Seit wann wissen die Menschen das die Erde rund ist?

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9 Antworten

Hallo bullybeatdown1,

tatsächlich waren die Menschen in der Antike hervorragende Naturbeobachter.
Mondfinsternisse und hinter dem Horizont allmählich verschwindende Schiffe haben auch damals schon die Kugelgestalt der Erde vermuten lassen.

Eratosthenes hat um 300 Vor Chr, dann als erster den Erdumfang berechnet. Er arbeitete an der großen Bibliothek von Alexandria und bekam einen Bericht in die Finger, dass in Memphis in Oberägypten am Mittsommertag die Sonne genau senkrecht in einen tiefen Brunnen scheint und sich im Wasser spiegelt - etwas, was an allen Tagen zur Mittagsstunde nicht der Fall war.

Eratosthenes probierte es aus und stellte fest, dass in Nordäypten auch an diesem Tag zur Mittagsstunde ein senkrecht in den Boden gesteckter Stab einen Schatten wirft.

Daraus schloss er, dass die Sonnenstrahlen an beiden Orten in verschieden Winkeln auf die Erdoberfläche treffen. Aus dem Unterschied dieser Winkel und der Entfernung der beiden Städte konnte er den Erdumfang in der richtigen Größenardnung bestimmen.

Obwohl man das oft falsch hört, ging dieses Wissen prinzipiell danach auch nicht mehr verloren, war aber bestimmt nicht wie heute in nahezu der ganzen Bevölkerung bekannt.

Zur Zeit von Kolumbus war der Erdumfang in gebildeten Kreisen - und speziell natürlich in Kreisen, die mit Seekarten und Navigation auf See zu tun hatten - bestens bekannt. Allerdings war Amerika unbekannt. Man musste also davon ausgehen, dass man, um von Spanien aus Richtung Westen nach China und Indien zu segeln die gesamte Entfernung ohne Landgang zurücklegen musste - also quasi Atlantik und Pazifik durchqueren musste, bevor man neuen Proviant finden konnte.

Und das war das Problem für den Seeweg Richtung Westen: Ohne Landung war für die damaligen Schiffe und die entsprechende Proviantmenge die erwartete Entfernung nicht zu bewältigen.

Kolumbus wiederum zweifelte den allgemeinen Wissenstand um den Erdumfang an - er vertraute einem befreundeten Italiener, der den Erdumfang anders und zwar erheblich kleiner abschätzte. Auf der Basis dieser (falschen!) Rechnung wäre die Entfernung auch mit den damaligen Schiffen machbar gewesen. Kolumbus gelang es, Isabella von Spanien zu überreden, 3 Schiffe zu riskieren - die Aussichten, doch den Seeweg nach Westen meistern zu können, war zu verlockend.

Genau das ist auch der Grund, warum zwar allen anderen nach seiner Rückkehr schnell klar war, dass Kolumbus ein bis dahin unentdecktes Land gefunden hatte, dass er selbst aber Zeit seines Lebens (aufgrund seiner Überzeugung, die Erde wäre viel kleiner) glaubte, in Indien gewesen zu sein.

Grüße

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Kommentar von BalTab
14.04.2016, 02:50

Juchheh! Es gibt hier noch Menschen mit Ahnung!

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Der griechische Philosoph Aristoteles wusste schon im vierten Jahrhundert v. Chr., dass die Erde eine Kugel ist. Er beobachtete, wie bei einer Mondfinsternis der runde Erdschatten durch das Mondlicht zog. Er wusste: Nur eine Kugel wirft in jeder Stellung einen kreisförmigen Schatten! Außerdem sah er vom Strand aus die Schiffe am Horizont verschwinden, während die Mastspitzen noch sichtbar waren. Auch das ist nur bei einer Erdkugel möglich.

Später glaubte man - trotz dieser Beweise - allerdings wieder, die Erde sei eine Scheibe. Magellan. der erste Weltumsegler, hatte noch im 16. Jahrhundert die größte Mühe, beim spanischen Hof Geld für seine Reise zu bekommen. Was wäre, fragte man ihn, wenn er an den Rand der Erdscheibe käme? Dann würde er mitsamt dem Schiff in die Unterwelt hinabstürzen. Nun, mit der Umsegelung der Erde hat Magellan endgültig bewiesen, dass sie rund ist. Drei Jahre dauerte seine strapaziöse Reise.

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Kommentar von BalTab
13.04.2016, 23:19

Da hat man NICHT geglaubt. Die Behauptung, die Menschen hätten geglaubt, die Erde sei eine Scheibe, ist eine Propaganda-Lüge der Zeit der  Aufklärung

Sowohl Kolumbus als auch Magellan WUSSTEN, dass die Erde eine Kugel war. Sogar die einfachen Matrosen wussten das.

Was wäre, fragte man ihn, wenn er an den Rand der Erdscheibe käme?

Diese Frage hat NIEMAND gestellt!

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Pythagoras vermutete das im 6. Jahrhundert v. Chr., Aristoteles begründete es im 4. Jahrhundert v. Chr. mit der Form des Erdschattens bei einer Mondfinsternis.
Eratosthenes hat im 3. Jahrhundert v. Chr. den Erdumfang erstaunlich exakt berechnet.





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War schon in der Antike bekannt, erstmals ermittelt von den Alten Griechen.

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GEWUSST hat man es erst, als Menschen die Erde vom All aus betrachtet haben. 

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Kolumbus hat fest daran geglaubt. Bewiesen hat es Vasco da Gama mit seiner Erdumrundung

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Schon seit der Antike. Was nicht heißt, dass das zu allen Zeiten bei allen bekanntes Wissens war.

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Es war schon vor Columbus bekannt aber offiziell gilt Columbus als Entdecker der runden erde

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Kommentar von BalTab
13.04.2016, 23:12

Blödsinn

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Jo... das wusste man definitiv schon in der Antike.

Zumindest die schlaueren Leute jener Zeit.

Bei Kolumbus ging es eigentlich nur noch um die Frage, wie große dieses Kugel ist. Er hielt sie für deutlich zu klein und kalkulierte deshalb zu wenig Proviant. Und musste deshalb improvisieren, als die Mannschaften seiner Schiffe sauer reagierten.

Und er glaubte scheinbar wirklich, in "Indien" gelandet zu sein. Daher z.B. der Begriff "Indianer".

Liebe Grüße,

Tanja

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Kommentar von BalTab
13.04.2016, 23:14

Wenigstens Eine hier, die Anhung hat!

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