Seit wann ist Inflation plötzlich etwas Gutes?

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9 Antworten

Bei einem Zinsatz von 0% und einer Inflation von 1% sind die Schuldner im Vorteil.

Daran änderte sich auch nichts, wenn die Banken 1% Zinsen auf Kredite verlangen, aber die Inflation 2% betragen würde.
Der Sinn einer Inflation liegt in der Geldentwertung, nicht in der Gier der Banken.

Ein anderer Effekt ergibt sich, wenn die Löhne keinen Infaltionsausgleich erhalten, dann werden die Leute ärmer.

In der aktuellen Situation erhalten die Sparer weniger Zinsen auf Sparguthaben. Bei einer höheren Inflation würden die, so die Theorie, das Geld ausgeben, statt es entwerten zu lassen.

Das nach wie vor bestehende Problem ist die Finanz- und Schuldenkrise.
Da diese nicht gelöst sind, braucht es eine Entwertung der Schulden (falls man nicht den ganzen Schritt, den Schuldenschnitt, gehen will).
Und hier sind die Banken das größte Problem, die ihre faulen Kredite genau nicht entwerten, der alten Gier folgend.

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 04:18

Danke. Das macht Sinn – so rein von der intrinsischen Logik her, nicht aber von der richtigen Logik.

Das ist so kaputt, dass mir die Worte fehlen.

Egal, was ich mir gerade wünsche, ob 40 Jahre zurück in der Zeit zu einer echten sozialen Marktwirtschaft oder ein neuer Planet mit echten Menschen und echtem Leben, es bleibt alles sinnloses Wunschdenken.

Was jetzt noch bleibt, ist die innere Emigration.

Ich bin zu alt für diesen Schei55. ⅓ Jahrhundert Degeneration und Regression hinter mir und noch mindestens ⅔ vor mir. Das Leben hier macht keinen Spaß und ich habe nicht vor 200 Jahre alt zu werden, in der Hoffnung, dass es evtl. mal wieder besser werden könnte.

Aber vielleicht zieht mich auch einfach nur dieses Mist-Wetter gerade total runter x-)

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Also dass Inflation etwas "gutes" ist, ist eigentlich schon lange.

Die EZB hat ihr Inflationsziel von "below but close to two percent" schon ne ganze Weile, ich meine so 2005/2006 herum.

Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die damaligen Misserfolge, die Inflation nahe Null zu bringen, dabei mit eine Rolle gespielt haben. Jetzt will man aber von dem Ziel nicht abrücken.

Eines der Hauptargumente ist, dass die Inflation "systematisch" überzeichnet wäre, also bei einer offiziell gemessenen Inflation von 1 % die Preise eigentlich fallen würden. Die Unterfütterung dieser These ist sehr dünn. In einer Pressekonferenz verwies die EZB mal auf eine ( i. W. eine !!! ) Studie dazu aus den USA. Etwas dürftig.

Ein anderer Punkt ist, dass man glaubt, fallende Preise würden jede Nachfrage im Keim ersticken. Ich halte das auch durch die Praxis wiederlegt. Man schaue doch nur auf z.B. das I-Phone. Obwohl jeder weiß, dass das neueste Modell über die Zeit billiger wird ( rapide nachdem das neuere Modell kommt ) stehen die Leute am ersten Erscheinungstag Schlange um das Teil zum Höchstpreis zu kaufen......

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 02:43

AHA! Daher weht der Wind wieder! Eine US-Studie also. Die USA, die auch für die letzte Weltwirtschaftskrise – nö, eigentlich für ALLE Weltwirtschaftskrisen – verantwortlich sind.

Na ja, so ist das dann also.

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In gewissen Maße ist eine Inflation wünschenswert. Sie kurbelt die Wirtschaft an und bringt Menschen dazu ihr Geld auch auszugeben und nicht alles zu sparen.

Eine Deflation in der das Geld mehr Wert wird kann genau so kontraproduktiv sein wie eine hohe Inflation.

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 18:00

Ich habe das oben mal bei der vergleichbaren Antwort von troppixi kommentiert.

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Inflation bedeutet, dass das Geld weniger Wert ist. Dies ist wirklich schlecht für die Wirtschaft... Wenn plötzlich der Euro an Wert verliert, können wir uns nichts mehr für unser Geld leisten bzw. es wird alles teurer. 

Das ist und war schon immer schlecht. 

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 17:18

Sorry, war ein Fehler.

Jap, eben darum, weil Inflation immer etwas Schlechtes war und plötzlich heißt es sie ist zu niedrig!

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Kommentar von archibaldesel
30.10.2016, 19:45

Leider komplett falsch. Wenn der EUR an Wert verliert, ist das der Außenwert. Das hat nichts mit der Inflation zu tun. Inflation führt sogar zu einem steigenden EUR.

Inflation gibt es nur, wenn die Wirtschaft wächst. Nur bei steigender Nachfrage steigen Preise. Das ist genau das, was jedes Unternehmen wünscht. 

Eine Katastrophe für die Wirtschaft ist das Gegenteil von Inflation, die Deflation. Frag mal die Japaner. Die stecken seit 25 Jahren in einer Niedrigzins-/Defationsspirale fest.

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Voraussetzung für eine maßvolle Inflation ist Wirtschaftswachstum. Preise steigen üblicherweise, wenn der Konsum steigt. Der Konsum steigt, wenn die Menschen entsprechend verdienen. Die Gehälter steigen, wenn Unternehmen verdienen und einstellen usw.

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Kommentar von MarkusGenervt
31.10.2016, 02:09

Ergo wären die ständigen Proklamationen der letzten Jahre, dass unsere Wirtschaft stetig wächst, bloß eben leeres Gerede ohne Wahrheitsgehalt, da die Inflation bei 0,4% liegt und somit wäre dies dann ein Indikator, dass es eben KEIN Wirtschaftswachstum gibt.

Also irgend wer erzählt doch hier Blödsinn!
– Also ich meine jetzt nicht Dich :) –

Das alles hatte mal funktioniert, als wir noch eine Soziale Marktwirtschaft hatten. Jetzt leben wir in einer Virtuellen Marktwirtschaft – so würde ich das mal inzwischen nennen.

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Also für Deutschland ist die inflatzion in einem gewissen Maß gut, da wir unser Geld damit verdienen, sachen an andere zu verkaufen. Wenn unsere Währung niedrig ist, sind unsere Sachn für andere billiger.

für andere Staaten allerdings ist das sehr schlecht, da Firmen ja auch Sachen von anderen Staaten kaufen müssen, dass wird immer teurer, desto weniger unser Geld wert ist, so ist es für die Wirtschaft in der EU generell nicht so gut.

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Die Artikel werden von Leuten geschrieben die keine Ahnung haben. Die haben schließlich Journalismus und nicht BWL studiert.

Die EZB soll sich an einer Inflationsrate von etwa 2% orientieren. Demnach sollte sie noch steigen. Die Alarmsirenen gehen vorallem an wenn eine Deflation droht. Also wenn die Inflationsrate unter 0% fallen würde.

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 17:20

Wieso gehen dann die Alarmsirenen an?

Ich meine eine Deflation bedeutet doch eine Aufwertung des Geldes und eine Steigerung der Kaufkraft, was ja dann wiederum die Umsatz steigert, usw.

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Inflation ist was gutes, steht doch da. 0,4% sind zu wenig.

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 17:16

Sorry, hab mich vertippt und die Korrektur ist noch nicht durch.

Ich meine "Seit wann ist Inflation plötzlich etwas Gutes?"

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Hohe Inflation ist nur gut für die Staatsschulden. Die sind dann nämlich weniger wert.

Das Geld auf dem Sparbuch wird konsequenter weise auch weniger wert.

Was also für einen überschuldeten Staat gut ist, ist für den Privatmann ( Kleinsparer ) schlecht!

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 17:22

Sorry, war ein Fehler bei der Fragestellung.

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Kommentar von MarkusGenervt
30.10.2016, 17:51

Nun, das hieße aber im Endeffekt, dass die Wirtschaft eine Wertschöpfung erfährt und die Konsumenten einen Werteverlust.

Wie soll das dann für die Wirtschaft gut sein? Am Ende hat die Wirtschaft auch noch die restlichen 10% des Gesamt-Kapitals und dann? Wer soll oder wer kann dann überhaupt noch etwas kaufen?

Was ist dann das Ende vom Lied?

Erst kommt das Fressen und dann die Moral.

So geht dieses Lied zu Ende!

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