranüsse schwemmen durch ihr Selen Schwermetalle aus, Kokosöl auch, aber zuviel davon macht Selenvergiftung (Kopfweh und Bett-Gefühl, wie ein leichter Infekt).

Rohes ist immer gut, ballaststoffreiches aus. Nierenanregend wirkt z.B. Goldrute, die blüht jetzt überall, dadurch wird auch so allerlei ausgeschieden.

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Kommentar von Hooks
23.08.2016, 17:59

Verzichte auf erhitzte

Milchprodukte (denaturiertes Eiweiß) wie auch auf Homogenisierung, dann
tust Du schon eine Menge für Deinen Körper.

Natriumglutamat oder
Aspartam sind auch shwere Gifte, lies halt die Zutatenliste und kaufe
genrell lieber Dinge mit kurzer Liste. Hilft auch nicht immer, ich hörte
"die Tendenz geht hin zum schlanken Label" - also erfindet man EnzYme,
die nicht angegeben werden müssen, um z.B. die Backeigenschaften z u
verändern beim Getreide. Brot und Brötchen sollte man selber backen, am besten direkt uas Körnern, die man selbst mahlt oder im Bioladen mahlen läßt. Müsli auch selbermachen, smoothies auch.



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