Seid ihr Für oder gegen Atomkraft?

Das Ergebnis basiert auf 37 Abstimmungen

Ja klar 49%
Nein never 41%
Bin unentschlossen 11%

12 Antworten

Bin unentschlossen

Ist ein schwieriges Thema an sich ist es eine günstige Möglichkeit Strom zu produzieren ohne große Abgase oder Schadstoffe in die Umwelt zu pusten allerdings nur solange wie das AKW läuft der radioaktive Müll ist dann die kehrseite der Medaille

Was mir allerdings am meisten Sorgen machen würde ist dass diese kraftwerke meist von gewinnorientierten raffgierigen Unternehmen geführt werden wo immer wieder die Sicherheit hinter den Kosten steht man mag jetzt sagen dass sei eine übertriebene Angst aber ich muss sagen nein das ist es nicht dies war schon Realität in den 80ern in der USA wäre es beinahe zu einer zweiten Katastrophe gekommen da man sogar nach einem Unfall noch bei den Maßnahmen Geld sparen wollte

Ich befürchte wir Menschen sind einfach nicht in der Lage eine solche Verantwortung wirklich zu übernehmen und es wird immer wieder die Gefahr bestehen das ist zu einem großen Unfall mit vielen Toten kommt weil die Gier mal wieder größer war als die Sicherheit

an sich ist es eine günstige Möglichkeit Strom zu produzieren

So günstig ist das nicht.

Soweit ich weiß ist es ein Irrglaube, dass Atomstrom günstig ist, im Gegenteil, es ist sogar ziemlich teuer, wurde aber viele Jahre subventioniert, wodurch sich der Irrglaube bis heute hält.

Aber spätestens wenn man die Folgen mit einrechnet, ist es eher die teuerste Möglichkeit, Strom zu produzieren ;)

Wenn man das genauso auch bei z.B. Kohle macht und den Klimawandel einrechnet, holt das vermutlich wieder auf, aber günstig ist hier gar nichts.

Wirklich günstig sind die erneuerbaren Energiequellen, die sind generell günstig und auch die Auswirkungen auf die Natur sind weit weniger stark.

Ob das am Ende auch auf der Rechnung nachvollziehbar ist, weiß ich nicht, aber wenn nicht, kann man das den Energiequellen ja nicht vorwerfen ^^

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@Palladin007

AKW sind im unterhalt auch nicht besonders günstig das weiß ich wo sie jedoch günstiger sind ist in der netzstabilität da sich AKWs relativ gut anpassen lassen an der Menge von Strom die sie produzieren sind sie deutlich leichter zu handhaben als erneuerbare Energien diese haben leider den Nachteil die Natur lässt sich nicht vorschreiben wann Wind weht und wann die Sonne scheint deshalb wird die netzstabilität teurer mehr Anlagen müssen hinzugeschalten und weggeschaltet werden als es jetzt bei einem AKW der Fall wäre dabei einer zu hohen stromeinspeisung oder einer zu niedrigen unter stromnetz kollabieren könnte

Natürlich ist in die Rechnung die Entsorgung von Atommüll definitiv nicht eingerechnet

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@DomeLPs

Ja, AKWs sind stabil, egal was das Wetter draußen so tut, deshalb sind sie auch hervorragend für die Grundlast.
Aber die Schwankungen im Stromnetz können sie nicht abfedern, dafür brauchen wir Gas-Kraftwerke, die man man schnell hoch- und wieder runterfahren kann, je nachdem, wie es gerade gebraucht wird. Mit AKWs geht das nicht.

Mit erneuerbaren Energien haben wir natürlich keine grundlastfähige Technologie, aber mit geeigneten Speichertechnologien, kann man das unter Kontrolle halten.
Das könnten Batterien sein oder Pumpspeicherkraftwerke, aber es gibt noch massig neue Ideen, wie ein System, das Betonblöcke in die Höhe hebt und die Lageenergie speichert, oder Vulkan-Gestein oder einfach nur Beton zum speichern von Wärmeenergie, oder eine recht neue und sehr vielversprechende Wasserstroff-Paste, etc.

Das Problem mit solchen Technologien ist, dass eine Firma selten auf gut Glück in eine neue Technologie ohne konkreten bedarf investiert, während unsere Regierung selbst mit konkreten Bedarf es nicht für nötig hält, in die Zukunft zu investieren.

Also ja, erneuerbare Energien sind nicht grundlastfähig, aber wenn es sie gibt und der Bedarf nach Speichertechnologien wächst, wird es garantiert auch mehr und mehr geeignete Technologien geben, die dieses Problem lösen.
Auf diese Weise würden die Speicher bei Sonnenschein aufgeladen und im Dunkeln entladen, genauso bei Wind oder Flaute und wenn beides aus bleibt, helfen, andere Technologien wie Biogasanlagen, Gezeiten oder wir importieren aus Ländern wie Norwegen.

Natürlich ist in die Rechnung die Entsorgung von Atommüll definitiv nicht eingerechnet

Ist denn auch der Rückbau der AKWs eingerechnet?
Die Firma dahinter verdient kein Geld mehr damit und irgendwie bezweifle ich, dass die das freiwillig zahlen.
Ich tippe eher darauf, dass zusätzlich zum Müll auch noch der Rückbau aus der Steuerkasse bezahlt wird, also gleich zwei krasse Kostenfaktoren.

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@Palladin007

Ich kann deinen ansetzen wirklich gut folgen allerdings die Speicher da bin ich persönlich jetzt nicht ganz von überzeugt zumindest aktuell nicht da wir Lithium benötigen und Lithium ist wieder ein Rohstoff das nicht gerade in großen Mengen verfügbar ist und meist dann auch in armen Regionen in denen wir die Umwelt wieder schaden da würde ich befürchten dass wir das Problem nur neu starten wir verlagern die Ausbeutung eines Rohstoffs bis wir eine lithiumknappheit haben

Zudem kann man ja bereits Strom auf eine physische Art tatsächlich speichern indem man Wasser auf einen Berg pumpt und später wieder ablässt und mit der Energie das fallenden Wassers wieder Strom erzeugt leider gibt es solche Anlagen in Deutschland kaum und wir treten immer wieder Strom in die Schweiz ab da diese über solche Anlagen verfügen

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@DomeLPs

Ich habe doch extra geschrieben, dass es nicht nur Batterien sein müssen und Beispiele für neue Konzepte genannt?
Ich weiß, dass dafür seltene Rohstoffe nötig sind, aber wenn wir das Thema endlos vor uns her schieben, weil es keine modernen Technologien gibt, wird sich das auch nie ändern.

Wie gesagt:
Unsere letzten Regierungen (die Ampel ist noch nicht lange genug im Amt, um es ihnen vorzuwerfen) haben bei dem Thema leider keine 3cm weit gedacht, also muss mal wieder der Markt regeln und das tut der nur, wenn es auch einen Bedarf gibt.
Ergo: Bedarf schafft Forschung schafft neue Technologien, kann man ja schon heute gut sehen.

Meine persönliche Hoffnung ist die Wasserstoffpaste, die ist ungefährlich und kann leicht gelagert werden und könnte sozusagen eine Art Treibstoff sein, den man in Flaschen abfüllen und mit sich herum tragen kann.

Zudem kann man ja bereits Strom auf eine physische Art tatsächlich speichern indem man Wasser auf einen Berg pumpt

Ja, aber nein ;)
Ja, es geht, aber wir haben hier in Deutschland kaum geeignete Topografie dafür - deshalb gibt's auch kaum Anlagen bei uns.
In z.B. Norwegen sieht das wiederum anders aus, die haben ja auch ihr ganzes Land mit den Dinger zugebaut ^^

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@Palladin007

Interessante Ansätze die du schreibst und in der Tat hast du geschrieben dass es nur ein Ansatz war ich habe das etwas überlesen

Zu den Lagerungen ja es gibt weniger Möglichkeiten in Deutschland allerdings haben wir ein weiteres Problem da diese Anlagen bei der Entnahme des Stroms aus dem Netz sowohl auch bei der wiedereinspeisung netznutzungsgebühr zahlen müssen ist es in Deutschland leider unwirtschaftlich diese Anlagen zu betreiben es existieren welche und sind sogar aus diesem Grund ungenutzt auch hier hat unsere Politik leider versagt

Auch wenn es mit dir eine wirklich hochinteressante Diskussion ist werde ich leider zu müde und werde mich jetzt schlafen legen ich wünsche dir eine schöne gute Nacht

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@DomeLPs
da diese Anlagen bei der Entnahme des Stroms aus dem Netz sowohl auch bei der wiedereinspeisung netznutzungsgebühr zahlen müssen ist es in Deutschland leider unwirtschaftlich [...] hier hat unsere Politik leider versagt

Joa, nicht nur da :D

Mein Lieblingsbeispiel:
Solaranlagen kamen ursprünglich mal aus Deutschland, heute China.
Vor 20-30 Jahren haben wir die heute wohl wichtigste Branche (das Internet) so schlecht gemanaged, dass die USA den Großteil kontrollieren. Mit Solaranlagen hatten wir eine Technologie, die heute sehr wichtig ist und noch viel wichtiger wird und auch die haben wir so bereitwillig abgetreten.

Aber das ist für mich kein Grund für oder gegen eine Technologie.
Die erneuerbaren Energien bieten viel Potential, die Probleme sind beherschbar und es gibt einen enormen und garantiert wachsenden Bedarf.
Wenn wir nicht langsam aufhören, Chancen zu vertun, nur weil vor ein paar Jahren irgendwelche unqualifizierten Leute dumme Entscheidungen getroffen haben, dann sehe ich schwarz für unsere Zukunft.

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Bin unentschlossen

Ich war schon früher eher dagegen, kenne noch die alten "AKW-Gegendemonstrationen" von damals. AKW-nein Danke! usw...

Heutzutage ist es mir immer mehr egal. Ich bin es leid gegen Lobbyisten anzukämpfen. Ohne ein hiesiges Fukushima ist der Ausgang doch eh klar...

Schon damals haben die Demos kaum genützt. Die Regierung hat hinterher trotzdem gemacht was Sie wollte. So wird es auch heute sein, also warum noch kämpfen...

Nein never

Bin gegen den Neubau von neuen Werken, die alten sollte man solange laufen lassen wie sie sicher sind.

Nein never

Wir können nicht den nächsten 1000 Generationen so viele Tonnen Abfall hinterlassen, nur damit jetzt mehr Strom zur Verfügung steht.

Wo soll der ganze kram denn so lange hin?

Vorallem wenn es so weiter geht....

Außerdem macht es gar keinen Sinn, denn durch die Wasserknappheit in Zukunft wird es sehr schwer die ganzen Kraftwerke zu Kühlen, wie jetzt im Sommer in Frankreich.

Wir können nicht den nächsten 1000 Generationen so viele Tonnen Abfall hinterlassen, nur damit jetzt mehr Strom zur Verfügung steht.

Aber wir können den nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen, die sich infolge des Verbrennens von Kohlenstoff in eine Hitzekammer verwandelt. Das Niedrigwasser unsere Flüsse ist nicht zuletzt eine Folge des Verfeuern von fossilen Energieträgern. Es war ein Wahnsinn zuerst aus dem Atom und dann erst aus den fossilen auszusteigen. Und seit Jahrzehnten kommen wir mit den Erneuerbaren nicht aus dem Quark.

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@Picus48

Es ist beides extrem schlecht.Bitte kein Whataboutism

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@Picus48

Den Kohlenstoff kann man aber wieder fixieren mit "Carbon Capture"-Methoden. Das ist jetzt nicht sooo ein Hexenwerk.

Zudem gibt es auch natürliche Kohlenstoffsenken. Pflanzen wandeln ihn ohnehin in Biomasse um.

Mit radioaktiven Substanzen ist das nicht vergleichbar.

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@Tjrovennett

Genau, das beste sind PV-Anlagen und Windräder. Aber davon gibt es nicht genug. Und bis die in ausreichender Menge stehen, sollten wir mM weiter die KKW betreiben und schleunigst von den Kohlendioxidschleudern wegkommen.

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@NoHumanBeing
Den Kohlenstoff kann man aber wieder fixieren mit "Carbon Capture"-Methoden. Das ist jetzt nicht sooo ein Hexenwerk.

Theoretisch ist das machbar, praktisch aber kaum zu realisieren. Was einmal verpufft ist, kann nur mit irrem technischen Aufwand wieder in einen speicherbaren Zustand überführt werden. Das wird niemand machen wollen, weil es einfach nicht bezahlbar ist. Und Pflanzen wandeln ihn in Kohlenhydrate um, das ist richtig. Dabei sind wir fleißig damit beschäftigt, die grüne Lunge der Erde, den Regenwäld in Bransilien und auch anderswo zu zerstören.

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Hallo Prog, es ist eine coole Position gegen alle Kraftwerke zu sein die irgend was hinterlassen oder Kühlwasser benötigen. Leider brauchen wir kräftige Kraftwerke um die Erneuerbaren Wackelenergien zu stabilisieren - ist halt so.

Jede Dampfturbine braucht Kühlwasser, egal ob mit Kohle, Öl, Gas oder per Reaktor befeuert, schon blöd dass die Presse uns nur erzählt, dass Kernkraftwerke Kühlwasser brauchen.

Was wir total vermeiden sollten, ist der Betrieb von fossil befeuerten Kraftwerken. Ein 1 Gigawatt Kohleblock benötigt täglich 5000 Tonnen Kohle (jeden TAG!!!), das ist ein sehr langer <>> Güterzug - jährlich bläst dieser eine Block 10 Millionen Tonnen vom Klimakillergas CO2 unwiederbringlich in die Luft was das Klima rasch ruiniert, 30 Millionen Quadratmeter Arktiseis abschmilzt und durch hohe Temperatur die Flüsse noch mehr austrocknet. Die Schadstoffe müssen natürlich noch mit der Anzahl der laufenden Kohleblöcke multipliziert werden - das ist eine Katastrophe.

Ein Kernkraftwerk produziert jedes Jahr im Betrieb 0 Tonnen CO2 und lediglich 30 Tonnen verbrauchte Brennelemente.

Es ist sehr schädlich, dass nun alle umweltfreundlichen Reaktoren durch umweltfeindliche Kohleblöcke ersetzt wurden.

Der Fragesteller hätte gern erläutern dürfen, dass die fossilen Alternativen (andere gibt es nicht für Grundlast) extrem umweltschädlich sind.

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@gonzo1233
Die Schadstoffe müssen natürlich noch mit der Anzahl der laufenden Kohleblöcke multipliziert werden - das ist eine Katastrophe.

Erst sprichst Du über Kohlenstoffdioxid, dann sprichst Du über Schadstoffe.

Kohlenstoffdioxid ist (in den Konzentrationen, von denen wir sprechen) kein Schadstoff.

Schadstoffe, die bei Verbrennungsvorgängen entstehen, sind "kurzlebige", reaktive Substanzen, wie Stickstoffoxide, Schwefeldioxid, Kohlenstoffmonoxid, etc.

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Nein never

Ich bin gegen AKWs.

Atomstrom ist nicht so günstig, wie es immer heißt.
Wenn man dann noch die Langzeitkosten mit einrechnet, sieht das plötzlich ziemlich finster aus und der Müll bleibt für immer (10.000 Jahre = immer) ein ernstes Problem, selbst wenn wir ein geeignetes Lager finden.

Und wir brauchen es auch nicht (mehr).

FALLS (ein sehr großes Falls) die AKWs in unserer aktuellen Situation tatsächlich helfen könnten, würde ich vorrübergehend dabei bleiben, aber nur, wenn die erneuerbaren Energien parallel stark angetrieben werden.
Aber sie helfen nicht, wir brauchen die Gaskraftwerke sowieso (für Lastspitzen), die noch vorhandenen AKWs sind zu wenige, um einen relevanten Unterschied zu machen und neue AKWs wären erst in ein paar Jahren fertig.
Außerdem würden sich dann die Menschen und die Politik wieder darauf ausruhen und mit Anlauf den Kopf voran in das nächste Problem rennen.

Viel eher sollten wir in diesen Jahren die erneuerbaren Energien ausbauen, wenn der Wille da ist, kann das in ein paar Jahren eine ebenso gute Stromversorgung bieten, wie die AKWs.
Und wir sollten uns die alte Solar-Krone zurück holen, die wir vor China einmal hatten. Solarenergie wird noch eine immens wichtige Technologie und wichtige Technologie sollten wir nach Möglichkeit exportieren und nicht importieren ;)

Mit erneuerbaren Energien haben wir natürlich keine grundlastfähige Technologie, aber mit geeigneten Speichertechnologien, kann man das unter Kontrolle halten. Das könnten Batterien sein oder Pumpspeicherkraftwerke, aber es gibt noch massig neue Ideen, wie ein System, das Betonblöcke in die Höhe hebt und die Lageenergie speichert, oder Vulkan-Gestein oder einfach nur Beton zum speichern der Wärmeenergie, oder eine recht neue und sehr vielversprechende Wasserstoff-Paste, etc.

Das Problem mit solchen Technologien ist, dass eine Firma selten auf gut Glück in eine neue Technologie ohne konkreten Bedarf investiert, während unsere Regierung selbst mit konkreten Bedarf es nicht für nötig hält, in die Zukunft zu investieren.
Also ja, erneuerbare Energien sind nicht grundlastfähig, aber wenn es sie gibt und der Bedarf nach Speichertechnologien wächst, wird es garantiert auch mehr und mehr geeignete Technologien geben, die dieses Problem lösen.

Wir brauchen also keine Atomkraft.
Die Atomkraft ist natürlich eine dankbare Option, denn sie ist schon da, sie ist stabil und noch gibt es genug spaltbares Material. Aber es bleibt wie das Öl, eine Technologie mit Ablaufdatum, nur dass beim Atomkraft noch eine Zeitbombe (der Müll) dazu kommt.

Ich möchte nicht von einem toten Pferd auf ein bereits sterbendes Pferd umsteigen, in das jemand zig 1000 Tonnen stark strahlenden Atom-Müll gestopft hat ...
Es gibt ja bessere Alternativen und die sind sicherer, weit gesünder und sogar politisch unabhängiger und man kann darauf sogar eine neue Industrie aufbauen, die unsere Wirtschaft ankurbelt - also warum sollten wir uns mit den AKWs selber ins Knie schießen?

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