Sehen diese Orte in Wirklichkeit auch so aus, wenn man direkt dort wäre?

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6 Antworten

Hubble nimmt zwar Bilder in dem Frequenzbereich auf, der für uns auch mit bloßen Augen sichtbar ist, aber das Licht von den aufgenommenen Objekten ist nur schwach. 

So wie es Hubble aufnimmt, sieht es daher zwar im Prinzip schon aus, aber die Farbenpracht kommt durch sehr lange Belichtungszeiten zustande, durch die das Teleskop eben genug Licht sammeln kann. 

Unsere Farbrezeptoren funktionieren bei zu wenig Licht nicht, deshalb ist nachts für uns alles grau. Bei einem direkten Blick durch ein normales Linsenteleskop hier auf der Erde sieht man daher die gleichen Objekte (vorausgesetzt, sie sind groß genug, um sie damit zu sehen) eher als gräuliche Flecken. 

Leider nimmt die wahrgenommene Helligkeit von ausgedehnten Objekten wie Nebeln auch nicht zu, wenn man sich ihnen annähert. Hinzu kommt noch, dass Nebel im Weltraum eine sehr geringe Dichte haben, hier auf der Erde gilt das immer noch als Vakuum. Wenn man sich direkt in ihnen befindet, sieht man also eher auch nicht so viel, außer vielleicht von Stellen, die weiter weg sind.

Bei Sternhaufen sieht es etwas anders aus, Sterne sind ja kompakte Objekte. In einem Sternhaufen könnte man deutlich mehr Sterne am Himmel sehen, weil die Sterne viel dichter beisammen stehen.

Das Hubble Weltraumteleskop liefert so ziemlich die besten Aufnahmen ferner Sternhaufen, Nebelgebilde und Galaxien, die heute überhaupt möglich sind. Allerdings würde ein Mensch, auch wenn er mit dem Teleskop mitfliegen und dort durch ein Okular blicken könnte, nicht diese Vielfalt insbesondere an Farben sehen, welche wir auf dem Bildmaterial sehen. Diese Bilder werden nämlich meist mit langen Belichtungszeiten aufgenommen. Dies können unsere Augen nicht. Wenn es also einst möglich sein wird, dass Menschen in die Nähe des Orionnebels reisen könnten und diesen als riesengroßes Gebilde (das halbe Firmament ausfüllend) sehen könnten, würden sie wohl niemals dieselbe Farbigkeit sehen wie etwa in diesem Bild:

http://www.ias-observatory.org/index.php?option=com_ponygallery&func=watermark&id=770&orig=1&Itemid=70

Bei der Betrachtung mit bloßem Auge würde das Ganze wohl fast nur als weißlicher Schleier mit leichten Farbtönungen erscheinen. Dies liegt aber nur daran, dass unsere Augen nicht für Langzeitaufnahmen geeignet sind und dass unsere Farbrezeptoren erst bei recht hohen Lichtintensitäten funktionieren.

Prinzipiell richtig allerdings können wir wohl sehr wohl Farben sehen. Beim Orion Nebel erkennt man von der Erde schon etwas an Farben.

Wenn man nun wirklich da wäre würden wir sehr wohl Farben sehen, wenn auch nicht soo viele Verschiedene weil Hubble oft auch nicht sichtbare Wellenlängen einfach für uns sichtbar macht (z.b. ulatrviolett und dergleichen)

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Die wären deutlich blasser. Würde man die aber durch einen Restlichtverstärker betrachten, könnte man auch die Farben deutlicher sehen.

Das kommt auf die Entfernung vom Objekt an.

Und vom Winkel und von den Objekten, die evtl. dazwischen stehen.

Wir sind ja auch am Rand der Milchstrasse und können diese deshalb nicht in der kompletten Spiralform sehen, die sie ja hat.

In der Regel sind die Bilder interstellarer Nebel in erheblichem Maße digital nachbearbeitet, einige kurze Erklärungen findest Du unter http://astrofotografie.hohmann-edv.de/aufnahmen/index.php

Mir ist bewusst das Hubble auch mit verschiedene Filter arbeitet.  Mich würde nur interessieren, wie die Objekte in der Realität ohne irgendwelche Filter aussehen.   

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Na flieg' halt hin und schau dir das vor Ort selbst an!

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