Seit wann denkt der Mensch, dass es Dinosaurier gab?

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5 Antworten

Der Mensch DENKT es nicht nur, wir WISSEN es. Und zwar wissen wir es so genau, wie wir wissen, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen versinkt und das auch an jedem noch kommenden Tag genau so wiederholen wird. Tausende verschiedene fossile Zahn- und Knochenfunde, aber auch fossile Fußabdrücke, Magensteine, ja sogar versteinerte Kothaufen belegen, dass die Erde dereinst von ihnen bevölkert wurde - und noch immer bevölkert wird. Die Dinosaurier leben nämlich noch! Jeder einzelne Vogel ist ein Theropode, gehört also zur Gleichen Tiergruppe wie Tyrannosaurus rex und Velociraptor.

Die Überreste der Urzeitwesen inspirierten wahrscheinlich schon in der Antike und im Mittelalter die Menschen zu fantastischen Geschichten von Drachen, Riesen, Greifen und anderen Fabelwesen, da man sich damals nicht erklären konnte,woher die Knochen und Zähne kamen. Man ging davon aus, dass diese "Ungeheuer" irgendwo im Verborgenen leben, denn die Vorstellung, Tiere könnten einmal aussterben lag den Menschen noch fern, genauso fern wie die Vorstellung, dass unser Planet bereits viele Millionen Jahre alt ist. Solche Vorstellungen gingen den Menschen damals natürlich über ihren Horizont, da es noch keine Untersuchungsmethoden gab, um das Alter von Versteinerungen zu bestimmen. 

Der erste Dinosaurierknochen, der jemals dokumentiert wurde, wurde vom Britischen Naturforscher Robert Plot im Jahre 1676 beschrieben. Plot wusste allerdings nicht, womit er es zu tun hatte, und ging von einem Oberschenkel eines römischen Kriegselefanten aus. Den gleichen Knochen beschrieb ein weiterer Wissenschaftler, Richard Brookes, beinahe 100 Jahre später noch als Scrotum Humanum - als "Hodensack eines Riesen".

Jedoch erst im Zeitalter der industriellen Revolution, als der Bedarf an Steinkohle immer weiter wuchs und die Menschen vor allem in England tiefe Stollen gruben, nahm die Erforschung von dort gefundenen Fossilien so richtig an Fahrt auf. Im Jahre 1824 tauchte ein Kieferknochen auf, der keine Ähnlichkeit zu einem heute lebenden Tier hatte. Die Aussterbetheorie des französischen Naturforschers Georges Cuvier war zu diesem Zeitpunkt immer noch umstritten, als immer mehr Entdeckungen gemacht wurden, die bestätigten, dass es in den Gesteinsschichten Überreste von Tieren gibt, die heute nicht mehr existieren. Der Kieferknochen, der übrigens zum gleichen Tier gehörte wie Plots "Elefantenknochen", wurde von William Buckland als Megalosaurus beschrieben, Buckland erkannte nämlich im Aufbau der Zähne, dass der Kiefer wohl zu einem gewaltigen Reptil gehörte ("Sauros" heißt auf griechisch "Echse"). Nur kurze Zeit später wurde vom Arzt Gideon Mantell der zweite Dinosaurier Englands als Iguanodon ("Leguanzahn") beschrieben - nach Überresten, die nicht er, sondern seine Frau Mary Ann, eine begeisterte Fossiliensammlerin, gefunden hatte.

Als auch aus Nordamerika mehrere ähnliche Funde bestätigt wurden, prägte der englische Zoologe Richard Owen im Jahre 1841 den Begriff "Dinosauria" als Sammelbegriff für urzeitliche Echsen. Der Begriff bedeutet "schreckliche Echse". Die Dinosaurier avancierten von da an bereits zu regelrechten Stars und lösten einen wahren Sturm der Begeisterung aus. Zeitungen berichteten in großen Schlagzeilen von den neuesten Entdeckungen, Wissenschaftler wie Othniel C. Marsh und Edward D. Cope führten sogar regelrechte Kriege um Ruhm und Ansehen und natürlich die begehrtesten Fossilienjagdgründe, Bücher und später auch Filme wurden von ihnen inspiriert und reiche Unternehmer wie der Stahltycoon Andrew Carnegie förderten den Bau von Museen und finanzierten Ausgrabungen, denn die Neugier und die Faszination der Menschen für die nun zur Realität gewordenen Giganten der Vorzeit wuchs immer weiter.

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Die bessere Frage wäre eher warum es bis heute noch Menschen gibt, die trotz aller Funde und wissenschaftlicher Untersuchungen bestreiten dass es Dinosaurier gegeben hat.

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"Die wissenschaftliche Erforschung der Dinosaurier begann im 19. Jahrhundert in England, wobei die Gruppe im Jahr 1842 von dem Anatomen Richard Owen anhand von drei Gattungen erstbeschrieben wurde ..."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Entdeckungsgeschichte_der_Dinosaurier

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Seit dem 19. Jahrhundert...

Davor hatte man Knochen gefunden.

Aber man konnte die z.B. auch als Knochen von Riesen interpretieren...

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Die wissenschaftliche Erforschung der Dinosaurier begann im 19. Jahrhundert in England, wobei die Gruppe im Jahr 1842 von dem Anatomen Richard Owen anhand von drei Gattungen erstbeschrieben wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde vor allem aus Nordamerika eine Vielzahl von Gattungen beschrieben, welch

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beangato 14.07.2017, 16:08

Schreib bitte nächstens die Quelle mit hin.

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