sein eigenes denken hinterfragen?

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7 Antworten

Deine Geisteshaltung nennt man reflektiert. Daran ist nichts Schlimmes. Allerdings solltest du deine eigenen Gefühle auch hören und ernst nehmen, damit deine Bedürfnisse nicht hinter deinen Idealen auf der Strecke bleiben. Auf die Dauer solltest du dir Freunde suchen, die dein Kognitionsbedürfnis teilen und selbst reflektiert sind, sodass du dich nicht einsam, sondern verstanden und aufgehoben fühlst. Ein geisteswissenschaftliches Studium wäre vermutlich angemessen für dich.

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Es klingt für mich ein wenig so, als hättest du kein gutes Verhältnis zu deinen Emotionen und Bedürfnissen. Du erwähnst mit keinem Wort deinen Körper.

Das ganze klingt für mich so, als würdest du dich für eine Art Intellekt halten, der einen materiellen Körper bewohnt, aber keinerlei Bezug zu ihm hat.

Aber der Mensch ist mehr als nur sein Intellekt und hat auch emotionale Bedürfnisse, charakterliche Stärken und Schwächen.

Es klingt so, als würdest du dich durch diese ständige Analyse von deinen Emotionen abschneiden und lediglich in der Natur Ruhe finden. Das halte ich nicht für gesund.

Außerdem scheinst du wenig Bewusstsein für soziale Verantwortung zu haben. Deine Welt scheint sich um dein Denken zu drehen.

Du sprichst davon, wie viel Verständnis und Mitgefühl du aufbringst - erzählst aber mit keinem Wort, ob du deinen Gefühlen auch Taten folgen lässt.

Ich sehe da also im Wesentlichen die Probleme der Überkontrolle und Passivität.

Mein persönlicher Rat wäre, diese intellektuelle Kontrolle über alle Emotionen und Gedanken mal abzulegen und deine Emotionen auszuagieren.

Du hast vielleicht Mitgefühl mit den Flüchtlingen, kannst ihre Lage sowohl intellektuell nachvollziehen als auch emotional nachfühlen. Du bekommst mit, dass die politischen Mühlen extrem langsam mahlen.

Da ist es völlig natürlich, wenn du jetzt zB wütend wirst und dich diese Aggression dazu antreibt, selbst etwas konkretes zur Verbesserung der Situation der Flüchtlinge zu unternehmen.

Stattdessen dazusitzen und über philosophische Dinge zu grübeln - ob deine Hilfe sie nicht möglicherweise ihrer Handlungsfreiheit beraubt - hat keinerlei konkreten Effekt.

Versuche doch mal aus dieser Kontrolle auszusteigen und emotional zu handeln, ohne das gleich zu bewerten, oder zu analysieren

Du machst ja schon einige irrationale Dinge - etwa Bäume zu umarmen - und hinterfragst diese rational unsinnigen Aktionen ja offenbar auch nicht.

Versuche herauszufinden, ob dein Mitgefühl tatsächlich ein echtes, tätiges Mitgefühl werden kann, oder es bei einer Gefühlsduselei bleibt.

Solltest du mit diesen Aufgaben alleine nicht klar kommen, oder du mit deiner Lebenshaltung verwirrt, unsicher, oder sogar unglücklich sein, kannst du dich auch an einen Psychotherapeuten wenden.

Alles Gute. :-)

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Dein Verhalten ist absolut nicht krank
Und an eine höherer Macht glauben hat nicht gleich was mit Religion zu tun

Den Religion und Glauben sind zwei völlig verschiedene Dinge

Religion ist nur dazu da die Menschen dumm zu halten und auch wenn es komisch klingt so gut wie alle religiösen Menschen die von sich denken sie wären gläubig sind es garnicht sie sind einfach nur religiös

Aber um auf deine Frage zurückzukommen

Menschen wie du die außerhalb der Gesellschaft sind (wie ich den ich kann und möchte mich auch garnicht wirklich in diese Gesellschaft von "Idiotien" integrieren) sind mir viel lieber den sie denken mit sie denken an andere

Mir fällt immer wieder auf wie die Leute sind

Allein beim einkaufen sie stellen sich dahin wo andere durch wollen und reden dort

Wenn sie vor einem Produkt stehen wo ich hin muss gehen sie nicht weg erst wenn ich "Entschuldigung" sage

Ich selbst sehe sowas vorher und gehe auch weg bevor einer was sagen muss

Dann Drücken sie sich immer an den engsten Stellen durch zwischen den Leuten obwohl sie auch schnell aussenrum könnten

Ich quetsche mich da nicht durch sich 2 untereinander unterhaltenden Menschen

Oder einfach in einer Einkaufsstraße beim laufen die Leute gehen nie aus dem weg selbst wen sie sehen das ich gerade woanders hinschaue laufen sie auf mich zu

Ich gehe immer aus dem weg (außer manchmal wenn es mich zu sehr reizt wie dumm und absolut nicht umsichtig die Menschen wieder sind)

Das wären nur mal ein paar  Beispiele

Aber dein Verhalten und denken ist nicht gestört es ist normal die anderen sind eher gestört wofür sie nichts können

Die Erkenntnis kommt bei dem einen früher bei dem anderen später

MfG

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"ich kann zum beispiel nicht richtig wütend werden, weil ich mir gleich ins bewusstsein rufe, dass gerade neuronale prozesse im hirn diese wut verursachen."

Klar hast Du Recht mit den neuronalen Prozessen, aber bedeutet das, dass Wut nicht gerechtfertigt ist? Bedeutet das, dass Du nicht wütend sein solltest?

Und klar hast Du Recht, dass Terroristen glauben, etwas gutes zu tun. Aber haben Sie damit RECHT? Also ist das, was sie tun etwas gutes? Das ist ja die entscheidende Frage, die Du ausklammerst. Du sagst "gut ist relativ", aber die Frage, die sich hier doch stellt ist: Was hältst DU für gut? Was sind DEINE Werte? Natürlich kann man das Geschehen immer aus einer übergeordneten Perspektive betrachten, aber Du bist ja auch Teil des Geschehens.

Man kann sich immer hinterfragen, aber man kommt glaube ich irgendwann zu dem Punkt, dass gewisse Einstellungen, Empfindungen usw. doch subjektiv sind (dafür aber von vielen Menschen geteilt werden). Und wer nicht zu seinen (vllt subjektiven) Werten steht, könnte damit sich selbst schaden.

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Nein das ist überhaupt nicht krank. Wenn ich mir dass so durchlese könnte vieles auch von mir sein. Ich glaube du bist einfach sehr sensibel und kannst dich gut in andere hinein versetzen .... Das kann dir evtl. In manchen Situationen viel helfen.
LG

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Die Wissenschaft besteht auch nur von irgendwelche Menschen, die sich auch irren oder fehlinterpretieren. Du darfst den Menschen nicht als Tier ansehen. Unser Bewusstsein und unsere Seele macht einen schlagartigen Unterschied aus. Wenn du dir einen Gefallen tun willst: Halte dich fern von Philosophie, denn oftmals geratet man zu Fehlinterpretationen und Wortspielen. Es ist einfach unnützlich. 

Bitte besuche einen Therapeuten, der dir Hilft von diesen Gedanken wegzukommen. Natürlich ist es was sehr schönes zu wissen und zu lernen, aber das sollte dich nicht hindern Gesund zu bleiben. İch würde dir raten falls du in die Schule gehst oder arbeitest einfach dort mehr mit den leuten über normale Dinge zu reden. Geh oft raus in die Aussenwelt. Es wird eine Zeit dauern bis du wieder richtig integrieren kannst, das ist völlig normal und war bei mir auch so. Du musst Geduld haben und versuchen dich wieder in die Kultur einzubringen:( Fernsehen, mit Freunde und Familie was unternehmen). 

Aber deine İnteresse für die Wissenschaft musst du nicht aufgeben das ist was sehr tolles und solltest auch nutzen :) Nimm dir am besten in der Woche NUR 1-2x dafür Zeit, denn du braucht ein gesundes Gleichgewicht. 

Aber dr brauchst unbedingt einen Experten an deiner Seite.

Bleib positiv ! :)

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Kommentar von Janiela
19.04.2016, 19:53

Scheint, als ob du dich ganz besonders fern von Philosophie gehalten hättest, sonst wüsstest du, was das ist. Es geht nicht um Interpretationen und Wortspielerei, sondern um sehr ernst zu nehmende Fragen und Methoden, von denen die gesamte Wissenschaft abhängt. Philosophie ist eine Denkschule, kein Meinungszirkel. 

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Nö, ist doch super, ich kann dich vollkommen nachvollziehen, auch wenn mein Denken strikter und orientierter und nicht mosaikhaft ist.

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