sehbehinderte Fahrradfahrer von Beifahrertür runtergestossen

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5 Antworten

Einige Hintergrundinformationen wären nützlich - darfst du aus ärztlicher Sicht Fahrrad fahren oder nicht aufgrund deiner Sehbeeinträchtigung? Wenn ja, dann nur auf der Straße oder ist es dir erlaubt auf dem Gehweg zu fahren? War es denn überhaupt ein Gehweg oder war es ein Fahrradweg?

ja ich darf fahrrad fahren. es war ein fussgängerweg

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@Bibilee3311

Hui, dann ist es schon nicht mehr so einfach - ab einem bestimmten Alter (ich meine es wären 12 Jahre) musst du als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren außer halt auf nem Radweg.

Unter diesen Umständen wärst du gut beraten wenn du dir ebenfalls nen Anwalt nimmst. Wenn der von vornherein sagt, dass dies ein aussichtsloses Unterfangen ist, dann lass dir das Gutachten von dem Schaden zeigen sowie die Rechnung der Werkstatt und beiß in den sauren Apfel und bezahl. Wenn du trotzdem dagegen angehst ist es sehr wahrscheinlich, dass die Kosten weitaus höher ausfallen...

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Waren 8 Jahre nicht 12 :)

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@Startrails

bis 8 Jahre MÜssen bis 10 Jahre dürfen Kinder den Gehweg zum Fahrradfahren benützen.

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normalerweise müsstest du recht bekommen da du ja wie du sagst die sonderberechtigung hast auf dem fußweg zu fahren und der beifahrer (wohl ohne in den spiegel zu schauen) die türe aufgerissen hat

wenn es ein achtjähriger gewesen wäre, der in dem fall den gleichen unfall hätte bauen können wäre auch der beifahrer schuld gewesen

Von welcher Sonderberechtigung sprichst du bitte??

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Du bist ja spaßig. Siehst kaum was und gondelst dennoch mit dem Fahrrad umher.

Da gehts ja schonmal los. Du scheinst zu erwarten, sieht man nicht richtig, gelten Sonderrechte?

Zudem, woher nimmst Du die Annahme, wenn man nicht gescheit sehen kann, dass man dann mit dem Fahrrad auf dem Gehweg herumgondeln darf?

Das steht so nicht in der StVO, laut dieser Kinder bis 10 Jahre, alle anderen nicht. Gar nicht. Das steht da als einzige Ausnahme drin, mehr gibts nicht und nur das gilt.

Und wenn man körperlich nicht in der Verfassung ist, regelgerecht am öffentlichen Straßenverkehr mit einem Fahrzeug egal welcher Art auch immer auf dem jeweils vorgeschriebenen Straßenteil, im Falle eines Fahrrades ist das deutlichst die Fahrbahn, jeweils teilzunehmen, dann bleibt nur noch die Teilnahme als Fußgänger übrig.

In diesem Sinne hast Du selbstverständlich die Schuld, denn Du hattest dort mit dem Radl nichts zu suchen. Passiert was dabei, bist Du hafttungsrechtlich zur Kasse zu bitten, ganz normal so.

In diesem Sinne hast Du selbstverständlich die Schuld, denn Du hattest dort mit dem Radl nichts zu suchen.

Da muss ich widersprechen!

Grundsätzlich hast Du Recht. Allein dadurch das man selbst eine Ordnungswidrigkeit begeht [auf dem Gehweg fahren] trifft einen sicher nicht die volle Schuld wenn ein Anderer durch sein Fehlverhalten den Unfall verursacht [das Öffnen der Tür]. Und der Verstoß gegen §14 Abs.1 StVO wiegt hier sicherlich weitaus schwerer als das Fahren auf dem Gehweg.

§ 14 Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen

(1) Wer ein- oder aussteigt, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden ausgeschlossen ist.

Und da hier auch von "plötzlich öffnete die beifahrerin eines parkenden autos die türe" die Rede ist muss davon ausgegangen werden das dieser Unfall eventuell auch für jeden Anderen unvermeidbar war...

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@Crack

Crack, Du musst da deutlichst unterscheiden zwischen Verkehrsrecht und Haftungsrecht.

Beides ist komplett getrennt zu sehen und werden auch getrennt abgehandelt.

Verkehrsrechtlich ist die Dame, die die Tür geöffnet hat, selbstverständlich schuld am Unfall, keine Frage.

Haftungsrechtlich zählt jedoch der kausale Zusammenhang - hatte der Radfahrer dort was zu suchen?

Und das ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Ergo, wenn der Radfahrer sich dran gehalten hätte, wäre dieser gar nicht da gewesen, hätte es nicht gekracht, ist haftungsrechtlich klar Schuld.

Ein kleines Beispiel aus dem täglichen Leben:

Radfahrer gondelt auf dem Gehweg herum, entgegengesetzt der Fahrbahn. Pkw-Führer verlässt Grundstückseinfahrt, Radfahrer brummt dem Pkw Vorne Seitlich drauf, verletzt, Rad kaputt.

Verkehrsrechtlich: Pkw-Führer Schuld, fahrlässige KV - und zwar exakt wie Du beschrieben hast, er musste mit einem solchen Verstoß rechnen.

Und nun frohigen Mutes will der Radfahrer auch noch seinen verbogenen und verbeulten Drahtesel ersetzt bekommen, darf aber stattdessen haftungsrechtlich den Kotflügel und die Neulackierung der Motorhaube des Pkw blechen, weil er dort nichts zu suchen hatte und es nicht gekracht hätte, hätte er sich dran gehalten.

Also komplett umgekehrt - das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun, die jeweilige Abhandlung erfolgt aufgrund anderer Grundsätze und kann sich auch wie hier komplett gegenteilig verhalten.

Und in der Frage gehts um die Haftung, Radfahrer soll Schaden an Fahrzeugtür bezahlen.

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@fastlink
Haftungsrechtlich zählt jedoch der kausale Zusammenhang - hatte der Radfahrer dort was zu suchen?

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Und das ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Ergo, wenn der Radfahrer sich dran gehalten hätte, wäre dieser gar nicht da gewesen, hätte es nicht gekracht, ist haftungsrechtlich klar Schuld.

Und wenn die Beifahrerin ihrer Pflicht nach §14 StVO nachgekommen wäre "eine Gefährdung anderer am Verkehr Teilnehmenden auszuschließen" dann hätte es auch nicht gekracht., richtig?

So einfach kannst Du Dir das also nicht machen, denn aus diesem Fehler resultiert eine Teilschuld die unfallauslösend war und aus der sich dann logischerweise auch wieder Ansprüche des/r Radfahrers/in gegen die Beifahrerin ergeben.

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@fastlink
  • Radfahrer gondelt auf dem Gehweg herum, entgegengesetzt der Fahrbahn. Pkw-Führer verlässt Grundstückseinfahrt, Radfahrer brummt dem Pkw Vorne Seitlich drauf, verletzt, Rad kaputt.

  • Verkehrsrechtlich: Pkw-Führer Schuld, fahrlässige KV - und zwar exakt wie Du beschrieben hast, er musste mit einem solchen Verstoß rechnen.

Von wegen, DAS ist nicht grundsätzlich der Fall.^^

http://pdeleuw.de/fahrrad/urteile.html#gehwegbenutzung

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Schwachsinn ich hab mit meinen Bruder mal seine Prüfungsaufgaben für die Fahrschule durch genommen und sogar dort lernen die das Fahrrad Fahrer zu berücksichtigen sind für dem öffnen der Tür also du könntest ihn anklagen nicht er dich an Dreistigkeit ist sowas für mich nicht zu überbieten an deiner Stelle würde ich jetzt schön zum Gegenschlag hauen und die verklagen

Es ist vollkommen korrekt, dass auf Fahrradfahrer besondere Rücksicht genommen werden muss. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass er/sie hätte auf der Straße fahren müssen weil es eben ein GEHWEG war und kein Fahrradweg. Bevor hier prompt zurück geklagt wird, erst zum Anwalt um ein klärendes Gespräch zu führen...

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