sehr starke nagelbettentzündung, was tun? (schon seit 3 jahren)

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9 Antworten

Hallo sEvEn16,

ich kann deine Angst durchaus verstehen. Du kannst es ein "letztes Mal" mit Betaisodonna probieren, vorausgesetzt, du leidest nicht unter eine Jodallergie.

Du kaufst eine Flasche Betaisodonna Tinktur, und machst einen lauwarmen Fußbad damit (lese den Beipackzettel wegen der Menge an Tinktur, die du brauchts - wieviele Tropfen / Liter).

Diese Bäder machst du morgens und abends, am besten offene Schuhe / Sandalen tragen, so daß diese wunde Stelle an der frischen Luft trocknen kann. Über die Stelle, wo die Entzündung wütet, würde ich Betaisodonna Salbe auftragen, mit einem Q-tip, so daß die Salbe in den Ritzen kommt.

Sollte diese Behandlung nicht anschlagen - sagen wir nach einigen Tagen, dann mußt du dich in eine spezialisierten Klinik anmelden, die solche Eingriffe vornimmt. Du kannst darum bitten, daß du möglichst nichts zu sehen bekommst von der ganzen Prozedur. Das kann man einrichten.

Wegen der Arztsuche kannst du bei Jameda oder www.topdocs.de schauen. Es gibt andere Gesundheitsportale auch, die Bewertungen abgeben.

Ich möchte nur dazu sagen, daß du bisher Glück gehabt hast, daß die Infektion sich nicht ausbreitet.

Also, wenn dieser letzter "Versuch" scheitert, dann wende dich an eine guten Praxis.

Alles Gute, Emmy

Hallo,

das gibt es auch : von homöopathische Ausbildung

Die homöopathische Behandlung der Nagelbettentzündung

Gerade jetzt in den Frühlings- und Sommermonaten kann es bei Wanderungen, beim Spielen im Freien oder bei der Gartenarbeit zu kleinen, fast unbemerkten Schrunden und Verletzungen speziell an Fingern und Zehen kommen. In der Folge kann es durch eine bakterielle Infektion zu einer heftigen eitrigen Entzündungsreaktion kommen.

Rötung, Schwellung und klopfende Schmerzen sind die Hauptsymptome eines Panaritiums (Nagelgeschwür, Umlauf). Medizinisch ist es wichtig sicherzustellen, dass ein ausreichender Tetanusschutz besteht und die Entzündung sich nicht über den Weg der Lymphangitis zu einer Blutvergiftung entwickelt.

Eine der wichtigsten homöopathischen Arzneien für das Panaritium ist Hepar sulfuris.

Wenn sich eine eitrige Entzündung unter der Haut gebildet hat, kann Hepar sulfuris in einer Tiefpotenz ( z.B. D4 bis D6 ) den Eiterherd öffnen. Ist der Eiterherd geöffnet, kann Hepar sulfuris in einer höheren Potenz Z.B. C 30 ) das Panaritium zum Abheilen bringen. Das homöopathische Mittel Hepar sulfuris ist besonders dann angezeigt, wenn der Betroffene sehr kälteempfindlich und sehr schmerzempfindlich ist. Die Stimmung ist gereizt. Die Schmerzen, die die Entzündung auslöst, scheinen unerträglich zu sein, besonders bei Berührung.

Silicea als Folgemittel bei länger anhaltender Entzündung

Das homöopathische Mittel Silicea terra ist angezeigt, wenn ein Panaritium schon länger besteht. Wenn die Entzündung dicht am Nagelbett ist, ist häufig Silicea das homöopathische Mittel der Wahl. Silicea kann auch angezeigt sein, wenn das Panaritium bereits operiert werden musste. Silicea hilft zu einer vollständigen Abheilung und verhindert oft das Auftreten von wildem Narbenfleisch ( Keloid) nach einer operativen Sanierung des Panaritiums. Insgesamt hilft Silicea dabei, die Abwehrkraft der Haut zu verbessern und damit einem erneuten Auftreten entgegenzuwirken.

Ledum pallustre bei Panaritium infolge Stichverletzung

Das homöopathische Mittel Ledum palustre ist häufig angezeigt, wenn sich eine Stichverletzung eitrig entzündet hat. Auffallend ist hier, dass der Betroffene sehr stark friert. Der Bereich der Einstichstelle ist in der Regel hell und fühlt sich kalt an, trotzdem helfen kalte Anwendungen.

Weitere in Frage kommende Arzneien für Panaritium sind:

Apis mellifica – ödematöse Schwellung, stechende Schmerzen, besser durch Kälte
Lachesis – bläuliche Verfärbung des entzündeten Bereichs
Belladonna – pulsierende Schmerzen, roter Entzündungsherd, heiße Schwellung
Myristica sebifera – das homöopathische Messer zur Öffnung eines eitrigen Herdes, der schon länger besteht, wenn Hepar sulfuris keinen Effekt hatte

Es gibt also verschiedene homöopathische Mittel, die für die Behandlung eines Panaritiums infrage kommen. Besonders häufig sind Hepar sulfuris, Silicea oder Ledum angezeigt.

Je nach den spezifischen Beschwerden und den Modalitäten oder dem Auslöser des Panaritiums können auch andere homöopathische Mittel angezeigt sein.

Die Anfälligkeit und das wiederholte Auftreten des Panaritiums ist immer ein Zeichen für eine tiefer liegende konstitutionelle Schwäche des Betroffenen. Über die Akutbehandlung hinaus sollte dann eine fachgerechte homöopathische Konstitutionsbehandlung durchgeführt werden.

Emmy

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Ich würde mir das Nagelbett aushöhlen lassen.( Habe ich gemacht).

Seitdem wächst der Nagel nie wieder ein und ich habe keine Scherzen mehr.

Hallo sEvEn16, erst einmal muss ich sagen, dass du wohl sehr viel aushältst was die Schmerzen und auch das Psychische angeht. Und hoffentlich hast du mittlerweile keine Probleme mehr mit deinem Zeh! Trotz Allem möchte ich hier einen kurzen Beitrag hinterlassen, um hoffentlich anderen "Geplagten" weiterzuhelfen. Ich hatte auch einige Monate lang Probleme mit meinem großen Zeh und habe sämtliche Hausmittelchen (Kernseifebäder, Kamillenbäder, Teebaumöl,...) und Medikamente (Betaisodonasalbe, Chinosol und Rivanol, Ichtholan,...) ausprobiert, die ich so im Internet gefunden hatte. Außerdem war ich bei zwei verschiedenen Allgemeinärzten (hab auch Antibiotokum bekommen und das zwei Wochen lang eingenommen), bei einer Fußpflegerin und dann bin ich letztlich beim Chirurgen gelandet. Da meine Entzündung mittlerweile chronisch war und auf beiden Seiten auftrat blieb mir nur die Emmert-Plastik übrig. Der Chirurg meinte, dass das sonst immer vor sich "hindümpeln" werde und nie zu 100% weggehen wird, wenn man nicht handelt. Ich muss sagen, ich bin bei sowas auch wirklich immer ein Schisser. Aber im Nachhinein war es überhaupt nicht schlimm. Hatte meine Op vor ca. 3 Wochen und kann mich nicht beklagen. Das war wirklich ein Klacks; Wenn man so lange Zeit mit Schmerzen am Zeh durch die Gegend läuft, ist man einiges gewohnt. Daher war das Schlimmste - wie schon so oft in anderen Beträgen betont - die Betäubungsspritze. Danach spürt man nichts mehr und die Op (welche eigentlich gar keine wirkliche Op ist ;) ) ist innerhalb von 10 - 15 Minuten vorbei. Den nächsten Tag dann sehr ruhig angehen lassen und bei Bedarf eine Schmerztablette nehmen - ich hatte Ibu 600 von meinem Arzt bekommen. Ich hatte vlt die ersten 3 Tage nach der Op noch leichte Schmerzen, aber das ist nicht vergleichbar mit den Torturen vor dem Eingriff, denen man sich selbst aussetzt! Ich möchte hiermit alle ermutigen, diesen Schritt zu machen und zum Chirurgen zu gehen. Man stellt es sich viel schlimmer vor, als es letztlich ist :)

Eine Nagelbettentzündung am großen Zeh hatte ich auch einmal gehabt. Wie du schreibst, eine unangenehme Sache. War damit bei einem Allgemeinmediziner. Der hatte den Zehnnagel entfernt, mit oder ohne örtliche Betäubung, das kann ich nicht mehr erinnern. Jedenfalls war es keine große Sache, ich habe daran keine negative Erinnerung. Allerdings habe ich auch keine 3 Jahre gewartet, sondern nur wenige Wochen. Dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben als dich zu überwinden und den Nagel entfernen zu lassen. Schließe während des Eingriffs die Augen. Eine Zeitlang wirst du den Zeh wahrscheinlich noch baden müssen. Aber deinem Körper tut es sicherlich nicht gut, ständig mit einem kranken Zehnnagel herumlaufen zu müssen. Was ist z. B. mit den Eiterbakterien?

Jeden Morgen und Abend die Füße in einem warmen Fußbad mit Wasser und Schmierseife (ja Schmierseife!) baden. Nach dem Bad mit Penatencreme einreiben und verbinden. Penatencreme enthält Zink und wirkt so Entzündungen entgegen. Wenn das alles nicht hift, einen Dermatologen (Hautarzt) aufsuchen.

Du kommst um ne OP nicht rum. das macht dann übrigens ein Chirurg. Von der OP selber merkst du nix. Hinterher bekommst du Schmerzmittel und nach ein paar Wochen ist alles fast wie neu. Trau dich

doch kommt man..ab zum podologen und schon is die op kein thema mehr

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Also, je länger du wartest, desto schlimmer wird es.

Wenn du mit der Aussage eines Arztes nicht zufrieden bist, dann hole dir eine 2 oder 3. Meinung ein.

Du könntes auch noch in versch. Krankenhäusern nachfragen. Schaden kann es nicht, wenn du noch zu einer Podologin gehst. Falls es was ist, das mediz. behandelt werden muss, dann wird sie es dir sagen.

LG

ok, danke ich versuche es mal mit podologen, weil das ist schon über 3 jahre so und wird echt immer schlimmer

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falls du es immernoch hast kann ich dir bald sagen ob es wehtut ich hab bald auch so eine operation

Die Operation wird wohl weniger weh tun als so wie es jetzt ist.

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