Seit Jahren arbeitslos und nicht krankenversichert - nun freiberuflich. Wo lasse ich mich über Steuern, Nachzahlungen etc beraten?

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7 Antworten

Hallo Anon4621,

wo warst du denn zuletzt krankenversichert?

In der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung?

Wo du zuletzt versichert warst solltest du dich hinwenden.

Beachte bitte, dass wir seit 2007 in der gesetzlichen Krankenkasse und seit 2009 in der privaten Krankenversicherung eine Versicherungspflicht haben und dies kann bedeuten, dass du ab diesem Zeitpunkt bis heute Krankenversicherungsbeiträge nachzahlen musst.

Ob du in der Vergangenheit beim Arzt warst oder nicht, interessiert nicht.

Du solltest Unterlagen über deine Einkünfte in dieser Zeit mitnehmen, wie auch Nachweise über evt. Schulbesuche.

Hier kann dir kein Steuerberater helfen, sondern nur die GKV oder die PKV.

Ob es sich bei deiner zukünftigen selbständigen Tätigkeit um eine gewerbliche oder freiberufliche handelt, kann ich aus den wenigen Informationen nicht erkennen.

Sinnvollerweise solltest du beim Gewerbeamt der zuständigen Gemeindeverwaltung melden.

Für deine weitere selbständige Tätigkeit empfehle ich ein Existenzgründungsseminar, das man auch bei der zuständigen IHK machen kann. 

https://www.karlsruhe.ihk.de/Existenzgruendung_und_Unternehmensfoerderung/existenzgruendung?param=existenzgruendung

Gruß Apolon

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Hallo,

erst einmal: richtige Entscheidung! Du solltest es schnell klären.

Du kannst dich zunächst einmal kostenlos bei einer gesetzlichen Krankenkasse und einer privaten Krankenversicherung beraten lassen. Die GKV ist verpflichtet, dich zu beraten. Ein Vertreter einer PKV wird es aus eigeninteresse tun. 

In deinem Alter und solltest du keine Vorerkrankungen haben, wäre vermutlich eine PKV der billigere Weg.

Wenn du eine juristische objektive Beratung willlst, gehst du am besten zu einem Anwalt, der auf Medizinrecht oder Versicherungsrecht spezialisiert ist. Man kann sich teilweise auch online beraten lassen, was oft etwas billiger ist. Ich habe es bei www.schneider-law.de mal getan. Die Beratung lief online per Email ab und war sehr gut . Kosten waren ok

Viel Erfolg !

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Der Tipp mit dem Steuerberater ist auf jeden Fall gut. Aber ich kann auch noch einmal dafür werben, Dich durchaus direkt mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzten.

Manche Leute reagieren ein Wenig allergisch auf das sehr bürokratische Vorgehen der Kassen, aber es ist tatsächlich so, dass dort nur die Regeln aus dem Sozialgesetzbuch befolgt und angewandt werden. Mir ist in den letzten Jahren kein Mitarbeiter einer Kasse begegnet, der einem Versicherten mehr Geld abknöpfen wollte, als es laut Gesetz erforderlich ist.

Nur bei wirklich schwierigen Einzelfallprüfungen kann es auch mal sein, dass sich die Kasse irrt und zu einem falschen Ergebnis kommt. Bekommt man aber alles geregelt.

Und letztlich benötigst Du ohnehin den verbindlichen und rechtssicheren Bescheid der Kasse zum Thema Beiträge (damit Dir nicht in einigen Jahren Nachforderungen ins Haus flattern).

Grundsätzlich würde ich auch noch einmal nach Seminaren/Workshops für Existenzgründer schauen. z.B. bei Deiner IHK. Da kommen diese Themen auch alle zur Sprache. Kostet nichts und man geht die Theman systematisch an.

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass die Kasse, in der Du familenversichert warst, sich nicht schon aktiv bei Dir gemeldet hat. Ab 23 bzw. ab 25 mit Schulausbildung/Studium endet die Familenversicherung ja und dann stellt sich immer die Frage: Wie sieht's aus?

Glückwunsch noch zum erfolgreichen Patreon. Tolle Sache.

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Kommentar von Anon4621
19.06.2017, 18:00

Danke für die ausführliche Antwort! Sehr hilfreich!

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HAllo,

die Frage mit der Krankenversicherung musst du mit deiner letzten Kasse klären, auch die Nachzahlungen, welche bis zum möglichen Ende der Familienversicherung bei deinen Eltern berechnet wird.

Die letzte Krankenkasse deshalb, weil diese verpflichtet ist dich weiter zu versichern, das darf noch keine andere.

Und sie muss dich nach Gesetz aufklären!

Hierbei wird dir ein Steuerberater nicht behilflich sein.

Beste Grüße

Dickie59

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Du kannst darauf hoffen, dass die Krankenkasse nur eine bestimmte Zeit rückwirkend geltend machen kann, wenn du das ansprichst werden sie dir das genau sagen. Aber für den dann noch offenen Zeitruam wirst du zahlen müssen, da führt nix dran vorbei.

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Kommentar von Anon4621
19.06.2017, 14:12

Danke für die Antwort! Dass ich nicht drumrum komme die Beiträge nachzuzahlen ist klar. Ich frage mich aber ob ich zB den monatlichen Beitrag verringern kann weil ich in der Zeit kein Einkommen hatte.

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Steuerberater, ansonsten viel Erfolg! :)

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Kommentar von Sympex2017
19.06.2017, 14:18

Wichtig ist DU musst die Fragen stellen. Steuerberater kommen in gaaanz wenigen Fällen von selbst mit Tipps.

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Kommentar von Apolon
20.06.2017, 14:19

Und welcher Steuerberater kennt sich mit der GKV oder PKV aus?

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Kommentar von Sympex2017
20.06.2017, 15:11

Sollte sich eigl jeder

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Stell diese Frage auch mal im FSB Forum 

Gab es in der Vergangenheit vollstreckungsversuche der kk ?

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Kommentar von Anon4621
19.06.2017, 16:58

Nein, bin wohl irgendwie durchs Raster gefallen. Danke für den Tip, werd mich dort mal umsehen!

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