Sehr oft Zweifel im Glauben!

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37 Antworten

An Gott an sich habe ich eigentlich kaum Zweifel. Die vielen Eigenschaften, die Gott zugeschrieben werden (besonders Allwissen), kann ich mir allerdings nicht vorstellen.

Glaubte nicht Nietzsche an die "ewige Wiederkehr"?

Glaubte nicht Kant an Gott?

Und hatte nicht auch Marx eine mystische Ader?

http://karl-marx.de/Bege.html

Ich denke, Du machst es Dir mit der Alternative zwischen Deinem alten Christlichen Glauben und einem schlichten prosaischen und ganz materialistischen Atheismus zu einfach. Die Realität hat so unendlich viel mehr Schattierungen, als dass man z.B. die Bibel als von Anfang bis Ende durchdiktiertes Wort eines persönlichen Schöpfers und Herrschers der Welt annehmen oder die Bibel wie diesen Schöpfer voll und ganz verwerfen könnte. Ich denke, wer nur diese beiden Möglichkeiten kennt, macht es sich deutlich zu einfach.

Der Zweifel in Dir ist gut und richtig und hat seinen Sinn. Ebenso haben auch Deine glaubenden Anteile ihre Berechtigung. Beides spiegelt je unterschiedliche Facetten der Realität wieder. Und Du solltest das als Herausforderung nehmen, Deinen eigenen Umgang mit der Welt zu finden, Dein eigenes Weltbild zu schmieden oder alle Bilder als inadäquat zu verwerfen. Von diesem Scheinwiderspruch einfach die eine Seite zu verwerfen halte ich für zu billig.

Schön und Gut !

Als erstes möchte ich einmal klarstellen das ich als Christ sicher nicht weniger Lebensqualität habe als ein Atheist. Wenn ich mich umsehe dann sehe ich das die Menschen welche Gott glauben ,sich zwar sich weniger an oberflächlichen Vergnügungen wie schnellen Sex und Konsum beteiligen aber ihr Herz ist mit einer enormen Hoffnung und tiefen Freude erfüllt,die ich noch an keinem Atheisten festgestellt habe .

Es wäre also dumm deshalb nicht zu glauben weil du denkst du würdest etwas verpassen wenn du nicht in der Sünde leben würdest ,denn leider sind die meisten oberflächlichen Genüsse meist an Sünde gekoppelt . Was am Ende nichts anderes heisst als die Trennung von Gott.

Du musst wissen das solche Zweifel auch gekommen wären wenn du keinen Atheismus in der Schule mitgemacht hättest . Feuerbach und Nietzsche ,Marx und Kant sind zweifellos alle Tot und Gott lebt immer noch . Du kannst und darfst auch den Weg wählen den Nietzsche gewählt hat ,der in seiner Verzweiflung über die Sinnlosigkeit des Lebens am Ende ,seinen Kopf an den Kopf eines Pferdes lehnte um etwas Trost zu finden .

Wir Christen gehen in solchen Augenblicken zum Kreuz des Herrn und legen dort unserer Sorgen ab .Wenn wir aufstehen und weggehen sind wir gestärkt .

Das wirst du erst in Stunden erfahren die wirklich bitter werden,wenn die so unvermeidlichen Katastrophen des Lebens über uns hereinbrechen ,von denen kein Leben verschont bleiben kann. Wo dir kein Spass weiterhelfen wird und kein anlehnen an ein Pferdekopf Trost spenden wird ,sondern nur das Gebet und dein Gott ,der dich trägt auch wenn der Sturm um dich tobt . Erst wenn es dick auf dick kommt wirst du die Kraft des Glaubens erfahren ,wer keine Sorgen hat ,der lebt leicht ohne Gott. Lebst du ohne Gott in guten Zeiten weil du ihn vermeintlich nicht brauchst dann wirst du ihn kaum finden wenn du ihn brauchst .

Der Atheist will von Gott nichts wissen ,warum weiss nur er ...er weiss das es einen Gott gibt aber er lehnt ihn ab. Der Christ wählt Gott aus freien Stücken weil er weiss das er ein Geschöpf und kein Schöpfer ist .Er kennt seinen Stand und seine Bestimmung.

Es ist die Freie Wahl und du befindest dich am entscheidenden Punkt .diese Stunde kommt für jeden früher oder später wo es gilt eine Entscheidung zu treffen. Je eher du sie triffst um so besser für dich .

> Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor. Wenn du auf die Gebote des Herrn, deines Gottes hörst, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf seine Gebote achtest, dann wirst du leben und zahlreich werden, und der Herr, dein Gott, wird dich segnen. Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, dann werdet ihr ausgetilgt werden. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. (Deuteronomium Kap. 30 ab Vers 15)

Einige werden nun rufen was soll die Drohung ?

Aber es ist keine Drohung es ist einfach die Konsequenz die du wählst mit deinem sich zu Gott wenden oder deinem Dich abwenden von Gott .

So steht es nun mal geschrieben egal was wir davon halten, und auch Nietzsche und ein Feuerbach trafen ihr Wahl .

Also triff auch du die deine mit Gottes Hilfe .

Du sagst du hast naiv geglaubt ? Jesus Christus sagte dazu : Mt 18,3

Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.

DarkSepia 08.10.2012, 14:16

Du sagst du hast naiv geglaubt ? Jesus Christus sagte dazu : Mt 18,3

Du verwechselst Naivität mit Kindlichkeit und ad verecundiam mit einem Beweis.

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Hallo,

ich schließe mich zunächst der Antwort von realsausi an und möchte betonen, wie wichtig und richtig und deshalb besonders hilfreich sie ist.

Mir geht es wie ihm: Ich wurde in eine evangelikale Familie hinein geboren, deren Geschwister und Eltern natürlich ebenfalls "wiedergeborene Christen" waren ... mein gesamtes Umfeld - Gemeinde, Gemeinde, Jugendfreizeit, Gemeinde - war und ist fromm.

Mein Leben ist nicht so verlaufen, wie es erwartet wurde und wie ich es selbst erwartet hatte. Mich plagten Jahrzehnte lang ein schlechtes Gewissen, weil mich die "frohe Botschaft" nicht froh gemacht hat. Vor allem kam ich nie darüber hinweg, dass die Menschen in anderen Kulturen und anderen Religionen verloren gehen sollten.

Ich habe recht "spät" angefangen, Konsequenzen aus meinen Zweifeln zu ziehen. Es hat mich viel interessante Lektüre "gekostet", den angeborenen und anerzogenen Glauben ohne Angst, Schuldgefühle, Panik vor der Wiederkunft des Herrn und dem Jüngsten Gericht überwinden zu können. Ich habe es bis vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten, diesen Glauben wirklich ablegen zu können.

Aber ich habe es geschafft. Und bin sehr sehr erleichtert darüber. Die Frage nach einem "Sinn" des Lebens ist völlig überbewertet oder gar sinnlos. Es ist so wunderbar das Glück zu haben, das auf unserem Planeten mögliche Dasein zu erleben. In absehbarer Entfernung im Universum bietet kein anderer Planet diese Möglichkeit. Physiker oder Wissenschaftler nennen dies die "goldi locks zone".

Es ist wichtig, dass du deine "Glaubenslücke" mit Wissen füllst. Es gibt zahlreiche Bücher, die empfehlenswert sind. K-H Deschner wurde schon genannt, Uta Ranke-Heinemann: "Mein Abschied vom traditionellen Christentum", Franz Buggle: "Denn sie wissen nicht, was sie glauben", H-W Kubitza: "Der Jesuswahn", Elaine Pagels: "Das Geheimnis des fünften Evangeliums", "Warum ich kein Christ sein will" (Autor fällt mir nicht ein ... u.v.m.

Ich wünsche dir Mut und Kraft, diesen wichtigen und sinnvollen, befreienden und froh machenden Schritt in die geistige Freiheit zu tun. Du bist nicht allein!

Ganz ehrlich, wenn du an einen einigen Gott glaubst, b.z.w glauben willst dann solltest du ALLE schrifften die Gott herniedergesandt hat lesen, vill. würde es dir viel mehr weiter helfen als irgendwelche theorien von irgendwelchen Menschen. Natürlich nicht einfach nur irgendeine Tora, Bibel oder Koran nehmen und los lesen. Da sollte mann etwas vorsichtiger sein weil oft werden die Bücher umgeschrieben, falsch übersetzt oder sonstiges. Wissentlich oder ohne wissen. Auf jeden fall habe ich z.B. auf alle meine Fragen die Antwort im Koran gefunden. Es gibt nur einen Gott, einen einigen den einzigen. Juden glauben an Gott jedoch leugnen sie alles ab was mit und nach Jesus kaam, Christen glauben an Gott jedoch leugnen einen Teil der Schrift und alles was mit Muhammad kaam ab, wir (Muslime) Glauben an Gott und an die Schrifft, nähmlich die Tora (Die fünf Bücher Mose) Die Bibel (alles nach den Büchern Mose) und den heiligen Koran. Daher, die Zweiffel werden nicht ihr ende finden bis ein gläubiger Mensch den Koran gelesen hat, das ist meine Meinung weil, ich hatte auch Zweiffel bis es die Zeit dafür gekommen war und ich mich entschlossen hatte den Koran zu lesen. Wofür ich dem Allmächtigen sehr dankbar bin, Frieden auf euch ;)

Sharehelp, deine Frage berührt mich sehr. "Soll ich wirklich die nächsten 40 Jahre lang beten und auf ein Jenseits hoffen, daß am Ende vielleicht gar nicht existiert? Dann hätte ich weniger Spaß gehabt als die anderen."

Das wäre definitiv sehr tragisch. Ich war auch mein Leben lang auf der Suche, las in der Jugend NIetzsche, Freud, Kant, Marx etc. Allerdings sagte mir mein Bauch schon damals, daß diese wohl alle nicht Recht haben können, so deprimiert, resigniert und frustriert wie sie auf mich wirkten. Gleichzeitig mußte ich feststellen, daß meine angeborene Religionszugehörigkeit mich ebenfalls nicht zufriedenstellenkonnte. Alle meine tiefen Fragen konnten sie schlicht und einfach nicht beantworten. Was nun - an die Evolution konnte ich ebenfalls nicht glauben, dazu ist die Schöpfung zu genial, zu liebevoll, zu anspruchsvoll diese High-tec. Da hieß es, sich auf die Suche machen. Mußte ich eigentlich gar nicht, denn eines Tages klopften Zeugen Jehovas an meine Tür. DA sie in der allgemeinen Bevölkerung wenig geachtet waren wegen der überwiegend sehr einfachen Menschen, war ich der Meinung, ich könne sie in wenigen Zügen (oder Sätzen) mundtot machen. Das Gegenteil war der Fall. Was sie sagten, war so hieb- und stichfest, daß ich der Sache unbedingt auf den Grund gehen wollte. Sie akzeptieren die Bibel als alleiniges und verbindliches Grundlehrbuch, ebenso wie Jesus, der zu Jehova, seinem himmlischen Vater, sagte: "DEIN WORT IST WAHRHEIT" Joh. 17:17

Das neue Gebot, das Jesus seinen Nachfolgern gab, einander zu lieben, so, wie er seine Jünger liebte, überzeugte mich restlos. Schnell stellte ich fest, daß dieses Gebot nirgendwo befolgt wird, schon gar nicht in den "christlichen" Kirchen.

Ich kann dir nur zu einem Bibelstudium raten. Du kannst es sogar online durchführen mit Jehovas Zeugen. Objektive Prüfung verdient jede Sache, die einen Wahrheitsanspruch erhebt. Geh kritisch an die Sache heran - aber wie gesagt, objektiv und falle nicht von vorn herein auf Hetze und Verleumdungen herein. Ich wünsche dir von Herzen, daß auch du die Wahrheit finden darfst, ja ich bin sogar sicher, du findest sie, denn jeder, der sucht, findet, und jedem, der anklopft, wird aufgetan. Das sagt Gott Jehova, von dem die Bibel sagt, daß er NIEMALS lügen kann.

Hallo, ich bin Christ und ich kann Deine Zweifel sehr gut nachvollziehen. Ich wollte Dir nur sagen, dass Dir hier im Forum überwiegend Atheisten antworten. Das sollte Du bei Deiner Entscheidung einfach berücksichtigen. :) Den Punkt, dass Du ohne Gottesdienste und Beten mehr Spaß in den nächsten Jahren haben wirst kann ich allerdings gar nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht wie Du Spaß verstehst. Wenn die Bibel recht hat, dann ist diese Botschaft ein Schatz, der so anderst ist als alles in der Welt. Du kennst die Bibelstelle des Predigers: "Es gibt nichts neues unter der Sonne". Ich bin jetzt auch nicht mehr der Jüngste. Ich erlebe, dass die Welt arm ist an Angeboten. Häufig habe ich mich mit den Alternativen (andere Religion oder Atheismus) auseinander gesetzt. Ich würde den Glauben über Bord werfen hätte ich irgendwo anderst die Wahrheit entdeckt. Aber das habe ich nicht. Ich verstehe längst nicht alles, auch nicht in der Bibel. Aber ich sehe immer wieder wie Jesus (der Eckstein) so wie es in der Bibel steht verworfen wird. Ich sehe Christenverfolgung, aber zum Beispiel keine Moslemverfolgung. Ständig wird die Wahrheit mit Füßen getreten. Die Tatsache der Auferstehung wird geleugnet, mittlerweile die Existenz Jesus selbst. Jesus wird lächerlich gemacht, sogar auf Youtube. Die Menschen streuen Lügen mit Halbwahrheiten, im Fernsehen besteht ein ungeschriebenes Gesetz die Evolutionstherorie besser nicht zu kritisieren. Aber die Bibel wird gerne relativiert. Der Spiegel schreibt jährlich über den "Mythos" Jesus an Weihnachten. Christliche Leserbriefe werden nicht abgedruckt. ... Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die schönsten Momente in meinem Leben mich immer an Zeitenn erinnern in denen ich Gott viel Raum in meinem Leben gegeben habe. Liebe Grüße :)

DarkSepia 08.10.2012, 14:23

Ich würde den Glauben über Bord werfen hätte ich irgendwo anderst die Wahrheit entdeckt. Aber das habe ich nicht.

Derartige Selbstzeugnisse sind keine Argumente. Sie sind Petitio Principii, weil du das zu beweisende bereits als Wahrheit voraussetzt.

Ich sehe Christenverfolgung, aber zum Beispiel keine Moslemverfolgung.

Roter Herring.

Ständig wird die Wahrheit mit Füßen getreten.

Mach doch den ersten Schritt und wende dich von zirkulärer Logik ab.

Die Tatsache der Auferstehung wird geleugnet, mittlerweile die Existenz Jesus selbst. Jesus wird lächerlich gemacht, sogar auf Youtube.

Da bahnt sich eine Verschwörungstheorie an: "Alle Gelehrte, die nicht der Meinung eines christlichen Apologeten sind, leugnen Tatsachen."

Die Menschen streuen Lügen mit Halbwahrheiten, im Fernsehen besteht ein ungeschriebenes Gesetz die Evolutionstherorie besser nicht zu kritisieren.

Lügen und Halbwahrheiten, wie Verschwörungstheorien! Wie die Behauptung, es gäbe Gottesbeweise und Evolution sei nur eine Lüge. Den Gegenüber steht die Evolutionstheorie, die zwar von Laien auch nicht immer korrekt wiedergegeben wird, aber wengistens auf Wissenschaft beruht und wissenschaftliche Publikationen hat. Sie ist also kein reines Phänomen öffentlicher Medien.

Der Spiegel schreibt jährlich über den "Mythos" Jesus an Weihnachten.

Der Spiegel ist keine wissenschaftlich seriöse Quelle.

Christliche Leserbriefe werden nicht abgedruckt

Interessant wäre zu fragen, warum, anstatt so zu tun, als würde der Spiegel christliche Leserbriefschreiber diskriminieren.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass die schönsten Momente in meinem Leben mich immer an Zeitenn erinnern in denen ich Gott viel Raum in meinem Leben gegeben habe.

Ein Argument auf dem Niveau einer Activia Werbung. Ein emotionaler Apell, nichts mehr.

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Ich weiß nicht, ob es für Dich einen Sinn ergibt, aber für mich geht aus der Bibel zumindest ein Sinn zweifelsohne hervor: Das Evangelium Jesu Christi, vor allem zu lesen in den Evangelien der Apostel, soll die Menschen dazu anregen, besser zueinander zu sein, als sie damals waren, und selbst als sie es heute sind. Die Wunder, die er der Bibel nach vollbrachte, sind in der Tat kaum zu glauben, und das kann ich durchaus verstehen - obwohl ich durchaus eine Ahnung habe, wie, wieso und letztlich von einem anderen Verständnisniveau, dass sie möglich waren und sind. Er hat aber auch verheißen, dass der, der glaubt, auch das erhält, was er im Gebet erbittet. Glaube kann aber nur freiwillig geschehen und er kann auch niemandem aufgezwungen werden. Das ist vor allem deshalb wichtig, dass Glaube immer mit Hoffnung und Vertrauen verbunden ist. Wer glaubt, der hofft auf etwas oder hat Vertrauen in etwas oder jemanden. Das ist auch wichtig, denn wie im Jakobusbrief steht, erhält nur der Antwort, der glaubt, und nicht zweifelt. Studiere also erst einmal das Neue Testament, vor allem dabei die Lehren Jesu, und wenn Du meinst, dass Du wieder an Gott glaubst, dann bete zu ihm in einem freien Gebet, aber mache Dein Bewusstsein dabei zugänglich für geistige Einflüsse, denn dadurch erhält man Antwort. Wer nicht glaubt, der verschließt sich zwangsläufig davor, also überstürze nichts.

realsausi2 06.10.2012, 12:22

Er hat aber auch verheißen, dass der, der glaubt, auch das erhält, was er im Gebet erbittet.

Wenn das so wäre, wären alle Gläubigen reich, kerngesund, hätte den Traumpartner an der Seite und würden sorgenfrei ein entspanntes Leben führen.

Mich beschleicht der vage Verdacht, daß die Realtiät etwas anderes aussagt.

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Abahatchi 06.10.2012, 14:33
@realsausi2

@ realsausi2

woher willst Du wissen, was sich echt Gläubige wirklich insgeheim erbeten?

Lauschst Du etwa? Würde es so sein, wie Du unterstellst, könnte ich ja immer noch behaupten, sie glauben halt alle selber nicht wirklich und genau wegen dieser eigenen Zweifel klappt das nicht. Würden sie, diese Milliarden Christen aber wirklich und echt glauben, dann...

Demnach gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sie wünschen es sich so wie es ist oder die Welt ist voller Zweifler.

Gruß Abahatchi

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realsausi2 06.10.2012, 14:37
@Abahatchi

woher willst Du wissen, was sich echt Gläubige wirklich insgeheim erbeten?

Weil ich selbst jahrelang einer war und weil jeder Gläubige eben auch nur ein Mensch ist und den gleichen Wünschen, Gelüsten, Widrigkeiten und Bedrohungen unterliegt wie jeder andere auch.

Wir Atheisten wissen allerdings, wenn wir ins Kloh greifen, daß wir uns selbst die Finger sauber machen müssen. Der Gläubige hofft auf Gott und ... na, lassen wir das lieber.

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JTKirk2000 07.10.2012, 09:22
@realsausi2

Okay, vielleicht hätte ich ein Kriterium hinzu einsetzen sollen: Wenn Sie um entsprechende Hilfe bitten, sofern es der Nächstenliebe dienlich ist. Aber bei Weisheit steht eindeutig im Jakobusbrief 1:5-6: "Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen Gern und macht niemand einen Vorwurf. Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln; denn wer zweifelt, ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird."

Zu Vers 6 Würde mir dabei noch etwas passenderes einfallen, als die in Vers 6 meiner Ansicht nach sehr dürftige Begründung: Wer zweifelt, traut sich nichts zu. Wer daran zweifelt, dass er laufen, schwimmen oder radfahren kann, der wird es so lange nicht können, bis er seine Zweifel überwindet, sofern er physisch dazu in der Lage ist. Wer also daran zweifelt, von Gott Antwort zu erhalten, der wird sie selbst dann nicht wahrnehmen, wenn er sie eigentlich von Gott erhalten hat. Da diese Antworten entweder direkt und geistiger Natur sind oder indirekt durch andere inspirierte Mitmenschen (oder selbst Tiere), egal ob diese sich dieser Inspiration bewusst sind, spielen körperliche Eigenschaften keine Rolle, selbst bis hin dazu, ob jemand aus physischer Sicht optimale Grundlagen für geistiges Potential besitzt. Wichtig ist dabei allein, dass man darauf vertraut, dass man Antworten von Gott erhält, denn dadurch wird man im Geist zugänglich für entsprechende Inspirationen, welche die Antworten und die Weisheit vermitteln.

Bei der Hilfe ist es nicht viel anders. Christus selbst lehrte, laut dem Matthäusevangelium 21:22 "Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt." Man sollte dabei aber nicht vergessen, wie wichtig seiner Lehre nach die Nächstenliebe, die Vergebungsbereitschaft, die Hilfsbereitschaft und die Eigenschaften der Liebe (letzteres ist am besten in den Versen 4-7 im 1. Korintherbrief Kapitel 13 zu beschrieben) sind.

Wenn das so wäre, wären alle Gläubigen reich, kerngesund, hätte den Traumpartner an der Seite und würden sorgenfrei ein entspanntes Leben führen. Mich beschleicht der vage Verdacht, daß die Realtiät etwas anderes aussagt.

Weder Reichtum noch übermäßige Gesundheit haben etwas mit Nächstenliebe zu tun. Schwierige Situationen mit Mitmenschen können ebenfalls ihren Sinn haben, nämlich den, dass man aus dieser Erfahrung lernen und geistig wachsen kann - beispielsweise in Hinsicht auf Nächstenliebe. Ein sorgenfreies Leben bringt selten jemanden dazu geistig zu wachsen, ebenso wie es jemanden selten gelingt Nächstenliebe zu entwickeln, der Leid nie kennen gelernt hat, oder wie es jemanden schwer fällt Liebe zu entwickeln, der nie Güte erfahren hat. Solche Ziele sind nicht unerreichbar, erfordern aber von solchen Menschen weit größere Überwindung, als von denen, die mit den Grundlagen begünstigt wurden, nämlich Güte, Bescheidenheit und zu einem notwendigen Maß auch Demut.

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JTKirk2000 07.10.2012, 09:26
@realsausi2

Nicht der Glaube allein ist wichtig, sondern Glaube wird erst durch Taten lebendig. Wer an Gott und an Christus glaubt, dem muss auch die Nächstenliebe ebenso wichtig sein, und der Wille entsprechend der Nächstenliebe (Hilfsbereitschaft, Vergebungsbereitschaft, Liebe, wie sie in 1.Kor. 13:4-7 beschrieben ist) zu handeln. Wenn man an Gott glaubt, aber nicht an Christus, sondern nur an Gerechtigkeit glaubt, dann ist man kaum besser, als die Pharisäer.

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Abahatchi 07.10.2012, 12:11
@JTKirk2000

Mal angenommen, Gott persönlich hat mit mir gesprochen, dann muß ich nicht mehr glauben, daß es ihn gibt, sondern ich weiß es. Nun könnte ich mich aber auf Grund meines freien Willens doch entscheiden, daß mir Gott am Hintern vorbeigeht.

Bedarf es Deiner Meinung bei nur glauben einem Handeln, damit Gott real wird oder wie ist das gemeint. Wenn man weiß daß es Gott gibt aber er einem dennoch egal ist, dann ist er ja nicht weniger real oder relevant.

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JTKirk2000 08.10.2012, 10:50
@Abahatchi

Das bedeutet, dass Glauben ohne entsprechende Taten kein wirklicher Glaube ist, sondern nur ein persönlicher Vorwand. Wer zum Beispiel an Christus glaubt, der sieht auch seine Lehre als wichtig an. Wer seine Lehre als wichtig ansieht, der sieht auch die Nächstenliebe als Kernaussage seiner Lehre als wichtig an, vor allem in Bezug auf Hilfsbereitschaft und Vergebungsbereitschaft. Wer aber diese Eigenschaften nicht wirklich lebt, also Bedürftigen nicht hilft, und auch nicht denen vergibt, die der Vergebung bedürfen, der entspricht nicht einmal dem, woran er glaubt, wenn er an Christus glaubt. Folglich glaubt er also auch nicht wirklich an Christus, weil er nicht einmal seiner Lehre folgt.

Ich meine damit nicht, dass der Sohn und der Vater gleichgestellt werden sollten, aber der Sohn lehrte das, was er vom Vater vermittelt bekommen hatte. Wer also nicht einmal an die Lehren Christi als den Sohn Gottes glauben, wie soll man dann erst an die Gebote Gottes glauben? Auch sollte man nicht den Sohn anbeten, sondern den Vater im Namen des Sohnes (wie letzterer mehrfach laut dem NT betonte).

Ich glaube vielmehr auch nicht, dass, sofern "Gott [Dir] am Hintern vorbei geht", Du wirklich an ihn glaubst, also entweder glaubst Du an ihn und er ist Dir nicht egal, oder er ist Dir egal und Du glaubst nicht an ihn. Etwas dazwischen kann es eigentlich nicht geben, da es ein Widerspruch in sich wäre.

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Abahatchi 08.10.2012, 11:58
@JTKirk2000

Nö, nö, das ist ganz einfach, wenn Gott mit mir persönlich gesprochen hätte, glaube ich nicht, daß es Gott gibt, sondern ich wüßte das es Gott gibt. Da ich dann aber wüßte, wer für welches Leid in der Welt die Verantwortung trägt, würde genau dieser Gott mir Hinterteil vorbei gehen. Würde mir dieser Gott dann noch einmal über den Weg laufen, würde ich ihn zur Rechenschaft ziehen und ihn seiner Verbrechen wegen verurteilen.

Somit kann mir durchaus etwas den Buckel runter rutschen ohne glauben zu müssen, sondern über dessen Existenz zu wissen.

Unabhängig jeglicher Religon sind Nächstenliebe keine Erfindung der Gebote, Gottes oder von Jesus. Zuvor gab es schon Menschen, die sich anständig verhielten und wußten was Moral ist.

Wie Du siehst, wäre es durchaus möglich, Jesus und Gottes Existenz zu wissen und nicht danach handeln zu müssen. Auch wer nur glaubt, kann sich im Handeln gegen diese Herrlichkeiten wenden.

Gruß Abahatchi

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Abahatchi 08.10.2012, 12:44
@Abahatchi

@ JTKirk2000

ups, Du wolltest noch etwas sagen? Wo ist denn plötzlich Dein Kommentar hin?

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JTKirk2000 08.10.2012, 13:00
@Abahatchi

Sorry, aber irgendwie haut hier was nicht hin. Ich habe gerade eben mit einem Kommentar geantwortet und irgendwie kam statt dem Text, den ich mir gerade abgerungen habe, nur ein leerer Kommetar an. Das ist noch gewaltig verbesserungsbedürftig, liebe Admins und Mods von Gutefrage.net.

Nö, nö, das ist ganz einfach, wenn Gott mit mir persönlich gesprochen hätte, glaube ich nicht, daß es Gott gibt, sondern ich wüßte das es Gott gibt. Da ich dann aber wüßte, wer für welches Leid in der Welt die Verantwortung trägt, würde genau dieser Gott mir Hinterteil vorbei gehen. Würde mir dieser Gott dann noch einmal über den Weg laufen, würde ich ihn zur Rechenschaft ziehen und ihn seiner Verbrechen wegen verurteilen.

An etwas zu glauben, setzt nicht voraus, dass man etwas weiß, aber etwas zu wissen setzt voraus, dass man es glaubt, denn zu glauben, bedeutet auch zu akzeptieren und wie sollte man etwas als Wissen ansehen, das man nicht einmal im Glauben akzeptiert?

Gott ist aber nicht für die Leiden in der Welt verantwortlich. Er gab dem Menschen Entscheidungsfreiheit. Er gab ihm also die Möglichkeit, das Gute oder Schlechte zu wählen. Das Gute also zu wählen, um charakterlich an Moral und Ethik zu wachsen und somit in größerem Einklang mit dem eigenen Gewissen zu gelangen, oder um das Schlechte zu wählen, Egoismus über das Allgemeinwohl zu stellen, das eigene Gewissen zu unterdrücken und sich selbst von jeglicher geistiger Segnung abzuschotten. Ohne Entscheidungsfreiheit kann es keine charakterliche Entwicklung geben, das sollte jeder Mensch erkennen.

Gott kann nicht einmal dafür verantwortlich gemacht werden, dass es immer mal wieder Naturkatastrophen gibt, denn wir leben nur, weil die Welt so ist, wie sie ist. Jede Naturkatastrophe existiert zum Ausgleich von Ungleichgewichten in der Natur die bestimmte Zwecke erfüllen, damit Leben, wie wir es kennen, überhaupt möglich ist.

Beispielsweise gibt es tropische Wirbelstürme die entstehen, wenn sich warme Luftmassen einer warmen Meeresttrömung unter kalte Luftmassen aus nahe gelegenen Gebirgen schieben. Dennoch verdanken wir in Europa unser mildes Klima einer solchen warmen Meeresströmung, die sich Golfstrom nennt, dessen Ausläufer Namens Nordatlantikstrom, sich bis vor Großbritanien erstreckt. Das selbe globale Netzwerk von Meeresströmungen sorgt auch dafür, dass Gegenden, wo es ohne diese Strömungen noch wesentlich heißer wäre, Leben möglich ist, gerade weil diese dort für Abkühlung sorgen und die thermische Energie ableiten.

Ähnlich ist es mit Vulkanausbrüchen. Sie sind zwar in direkter Auswirkung verheerend, doch sie brachten auf der kargen Grundlage der Kontinente Elemente zutage, durch welche Vegetation überhaupt erst gedeihen konnte. Sie schufen aus einem in der Urzeit vorhandenen Eisplaneten eine neue bewohnbare Welt und sorgten sogar dafür, dass nicht nur durch vulkanische Aktivität, sondern sogar durch einen gewissen Treibhauseffekt genug Wärme erhalten bleiben konnte, um die damals vollkommen vom Eis bedeckte Erde wieder ausreichend von dem Eis zu befreien.

Erdbeben, Seebeben und so weiter sind eine Folge von Spannungen die auftreten, weil Kontinentalplatten sich verschieben. Auch diese Verschiebungen sind notwendig um eine Vielfalt von Leben zu ermöglichen. Und so zieht sich das mit allen Naturgewalten wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie alle waren verheerend, aber durch diese Gewalten konnte der Mensch sich überhaupt so weit entwickeln, um sich darüber Sorgen zu machen.

Auch ist Gott nicht dafür verantwortlich, wenn sich niemand danach richtet, was das Evangelium nahe legt. Wie zum Beispiel auf sein Gewissen zu achten, Hilfsbereitschaft und Vergebungsbereitschaft zu üben, persönliche Inspirationen ebenso zu beachten, wie Offenbarungen für die Allgemeinheit oder gar Warnungen, die auf wissenschaftlichen Fakten beruhen. Schuld ist immer nur derjenige für sich, der solche Warnungen auschlägt. Und die, welche aufgrund der Entscheidungen anderer leiden müssen, sind in der Ewigkeit durch die Fehlentscheidungen derer, die die Verantwortung tragen geheiligt.

Man kann nicht an Gott wirklich glauben, und umso weniger wissen, dass er existiert, wenn man dabei die Perspektive der Ewigkeit außer Acht lässt. Wer etwas anderes behauptet, dass er nämlich weiß, dass Gott existiert und dabei absichtlich bei seinen Beurteilungen die Ewigkeit außer Acht lässt – sorry aber der lügt schlicht und ergreifend.

Unabhängig jeglicher Religon sind Nächstenliebe keine Erfindung der Gebote, Gottes oder von Jesus. Zuvor gab es schon Menschen, die sich anständig verhielten und wußten was Moral ist.

Ich bezweifle nicht, dass die Eigenschaften der Nächstenliebe auch durchaus vor dem Christentum als gelebte Werte vorhanden gewesen sein können, aber Fakt ist, dass diese Teil des Evangeliums Christi sind. Davon lasse ich absichtlich unbeachtet, wozu die Lehre Christi von verschiedenen Glaubensrichtungen missbraucht wurden, die vorgeben, christlich (gewesen) zu sein.

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JTKirk2000 08.10.2012, 13:03
@JTKirk2000

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Wie Du siehst, wäre es durchaus möglich, Jesus und Gottes Existenz zu wissen und nicht danach handeln zu müssen. Auch wer nur glaubt, kann sich im Handeln gegen diese Herrlichkeiten wenden.

Jetzt werde ich auch Mal Deine Ausführungen gegen Deine Meinung einsetzen, so wie Du es bei mir auch wiederholt getan hast: Du hast geschrieben: nur wer glaubt, kann sich im Handeln gegen diese Herrlichkeiten wenden. Das ist nicht wahr. Jeder, der über die Freiheit des Willens und somit die Fähigkeit verfügt, Entscheidungen zu treffen, kann sowohl sich für den einen, als auch alternativ für den anderen Weg entscheiden. Es ist belanglos für die Tat, ob man, wenn man das Gute wählt, daran glaubt, dass man sich für die Werte Christi entscheidet oder nicht, sondern es ist lediglich von Belang für das eigene Gewissen und Bewusstsein, ob das, wofür man sich entscheidet, dem eigenen Glauben entspricht oder nicht.

ups, Du wolltest noch etwas sagen? Wo ist denn plötzlich Dein Kommentar hin?

Sag das mal denen von diesem Portal, die, offenbar durch einen Bug, meinen Text bei der Ausführung den Kommentar abzusenden gelöscht haben. Diesmal habe ich den Text mit Word geschrieben, damit ich im Ernstfall nicht noch einmal alles neu tippen muss.

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Abahatchi 08.10.2012, 13:41
@JTKirk2000

Du hast geschrieben: nur wer glaubt, kann sich im Handeln gegen diese Herrlichkeiten wenden.

Nein, das habe ich nicht. Ich schrieb: Auch wer nur glaubt, kann sich im Handeln gegen diese Herrlichkeiten wenden.

Dies bedeutet bzw. damit meine ich: Es kann sein, das es Menschen gibt, da sie direkt von Gott angesprochen wurden, die wissen daß es Gott gibt. Sie müssen es also nicht nur glauben, sondern wüßten es. Dennoch könnten sie sich gegen Gott wenden. Jetzt gibt es aber Menschen, die nicht wissen daß es Gott gibt, sondern die es erst einmal voraussetzten daß es Ihn gibt und einfach glauben daß es Ihn gibt. Diese Menschen wären auch in der Lage, sich gegen Gott zu wenden. Alleine zu glauben, daß es einen Gott gibt, bedeutet ja nicht automatisch, sich Gott im Tuen oder Handeln zu zuwenden.

Und genau das hast Du ja eben bestätigt oder wir reden gerade an einander vorbei, was natürlich auch möglich wäre.

Ps. übrigens habe ich mir schon lange angewöhnt, immer vor "Kommentar absenden" zu drücken, erst einmal meinen Text zu kopieren. Es gab in der Anfangszeit auch für mich böse Erwachen, nach dem ich zwei Stunden lang wissenschaftliche Antworten erarbeitet hatte, die dann plötzlich weg waren. Seit dem habe ich keine Tapete mehr an den Wänden, da ich danach mit den Fingernägeln wie von Sinnen selbige von den Wänden kratze.

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Die Bibel Matthäus 24,12 und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten. 13 Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig. Neuoffenbarung durch Jakob Lorber [GEJ.01072,02=Großes Evangelium Johannes] Ich (Jesus) aber sage zu ihnen: „Meine lieben Töchter! So wie es zu Noahs Zeiten war, so wird es auch dann sein; die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln an die Menschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden, und die Machthaber werden sich der Menschen abermals wie der Tiere bedienen und werden sie ganz kaltblütig und gewissenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der glänzenden Macht fügen werden! Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und werden jeden freieren Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war! Aber dann werden die Tage verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen! [GEJ.01072,03] Es werden aber bis dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet, mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden! Diese werden die im Geiste totgemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese vielen Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und nicht wird ihnen jemand mehr einen Widerstand zu leisten vermögen! [GEJ.01_072,04] Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar.

Glaube an Jesus und liebe ihn, in dem Du die 10 Gebote sorgfältig hältst. Dann betritts Du den kürzesten Weg zur ewigen Seligkeit!

Wenn du durch das Studium von atheistischen Philosophen den Glauben verlierst, dann hattest du bisher keinen wahren, gefestigten Glauben. Das zeigt sich auch an dem was du sonst schreibst.

Festen und wahren Glauben muss man sich verdienen, indem man nach Gott und Wahrheit mindestens so intensiv forscht, wie man sich mit anderen Dingen beschäftigt, letztendlich sogar mehr als alles andere. Und indem man die erkannten göttlichen Wahrheiten auch umsetzt, sich zu Herzen nimmt, danach lebt. Alles andere kannst vergessen, glaub mir, ich habe viel probiert.

Nur Bibel lesen und die schwachen und oft dazu auch noch unbiblischen Lehren der Kirchen glauben bringt gar nichts. Da wirst den Zweifel nie los, und solange du Zweifel hast, nützt dir kein Glaube.

Nehmen wir mal an es gab keinen Jesus, die Lehre ist Unfug, Lobpreis und Danksagung bringt nichts. Dann gibt es auch keine Auferstehung und es gibt kein Danach. Dann kannst du hinterher auch nicht sagen: Oh jetzt hab ich soviel Spass verpasst, Mist aber auch!! Aber wenn es ihn doch gibt, dann wirst du dich über dich selbst ärgern. Du wirst dich über dich selbst ärgern, weil du dich hast vom Glauben abbringen lassen. Wirklich niveauvolle Leute die mögen vielleicht atheistisch sein, aber die haben keinerlei Interesse daran andere Menschen vom Glauben abzubringen! Die Aufklärer haben nur gesagt das man das Denken nicht vergessen soll. Und damit sind sie konform mit den gemässigten Christen. Denn diese weisen darauf hin, das es in der Bibel heisst, das wir alles prüfen sollen.

Ich weiss nicht wie die Philosophielektüre auf dich gewirkt hat. Du musst selbst wissen ob es dir gut getan hat oder ob es dir weh getan hat. Und selbst wenn es dir gut getan hat, hat es nur dein Ego gestreichelt oder ist es wirklich deine Überzeugung das es keinen Gott gibt? Und wenn du so bereitwillig dich vom Glauben abbringen lässt, hast du dann vielleicht mal daran gedacht, das es daran liegen könnte, das du bisher nicht die richtigen Antworten auf religiöse Fragen bekommen hast? Also das dein Pfarrer die Zweifel gesät und Nietzsche und Co die Ernte eingefahren haben?

Das ist mit Sicherheit eine schwierige Frage für dich.

Die Religion kann für die Menschen eine Stütze, aber eben auch eine Belastung bedeuten. Solange du dich in deiner Religion aufgehoben fühlst, wird sie dich immer unterstützen. Wenn du sie aber inhaltlich anzweifelst, wird aus der Stütze eine Last.

Deine Zweifel sind vielleicht ein Anzeichen, dass du deinen Weg auch ohne die christliche Religion gehen kannst.

Die Entscheidung liegt bei dir: Kannst du dir vorstellen, einen Sinn ausserhalb dieser Religion zu suchen? Vieles wird dann sicher schwieriger werden... Oder brauchst du einfach diesen Halt im Leben? Dann ist es nicht falsch, um deinen Glauben zu kämpfen und dir Hilfe bei anderen Gläubigen zu suchen.

Verwechsle dabei aber nicht Kirche und Glauben. Du kannst aus der Kirche austreten und auch weiterhin an deinem Glauben festhalten- wenn du willst.

Sharehelp3 06.10.2012, 01:15

Sollte ich meinen Glauben ablegen,gehe ich davon aus,dass mir ein schlechtes Omen geschieht oder das Gott mich strafen wird,sich von mir abwendet,das mein Leben zerbröckelt...ich kann mir Gott überhaupt nicht mehr wegdenken,obwohl ich ihn anzweifel,es klingt paradox und ist sehr schwierig..

Einen Sinn außerhalb des Glaubens... ich glaube nicht,dass ich jemals Zufriedenheit in dieser Welt erlangen werde. Nichts könnte mich für ewig glücklich oder zufrieden stellen,ja auch kein Gott. Ich sehe mit und ohne Gott keinen Sinn im Leben

Von der Kirche halte ich 0. ich bin freier Christ ;-)

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Godpath 06.10.2012, 01:45
@Sharehelp3

Ja, das muss sehr schwierig für dich sein.

Das meinte ich, wenn ich sage, die Religion wird zur Last. Ob dein Leben ohne Religion zerfällt, weisst du ja nur, wenn du es versuchst. Ich wette, dass es nicht passiert.

Wenn du so oder so keinen Sinn siehst, dann würde ich sagen, es ist den Versuch wert. Die Religion kennst du jetzt. Sie konnte dir nicht geben, was du brauchst. Nein, sie belastet dich sogar... Vielleicht aber findest du ja woanders etwas...

Und ehrlich gesagt macht es für Gott auch keinen Unterschied, ob du als Zweifler bei ihm bleibst oder ihn als Zweifler verlässt. Wenn du sowieso Zweifel hast, kannst du es gleich woanders versuchen...

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pheondiesn 06.10.2012, 02:46
@Sharehelp3

Sollte ich meinen Glauben ablegen,gehe ich davon aus,dass mir ein schlechtes Omen geschieht oder das Gott mich strafen wird,sich von mir abwendet,das mein Leben zerbröckelt...

Ich habe, wie viele andere Millionen Menschen auch, meinen Glauben verloren und muss sagen, mir hätte kaum was besseres passieren können.

Woher kommt denn die Angst? Weit mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland glaubt nicht an das Christentum und es geht uns herrlich ;-)

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Strobery 06.10.2012, 08:28
@Sharehelp3

Glücklicherweise ist der Gott des Christentums kein strafender Gott. Nirgendwo in der Bibel steht sowas. Wurde erst später hinzugedichtet, um die Gläubigen bei der Stange zu halten. Das haben die Moslems cleverer eingebaut, die haben ja sogar Angst nachts auf dem Bauch zu schlafen, weil die Hölle winkt.

Bei den Christen gibt es sowas definitiv nicht .

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realsausi2 06.10.2012, 12:28
@Sharehelp3

Sollte ich meinen Glauben ablegen,gehe ich davon aus,dass mir ein schlechtes Omen geschieht oder das Gott mich strafen wird

Ich habe jahrelang in der Kirche gearbeitet, habe Kindergottesdienst gemacht, Konfirmandenunterricht, Jugendgruppen geleitet, die Bibel gelesen und gelehrt.

Nach meinem Abfall vom Glauben habe ich eine schwere Krebserkrankung bekommen. Während er Chemo-Therapie hat man meiner Mutter gesagt, ich würde den nächsten Tag nicht erleben.

Zu keinem Zeitpunkt, mit keinem Gedanken, habe ich mich in der Zeit versucht, wieder einem Gott zuzuwenden. Ich habe die Krankheit aus eigener Kraft überwunden. Das ist nun über 20 Jahre her. Ich erfreue mich bester Gesundheit, führe ein Leben, wie ich es mir kaum besser wünschen könnte. Ehrlich.

Was wäre ein Gott denn wert, der Dich daür bestrafen würde, daß Du eigene Wege gehst? Ein solcher Gott wäre moralisch nicht mehr wert als ein dahergelaufenen Diktator, der sich Menschen mit Zwang gefällig macht.

Soltte es einen solchen Gott tatsächlich geben, wovon ich nicht ausgehe, hätte ich nur Verachtung für ihn übrig.

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realsausi2 06.10.2012, 12:33
@Strobery

Glücklicherweise ist der Gott des Christentums kein strafender Gott. Nirgendwo in der Bibel steht sowas. Wurde erst später hinzugedichtet

Welche Bibel hast Du denn da? In allen, die ich je gelesen haben stand was anderes

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lunanuova 07.10.2012, 12:04
@Sharehelp3

Sollte ich meinen Glauben ablegen,gehe ich davon aus,dass mir ein schlechtes Omen geschieht oder das Gott mich strafen wird,sich von mir abwendet,das mein Leben zerbröckelt

Warum sollte Gott das tun? Zweifeln ist erlaubt. Eigentlich sollte Dein Glaube Dich frei und fröhlich machen. Woher diese Angst?

Tu, was ich dir geschrieben habe: Leg ein Glaubens-Pause ein. Grübel nicht so viel rum. Schau Dich in Deiner Umgebung um und überleg, was Du für deine nächsten Menschen tun könntest. Grübel nicht, sondern tu etwas Alle weitere Erkenntnis kommt dann von ganz allein.

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Der Glaube ohne Fundament schwankt von rechts nach links. Das ist normal. Zweifel sind normal. Ich bin mittlerweile gefestigt im Glauben, im Vertrauen auf Gott. Das kommt mit der Zeit.

Hier ein Paar Bibelverse

1.Johannes 1,9 1.Johannes 1,7 1.Johannes 5,13 Johannes Evangelium 1,12 Römer 3,23 + 24

wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde

Solches habe ich euch geschrieben, damit ihr wisset, daß ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.

Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben

Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist.

Die wichtigsten christlichen Gebote sind : 1. Glaube an Gott, den Vater und Schöpfer, und 2. die Nächstenliebe.

Zu 1.: Leg mal eine Glaubens-Pause ein! Zwing Dich nicht zu etwas, was Dir lächerlich vorkommt! Zweifel sind erlaubt!

Aber:

Bleib offen für alles ,was kommt.

Zu 2.: Das kannst Du trotz Glaubens-Pause weiterverfolgen. Das nützt Dir und den Menschen in Deinem Umfeld. Und macht die Welt ein ganz kleines bißchen besser.

Und wenn Gott -(von dem ich glaube. dass es ihn gibt) dann am Ende entscheiden sollte - wer weiß schon, wie das wirklich sein wird -

wenn Gott also entscheiden sollte, wen er besser leiden kann, den Christen, der viel redet und wenig tut oder den Nicht-Christen, der die Nächstenliebe lebt - wie, glaubst du wohl, wird er sich entscheiden?

dann hätte ich im Diesseits weniger Spaß als die anderen

Wenn es Dir nur darum geht - man kann auch als gläubiger Mensch eine Menge Spaß haben. dazu muss man nicht auf's Jenseits warten.

Wer zweifel nicht an seinen Glauben, besonders da es viele Weisungen gibt, die unglaublich und unsinnig sind. Wie ist der Glaube entstanden, alle Propheten wollen von Gott inspiriert worden sein, aber sind diese Inspiriationen wirklich von Gott, nachweislich wurde die größte Seherin dr Frühzeit, die Pitha von Delphi von Erdgasen berauscht und sah vieles vorraus, was davon göttlich und der eigenen Fantasie entstand weiß der Geier, es gab Propheten die Analpabeten waren und ihre Inspirationen von andern aufschreiben ließen, auch wurde früher viel über die Religioen regiert, deswegn fang selbst an zu denken und tut das was ihr für gut haltet.

..du sagst: "Gott zeigt sich nicht. Gott hat mir keine Erfahrungen mit ihm geschenkt. Diese Welt ist nicht utopisch,sie ist nicht perfekt,sie ist "nicht" göttlich Keiner,der gestorben ist,ist zurückgekehrt und konnte uns sagen,was passiert ist,von daher bleibt es offen. Vor unserer Geburt,wo waren wir ? wir waren "nicht" und werden nach dem Tod womöglich wieder "nicht" sein. Danke trotzdem für deine Mühe."

...willst du seinen Willen tun? Direkt dann wirst du merken, ob die Lehre Jesu von Gott ist oder nicht. Eben anfangen. Nicht warten und Zeichen fordern. Jesus kam zurück von den Toten......

Hier eine Frau, die tot war..übrigens..ich kenne sie etwas..

>

Tja, ist Gott ein Despot, der deinen Lobpreis einfordert oder ist er ein liebender Vater?!?! Liebt er dich??

Meint er dich, kennt er dich?

Mich?

Rufst du zu ihm, hast du es jemals getan?

Vielleicht heute??

DarkSepia 07.10.2012, 11:57

Hier eine Frau, die tot war..

Eine namenlose Frau, die laut Internetgerüchten tot war, war höchstwahrscheinlich nie tot.

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Rroollff 07.10.2012, 14:36
@DarkSepia

..tja wieviele Zeugen würde es für dich brauchen, dass du irgeneine Geschichte glauben würdest, die deinen Vorstellungsrahmen sprengt? Wie wäre es mit dokumentierten Krankenheilungen von krebskranken Leuten nach Gebet?

...übrigens: nachdem Lazarus bereits 4 Tage tot war und Jesus ihn aus dem Grab herausrief, wurden die religiösen Leiter des Volks sauer und beschlossen diesen Jesus zu töten - ganz einfach deswegen, weil das ganze Volk auf ihn hörte und ihm nachlief.

Das kann man nicht wollen, wenn man denkt, man sei selbst wichtig.

Er ist der Sohn Gottes, der Mittelsmann zwischen dir und mir und Gott.

Es gibt einen ewigen Gott, der demnächst Rechenschaft fordert.

Wohin mit deinen Sünden?

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DarkSepia 07.10.2012, 16:51
@Rroollff

tja wieviele Zeugen würde es für dich brauchen, dass du irgeneine Geschichte glauben würdest, die deinen Vorstellungsrahmen sprengt?

Von Zeugen war nicht die Rede.

Wie wäre es mit dokumentierten Krankenheilungen von krebskranken Leuten nach Gebet?

Anekdoten sind keine Beweise.

...übrigens: nachdem Lazarus bereits 4 Tage tot war und Jesus ihn aus dem Grab herausrief, wurden die religiösen Leiter des Volks sauer und beschlossen diesen Jesus zu töten - ganz einfach deswegen, weil das ganze Volk auf ihn hörte und ihm nachlief.

Anekdoten sind noch immer keine Beweise.

Wohin mit deinen Sünden?

Meinst du die Sünde, nicht beschnitten zu sein? Die Sünde, sich die Geschlechtsorgane nicht abzuschneiden? Es gibt in unterschiedlichen Religionen viele verschiedene Sünden, weil diese auf nichts weiter beruhen, als auf austauschbaren Mythen.

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Offensichtlich hat der Religionsunterreicht bei Dir dazu geführt, daß Du eben die Naivität, die Glauben erst möglich macht, durchschaut hast. Das finde ich echt erstaunlich und ist ein absoluter Glücksfall.

Was Du jetzt durchlebst, sind die Zweifel, die Ungewißheit. Deine bisherige Struktur Deines Denkens, Fühlens und Handelns sind ins Wanken geraten. Das fällt nicht leicht und verursacht Angst, Trauer und Ungewißheit.

Aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß vorbei geht uns es sich lohnt, daß auszuhalten.

Eine Flucht zurück in den Glauben wäre eine Kapitulation vor dem kritischen Geist, der in Dir erwacht. Wenn Du aber aktzeptierst, daß Deine Erkenntnisse, die zu nun gewonnen hast, viel dichter an der Wahrheit sind als es Glauben je sein kann, wenn Du lernst, die Welt mit den offenen Augen des Verstandes zu betrachten, wird sich Dir ein Füllhorn an Erkenntnissen, an Aha-Erlebnissen, an Sicherheiten und Begeisterung öffnen, daß dem Gläubigen vielfach verschlossen bleibt.

Natürlich schüttelt man das, was einem lange wichtig war, nicht einfach ab. Ich habe einige Jahre gebraucht, um vom "ersten Knacks" endlich wirklich vom Glauben abgefallen zu sein.

Aber nachdem der Weg angetreten ist, gibt es soviel zu entdecken, soviel Schönes, Spannendes. Und das Gefühl, nicht mehr unter ständiger Überwachung eines Gottes zu stehen, der sich anmaßt. jede meiner Handlungen zu bewerten.

In jedem von uns steckt genug Moral, um als Ungläubiger ein guter Mensch zu sein, ein Leben zu führen, daß sich der Verantwortung für Mitmenschen, Natur und Umwelt bewußt ist und aktiv zum Gemeinwohl betragen kann.

Du steht am Anfang eines manchmal dornigen Weges, dessen Ziel aber alle Mühen wert ist. Die Befreiung von Angst, Bevormundung, Ungewißheit, die Entdeckung von Verantwortung, eigener Stärke und Deines ganz persönlichen, Dir ureigenen Wertes, den Dein Leben hat.

Ich zähle heute noch viele meiner damaligen Glaubensgenossen zu meinen besten Freunden und bin mit der Frau, die mit 14 meine Jugendgruppenleiterin in der Gemeinde war, verheiratet. Das ist nun 35 Jahre her.

Seit über 20 Jahre bin ich Atheist und fühle mich damit sauwohl. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

realsausi2 06.10.2012, 12:10

Noch was. Schau Dich hier mal um.

http://www.gottlosgluecklich.de/?page_id=9

Könnte Dir vielleicht weiterhelfen.

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Abahatchi 06.10.2012, 14:18
@realsausi2

schön, daß Du vieles immer wieder auf den Punkt bringst. Leider ist bei solchen Fragen immer auch eine ausführlich Antwort nötig, die einem zum gewissenhaften Lesen zwingt. Interessant finde ich es immer wieder, wie oft und problematische gerade in Religonen das reine Nachdenken über Sinn und Unsinn des Glaubens gesehen wird.

Die haben irgendwie immer panische Angst, wenn ein bisher streng gläubiger Weggefährte anfängt zu hinterfragen.

Daran sehe ich immer wieder, wie erbärmlich und Fundamentlos diese ganzen Religionen sind. Ein Hochhaus ohne sicheres Stahlbeton Fundament, sondern nur auf Schwämmchen wie die Bibelmärchen aufgebaut, hält selbst bei leichten Winden nicht stand.

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ALATI 07.10.2012, 20:53
@realsausi2

Natürlich kannst du Atheistisch glücklich sein im Diesseits ...das bestreitet ja auch keiner .

Nur ein ewiges Leben bei Gott liegt damit definitiv nicht drin.

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realsausi2 08.10.2012, 00:29
@ALATI

Natürlich kannst du Atheistisch glücklich sein im Diesseits ...das bestreitet ja auch keiner .

Na dann man ran. Da es keine Jenseits gibt, ist ja alles klar.

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DarkSepia 08.10.2012, 13:23
@ALATI

Nur ein ewiges Leben bei Gott liegt damit definitiv nicht drin.

Wenn dein Gott, der per Definition so ein Leben verhindert, existiert, dann nicht. Bei anderen Göttern onder sonstigen übertnatürlichen Welten ist es dennoch möglich.

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Zwischenton 06.10.2012, 14:56

Die Antwort bekommt 100 Punkte.

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Cantoclass 08.10.2012, 12:48

Offensichtlich hat der Religionsunterreicht bei Dir dazu geführt, daß Du eben die Naivität, die Glauben erst möglich macht, durchschaut hast. Das finde ich echt erstaunlich und ist ein absoluter Glücksfall.>

Die Naivität ist doch mindestens vor allem bei Materialisten und Atheisten zu finden, die der Frage nach dem Sinn des Lebens, wie entsteht Liebe etc. wissenschaftlich völlig aus dem Wege geht!

Eine Flucht zurück in den Glauben wäre eine Kapitulation vor dem kritischen Geist, der in Dir erwacht. Wenn Du aber aktzeptierst, daß Deine Erkenntnisse, die zu nun gewonnen hast, viel dichter an der Wahrheit sind als es Glauben je sein kann, wenn Du lernst, die Welt mit den offenen Augen des Verstandes zu betrachten, wird sich Dir ein Füllhorn an Erkenntnissen, an Aha-Erlebnissen, an Sicherheiten und Begeisterung öffnen, daß dem Gläubigen vielfach verschlossen bleibt.>

Der kritische Geist ist, wie Du schreibst, ist ein verdunkelnder Geist, der den Menschen zur Maschine werden lässt und aus einer vierdimesnionalität eine zweidimenson macht. Mehr Flucht im kritischen Denken ist schwer anzutreffen.

Da lobe ich mir jene Wissenschaftler, die zugeben, wo die Erkenntnisschranken liegen und sagen, "wir wissen sehr vieles überhaupt nicht", wir warten ab.

Hättest Du sausi eine wirkliche Alternative genannt, könnte ich vielleicht Deinen Ausführungen folgen, so aber ist es eine Beschränkung in die pure Ablehnung ohne Alternative!

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Cantoclass 08.10.2012, 12:51
@Cantoclass

P.S. Seit Jahrzehnten bin ich gläubiger Christ und Anthroposoph und fühle mich damit sauwohl. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!;-)

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DarkSepia 08.10.2012, 13:29
@Cantoclass

Die Naivität ist doch mindestens vor allem bei Materialisten und Atheisten zu finden, die der Frage nach dem Sinn des Lebens, wie entsteht Liebe etc. wissenschaftlich völlig aus dem Wege geht!

Liebe ist nunmal ein natürliches Phänomen und somit Gegenstand der Naturwissenschaft. "Sinn des Lebens" ist eine mehrdeutige Wortkombination und kann daher als Geschwurbel verworfen werden. Wer dagegen ist soll eine Definition bringen, die dafür geeignet ist, nach diesem "Sinn des Lebens" zu suchen.

Der kritische Geist ist, wie Du schreibst, ist ein verdunkelnder Geist, der den Menschen zur Maschine werden lässt und aus einer vierdimesnionalität eine zweidimenson macht. Mehr Flucht im kritischen Denken ist schwer anzutreffen.

Poisoning the Well. Nachdem das dein Lieblingsfehlschluss zu sein scheint verlinke ich hier eine Erklärung: http://en.wikipedia.org/wiki/Poisoning_the_well

Da lobe ich mir jene Wissenschaftler, die zugeben, wo die Erkenntnisschranken liegen und sagen, "wir wissen sehr vieles überhaupt nicht", wir warten ab.

Das sind genau die Wissenschaftler, die nicht dem Kreationismus frönen und meinen "Wir wissen es nicht, also war es Gott!". Es sind genau jene, die nicht behaupten, Liebe sei etwas magisches.

Hättest Du sausi eine wirkliche Alternative genannt, könnte ich vielleicht Deinen Ausführungen folgen, so aber ist es eine Beschränkung in die pure Ablehnung ohne Alternative!

Agnostizismus ist immer eine Alternative zu glauben.

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DarkSepia 08.10.2012, 13:46
@Cantoclass

Es gibt auch Leute, die behaupten, nachdem sie Actimel getrunken hätten, wäre es ihnen voll gut gegangen.

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realsausi2 09.10.2012, 08:15
@Cantoclass

der Frage nach dem Sinn des Lebens, wie entsteht Liebe etc. wissenschaftlich völlig aus dem Wege geht!

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist doch adäquat und abschließend beantwortet:

42

Und das ist keineswegs so trivial, wie Dir das nun vorkommen mag.

Es ist die Antwort auf die vom Autor unklar gestellte Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ (“life, the universe and everything”). Anhand dieses Inputs wurde die Antwort von dem zu diesem Zeitpunkt größten existierenden Computer errechnet und ist mit absoluter Sicherheit korrekt. Nur ist damit nichts anzufangen, weil niemand weiß, wie die Frage eigentlich genau lautet. Laut dem Mann, der die Wahrheit kennt und ausspricht (Prak), schließen sich die Kenntnis von Frage und Antwort gegenseitig aus. Es sei unmöglich, jemals beide im selben Universum zu kennen – und sollte es trotzdem geschehen, würden Frage und Antwort sich gegenseitig aufheben und das Universum mitnehmen, das daraufhin durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt wird. Einige glauben, dies sei bereits geschehen.

Denke da mal drüber nach.

Es gibt schlicht keinen Sinn des Lebens an sich. Nur jeder von uns kann seinem Individuellen Leben einen Sinn einhauchen, der über 42 hinausgeht.

Wie Liebe entsteht wird doch von Neurowissenschaftlern erforscht. Das Ergebnis steht noch aus, aber es gibt keinen Grund zur Annahme, daß daran etwas anderes mitwirkt als Chemie und Physik, die sich in Stoffwechselvorgängen in unserern Hirn abspielen.

Der kritische Geist ist, wie Du schreibst, ist ein verdunkelnder Geist,

Wir fragen, wir suchen, wir finden. Ob das, was wir finden uns gefällt, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Alles deutet darauf hin, daß alle Prozeße in uns, ob Liebe, Hass, Furcht, Glaubeoder Verstand eine physiklische Entsprechung in uns haben. Ich sehe mich damit überhaupt nicht als Maschine.

Entscheidend ist aber nicht unsere subjektive Bewertung. Es ist wie es ist, egal wie wir uns dabei fühlen.

"wir wissen sehr vieles überhaupt nicht", wir warten ab.

Genau richtig. Das machst Du aber nicht. Du füllst dieses noch nicht Wissen mit mystischen Inhalten, entfernst Dich vom Konzept dessen, was allein in der Lage ist, die Antworten auf offene Fragen zu finden. Du gehst in die Beliebigkeit des Glaubens statt auf die Vergewisserung durch Forschung zu warten.

Hättest Du sausi eine wirkliche Alternative genannt,

Diese findest Du in obigem Absatz.

Die Abwesenheit von Glauben hinterläßt keine Vakanz, die zu füllen wäre. Es gibt keine Position neu zu besetzen, wenn Gott hinausgeworfen wird.

Glaube hüllt den Verstand in ein sedierendes Tuch von Beliebigkeiten. Tausende Götter und Propheten stehen hierfür zur Verfügung. Er verstellt dem Geist den tatsächlichen Zugang zum Sein der Welt.

Dieses zu entfernen ist eine Befreiung, ein Ausdruck von Wachstum, ein sich öffnen der Gewißheit und der Erkenntnis. Auch der eigenen Sinnlosigkeit.

Es wäre verwerflich, hierzu eine Alternative vorzuschlagen. Mit dem Abwerfen des Glaubens ist der Prozeß vollendet. Nur der, der in sich selbst kein Fundament hat, sucht nach solchen Umhüllungen, damit eine Struktur vorgegeben wird.

Der freie und befreite Geist bedarf dessen nicht.

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ALATI 12.10.2012, 02:11
@Cantoclass

Einen grösseren Wiederspruch in sich gibt es wohl kaum !

Christentum und Anthroposophie ein absolutes : Geht nicht !

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Die Bibel selbst behauptet von sich, sie sei von Gott inspiriert. Vertrau auf die Schriften, vertrau ihnen nicht - es liegt auch am Wollen. Lobpreis geben, hm, das hhört sich nach Pfingstgemeinde an. Sieh mal zu, daß Du gute Lehre bekommst, die bleibt bei denen oft zurück. Hör Dir mal Predigten an auf Sermon-online.de

Und bitte einfach Jesus Christus, sich Dir zu offenbaren, in irgendeiner Art. Das geht beim Bibellesen, das Du aufmerksam verfolgen solltest.

Gute Bücher sind: Wer wälzte den Stein? Von Frank Morison; oder Das Leben des Messias von Arnold Fruchtenbaum.

allerdings hat mir der Stoff der Religion im letzten Schuljahr ( Atheismus ) einen großen Knick in meinen Glauben gegeben

Er hat dir keinen "Knick im Glauben gegeben", er hat dich zum Nachdenken gebracht. Das ist gut so.

Seitdem ich die Philosophen Nietzsche,Freud,Kant,Marx studiert habe bzw musste ( für das Abitur ) kann ich nicht mehr richtig glauben...geh zwar in die Gemeinde und bete,allerdings kommt mir das manchmal richtig lächerlich vor und ich denke mir " vielleicht ist der Lobpreis völlig umsonst und es hört ihn niemand

Es ist wahrscheinlich auch lächerlich. Nahezu keines der Gebete, das die Menschen sprechen, wird erfüllt. Und Nietzsche, Freud, Kant, Marx usw. waren sehr intelligente Personen, die gute Gründe hatten, den Glauben zu kritisieren.

ich habe keine Angst vor dem Tod,allerdings kann ich mir nicht mehr vorstellen,dass es nach dem Tod weitergeht,dass irgendwelche Posaunen läuten werden und Jesus wiederkommt

Wird es auch nicht. Dass du keine Angst vor dem Tod hast, zeigt, wie weit du schon bist: Atheisten haben keine Angst vor dem Tod, weil sie sich nicht mehr gegen die Endlichkeit des Lebens anstemmen, keine Angst vor der Hölle haben und die Zeit nutzen, die ihnen noch bleibt.

Die Bibel wurde auch von Menschen geschrieben und fiel nicht vom Himmel, zu behaupten es wäre von Gott inspiriert kann jeder behaupten

Das stimmt. Es gibt Millionen von religiösen Schriften, und bei allen behaupten die Autoren, von Gott inspiriert worden zu sein. Warum sollte es, angesichts der verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit der Existenz irgend eines Gottes, ausgerechnet bei dieser so sein?

ich habe vorher naiv geglaubt,vielleicht hat mir die "Aufklärung" gut getan ?

Hat sie auf jeden Fall.

Du solltest dir mal ein paar Dinge überlegen:

  • Wie gering ist Angesichts der wissenschaftlichen Fakten die Wahrscheinlichkeit, dass es irgend einen Gott gibt?
  • Könnte man die Göttliche Existenz überhaupt widerlegen, oder ist sie nicht so beliebig verschiebbar, dass das nicht möglich ist?
  • Wie gering ist, basierend auf der Antwort auf Frage eins, die Wahrscheinlichkeit des christlichen Gottes?
  • Verdient ein allmächtiger Gott, der das Leid der Welt zulässt, überhaupt Verehrung?
  • Wann hat dir der Glauben je geholfen?
Abahatchi 06.10.2012, 14:03

Er hat dir keinen "Knick im Glauben gegeben", er hat dich zum Nachdenken gebracht. Das ist gut so.

und für viele Religionen ist schon das Nachdenken so Existenz bedrohend, daß sie selbst das einfache Nachdenken über Sinn und Unsinn des Glaubens als vom Glauben gefallen betrachten.

Das zeigt mir immer wieder, wie erbärmlich dieses ganze religöse Zeug ist.

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threetimessix 06.10.2012, 23:13
@Abahatchi

So sieht´s aus -"Glauben" heißt nun mal "nicht wissen wollen" was wirklich ist!

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ALATI 12.10.2012, 02:31
@threetimessix

Nun ich hoffe für dich das du recht behalten wirst ,ansonsten könnte es da mal eine abruptes erwachen aus dem selbstgerechten Schaf Schlaf geben !

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ALATI 07.10.2012, 20:47

@germanidiot

Wie gering ist Angesichts der wissenschaftlichen Fakten ....

Kein seriöser Naturwissenschaftler würde überhaupt je die frage nach Gott stellen . Es sei denn er würde die Prinzipien der Naturwissenschaft selbst nicht mal kennen.

Denke du bitte einmal darüber nach mein Guter .

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Abahatchi 08.10.2012, 21:20
@ALATI

Kein seriöser Naturwissenschaftler würde überhaupt je die frage nach Gott stellen

doch, ich

Gruß Abahatchi

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