Seit ihr sadistisch veranlagt. Mögt ihr, wenn es anderen schlecht geht oder wenn sie euch unterwürfig sind ( brauche das für ein Referat)?

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6 Antworten

Die Frage ist zu einfach gestellt. Schau Dir mal unser Fernsehprogramm an. Gewalt über Gewalt mit immer deutlicher dargestellter Brutalität. Schau Dir an, welche Filme laufen und welche Zukunftsversionen im Weltraum gewaltfrei sind. Explosionen, Vernichtung, Tod und - was wohl nur Sensibel spüren - Schmerzen über Schmerzen. Gewalt gegen andere, wenn man selbst bequem im Sessel sitzt und den Kitzel genießt - haufenweise.

Menschen sind nicht eindeutig gut oder böse. Es steckt beides in ihnen drin, die helle und die dunkle Seite und schon das ist eigentlich zu stark vereinfacht. Zweiter Anlauf: Schau Dir die Bücher der Liebe an, die Gottesoffenbarungen eines "Liebenden Gottes" und seiner "lieben Kinder", z.B.die Bibeln. "Und lege mir meine Feinde als Schemel unter die Füße." heißt es da. Und erst die Apokalypse im Neuen Testament - rohe und brutale Gewalt und Zerstörung. Auch die mit dem Liebesgebot sind nicht frei von der Sehnsucht, Herr über andere zu sein. Ein nüchterner Blick in die Kirchengeschichte desillusioniert noch mehr.

Ob Epikur oder später Hobbes: Der Mensch ist anfällig für Gewaltexzesse. Wir brauchen einen funktionierenden Staat mit einem Gesellschaftsvertrag, sich nicht gegenseitig zu schädigen und Schädigung durch andere zu verhindern. Wer Hobbes liest, ohne gleichzeitig zu lesen, aus welcher historischen Erfahrung des englischen Bürgerkriegs er schreibt, der Bestialität von Menschen bei zerfallender Ordnung, der missdeutet seinen Satz, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. Oder die Berichte über den 30jährigen Krieg und seine Bestialitäten. Wir müssen nicht auf den Balkan schauen oder nach Afrika. Die kulturelle Decke menschlicher Zähmung ist dünn. In allen Zeiten, in denen sich Menschen extrem bedroht fühlten, bricht die "dunkle Seite" in uns auf. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dann zum Heiligen und Märtyrer geeignet wäre. Bei genauer Betrachtung sind die es meistens unfreiwillig.

Nee, ich finde das widerlich - auch Schadenfreude bei angeblich witzigen Missgeschicken kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn ich an Menschen gerate, die sich gern dran aufgeilen, andre fertig zu machen, zeige ich allerdings Zähne: Die kriegen nen Bumerang zurück, der sich gewaschen hat. Wenn so ein Sadist dann kleinlaut wird, hab ich das befreiende Gefühl, jemandem eine Lektion erteilt zu haben, der das dringend nötig hatte - verbunden mit der Hoffnung, dass derjenige erkennt, dass er Grenzen überschritten hat.

Sadistisch sind im Allgemeinen Leute, die mit sich selbst nicht zufrieden sind und sich aus Neid über andere erheben, um sich selbst vorzumachen, wie toll sie doch wären. Tatsächlich offenbaren solche Leute damit nur ihren schäbigen Charakter. Und wenn man cool bleibt und ihnen das deutlich macht, geht deren Rechnung nicht auf.

Ich m/14 freue mich nicht wenn es anderen schlecht geht. Doch bei sehr sehr sehr verhassten Personen empfinde ich nix anderes als Schadenfreude und denke dann immer: "Tja das is Gerechtigkeit".
Auch bin ich eher eine Person, die andere manipuliert.

Wer andre manipuliert, ist innerlich unsicher!

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Wo willst du denn ein Referat über meine sexuellen Präferenzen unterbringen?

Entschuldigung, ich wollte die Frage gar nicht erneut stellen – habe mich verklickt! Naja, so bekommst du vielleicht noch ein paar Antworten.

Ich glaube, dass jeder Schadenfreude empfindet

16, m.

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@Carlmann

Nur Schadenfreude? Tiefer Schmerz eines Menschen "tut dir nicht gut"?

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najut, ne. Ich füge ungern Leuten Schmerzen zu (noch nie) und ich empfinde keine Freude dabei. ABER, wenn sich jemand z.B. hinlatzt und das Video davon auf Yt gestellt wird, schmunzeln doch schon die meisten.

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@Carlmann

"Über das Mißgeschick eines Menschen spottet man nicht. Aber wenn es einen Anlass zum Scherzen gibt, schmunzle ich gern einmal..."

Loriot, Pappa ante Portas

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bin der selben Meinung w/16

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