Seid ihr eigentlich für, oder gegen Sterbehilfe?

Das Ergebnis basiert auf 62 Abstimmungen

Ich bin absolut für die Sterbehilfe weil... 72%
Ich bin komplett gegen Sterbehilfe weil... 14%
Ich bin eher für die Sterbehilfe weil... 9%
Anderes... 3%
Ich bin unentschlossen 0%
Ich bin eher gegen Sterbehilfe weil... 0%

30 Antworten

Ich bin absolut für die Sterbehilfe weil...

Ich bin dafür da man ihnen helfen sollen in Würde zu sterben und nicht lange leiden müssen und sie auch sterben wollen aber nicht in der Lage sind es selbst zu tun.

Andere Länder können das auch und man sollte hier auch ernsthaft darüber Nachdenen das auch in Deutschland zuzulassen.

Wenn der Patienten sagt das er sterben will und es nicht kann soll man ihm/ihr dabei helfen dürfen ohne irgendwelch Konsequenzen zu bekommen. Deswegen weichen ja diejenigen die es noch können in Länder aus, die Sterbehilfe erlauben. Das sind keine schlechte Menschen, sie helfen andere beim Sterben, wenn diese nicht nicht den Rest ihres Lebens leiden sollen. Da hat man die Gewissheit das sie friedlich eingeschlafen sind und dann in einem besseren Ort sind.

Selbst mit Patientenverfügungen wird einem Steine in den Weg gelegt da sie es nicht so "genau" geschrieben haben, da muss man bis ins kleinste Detail gehen (was ich maßlos Übertrieben finde) und trotzdem machen die Ärzte nicht das was die Patienten wollen. Wenn man sagt das man weder an Geräten an Leben erhalten wird und auch keine künstlichen Ernährung möchte, soll das auch so sein oder nicht mehr Wiederbelebt werden.

Beim Vater der Freundin meines Bruders war es der Fall. Er hatte eine Patientenverfügungen in der stand das er nicht mehr Wiederbelebt werden möchte und auch nicht mit Geräten am Leben erhalten werden möchte. Er war sehr schwer Krank (schwere Diabetes und auch Lungen und Herzkrank) ihm wurde vorher schon Teile des Fußes und Beines Amputiert und als er im Krankenhaus war, weil er nicht mehr lange hatte. Und er musste JEDEN Tag erneut sagen/unterschreiben das er nicht Wiederbelebt werden möchte, wenn er es nicht konnte musste es seine Frau machen. Das war jedesmal eine Qual für die Familie. Sein Herz blieb einmal eine längere Zeit stehen und wurde Wiederbelebt da zu dem Zeitpunkt nicht erneut Unterschrieben wurde das er KEINE Wiederbelbung haben will. Er wollte sterben aber man hatte es nicht zugelassen. Sein "Glück" war es das sein Herz stehen blieb einige Zeit nachdem die Unterschrift erfolgte. Da waren auch seine Frau und seine Mutter da (sie war da fast mitte 80) und konnten sich verabschieden und waren froh das die Qual endlich vorbei war.

Das finde ich schockierend das man selbst in den schwersten Stunden noch vom Behördenirrsinn schickaniert wird und man gezwungen wird weiter zu leben obwohl man sowieso im Sterben liegt und man so qualvoll am Leben erhalten wird statt friedlich Einschlafen zu dürfen!

Ich habe eine Patientenverfügungen zusammen mit meinem Arzt gemacht und hoffe inständig das sich die Ärzte im Falle der Fälle auch wirklich daran halten werden. Und sollte ich Sterbehilfe benötigen würde ich mich freuen, wenn man mir helfen würde und nicht Steine in den Weg legen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Was genau erhoffen sie sich Menschen verzweifelt am Leben zu erhalten? Ist wohl profitabel, vermute ich?

0
Anderes...

Ich bin absolut dafür, aber auch gleichzeitig absolut dagegen.

Mit einer organisierten Sterbehilfe können wir viel Gutes tun, gerade auch wegen der Überbevölkerung. Also von der Warte ist es positiv und auch Politiker sind da nicht abgeneigt. Die Weltüberbevölkerung ist ohne Zweifel ein grosses Problem.

Auf der anderen Seite sitzen diese Menschen, angeblich am anderen Ende und sie wollen so nicht enden. Ist verständlich und geradezu menschlich!

Also sollte alles Leben, gnadenlos, gerettet werden, damit wir uns nicht vorwerfen können, nicht alles versucht zu haben! Niemand darf sterben oder auch nur einer Gefahr ausgesetzt werden.

Wir werden also alle Bedrohung für das Sterben elemenieren. Kein Tod, wenn nur eine klitzekleine Überlebenschance besteht!

Ich bin absolut für die Sterbehilfe weil...

Manche Menschen sind so schwer krank, dass sie sich nur noch mit schlimmsten Schmerzen herumquälen, künstlich ernährt werden, dauerhaft bettlägerig sind und nicht mehr gesund werden können. Viele möchten sterben, aber sie dürfen oder können nicht. Das ist kein Leben mehr, das ist nur noch ein Vegetieren, ein elendes Warten auf den erlösenden Tod. So etwas möchte ich nie erleben (wer will das schon?).

Leider liest man immer wieder, dass sogar eindeutige Patientenverfügungen verworfen werden, häufig wegen Formfehlern, oder auch weil enge Angehörige den Todkranken nicht gehen lassen wollen. Sowas muss der Horror sein für jemanden, der es vorher anders festgelegt hat.

Außerdem kann die moderne Medizin einen unheilbar Kranken sehr, sehr lange am Leben erhalten, auch gegen seinen Willen. Ob das dann sinnvoll ist und ob man diesem Menschen damit einen Gefallen tut, bezweifle ich stark.

Und weil ich bewusster Christ bin, noch eine religiöse Anmerkung: Ich glaube nicht, dass Gott es will, wenn Menschen mit unsäglichem Leiden durch die Apparatemedizin künstlich am Leben gehalten werden, wenn sie ohne diese in Frieden heimgehen könnten.

Was möchtest Du wissen?