Seid wann werden die Juden verfolgt?

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6 Antworten

Bereits in der Bibel wird deutlich, dass vor mehr als 2000 Jahren Juden verfolgt wurden. Dass fängt bei der Ägyptischen Sklaverei an, und geht weiter bis zum römischen Reich, als die Juden wie Menschen zweiter klasse behandelt wurde. Im dritten Reich gab es meines Wissens nach dann die bislang größte Judenfeindlichkeit. 

Daoga 24.01.2017, 09:26

Sklaverei läßt sich nicht als Judenverfolgung definieren. Zu ägyptischen Zeiten waren sie Wandernomaden, die in schlechten Dürrejahren nach Ägypten zogen, um sich dort als Hilfsarbeiter Brot, Bier und Zwiebeln (die ägyptische Standardnahrung) zu verdienen, sie waren also gar keine "richtigen" Sklaven. Von den ehrbaren Ägyptern verachtet ja, aber keine Sklaven.

Zu römischen Zeiten galten sie wegen ihres einen unsichtbaren Gottes als komische Sektierer, vergleichbar vielleicht heute den Mormonen und Zeugen Jehovas, und wegen ihrer "Hauptstadt" Jerusalem, die als primitives Räubernest in den Bergen entstanden war, und ihres auch sonst ungebärdigen Verhaltens gegenüber der Besatzungsmacht Rom als ewige Rebellen, die regelmäßig zusammengestutzt wurden. Eine explizite Religionsfeindlichkeit von Seiten der Römer kann man da aber nicht vermuten, es ging um Herrschaft und die ewige Widerspenstigkeit eines seßhaft gewordenen ehemaligen Nomadenvolkes.

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Christliche Judenverfolgung (Judenpogrome) gibt es ca. seit dem 4. Jahrhundert, als die Christen, zuerst selber von den Römern verfolgt, langsam an die Macht kamen und sich dafür rächten, daß sich die Juden geweigert haben, sich der doch recht primitiv aus viel heidnischem und jüdischem Gedankengut zusammengestoppelten neuen Religion anzuschließen.

Judenverfolgung begann nicht etwa im 3. Reich, das war vor 2.500 Jahren auch nicht viel anders, nur mit dem Unterschied, dass es damals nicht zu einem Völkermord kam. Kann man alles hier nachlesen

https://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit

lg Lilo

Daoga 24.01.2017, 09:18

Judenverfolgung ist nicht gleich Judenverfolgung, in Sachen Babylon und Rom ging es um Machtpolitik, ein kleiner Emporkömmling von Staat (der Jüdische) hat sich mit den damaligen Großmächten angelegt und den kürzeren gezogen, da ging es nicht um Religion. Erst bei der christlichen Judenverfolgung ging es um Religion, und erst bei den Nazis um angebliche "Rasse".

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Laut jüdischer Tradition eigentlich von Anfang an. Dem Abraham hat man versucht, die Frau wegzuschnappen, dem Isaak hat man die Brunnen weggenommen, Jakob wurde von seinem Bruder verfolgt, sein Schwiegervater hat ihn betrogen und verfolgt, in Ägypten wurden die Juden versklavt, dann verfolgt, nach dem Auszug griff Amalek die Juden an, die Midianiter verweigerten ihnen den Durchzug durch ihr Land.

Dann kamen die Assyrer, die Babylonier, die Perser, die Griechen, die Römer, die Christen, die Moslems...

Das ist eine wichtige Aussage zu Pessach, am Seder: Viele haben es probiert, uns zu vernichten, aber keiner hat es geschafft....

Schon seit dem Mittelalter,

in vielen Städten durften Juden nur in bestimmten Strassen wohnen und sie durften auch bestimmte Berufe nicht ausüben.

Laut Ihren eigenen Angaben schon immer.

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