Seid ihr für oder gegen Islamunterricht an Schulen in DE?

Das Ergebnis basiert auf 58 Abstimmungen

Dagegen 67%
Dafür 33%

23 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Dagegen

Vorweg: Es soll sich bitte niemand persönlich angesprochen gar angegriffen fühlen. Ich beziehe mich auf eine bestimmte Person noch Religion-/ Glaubensrichtung.

Ich bin und war schon immer gegen Religionsunterricht an Schulen, schon gar wenn es als Pflichtfach gilt. War meiner Zeit bis zur 6. Pflicht, ab da noch 1 Jahr zur Wahl oder Philosophie, welche ich aus diversen Gründen als viel wichtiger erachte. (m35 in Schleswig Holstein), weiß nicht wie und wo es heute ist.

Das Problem was ich sehe:

Umso jünger ein Mensch ist, umso leichter ist er zu beeinflussen, gewollt oder ungewollt. Und Religion ist nunmal der Bereich, dem nicht ohne Grund am meisten die Missionierung anhaftet.
Begründet man mit dem Argument, dass es zur Kultur gehört, dann kann das im in den Philosphieunterricht einfließen und ein Thema werden. Das Ganze hat dann den riesigen Vorteil neutraler gestaltet zu werden. Statt auf eine Richtung spezialisiert oder fokussiert, bspw die Bedeutung und Hintergründe allgemein. Bei uns zB hieß Reli Unterricht Lehre über das Christentum.
Wenn man jetzt sagt, man braucht den Islamunterricht, dann gilt jedwedes Argument dafür auch für jede andere Religion/ Glaubensrichtung.

Möglichkeiten wären dann zB:
Gar kein Reli in der Schule und diesen mehr als prägenden Aspekt von Lehrkräften ausgliedern (die, so sind wir Menschen nunmal, irgendwo ein bisschen subjektiv unneutral sind).
Oder halt Grundlagen vermitteln, um Möglichkeiten zu zeigen, was es alles gibt und dann selbst Mensch die eigene Meinung und Wahl unbeeinflusst entwickeln zu lassen. 😊👍🏻

Grad bemerkt, es sollte natürlich heißen

„Ich beziehe mich *nicht* auf eine bestimmte Person noch Religion-/ Glaubensrichtung.“

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In HH hatten wir auch bis zur 6. Religion und danach konnte man jedes Jahr zwischen Philo und Reli wählen

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Dafür

Die Einführung von freiwilligem Religionsunterricht als Islamisierung zu bezeichnen klingt ein bisschen nach Panikmache.

Außerdem ist es in meinen Augen sogar gut, wenn auf diesem Weg auch mal ein neuer Blickwinkel auf diese Religion eingenommen wird.

Es ist eine Gefahr für die Kinder: was zum Beispiel im Islam alles "Haram" ist, ist eine Gefahr!

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@Abraham34123

Bitte noch einmal mehr das Wort Gefahr im Zusammenhang mit dem Islam benutzen, sonst wird die Intention deiner Kommentare vielleicht nicht jedem deutlich.

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@Ansegisel

Es gibt verstörende Ansichten gegenüber bestimmten Themen.

Allgemein ist der Anteil an radikalen im Islam sehr hoch.

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@blueman3040

Verstörende Themen gibt's auch in der Bibel, die Sache mit den Radikalen erscheint eine pauschale, unbelegte These zu sein.

Und wäre dann nicht gerade ein staatlich regulierter und dementsprechend gemäßigter Islamunterricht eher wünschenswert?

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@Ansegisel

Naja, nur an Schulen mit vielen Muslimen. Es gibt Schulen mit wenigen Muslimen, es gibt welche mit wenigen.

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Dagegen

Aus dem Stehgreif würde ich sagen ich bin dagegen.

Spontan fällt mir allerdings ein, dass ein moderater Islamunterricht in öffentlichen Schulen (und damit unter staatlicher Aufsicht) einem deutlich indoktrinativeren Islamunterricht in Moscheen entgegen wirken könnte

Dafür

Was du dabei unerwähnt lässt: Es wird ein Wahlpflichtfach. Das ist eine wichtige Information.

Ich bin generell gegen Religionsunterricht an Schulen. Aber solange christlicher Religionsunterricht stattfindet sollte auch alternativ muslimischer (etc) stattfinden können.

Mit Islamisierung hat das nichts zu tun.

Ich bin generell gegen Religionsunterricht der irgend einen Fokus auf irgend eine bestimmte Religion legt. Als Information darüber was das ist und welche Ausprägungen es gibt, ist es in Ordnung. Sollte aber generell nur auf freiwilliger Basis sein, da nicht jeder Mensch religiös ist und damit auch nicht behelligt werden möchte.

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