SEHR komplexe Situation: Mietvertrag unterschreiben oder nicht und dann?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Möbliertes Zimmer im vom Vermieter selbst bewohnten Haus oder der Wohnung?

Da kannst Du unterschreiben oder nicht. Für Dich als Mieter gelten eh die gesetzlichen Bestimmungen auf die Du Dich berufen kannst.

Der Vermieter kann Kopfstände machen wie er will.

Für Dich gilt § 573c Abs. 3 und § 549

So komplex ist die Situation für Dich nicht.

Was drohen mir da für Konsequenzen?

Wenn der Vermieter die Besonderheiten bei möblierter Vermietung in der selbst bewohnten Immoblie nicht kennt, keine.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass ich aufgrund meines Studiums schon ab Anfang Januar ins Ausland muss und somit schon Ende Dezember das Zimmer verlassen würde/müsste.

Dann kannst Du, mit der für Dich als Mieter gültigen Frist (nach besagtem §), fristgerecht zum 31.12.2011 kündigen, sofern die (schriftliche) Kündigung spätestens am 15.12.2011 beim Vermieter ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie soll ich jetzt agieren und mich verhalten?

  • Miete für Oktober,November und Dezember zahlen.

  • Zum 31.12.2011kündigen,spätestens am 15 Dezember muss der Vermieter sie haben.mache es schriftlich per Einwurfeinschreiben oder übergebe sie direkt mit Zeugen.

  • Mietkaution nach Auszug fordern.Bei so kurzer seit darf er sie nicht komplett zurückhalten.

Denn sollte ich bezahlen und dann keinen Nachmieter finden wird der Vermieter mir die Kaution nicht zurückgeben um die 2 fehlenden Monate zu kompensieren

Du hast 14 tägiges Kündigungsrecht weil Du ein möbliertes Zimmer hast,nicht 2 Monate.

Also musst Du auch nur für die 14 Tage im Dezember zahlen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von anitari
11.10.2011, 22:15

Also musst Du auch nur für die 14 Tage im Dezember zahlen!

Für den kompletten Monat Dezember.

0

da sie derzeit keinen Mietvertrag haben, denn mündlich abgeschlossenen Mietverträge sind ungültig, würde ich auch keinen Mietvertrag bis Februar unterschreiben. Wenn sie den Mietvertrag schriftlich da haben, dann setzen Sie einfach das Endedatum auf 31.12.2011, basta.es liegt dann im Ermessen des Vermieters, ob mit ihnen einen gültigen Mietvertrag haben möchte oder nicht. Kommt kein Mietvertrag zu Stande, brauchen sie auch keine Miete zu zahlen, auch keine Kaution.

Die Kaution abzuwohnen geht nicht. Die Kaution ist nicht dazu da, und ihnen eventuell nicht gezahlte Miete auszugleichen. Wenn Sie diese zwei Monatsmieten nicht bezahlen, weil sie meinen, dass sie sie abwohnen können, kann und wird der Vermieter Ihnen nicht nur eine fristlose Kündigung ins Haus schicken, er wird Ihnen auch zivilrechtlich wegen der Miete auf den Pelz rücken. Das macht unnötige Kosten.

Warten Sie einfach ab, ob der Vermieter den Mietvertrag bis Ende des Jahres unterschreiben möchte. Solange zahlen Sie keine Miete, heben diese aber natürlich auf.kommt der Mietvertrag rechtsgültig zu Stande, zahlen sie bis Ende des Jahres die aufgehobene Miete.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast bereits einen Vertrag, einen mündlichen. Damit gilt das BGB und(!) der Vertrag gilt als auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Auf keinen Fall einen schriftlichen Vertrag unterschreiben!!!

Mit der Suche nach einen Nachmieter machst Du also mehr, als wozu Du gesetzlich verpflichtet bist.

Hier ist noch etwas "Bettlektüre" zu dem Thema: http://www.immopilot.de/Vermieter/Mietvertrag/mietvertrag.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du solltest bedenken, dass dein Vermieter durch den nicht vorhandenen schriftlichen Mietvertrag sich evtl. die Möglichkeit vorbehalten wollte, die jederzeit rausschmeißen zu können, weil er möglicherweise eine Alternative in Betracht gezogen hat (nette Studentin, die bei ihm einziehen will, Eigenbedarf seiner Tochter, Nachmieter der mehr zahlt, etc.)

Nun bist du es aber, der einen Vorteil durch den nicht vorhandenen schriftlichen Vertrag hat. Das würde ich dem Vermieter so sagen und mich auf nichts einlassen. Den siehst du im Leben ohnehin nicht wieder. Evtl. hast du bis Januar noch Stress. Aber das musst du aushalten.

Rechtlich bist du auch an mündliche Verträge gebunden. Wenn es jedoch nichts Schriftliches gibt, lässt sich schwer beweisen, welcher Art das Mietverhältnis war. Du könntest einfach behaupten, dass ihr beide bewusst keinen schriftlichen Mietvertrag geschlossen habt, weil du dir die Möglichkeit einen schnellen Auszuges ohne 3monatiger Kündigungsfrist offenhalten wolltest. Im beiderseitigen Einverständnis natürlich. Dein Vermieter wird es schwer haben, dagegen zu argumentieren. "Warum hat er sonst nicht auf einen schriftlichen Vertrag bestanden?" wird die Frage lauten.

Im Leben ist man sich selbst den Nächste und wird selbst oft genug von anderen getäuscht und ausgetrickst.

Also: Mietvertrag nicht unterschreiben.

Wenn du für Nov und Dez nicht bezahlst, könnte es sein, dass er dich rausschmeißt. Das ist war rechtlich nicht so einfach, aber das bedeutet Krieg und kann irgendwie ausarten.

Wenn du bezahlst, musst du dir evtl. die Kaution hinterher zurückerstreiten.

Ich würde - des Friedens willen - die Miete weiter bezahlen und die Kaution später zurückverlangen. Wahrscheinlich wirst du mahnen und eine Frist setzen müssen. Evtl. sogar einen Anwalt beauftragen. Aber ich denke, dass dies der bequemere Weg ist. Ich weiß nicht, was dein Vermieter für ein Typ ist. Es gibt Vermieter, die können unangenehm werden (wenn man noch in deren Nähe wohnt).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von cleave
11.10.2011, 21:48

Danke! Wie sieht es denn aus wenn ich im November und Dezember nicht zahle und vom § 543 b gebrauch mache? Die Kaution würde ich dann auch nicht zurückverlangen wollen und mir dann auch den Streit im Januar ersparen.

Wie läuft denn überhaupt der Kündigungsprozess seitens des Vermieters ab??

0

Ob Du den Mietvertrag unterschreibst oder nicht ist zweitrangig, denn Mietverträge kann man auch mündlich schließen, und das ist geschehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DiplIngo
11.10.2011, 20:35

Ne, das ist nicht zweitrangig. Mit einem schriftlichen Vertrag steht er/sie schlechter da!

0

Auf ein mündlicher Vertrag ist ein Vertrag.... nur der Nachweis ist schwieriger zu führen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?