Seit wann heißt die Religion Islam?

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10 Antworten

Das Wort

Islam bedeutet Hingabe oder auch Unterwerfung.

Das Wort

Muhammad (Mohammed) bedeutet der Gepriesene

Die Bezeichnung der Muslime als Mohammedaner ist so gesehen von Anfang an falsch gewesen, da es sich ja um normale Gläubige gehandelt hat, und nicht um "Gepriesene". Diese Bezeichnung hat sich aber über Jahrhunderte gehalten, da die Muslime selbst diesem Begriff nicht widersprochen haben.

Erst in den letzten Jahrzehnten hat es sich international gefestigt, dass der Islam als der Oberbegriff einer Glaubensform ist. Dies ist insofern auch wieder bemerkenswert, da das Wort Islam schon seit Begründung der Religion gegeben ist, und im Koran selbst behauptet wird. Auch hier hätten Muslime schon lange reklamieren müssen.

Der Islam scheint sich der andersgläubigen Welt nur stückchenweise zu öffnen.

Ich persönlich vertrete die Ansicht, das selbst der Oberbegriff Islam falsch ist. Dies auch wieder bemerkenswert, weil gerade in Europa viele Muslime auf z.B. einen Islamuntericht an Schulen bestehen. Dies lässt sich in der Praxis nicht durchführen, da der Islam von derartig vielen Glaubensvarianten vertreten wird, dass eine einheitliche Islamform nicht gegeben sein kann.

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1988Ritter 16.01.2016, 22:39

Vielen Dank für die Auszeichnung.

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Hallo,

den Islam gibt es offiziell seit dem Auszug Muhammads aus Mekka, der Hidschra. "Islam" bedeutet "Ergebung in den Willen Allahs" - im Grunde das gleiche, was auch von Christen erwartet wird ("Dein Wille geschehe").

Die Bezeichnung "Mohammedaner" ist falsch und war es schon immer. Sie wurden früher irrtümlich und unbedacht so genannt, aber korrekt war schon immer "Muslime".

Und auch "Mohammedanismus" ist eine falsche Bezeichnung; denn die Muslime glauben an Gott und dass Muhammad sein Prophet sei (und zugleich der letzte Prophet). Er ist aber nicht Gott gleich.

Ein "Islamist" war früher ein Islamwissenschaftler (Islamistik). Erst später wurde daraus eine herabwürdigende Bezeichnung für angeblich extremistische Muslime. Sie ist aber wissenschaftlich unbrauchbar und sollte darum vermieden werden. 

Wenn Du mehr über den Islam und die Muslime wissen willst, dann empfehle ich Dir, welche kennenzulernen. Du könntest zum Beispiel eine Moschee besuchen und Dir dort alles erklären lassen. 

Grüße

Michael

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Irgendwo hab ich diesbezüglich mal eine nette Liste gesehen, ich kann sie nicht mehr genau rezitieren, aber sie lautete ungefähr so:

Man nannte sie

Mohameddaner, dann erschien eine radikale Gruppe und der Begriff wurde von den nicht-radikalen Mohameddanern als beleidigend und diskriminierend gesehen.

Dann nannte man sie Muselmanen, dann erschien eine radikale Gruppe und der Begriff wurde als Beleidigung gesehen

dann nannte man sie Islamisten, dann erschien eine radikale Gruppe und der Begriff wurde als Beleidigung gesehen

jetzt nennt man sie Moslems oder Muslime, noch gibt es keine radikale Gruppe die sich dieser Bezeichnung bedient.

Die Liste wahr noch länger, soweit ich weiß, aber so oder so ähnlich hat es sich zugetragen ;)

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Also ich präferiere nach wie vor die Bezeichnung Muselmane, Kurzform Musel, da weiß auch jeder was gemeint ist. 

Was ich sagen will; es ist relativ egal, ob man die aktuelle oder eine veraltete Bezeichnung verwendet, solange man eben nicht mit eigenen Wortschöpfungen um sich wirft, gibt es keine Verständnisprobleme. 

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Das arabische Nomen Islām ( ‏إسلام‎) wurde vom Verb aslama ( = übergeben, sich ergeben, sich hingeben) abgeleitet und bedeutet somit Unterwerfung (unter Gott), Hingabe (an Gott).

Der Begriff Islām kommt im Koran erstmals vor. Der Koran soll von Mohammed zwischen 610 bis 632 nC verfasst worden sein.

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Grammatikus 25.12.2015, 22:51

Eine Rückmeldung wäre nett, Inschalla.

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Wie Michael schon erläutert hat, steckt im Begriff "Mohammedaner" die europäisch-mittelalterliche Vorstellung, es handele sich um Anhänger Mohammed, der entweder als Gottheit oder Götze gedacht wurde oder als Häretiker (d.i. ein Ketzer aus Perspektive der christlichen Lehre).

Mehr zu mittelalterlichen Vorstellungen Europas über andere Religionen findest Du hier:

http://www.remid.de/blog/2013/11/uebersetzer-als-konquistadoren-eine-geschichte-der-eroberung-heiliger-texte-durch-den-westen/

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 Ich weiß noch aus meiner Kindheit da wohnten Mohammedaner bei uns im Haus. 

Also so habe ich es auch erlebt.

Sie nannten sich selbst  "Mohammedaner"

Irgendwie waren sie sehr freundlich.

Mein Vater brachte auch öfter zum Abendessen mohammedanische Kollegen mit, wobei ich mich nicht mehr erinnere, ob es da was anderes zu essen gab, als sonst. 

( Solche Fragen stellten sich mir als Kind auch nicht, es gab halt das, was es gab...)

Besonders gut erinnere ich mich an einen Araber, weil er es so witzig fand, wie ich die gesamten Namen von Hadschi Halef Omar runterrasseln konnte.

Später kamen dann die Muslime, die tatsächlich anders sind, als die ehemaligen Mohammedaner....

.. ist jedenfalls mein gefühlter Eindruck

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PatrickLassan 18.12.2015, 12:01

Sie nannten sich selbst  "Mohammedaner"

Das ist mehr als zweifelhaft.

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Jogi57L 18.12.2015, 14:22
@PatrickLassan

Das ist mehr als zweifelhaft.

ja, das hätte ich denen aus heutiger Sicht evtl. auch geantwortet, sofern mir das als Kind bewusst gewesen wäre.

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Ist die Frage ernst gemeint? Die Religion hieß immer schon Islam (was man mit Unterwerfung unter Gott übersetzen könnte), die Anhänger dieser Religion werden als Moslems bezeichnet. 'Islamisten' ist die Bezeichnung für eine fundamentalitische Minderheit.

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Mohammedaner? Wirklich ? Nein es heißt Muslime also bitte. Das Wort Muslim bedeutet gottergebener. Und den Islam gab es eigentlich nicht als neue Religion. Islam bedeutet die Unterwerfung zu dem einzigen Gott. Der Islam wurde von Moses und auch Jesus gepredigt, demnach waren sie Muslime da sie nur einzig Gott angebetet und diese gepredigt haben. Den Islam gab es demnach zu Anfang, jedoch wurden die anderen Schriften verändert. Daher wurde der Quran entsandt als letzte Schrift von Gott.

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Quatsch!
Islam selbst wird im Qur'an erwähnt.
Mohammedaner einen Muslim zu nennen ist unstatthaft.
Islam hat eine Bedeutung, Ergebung.. Sich GOTT ergeben, und der Muslim ist jener, der sich GOTT unterwirft.

Ein Islamist ist dann wieder der Terrorist, obwohl dies, wie durch die Medien leider vertreten, gänzlich falsch ist. Es ist sogar fraglich ob es Islamisten als Begriff geben darf.. Denn Islam ist die Ergebung.. Und der ismus ist die extremisierte Form eines Wortes.
Soll also GOTTergebung, terrorisieren sein?!

Es gibt Muslime und dann gibt es jene, die die wahhabitische Auslegung, der islamischen vorziehen..

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