Seit wann wird die AfD von der Öffentlichkeit als "Nazipartei" bezeichnet?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Hallo,

1. "Wann?"

das dürfte gewesen sein, nachdem Bernd Lucke, ein konservativer wirtschaftliberaler und Gründer der AfD, diese verlassen hatte, da die nationalkonservativen Gruppen ind er Partei die Führung übernahmen.

(Vermute ich zumindest)

2. "Warum?"

http://kattascha.de/?p=1923

https://blog.campact.de/2016/03/steuern-bildung-hartz-iv-was-die-afd-wirklich-will/

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/afd-partei-programm-entwurf

MfG

Steven Armstrong

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn Du liest was die so von sich geben ,ist es klar erkenntlich.

Am 30.01.16 gab AfD-Chefin Frauke Petry dem Mannheimer Morgen ein Interview: Was passiert, wenn ein 
Flüchtling über den Zaun klettert? 

Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschenBoden betritt. (...) 

Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“ 

Ihre Stellvertreterin Beatrix von Storch antwortete am gleichen Tag auf facebook mit einem schlichten „Ja“ auf die 

Frage: „Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?“

Björn Höcke (Partei-und Fraktionsvorsitzender AfD Thüringen): 

„Ich gehe nicht davon aus, dass man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann.“ (Thüringer Allgemeine, 06.05.2014) 

„Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“ (FAZ, 16.10.15) 

Armin Paul Hampel (AfD-Chef Niedersachsen):

Ich will das auf keinen Fall herunter spielen, aber es ist doch 
klar, dass ein Gutteil dieser angeblichen Brandanschläge von den Flüchtlingen selbst kommt, meist aus Unkenntnis 
der Technik. Mal ehrlich, viele von ihnen dürften es gewohnt sein, in ihren Heimatländern daheim Feuer zu machen.“ (Der Spiegel 51/2015, S. 25)

André Poggenburg (AfD-Landeschef und Spitzenkandidat Sachsen-Anhalt): „Wie krank im Geschlecht und im Geiste, wie unnatürlich verkommen ist diese rot-grüne Gefolgschaft? Deutschland schafft sich gerade selbst ab" (FAZ, 16.10.15) 

Uwe Junge (AfD- Landesvorsitzender und Spitzenkandidat RLP, früher – ohne es anzugeben - ein Jahr lang Mitglied in der radikal islamfeindlichen Partei „Die Freiheit“):„Ungesteuerte Massenzuwanderung ist ein Verbrechen an unseren Kindern.“ „Willkommenskultur“ vermutete er, könne „Unwort des Jahres“ werden. (AZ, 06.01.16) 

Dubravko Mandic, Vorsitzender des baden-württembergischen AfD-Schiedsgerichts,bezeichnete US-Präsident Obama wiederholt als „Quotenneger“. 

Frauke Petry nennt den Mindestlohn: „Jobkiller-Gesetz“ (Pressemitteilung 28.04.2015).

Jörg Meuthen (AfD-Co-Chef) - aus dem Wahlprogramm seiner AfD in Baden-Württemberg, wo er Spitzenkandidat ist: „Die Politik hat den Klimawandel zu einer menschengemachten Klimakatastrophe hochstilisiert. In Deutschland geschürte Ängste vor Treibhausgasen und vor der Kernenergie führten und führen zur einseitigen Bevorzugung der sogenannten Erneuerbaren Energien.“ (...) „Klima als mindestens 30-jähriges Mittel vom Wetter ändert sich naturgesetzlich immer, war noch nie konstant und kann daher ebenso wenig wie das Wetter geschützt werden.“  

Da ist dann noch mehr zu lesen

http://www.brigitte-zypries.de/dl/2016_02_16_zitatsammlung_afd.pdf

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Philippus1990
11.09.2016, 18:18

Und das ist nationalsozialistisches Gedankengut? Also für mich nicht. Nicht einmal rechtsextrem.

1

Wann und warum kam es zu diesem Stimmungswandel?

Ungefähr seitdem Bernd Lucke ging und Frauke Petry die Führung übernahm. Dadurch änderten sich Grundsätze und Schwerpunkte der Partei und sie wurde meiner Meinung nach"extremer".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hamelin
11.09.2016, 18:06

Ah, ok dann hat es tatsächlich mit Änderungen innerhalb der Partei zu tun und nicht nur mit der öffentlichen Wahrnehmung.

0

Nicht die Öffentlichkeit bezeichnet die AfD so - das sind nur ganz spezielle Leute, die vorsätzlich so  handeln - eben ein typisches Totschlags-Argument einsetzen.

Ich kann mich daran erinnern, das mal jemand einen guten Spruch brachte: "Der Feind sitzt nicht RECHTS - der Feind sitzt nicht LINKS - nein, der Feind sitzt  MITTEN  UNTER  UNS !"

Ich denke mal, das durfte wohl auch hier den waren Kern am besten treffen.  Sicher, die AfD ist irgendwie schon zurecht umstritten, zeigt noch keine klare Linien, aber ansonsten ..... - Verbrecher, Nazis, Halunken und und und....wenn man das böswillige Gelaber mal wegnimmt, eine politische Partei die durchaus einen ernstzunehmenden Zuspruch findet, der wahrlich nicht nur mit PROTEST allein zu erklären ist, und die sicherlich nicht so viel und so gravierende Fehler gemacht hat wie andere, und wie die, die mit "Dreck" nach ihr werfen. 

Wenn ich mich so an die Anfänge der  "Grünen"  im selbstgestrickten Norweger-Pulli und mit Fahrrad auftretend erinnere.... - oh je, denen hat seinerzeit auch keiner zugetraut, das sie mal im Bundestag Politik machen und wirklich ernst genommen würden.

Allerdings:

Ich mag beide Parteien nicht wirklich - einen unehrlichen Umgang jedoch noch viel weniger. Dann doch lieber etwas Unerfahrenheit und vielleicht noch etwas "Dummheit" als die überheblichen und vorsätzlich verlogenen Wahlversprechen der sog. Volksparteien, die mit wesentlich mehr Überzeugung gebrochen werden, als sie je gegeben wurden - egal von wem ! 


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Seit die sich von ihren rein Euro-kritischen Wurzeln entfernt haben und primär ausländerfeindliche und antiislamische Standpunkte vertreten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Philippus1990
11.09.2016, 18:20

Was für "ausländerfeindliche" Standpunkte vertritt die AfD denn?

0

"Nazipartei" ist ja keine offizielle Bezeichnung, sondern allenfalls eine informelle.

Da musst du also die fragen, die dies tun oder zumindest in diese Richtung gehen.

Da könntest du mal eine e-mail mit der Frage an den AfD-Bundesvorstand richten. Der hat ja bekanntlich seinen saarländischen Landesverband wegen rechtsextremer Tendenzen aufgelöst, ihn also praktisch selber irgendwie als "Nazipartei" tituliet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die AfD sind keine Nationalsozialisten, damit ist die Aussage sie seine eine Nazipartei grundfalsch.

Allerdings ist die AfD bei nicht wenigen unbeliebt, da sie sehr populistisch wirken, nicht regieren sondern nur "meckern" wollen und vor allem einen Nerv in der Bevölkerung getroffen haben. Da ihre Ideen eher rechts sind werden sie von solchen Menschen oftmals als "Nazis" bezeichnet.

Ihre Ideologie ist auf jeden Fall kritisch zu betrachten, nationalsozialistisch ist sie nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hamelin
11.09.2016, 18:05

Aber aus meine subjektiven Erfahrungen heraus war die öffentliche Meinung nicht immer soooo negativ, wenn aber natürlich auch kritisch. Was ist passiert, dass sich das geändert hat?

0
Kommentar von atzef
11.09.2016, 18:15

"Nazipartei" ist ja keine irgendwie offizielle Titulierung, sondern eher eine aus dem Bekanntenkreis des Fragestellers, mithin also eher eine umgangssprachliche Synonymisierung zu "rechtsextremistisch". Derartige Tendenzen wiederum bilanziert die AfD ja auch an sich selber.

1

Nach den Wahlergebnissen kann diese ja so dumm nicht sein.

Ich glaube das viele sich noch nicht Trauen Ihre wahre Meinung zu sagen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Apfelkind86
11.09.2016, 18:09

Nach den Wahlergebnissen kann diese ja so dumm nicht sein.

Weil Wähler ja niemals dumm wählen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl\_November\_1932

Und bevor das Geheule der AfDler wieder losgeht:

Nein, damit vergleiche ich die AfD nicht mit der NSDAP, sondern zeige auf, dass gute Wahlergebnisse wohl kaum ein Beweis für gute Konzepte fürs Land sind.

0

am Anfang war die Afd eine Reine populistische krawallpartei ohne ansätze die einfach mal das gesagt hat das alle anderen nicht gesagt haben. Dann haben sie herausgefunden das alles was mit Flüchtlingen zu tun hat Wähler und daher Geld bringt. Also Rechts ja ,Nazis nicht wirklich und Dumm na ja Politisch betrachtet schon Wirtschaftlich nicht, denn sie verdienen ihr Geld und wissen wie man Schlagzeilen macht

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von orange000
11.09.2016, 18:16

Sie waren am Anfang schon gegen die EU-Politik. Und jeder Politiker geht in eine Partei um Geld zu verdienen/bekommen.

0
Kommentar von Philippus1990
11.09.2016, 18:21

Was verstehst Du unter "populistisch"?

0

Was möchtest Du wissen?