Seid ihr der Meinung, dass Menschen mehr Wert als Tiere haben?

23 Antworten

Ich sage der Mensch spricht sich zum einen einen höheren Wert aus sentimentalen Gründen zu, da er fähig ist mit anderen Menschen sozial zu interagieren und eine tatsächliche Bindung aufzubauen. Das hängt aber nicht an der Spezies, sondern der emotionalen Bindung.

Als Beispiel: Gehen wir davon aus, Person X wäre ein Mensch, seine Mutter aber ein Schwein. Er hätte in diesem Fall kein Hemmnis Schweine zu essen, die nicht seine Mutter wären, wäre aber auch eher dazu bereit einen beliebigen Menschen zu verspeisen anstelle seiner "Schweinemutter".

Zum anderen hat die Wertunterscheidung auch evolutionäre Gründe, da das Ziel einer Art es ist, sich selbst zu erhalten. Könnte der Mensch nicht differenzieren wäre das Aussterben des Menschen vorprogrammiert.

Erneutes Beispiel: Nehmen wir an, du fährst über eine Straße und auf der Straße stehen ein Mensch und ein Schwein. Wenn du nicht ausweichst sterben beide. Beim Ausweichen tötest du mit Sicherheit einen von beiden. Aus Loyalität der eigenen Art gegenüber werden die meisten das Schwein überfahren, da wir genetisch darauf ausgelegt sind, Vertreter der eigenen Art zu schützen.

"Wert" ist subjektiv und damit allein abhänig von der betrachtungsweise und Definition.

Folglich lässt sich die Frage subjektiv nicht beantworten.

Objektives exestiert entweder nicht oder kann nicht als solches erkannt werden. Folglich wäre auch dahingehend eine Diskussion sinnlos.

Schlußendlich hat nichts einen Sinn, insbesondere nicht soetwas abstraktes wie ein "Wert".

Doch ich kann dennoch versuchen, anhand von allgemeinen Definitionen zu dem Thema zu argumentieren.

Beispielsweise sind Menschen statistisch gesehen eher in der lage die Bedürfnisse anderer Menschen zu erfüllen. Zumindest meiner Erfahrung nach. Folglich haben Menschen demnach einen höheren "Wert" bezogen auf was auch immer sich der Mensch erstrebt.

Das muss selbstverständlich nicht immer und für jeden gelten, sondern höchstens im allgemeinen.

Ich möchte es so sagen: wenn ein Kleinkind und ein Kälbchen am Ertrinken wären und ich die Möglichkeit hätte nur eines von Beiden zu retten, würde ich das Kleinkind retten. Ich würde niemals das Leben eines Tieres über das eines Menschen stellen.

Würdest du darin ein Problem sehen?

LG Lazarius

Was wäre, wenn es statt des Kalbs dein Hund wäre; dein Herz hängt an dem Tier. Das Kind kennst du nicht. Niemand sieht zu, niemand erfährt von deiner Entscheidung.
Was wäre der erste Impuls? Wen würdest du retten wollen?
Eine wahnsinnig spannende Frage, wie ich finde.

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@Zephyr711

Lies den letzten Satz meiner Antwort. Darüber gibt es keine Diskussion.

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Hi,

Wieviel ist denn generell Leben wert in einen unendlichen Raum wo bisher nur auf unseren Planeten Leben bekannt ist? 🤔 Ich denke das wir alle wertvoll sind von der kleinen Amöbe angefangen hin zum Zebra und natürlich alles andere leben auch. Bis dato sind wir Erdenbewohner ja einzigartig 😉

Für mich würde es heißen das das Leben den großen Wert hat und nicht seine Einzelteile

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@Chaostisi55

Ich denke da grösser für mich gehört alles zusammen 😉 für mich sind Lebewesen keine Einzelteile 🤷

Man nehme zb Regenwürmer sie beleben den Boden und buddeln ihn um, da können nun besser Bäume zb ein Apfelbaum wachsen, der wiederum ernährt wieder andere Tiere und dient auch manchmal als Brutstätte für manche Insekten, darüber freuen sich wieder viele Vögel, die sich vermehren können und selber anderen Tieren zb fuchs, Wildkatze, Marder und co wieder Nahrung bieten. Usw.....

In so ein Kreislauf hat jedes Lebewesen den gleichen Wert 🤷 ist vielleicht auch eine Glaubenssache 😉

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Stell dir einmal vor, du wärest mit deinem Kind und deinem Hund in der Gewalt von Gewaltverbrechern und du müsstest nun entscheiden, ob dein Kind oder dein Hund erschossen wird.

Glaub mir, in dem Moment weißt du ganz genau, dass der Mensch mehr wert ist ...

Das ist ein unpraktisches Beispiel, weil 1. meine Entscheidung ja nicht darüber bestimmt, wer mehr Wert hat und 2. dein eigenes Kind ja auch im Vergleich zu anderen Menschen immer den meisten Wert haben wird. Da könntest du also statt einem Hund, auch einen anderen Menschen nehmen und man würde sich trotzdem für das eigene Kind entscheiden.

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@HateIsHeavy

dann nimm irgendein Kind und irgendeinen Hund - das Ergebnis wird das gleiche sein

Wenn du vor der Entscheidung stehst, in einer Gefahrensituation einen Menschen oder einen Hund zu überfahren - wird das Ergebnis ebenfalls das gleiche sein.

Wenn du vor der Entscheidung stehst, einen Menschen oder einen Hund retten zu können - auch dann wird das Ergebnis immer das gleiche sein.

Und natürlich entscheidet hier der "Wert" - was denn bitte sonst? Diesen "Wert" kann man ja ohnehin nicht in Geld etc. beziffern - sondern er ergibt sich aus der Wichtigkeit, aus der Moral, der Ethik, den Wertvorstellungen .....

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@dsupper

Dein Beispiel beweist: Wert ist subjektiv, nichts hat einen wirklichen Wert. Auch der Mensch hat keinen höheren Wert, ihm wird lediglich ein höherer Wert zugeschrieben.

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@dsupper

Und meine Wertvorstellung ist, dass Tiere und Menschen den gleichen Wert haben. Und diese Beispiele finde ich im Generellen sehr unpraktisch, da Menschen sich im ,,Normalfall" für die eigene Spezies entscheiden würden, da es tief in unserer Natur verankert ist, die Artgenossen zu beschützen. Wölfe z.B. würden in so einem ähnlichen Fall (der mit Wölfen irgendwie funktionieren würde) auch den Artgenossen retten, wenn der Mensch nicht gerade ein Rudelmitglied ist. Diese Darstellung der Ethik ist also nur aus der Sicht eines Menschen.

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@Abduka7

natürlich ist "Wert" in diesem Hinblick immer subjektiv, weil es sich bei dieser "Wertbezeichnung" eben IMMER um persönliche Wertvorstellungen handelt, also grundlegende als positiv betrachtete Eigenschaften und Ideale, nach denen wir handeln.

Und aus diesem Blickwinkel heraus ist ein Mensch durchaus für die allermeisten anderen Menschen deutlich mehr "wert" als ein Tier.

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@HateIsHeavy
Und meine Wertvorstellung ist, dass Tiere und Menschen den gleichen Wert haben.

Und DAS glaube ich dir eben nicht - denn genau jetzt kommt wieder meine ursprüngliche Antwort ins Spiel!!

Sobald du zwischen deinem Kind und deinem Hund entscheiden müsstest, wäre dir dein Kind mehr "wert" - da wette ich mit dir!

(Zu deiner Wolfs-Theorie: Bitte beachte, dass ein Mensch NIEMALS ein Rudelmitglied sein kann - das geht nämlich niemals bei Artfremden!)

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@dsupper

Menschen können als Rudelmitglied akzeptiert werden. Und ja natürlich würde ich mich für mein Kind entscheiden, weil es mein eigenes Kind wäre. Müsste ich mich zwischen meinem eigenen Kind und einem anderen Menschen entscheiden, würde ich doch auch sofort mein eigenes Kind wählen. Weil das eigene Kind dann immer an 1. Stelle steht. Das ist doch keine Frage. Also ist das ein undurchdachtes Beispiel.

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@HateIsHeavy

Bitte informiere dich: Menschen können NIEMALS Rudelmitglieder werden - das ist absolut falsch!

Ja, aber dein Hund ist auch dein Hund - die Entscheidung zwischen Mensch und Mensch kommt hier ja gar nicht zum Tragen - denn deine Frage zielte alleine auf die "Wertigkeit" von Mensch und TIER ab!!

Also - dein Kind gegen dein Tier - du entscheidest dich für dein KIND!! Es ist also auch für dich keine Frage, ob Mensch oder Tier mehr "wert" ist!!

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Hehe das ist aber fies direkt mit ein ethischen Dilemma um die Ecke zu kommen 😄 da tun sich bereits studierte Ethiker schwer 😆👍

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@jww28

Na, ich glaube nicht wirklich, dass sich bei dieser Entscheidung jemand wirklich schwer tun würde - die allerallermeisten Menschen würden sich für ihr Kind entscheiden - denn das eigene Kind besitzt für diese Menschen mehr "Wert" als der eigene Hund.

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@dsupper

Hi nein dein Konstrukt ist gut, stellt aber tatsächlich ein ethisches Dilemma dar für Menschen die beide wertvoll halten. ☺️

Kann es ja Mal umstellen das evtl weisst was ich mit Dilemma meine, stell dir vor du kommst an eine Unfallstelle, ein Auto droht abzustürzen, zwei Personen sitzen drin und du kannst nur eine der Personen retten in der Zeit. Nur weil man nur einen retten kann heisst es nicht das der andere Mensch weniger wert war. Finde es deswegen so schwer so ein Dilemma als Erklärung zu Wertigkeiten zu nutzen.

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@jww28

ja, solche Konstrukte sind mir schon klar!!

ABER in DIESER Frage - und NUR darum geht es hier - ging es um die "Wertigkeit" zwischen Mensch und Tier!! Nicht um die Entscheidung zwischen zwei Menschen ....

Und ich bin tatsächlich der Überzeugung, dass (fast) JEDER eher das eigene Kind als den eigenen Hund retten würde, bzw. ebenfalls immer die Rettung eines Menschen VOR der eines Tieres in Angriff nehmen würde.

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