Seit 08.10. habe ich einen neuen Stromlieferanten. Der alte hat für den ganzen Okt. einen Abschlag veranschlagt und droht nun mit Sperre. Ist dies zulässig?

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4 Antworten

Das alleinige Drohen ist zulässig.

Jetzt sollte man aber erst mal betrachten, wie denn die Kündigungsfristen des alten Anbieters sind. Wurden diese eingehalten, ist alles ok und es genügt ein formloser (und nachweisbarer) Wiederspruch. Wurden die Kündigungsfristen jedoch nicht eingehalten, so hat der alte Anbieter tatsächlich Recht auf Lieferung bis zum Kündigungsfristende.

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zulässig schon, aber was will der dir denn sperren? du beziehst doch vom alten keinen Strom mehr?

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Kommentar von OutbackMan
02.11.2015, 01:37

Nein, seit dem 08.10. bekomme ich vom neuen Lieferanten Strom. Der alte hat den Wechsel selbst mit einer Kündigungsbestätigung bestätigt - droht aber dennoch mit Sperre.

Widerspruch, sowie mein Verlangen nach einer Rechnungskorrektur werden strikt ignoriert.

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Ist der Abschlag vielleicht rückwirkend für den vergangenen Monat September? So machen das viele Anbieter, da Vorauszahlung mittlerweile seit Teldafax doch ein wenig verpönt ist.

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Nein. Der alte Lieferant darf den Strom nur anteilig berechnen. Also vom 1.10.2015 bis 7.10.2015 .

Mit einer Stromsperre darf er dir nicht drohen, weil der Betrag an sich zu gering ist, er nicht mehr der aktuelle Lieferant ist und vor allem seine Forderung ( vollen Monat berechnen ) nicht rechtens ist.

Um sich effektiv dagegen zu wehren, solltest du zu deinem Amtsgericht und dort einen Antrag auf Einstweiliger Anordnung stellen. Mit dem Ziel das der alte Lieferant weiter verpflichtet wird, dir Strom zu liefern und diesen nicht abstellen darf.

Unbedingt folgende Nachweise mitnehmen:  Stromvertrag vom alten Anbieter, Stromvertrag vom neuen Anbieter, Sperrankündigung, bzw Mahnung des alten Anbieter, Kontoauszüge der letzten 3 Monate.

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