Seit 6 Jahren leide ich?

14 Antworten

Irgendwie sagst Du es ja schon. Du leidest an Deinen Gedanken. Wir leiden nicht an unserer Umwelt, an den Dingen, sondern an unseren Gedanken ÜBER diese Umwelt, ÜBER die Dinge. Das ist ein enormer Unterschied. Durch unsere Gedanken, gefolgt von Gefühlen - entsteht Leid, aber auch Freude. Beides gehört zusammen. Eines ist ohne das andere nicht erlebbar. 

Was kann man da machen? Gedanken kommen, bleiben hartnäckig, gehen einen auf den Keks, sind stur wie Esel. Und Esel können stur sein. Man kann sie nicht abstellen, aber man kann sie überprüfen. Denn sie sind nicht wahr. Schau mal bei Amazon unter Byron Katie in die Rezensionen. Da gibt es eine einfache Methode, seine Gedanken zu überprüfen. 

Ansonsten weiß ich jetzt nicht, wie alt Du bist. Du schreibst auch nichts, warum Du seit 6 Jahren leidest. Also so ganz allgemein: Weißt Du, das Leben ist kein Zuckerschlecken, jeder muss früher oder später sein Päckchen tragen. Du kannst Dir über eines gewiss sein: Dass am Ende immer der Tod steht. Dem entgeht keiner. Wenn Du nun keine Angst mehr vor dem Tod hast, dann gibt das doch auch eine gewisse Freiheit. Die Sicherheitsleine fällt weg. Warum schaust Du dich nicht mal ein bisschen in der Welt um? Man braucht gar nicht so viel Geld dazu. Das kann einem ein paar neue Blickwinkel verschaffen, eine neue Sicht auf sich selbst vor allem. 

Vielleicht beschäftigst Du Dich auch mal mit Meditation, um Deine Gedanken mal zu beobachten. Denn wir denken unendlich viel Müll. Aber Du bist nicht Deine Gedanken, Du hast sie nur. Sie durchziehen Dich und Dein Ego pickt sich welche raus, um daran zu leiden oder sich daran zu freuen. Auch Dein Ego bist Du nicht, Du hast es nur. 

Du kannst jeden Tag sterben, Du kannst jeden Tag Deinem Leben ein Ende bereiten. Es ist schlimm nur für die anderen, wenn man geht. Der Tod ist nichts Schlimmes. Aber wenn man nun mal schon dieses kleine Leben hat, warum nicht mal schauen, was es einem bringt. Aber man muss über den Tellerrand hinaussehen. 

Liebe Grüße und alles Gute für dich - wo immer Du auch hingehst!

Hallo PtVPtV...

Ich will Dir ein paar Zähne ziehen...

- Phasen, die von allein wieder vorbei gehen, gibt es nicht.

- Das Unterdrücken von Problemen und hoffen, man könne aufkochende Gefühle ignorieren, funktioniert nicht

- Wie häufig und mit wie vielen Versuchen bzw. verschiedenen Ärzten Du gesprochen hast, ist irrelavant. Wichtig ist, dass man dabei bleibt.

- Jeder ist der Macher seines eigenen Glücks und verantwortliche für sein eigenes Seelenheil. Wenn Du Dich aufgeben willst, weil Du Dir kein eigenes Glück gönnen willst, ist das Deine Entscheidung - und wenn Du etwas darüber nachdenkst, warum Du Dir kein besseres Leben gönnst wirst Du schnell merken, dass der Gedanke daran irgendwie verkehrt scheint.

Ich möchte ganz klar sagen: Was Du brauchst, ist eine Therapie, die Dich längerfristig begleitet. Bei einem Psychotherapeuten. Bei diesem wirst Du reden müssen. Und Du willst nicht reden, weil dann die schlimme Vergangenheit hoch kommt. Aber die schlimme Vergangenheit kommt auch bei jeder kleinen Gelegenheit hoch - also rede doch drüber, wenn die schlimme Vergangenheit ohnehin ständig auftaucht. Zensur macht's schlimmer. 

So.
Ich habs seit 7 Jahren (bin 17) und ich weiß ja nicht wie oder woran du leidest aber ok.
Ich lebe auch noch.
Es kann auch einfach an der Pubertät liegen, muss es aber nicht. Und es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass alles 'nur eine Phase' ist.
Vielleicht gehst du ja mal in eine Klinik, oder guckst dass du medikamentös eingestellt wirst.

Was ich jetzt sagen, wo meine Suizidgedanken immer schlimmer geworden sind und ich nun an einem Punkt bin wo ich es echt will und auch nicht mehr zu feige bin,
"Ich will nicht sterben wollen"

Wichtig ist, dass du eine feste Struktur im Leben behälst.
Dass du in Notsituationen immer jemanden zum reden hast und dass du überhaupt redest.
Helfen kann man dir nur wenn du diese Hilfe auch wirklich an nehmen willst.
Überlege einfach mal.

Was ist mit dir los und warum und ist der Tod die Lösung?

Weil es ist keine Lösung.
Mal angenommem du beingst dich um und den Himmel oder eine Art Leben nach dem Tod gibt es wirklich.
Dann siehst du wie deine Familie und deine Freunde leiden, merkst was du eigentlich weggeworfen hast.
Du bist erst 16 und willst jetzt schon aufgeben?
Glaub mir. Ich kann dich gut verstehen. Sehr gut. Viel zu gut.
Und ich war an dem Punkt. Ja ich hab es auch schon mal versucht aber...
Man merkt leider immer viel zu spät dass man doch noch irgendwo will.
Vielleicht siehst du jetzt noch keinen Grund zum kämpfen, keine Sinn...aber du solltest jetzt kämpfen um diesen Sinn zu finden.

Ich wünsch dir viel Glück.
Und ja...es ist verdammt schwer.
Ich kämpfe immernoch.

Was möchtest Du wissen?