Seit der Finanzkrise senkt die EZB fortwährend die Zinsen und gewährt den Banken sehr freizügig Kredite. Warum tut sie das Und was erhofft sie sich davon?

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2 Antworten

Niedrige Zinsen sollen bewirken, dass die Privaten und die Unternehmen mehr Kredite aufnehmen um damit etwas zu kaufen. Dadurch soll in Europa, vor allem Südeuropa die Wirtschaft angekurbelt werden (dort gibt es hohe Arbeitslosigkeit, ..) Das ist das Hauptziel.

Die überschuldeten europäischen Staaten sollen weniger Geld für Zinsen ausgeben müssen, damit sie den Schuldenberg besser abbauen können, oder wenigstens nicht wegen der Hohen Zinszahlungen ihre Investitionen zurück fahren müssen.

Die Deflation soll bekämpft werden, indem durch die Kreditvergabe die Geldmenge ausgedehnt wird. Die Deflation (Geld wird mehr wert) ist eine Gefahr für die Wirtschaft, weil alle anfangen zu viel zu sparen und nichts mehr einkaufen. (Bei einer deflationären Entwicklung können die Firmen weniger verkaufen und müssen Leute entlassen. Dann wird noch weniger gekauft, weil die Arbeiter keine Geld mehr zum Ausgeben haben. Japan kämpft seit 30 Jahren gegen Deflation.) Aus diesem Grund kauft die EZB auch Schuldscheine, Staatsanleihen auf, um mehr Geld in den Wirtschaftskeislauf zu pumpen.

Offiziell versucht die EZB mit 0% und Negativzins die Kreditvergabe anzukurbeln.
Nur sitzen die Banken auf einem ganzen Haufen fauler Kredite, in ihren Bilanzen.
Die Banken haben, trotz der Rettungsmilliarden ihre Bilanzen nicht bereinigt.
Sie nahmen das Geld vom Staat und wollen das Geld für die faulen Kredite zusätzlich kassieren.

Würde die EZB jetzt die Zinsen erhöhen gingen Banken in Reihe Pleite, die hängen am Fliegenfänger.

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