Seele im Paradies - Sind die Liebsten auch da?

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24 Antworten

Man kommt in den spirituellen Himmel, wo eine Supergroup mit Jim Morrison und Janis Joplin als Sängerduett, Jimi Hendrix an der Gitarre, Jack Bruce am Bass sowie John Bonham am Schlagzeug bereits auf einen wartet. Es wird dort ununterbrochen "All You Need Is Love" gespielt. Deine Liebsten sind ebenfalls alle dort. Auch kann man in einem speziellen Raum das Leben auf der Erde betrachten. Selbstverständlich auch das auf dem GF-Planeten. Und dann natürlich auch Fragen wie der folgenden beiwohnen --> https://www.gutefrage.net/frage/seele-im-paradies---sind-die-liebsten-auch-da

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PeVau 04.12.2015, 07:51

Wenn man dann nach dem Tod aber von den verblichenen Stars des deutschen Schlagers begrüßt wird und fortwährend mit "Ganz in Weiß" beschallt wird, weiß man auch, wo man gelandet ist.

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sarahj 04.12.2015, 08:45

besser kommts nimmer!

Das wird jetzt ein salomonisches Sternchen.

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sarahj 04.12.2015, 14:00

Unendlich lang ist ja schon eine verdammt lange Zeit. Also wenn man denkt, daß das Warten auf den Bus einem oft schon zu lange ist.
Ich fürchte, daß der Himmel schnell zur Hölle wird, wenn nicht auch mal eine andere Band spielt.
 
Das wäre fast schon eine neue philosophische Frage wert:
ist Himmel = Hölle? (denn irgendwann wird ja alles langweilig).

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In der Tat, da gibt es sehr verschiedene Vorstellungen. 

Bis vor kurzem noch galt in der gesamten Christenheit das Dogma von der leiblichen Auferstehung. Das ist im kath. Katechismus auch festgehalten (Nr. 992):

Gott hat seinem Volk die Auferstehung von den Toten Schritt für Schritt geoffenbart. Die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung der Toten setzte sich durch als eine Folgerung aus dem Glauben an einen Gott, der den ganzen Menschen, Seele und Leib, erschaffen hat.

Daher dürfen Katholiken auch nicht verbrannt werden und im Mittelalter stand sogar die Todesstrafe auf die Verbrennung eines Leichnams, weil dadurch die leibliche Auferstehung verhindert wird.

Inzwischen ist vielen Christen die leibliche Auferstehung doch etwas zu unglaubwürdig geworden und sie haben eine neue erfunden, dass nicht der Körper sondern nur die Seele/Geist aufersteht. Dies setzt aber voraus, dass die Seele aus einer eigenen vom Körper losgelösten Substanz (Leib-Seele-Problem) besteht.

Dieser Dualismus, dass also Körper und Seele getrennt sind, wird zwar behauptet, aber durch nichts belegt. Im Gegenteil, die moderne Wissenschaft behauptet, dass Seele und Geist nicht von außen in den Körper eingepflanzt werden sondern dass sie aus der Hirntätigkeit emergieren und nicht vom Körper losgelöst betrachtet werden können. Wie das physikalisch vor sich geht, dass Geist und Seele aus der Hirntätigkeit emergieren hat Ilya Prigogine in seiner Theorie Dissipativer Strukturen gezeigt. Mit dieser Theorie beschäftigen sich mittlerweile auch Theologen intensiv, da sie mit der Widerlegung einer getrennten Geist-/Seelensubstanz ihre letzten Fälle wegschwimmen sehen, nämlich dem Verprechen eines Lebens nach dem Tode. Bislang konnten sie allerdings keinen Fehler in der Theorie Disspativer Strukturen entdecken.

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Alanbar33 03.12.2015, 14:24

Daher dürfen Katholiken auch nicht verbrannt werden und im Mittelalter stand sogar die Todesstrafe auf die Verbrennung eines Leichnams, weil dadurch die leibliche Auferstehung verhindert wird.

Im Islam ist verbrennen auch verboten , aber Gott ist Allmacht und er wird die die sich verbrennen lassen haben wieder in einem Stück zusammen kommen also mit Skelett und Seele , es gibt keinen entkommen auch wenn man im all Tod davon schwebt , Gott wird jeden seiner Geschöpfe am Tage des Gerichts einberufen egal was man vorher mit dem Körper gemacht hat

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Hamburger02 03.12.2015, 15:01
@Alanbar33

Nun ja, das kann man glauben oder nicht. Ich kann es nicht glauben, da es mir zu sehr nach menschlichen Wunschvorstellungen klingt und es keinerlei Beleg dafür gibt, dass das stimmt. Außerdem gibt es mehr religiöse Aussagen, dass das nicht stimmt als Aussagen, dass es stimmt.

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Hyperdinosaurus 24.12.2015, 11:39

Für mich ist die Erkenntnis der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Geist und Körper kein Hindernis an ein ewiges leben zu glauben. Solange in uns etwas transzendentes wohnt, das eng in Verbindung steht mit dem immanenten, kann etwas in ein jenseitige transzendente Sphäre aufsteigen ( in die Ewigkeit bei Gott)

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Bei uns Muslimen wird es so gesehen (so weit ich weiß): Alle werden egal wann sie starben 32 Jahre alt sein. Menschen die behindert waren (geistig) kommen alle ins Paradies weil sie die Religion ja gar nicht hätten praktizieren können. Bei körperlich behinderten habe ich mal gehört, dass zum Beispiel taube dort doppelt so gut hören und die die blimd waren doppelt so gut sehen werden wie normale nicht behindert gewesene paradiesbewohner. Da kann man auch verheiratet sein auch mit dek Partner vom irdischen leben. Nehmen wir an ich war bis zum tod mit einer frau verheiratet und komme ins Paradies. Dann darf ich dort entscheiden ob die ehe fortgeführt werden soll. Allerdings müssen dabei beide ehepartner zustimmen.
Muslime die es besser wissen sollen mich korrigieren falls ich falsch liege.

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dangsang 03.12.2015, 16:57

jeder wird 33 jahre alt sein :)) aber ich bin kein besser wisser :))

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sarahj 03.12.2015, 18:28

Meine Frage bezog sich mehr auf den Geist, weniger auf den Körper. Das habe ich soweit verstanden, daß alle 33 Jahre als sind.

Aber auf der Erde gibt es ja auch dicke und dünne, hübsche und weniger hübsche, große und kleine Menschen. Sehen dann alle Männer gleich aus (super body) und alle Frauen auch?
Ich denke, jemand der auf der Erde klein und dick war, wird sicher groß und schlank sein wollen?

"Da kann man auch verheiratet sein auch mit dek Partner vom irdischen leben. Nehmen wir an ich war bis zum tod mit einer frau verheiratet und komme ins Paradies. Dann darf ich dort entscheiden ob die ehe fortgeführt werden soll. Allerdings müssen dabei beide ehepartner zustimmen."

Und es gibt keinen Streit mehr?
wenn z.B. der Mann will, die Frau aber nicht?
Oder wenn der Mann eine andere Frau will, ist sie dann nicht traurig?
Oder wenn die Frau einen anderen Mann haben will, ist er dann nicht auch wütend?

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furkansel 03.12.2015, 22:57

wenn die frau nicht will wirds nicht fortgeführt. beim rest bin ich leider überfragt.

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sarahj 03.12.2015, 23:41
@furkansel

ich frage mich, was passiert, wenn der Mann dann trotzdem will (manchmal sind die ja nicht so leicht loszukriegen).
Und er dann böse wird.

Gibt es dann im Paradies auch Strafen, wenn er jetzt sauer ist und grob wird?

Ich meine, wenn er unbedingt will, sie aber einen anderen, da könnte so ein Mann doch schon mal ausrasten - oder?

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furkansel 04.12.2015, 20:05

gute frage...kp...aus der Perspektive habe ich das noch nicht betrachtet.

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Ich denke, das ist eine Sache der eigenen Vorstellung und des Glaubens.

Ich für meinen Teil, glaube daran, dass der Körper eine Form ist, die wir erhalten um eine Aufgabe zu erfüllen oder um etwas bestimmtes zu lernen. Krankheiten sind irdisch und daher, wenn wir den Körper verlassen, ist die "Seele" wieder rein und frei von Krankheiten, Entstellungen etc.
Ich hab mit Religion ehrlich gesagt gar nix zu tun, ich hab daher meine eigene Vorstellung was danach passiert. Meiner Meinung nach beruhigt es ungemein, wenn man für sich eine Vorstellung gefunden hat.

Wenn dich das Thema sehr interessiert, kann ich dir die Bücher der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler Ross empfehlen. Sie lebt leider auch nicht mehr, hat aber sehr viele Bücher zu dem Thema Sterben geschrieben. Die hab ich damals alle gelesen und fand sie sehr hilfreich und interessant. Ich meine mich zu erinnern, dass dort auch ein Fall geschildert wurde, von einer Person die schwer krank gewesen ist und auch Schmerzen hatte und gestorben ist, aber wieder zurück geholt wurde. Sie schilderte darin, was sie nachdem Tod gesehen und empfunden hat (die Schmerzen waren weg).

Ich finde das Thema sehr interessant, hatte in meiner Familie, aber auch schon viele Todesfälle und musste mich daher, mehr oder weniger mit diesem Thema schon recht früh auseinandersetzen. Die Bücher von Kübler Ross haben mir auch sehr gut geholfen, als meine Ma an Krebs erkrankt ist. Da ich sie viel besser verstehen konnte und auch nachvollziehen konnte in welchem Stadium sie sich befindet und ihr die letzten Monate/Wochen/Tage angenehmer gestalten konnte.

Es gibt auch ein paar Bücher über das Thema Nahtoderfahrung, eines war von einem Arzt. Das nennt sich Blick in die Ewigkeit und war eine Weile in der Sachbuchbestsellerliste zu finden. Ich hab es allerdings nicht gelesen.

Ansonsten einfach mal googeln, zu dem Thema gibt es einiges im Internet zu finden.

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sarahj 03.12.2015, 11:29

sicher kannst Du Dir denken, daß ich dazu eine Meinung habe. Wollte aber mal lesen, was andere sich da so konkret vorstellen. Danke für die Antwort.

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Hallo sarahj,

die Vorstellung einer unsterblichen Seele existiert zwar in vielen Religionen, doch die Bibel lehrt etwas Anderes. Das Wort "Seele" ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes néphesch und bezieht sich in der Bibel auf den Menschen, auf Tiere oder auf das Leben selbst. Niemals jedoch beschreibt die Bibel "Seele" als einen unstofflichen Teil des Menschen, der den Tod überdauert.

In Bezug auf den ersten Menschen sagt die Bibel: "So steht auch geschrieben: ,Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebendige Seele" ( 1. Korinther 15:45). Es heißt hier nicht, dass der Mensch eine Seele bekam, sondern dass er eine Seele wurde. Das ist ein großer Unterschied.

Dass auch Tiere als "Seelen" bezeichnet werden, zeigen folgende Bibeltexte: "Gott sprach weiter: ,Die Wasser sollen ein Gewimmel lebender Seelen* hervorwimmeln . . .‘ Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art. . . . Und Gott sprach weiter: ,Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor . . .‘ Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art" (1. Mose. 1:20, 21, 24, 25).

Dass die Seele kein unsichtbarer Teil des Menschen ist, wird auch in mehreren Enzyklopädien bestätigt, so z.B. hier:„Im A[lten] T[estament] [gibt es] keine Dichotomie [Zweiteilung] in Körper und Seele . . . Der Israelit sah die Dinge konkret, in ihrer Gesamtheit, und sah deshalb Menschen als Personen und nicht als etwas Zusammengesetztes an. Der Ausdruck nepeš [néphesch], obgleich mit unserem Wort Seele übersetzt, bedeutet nie Seele im Unterschied zum Körper oder zur Einzelperson. . . . Der Ausdruck [psychḗ] ist das entsprechende Wort für nepeš im N[euen] T[estament]. Es kann das Lebensprinzip, das Leben selbst oder lebendes Wesen bedeuten“ (New Catholic Encyclopedia, 1967, Bd. XIII, S. 449, 450).

Was geschieht denn dann beim Tod, wenn es danach kein Weiterleben gibt? Darüber sagt die Bibel folgendes: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst"(Prediger 9:5,10). In diesem Text wird deutlich gesagt, dass die Toten ohne jegliches Bewusstsein sind. Sie existieren nicht mehr. Das hier verwendete Wort "Scheol" bedeutet so viel wie "Grab".

Heißt das nun, dass es für die Toten keine Hoffnung gäbe? Nein, ganz im Gegenteil! An vielen Stellen in der Bibel ist von der Auferstehung der Toten die Rede. Was ist damit gemeint? Da Gott dazu in der Lage ist, sich an jeden einzelnen Verstorbenen genau zu erinnern, wird er ihnen neues Leben geben, sie also neu erschaffen. Von diesem künftigen Ereignis sprach Jesus Christus, als er sagte: " Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden... zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28,29).

Damit bin ich an den Teil Deiner Frage angelangt, wo Du danach fragst, wie die Menschen "restauriert'' werden. Wie gesagt, Gott wird die Verstorbenen neu erschaffen. Dabei ist er nicht auf irgendwelche Überreste angewiesen, die er für eine "Restaurierung" bräuchte. Er kann sich an das Lebensmuster eines jeden Einzelnen exakt erinnern und ihm wieder einen neuen Körper geben. Da sich für die meisten die Auferstehung hier auf der Erde abspielen wird (nur eine relativ geringe Anzahl von Menschen wird gem. der Bibel in den Himmel kommen), ist es vernünftig anzunehmen, dass jemand in der gleichen Gestalt wiederkommen wird, die er in seinem früheren Leben hatte, was logischerweise auch das gleiche Alter einschließt.Nur so wird er für seine Angehörigen und Freunde wiederzuerkennen sein. Dabei wird Gott natürlich nicht einen ehemals kranken Körper mit den gleichen Gebrechen wiedererschaffen. Woher weiß man das?

Fortsetzung...

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Philipp59 05.12.2015, 05:51

Fortsetzung...

Im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, ist u.a. auch die Rede von der Zeit der Auferstehung. Wie die folgenden Verse zeigen, wird dann niemand mehr irgendwie zu leiden haben: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Die Auferstehung der Toten wird das bis dahin größte Wunder für die Menschheit sein. Stell Dir vor, wie wunderbar es sein wird, wieder mit all seinen lieben Angehörigen und Freunden vereint zu sein! Wäre das nicht ein Grund, sich einmal näher mit der Bibel und demjenigen, der Menschen dazu inspiriert hat, sie zu schreiben, näher zu befassen? Du wirst erstaunt sein, auf wieviel Lebensfragen die Bibel Antworten hat!

LG Philipp

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sarahj 05.12.2015, 06:15
@Philipp59

Es ist mir klar, daß die körperliche Restauration und Auferstehung die ursprüngliche Vorstellung war, und als solche auch in der Bibel zu finden. Und nicht nur im Christentum.

Bin aber etwas erstaunt, da ich eigentlich davon ausging, daß dies auch von offizieller Seite nurmehr als "Folklore" gesehen wird, und heute eine dualistische Deutung vorherrscht.

Wie auch immer die offizielle Kirche sich dazu äußert (und die braucht ja zuweilen lange), kann ich mir nicht vorstellen, daß viele moderne Christen Dein Bild teilen. Es wäre spannend zu erfahren, wie groß der Prozentsatz derer ist, die heute noch dieser Ansicht sind.

Zu Deinem letzten Abschnitt: ich bin nicht der Meinung, daß die Bibel zu Lebensfragen eine Antwort hat. Sie vergiftet eher das Denken und macht Menschen engstirnig, überheblich, böse und gewalttätig. Insbesondere das AT sollte als jugendgefährdend indiziert und keinesfalls in Kinderköpfe gelangen. Die Höllenvorstellung führt zu psychischen Schäden.

Dennoch vielen Dank für Deine Antwort.

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Philipp59 05.12.2015, 07:57
@sarahj

Hallo sarahj,

leider sind viele kirchliche Lehren bzgl. der Auferstehung weit von dem entfernt, was die Bibel darüber lehrt. So heißt es beispielsweise in der Catholic Encyclopedia : „Das 4. Laterankonzil lehrt, daß alle Menschen, ob Auserwählte oder Verdammte, ‚mit ihren eigenen Leibern, die sie jetzt mit sich herumtragen, wieder auferstehen werden‘.“ Weiter wird gesagt: „Da der Leib an den Lastern und Tugenden der Seele teilgenommen hat, scheint es eine Forderung der göttlichen Gerechtigkeit zu sein, daß er auch an Strafe und Lohn der Seele teilhat. Sowohl den auferstandenen Leibern der Heiligen als auch denen der Sünder wird Unsterblichkeit verliehen“.

Die Bibel spricht weder davon, dass Menschen mit ihrem Leib in den Himmel aufgenommen werden, noch lehrt sie, dass Böse für immer in einem Höllenfeuer gequält werden. In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn des zugrundeliegenden Wortes aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man das Wort "scheol".Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für das hebräische Wort "scheol" gibt, haben es einige Übersetzer nur transkribiert. Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch nicht die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder.

In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd. 11, S. 276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“

Da Millionen von Menschen innerhalb der Christenheit nicht richtig über den Tod und die Auferstehung belehrt werden, bin ich mit Dir einer Meinung, dass nicht sehr viele es so glauben, wie ich es anhand der Bibel dargelegt habe.

Zu Deinem letzten Abschnitt: ich bin nicht der Meinung, daß die Bibel zu Lebensfragen eine Antwort hat. Sie vergiftet eher das Denken und macht Menschen engstirnig, überheblich, böse und gewalttätig. Insbesondere das AT sollte als jugendgefährdend indiziert und keinesfalls in Kinderköpfe gelangen. Die Höllenvorstellung führt zu psychischen Schäden.

Ich denke das, was vielfach in die Bibel hineininterpretiert und falsch dargestellt wurde, ist es, was das Denken der Menschen vergiftet! Dazu zählt ohne Zweifel auch die Vorstellung einer Hölle. Wie bereits erwähnt, ist diese zwar eine kirchliche, aber eindeutig keine biblische Lehre!

LG Philipp

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sarahj 05.12.2015, 12:19
@Philipp59

"Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen."

dann entspricht ja Scheol ziemlich genau der Vorstellung die auch Atheisten haben: keinerlei Gefühl, kein Wissen, keine Liebsten um einen. Nichts. Man ist nicht mehr. Also kann sie - wenn man ehrlich ist - auch kein Trost sein.

Sehe ich das richtig?

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AlbatrossFLIGHT 05.12.2015, 22:17
@sarahj

sarahj, nein, das siehst du nicht richtig. Für viele ist es ein Trost, zu wissen, daß niemand nach dem Tod leidet, selbst wenn er eigentlich schwere Strafe verdient hätte für das, was er anderen Menschen angetan hat. Bewußtlosigkeit ist doch bei weitem nicht das Schlimmste. Und der Scheol ist ja auch nur ein vorübergehender Zustand. In der Auferstehung bekommt jeder noch einmal eine Chance, sich für seinen Schöpfer zu entscheiden, weil nur JHWH als unser Schöpfer weiß, was wirklich gut für uns ist. Leider werden viele diese zweite Chance nicht nutzen - wie die Bibel sagt.

Und dann tritt am Ende der Zustand ein, den du als Vorstellung der Atheisten beschreibst. Das ist doch liebevoll und gerecht von unserem Schöpfer JHWH - er zwingt niemanden, ihn zu lieben und nach seinen Wegen zu leben. Dann sind sie eben nicht mehr, was soll man sich da beklagen?

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sarahj 06.12.2015, 03:23
@AlbatrossFLIGHT

aber dann stellt sich doch nach der Auferstehung die Frage.
Scheol verschiebt sie nur ein bisschen.
Was ist mit dem "ich" dann geschehen?
Bin ich noch "ich"? (*)
(*) also mein Bewusstsein, welches meine Erfahrungen, Kenntnisse usw. umfasst.

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Philipp59 06.12.2015, 05:22
@sarahj

Hallo sarahj,

ich möchte mich dem, was AlbatrossFLIGHT geschrieben hat, anschließen. Sieh es einmal so: Die Zeit im "Scheol", dem Grab also, ist im Grunde nur eine Unterbrechung des Lebens. Deswegen wird in der Bibel der Tod öfter mit einem Schlaf verglichen. Für die Verstorbenen wird die Auferstehung wie das Erwachen aus einem langen Schlaf empfunden. Gott wird sie so vollständig wiederherstellen, dass das alte "Ich" mit all seinen Erfahrungen, Kenntnissen, Erinnerungen usw. wieder da ist. Der Auferstandene kann also sein Leben exakt an der Stelle wiederaufnehmen, an der er beim Zeitpunkt seines Todes gestanden hat. Das bedeutet natürlich auch, dass er dann mit all seinen Lieben wieder vereint sein wird.

Wie bereits in meiner Antwort kurz angesprochen, wird sich die Auferstehung hier auf der Erde abspielen. Die Auferstanden werden dann allerdings veränderte Verhältnisse auf Erden antreffen. Die Menschheit wird nicht mehr von korrupten Regierungen beherrscht, sondern von der besten Regierung, die man sich denken kann: von Gottes Königreich in den Händen Jesu Christi. Es handelt sich hier um das Reich, um das Millionen immer wieder im "Vaterunser" beten, wenn sie sprechen: "Dein Reich komme".

Unter diesem "Reich" werden nicht nur die Toten auferweckt, sondern es wird den Menschen auch geholfen, die Wege Gottes kennenzulernen und danach zu handeln. Dann wird es keinen Hass, keine Verbrechen, keine Kriege, keine Zwistigkeiten und keine Armut mehr geben. Das Paradies, von dem die Menschen schon so lange träumen, wird dann Wirklichkeit geworden sein (allerdings nicht im Himmel, wie viele es glauben). Wenn jemand in dieser Zeit durch die Auferstehung zum Leben kommt, wird er zeigen müssen, wie er zu diesem neuen Leben und zu Gott steht. Wenn er die Chance richtig nutzt, kann er sogar für immer am Leben bleiben.

Vielleicht ist dadurch jetzt klarer geworden, was die Bibel wirklich mit "Auferstehung" meint.

LG Philipp

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Das ist eine Glaubenssache. Es ist durch nichts bewieesen, dass es ein sog. Paradies gibt, in dem z.B. die Seele eines Menschen weiterlebt, oder in irgendeiner anderen Form es ein Weiterleben gibt. Es ist aus meiner Sicht eher eine Sache der Kirche, die Gläubigen gefügig zu machen, um den Dogmen zu folgen. Die Bösen kommen in die Hölle, Punkt. Die weniger Bösen durchlaufen das Fegefeuer. Dort werde sie von ihren "Sünden" befreit und wandern dann weiter in das sog. Paradies.Punkt. Die Guten müssen keine "Umwege" machen und kommen sofort ins Paradies.Punkt. Daraus entstand auch der Ablass, der die Kirche so vermögend machte. Man konnte sich mit Geld oder Sachwerten von seinen Sünden freikaufen. Das alles hat eher den Hintergrund, sich auf Kosten der Gläubigen zu bereichern. Es ist sogar strittig, ob es überhaupt eine Seele gibt. Angeblich soll mit dem letzten Atemzug die Seele den Weg nach oben gehen, also in den Himmel. Theorien ohne Ende die durch nichts bewiesen sind. Ich glaube nicht an ein Weiterleben nach dem Tode, egal in welcher Form auch immer.Uns wurde ein Zusammenleben mit Verwandten, Eltern, Geschwistern geschenkt, was nach dem Tode sein Ende gefunden hat. Sicher werden mir Viele widersprechen und meine Ansicht nicht teilen. Damit kann ich aber leben. Niemand weiss wo sich die Hölle ,das Fegfeuer oder der Himmel befinden. Die Institution Kirche muss eben ein Konstrukt erfinden, um die Gläubigen an sich zu binden,sonst wäre sie schon aus rein finanziellen Gründen in der heutigen Form,nicht überlebensfähig . .

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sarahj 04.12.2015, 09:58

Danke; eine Ansicht, die wohl auch manche Christen insgeheim, Atheisten sowieso, und so manch Anderer hat.

Kann allem zustimmen, bis auf das Wort "Theorie" (ich bin da pingelig ;-).

Hier sollte man "These", "Ansicht" oder auch "Spekulation" schreiben, da "Theorie" die Bedeutung von "Wissen" (im Sinne von nachgewiesen und nicht widerlegt) hat.

(klingt pingelig, aber weil so oft geschrieben wird:" x ist eben 'nur' eine Theorie", und man dann erst mal erklären muß, sollte man genau bleiben, damit der Begriff nicht mehr und mehr verwässert wird. Übrigens ist "x" dabei oft die Evolutionstheorie, die eben nicht "nur" eine Theorie ist)
Grüsse.

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comhb3mpqy 06.12.2015, 13:00
@sarahj

Such doch mal im Internet nach Berichten von Nahtoderfahrungen. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod und an Gott. Gründe für meinen Glauben findest du auf meinem Profil.

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sarahj 06.12.2015, 16:41
@comhb3mpqy

bist Du eigentlich ein bot, der immer und überall und ohne Bezug dasselbe reinpastet?

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denkst du jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig?

Meiner Meinung nach gibt es kein Leben doppelt, keines ist eine eins zu eins Übertragung eines Lebens, sondern jeder Mensch ist einzigartig in seinem Wahrnehmung, seinem Denken und in seinem Bewusstsein. So wie du die Welt siehst, hat noch keiner vor dir die Welt gesehen, und es wird auch keinen geben, der genauso die Welt wahrnehmen wird. Im Grunde folgt kein Mensch einer Analogie eines vorherigen Geschehens, sondern jeder Mensch schreibt seine eigene Biografie mit anderen Menschen.  

Dein Humor, deine Interessen, deine Leidenschaften, all das vereint sich  in einer noch nie dagewesenen Kombination zu deinem ,,Ich", welches sich zwar in verschiedenen Lebensphasen verändert, aber dadurch löscht sich ja nicht deine Prägung, deine Biographie usw. aus, die dich zu einer einzigartigen Person geformt haben.

Diese Einzigartigkeit deiner Geschichte ist deine Identität, das was dich von anderen Leben unterscheidet. Insofern existiert ein abgrenzbares Dasein, dass sich durch den Alterungsprozess nicht auflöst, und dass nicht die Geschichten von früher ungeschehen macht.  Ein solches Dasein würde nach dem Tod meiner Vorstellung nach in einer neuen Existenz weitergehen, eines das nicht von Raum und zeit abhängt.

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wie du schon richtig erkannt hast haben versch. Religionen versch. Ansichtsweisen. Letztendlich ist das alles Ansichtssache für jeden ist dass die richtige Antwort was derjenige als richtige Antwort versteht, denn ncihtmal die Existenz eines Paradieses /Himmel kann jemand beweisen das hat alles mit Glauben zutun, genauso also die Seelen Frage :) ich persönlich glaube da lieber dass der Geist einer Person in einer restaurierten version "geuploadet" wird wie du so schön sagtest ;D mit all dem Wissen was er im Leben sich aneignen konnte /durfte und den Dingen die er gelernt hat währen er bspw. dement war nur halt ohne dass er die sachen vergisst etc :)

Gruß

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sarahj 03.12.2015, 11:27

Demnach wären sterbende Kinder irgendwie die Dummen, weil sie nie die Chance hatten, sich vorher etwas viel anzueignen.
Da hätten dann Reinkarnationsreligionen durchaus einen Marketingvorteil, weil man da ja nochmal eine Chance kriegt (wenn ich das mal so salopp formulieren darf).

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blacksuccubus 03.12.2015, 15:30
@sarahj

Ja so seh ich das in der hinsicht ;) ich persönlich glaube wenn überhaupt aber lieber an Wiedergeburt als Paradies oder so hab da so ne wilde Theorie ;D

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blacksuccubus 15.12.2015, 23:55
@comhb3mpqy

gerne, haben wir auch schon mal in der schule im kath. Religionsunterricht behandelt aber was hat das damit zutun? :)

Gruß

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Erstmal bist du total erleuchtert, weil du keinen Koerper mehr hast, kein Hunger, keine Schmerzen, kein Stress, alles easy, das deckt sich mit den Aussagen von fast Verstorbenen. Dann gehst du durch den Tunnel zum Licht, der dich magisch anzieht. Dort warten, deinen Wunsch entsprechend dann, Verwandte und Bekannte, oder auch Jesus, oder andere Goetter, je nach dem was du glaubst. Deine geistigen Fuehrer wissen das und machen eine Show, damit du dich beruhgst und erkennst, dass du jetzt im Himmel bist. So, dann kommst du vor dem Aeltestenrat und es wird im Beisein deiner spirituellen Fuehrer deine neue Inkarnation besprochen, woran du noch arbeiten musst. Dann kannst du dich ein paar Jahre, nach irdischer Zeitrechnung, ausruhen und dich auch fortbilden, dazu gibt es Bibliotheken. Dann irgendwann, wird es Zeit fuer dich und du wirst in deinen neuen Babykoerper geschossen, gleichzeitig bekommst du eine Amnaesie, damit du dich nicht erinnern kannst, wer du wirklich bist. Das ist der normale Reinkarnationskreislauf, dem alle, egal welcher Religion, unterliegen. Die interessante Frage lautet, wie kannst du dieser Wiederverwertung entkommen? Alles Gute!

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sarahj 04.12.2015, 01:13

Abgesehen von der Show und den Bibliotheken entspricht das ziemlich genau dem, was zu erwarten wäre, wenn das Licht einfach ausginge, sich meine Bestandteile (Atome, Elektronen und das bisschen Energie) in alle Winde zerstreuen (dauert, nach irdischer Zeitrechnung auch nur ein paar Jahre), und die Bestandteile dann wieder reinkarniert werden. Vielleicht passiert die Show am Ende ja in meinem Kopf, wenn ich Glück habe - man hört, daß da so einiges zu erwarten ist, wenn das Großhirn die Kontrolle verliert (Drogen und Träume lassen hoffen).

Man kann und will ihr nicht entkommen. Das tolle ist: somit hängt alles mit allem zusammen; mindestens ein Atom oder Elektron ist statistisch hochwahrscheinlich in mir, welches von Einstein ausgepinkelt wurde. Wenn das nichts ist!

Und in ein paar Milliarden Jahren ballen sich die Atome auf einem anderen Planeten wieder zu Lebewesen zusammen, wenn unsere Sonne explodiert ist, und alles in alle "Winde" zerstreut ist.
Ist das keine galaktische Vorstellung?

Ich hoffe nur, dort entstehen nicht die selben, dummen Religionen, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Das wäre dann mal ein echter Fortschritt.
 
Gute Nacht.

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NichtZwei 04.12.2015, 01:32
@sarahj

Ich mag deine praktische Sichtweise der Dinge. Die Show passiert in deinem Bewusstsein, naja, kennst du, ein bisschen Spass muss sein. Du bist ja die, die die Atome erschafft. Das kann einen schon schaffen! Ich meine, so auf lange Sicht, mit der Ewigkeit! Alles Gute!

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Die Frage impliziert viele andere Fragen! - Wie definiert man vor allem "die Seele"?

Die Psychologie kennt schon seit der Aufklärung keine Seele mehr, sondern nur noch seelische Funktionen. Auch der Protestantismus tut sich sehr schwer, etwas Sinnvolles über "die Seele" zu sagen. So sind wir also weithin "seelenlos" geworden.

In der mittelalterlichen Theologie der Scholastik gab es hervorragende Vorstellungen über die Seele, die uns leider ganz verloren gegangen sind:

Da gab es höhere Seelenkräfte wie die Vernunft, den Geist, das Erinnerungsvermögen, das Abstaktrionsvermögen. Und es gab in sinnvoller Abstufung dazu die niederen Seelenkräfte wie die Sinnesorgane.

In der Mystik gab es dann noch den tiefsten Seelengrund, das "Seelenfünklein" usw., - den tiefsten oder höchsten Teil der Seele, der identisch ist mit Gott selbst. Der Seelengrund ist allerdings nichts zu mir Gehörendes, sondern genauso transzendent (jenseitig) wie Gott selbst. Da der Seelengrund nichts Geschaffenes ist, ist er auch nicht vergänglich. Auch kann man keine Aussagen über ihn machen, weil wir ihn selbst nicht kennen können.

Aber das, was wir als unsere Persönlichkeit denken, das wird vollkommen verschwinden, wenn wir sterben.

Das ist übrigens auch schon im Alten Testament genau so gedacht worden: mit dem Tod verschwindet der Mensch - und zwar vollständig.

Wir kommen aus dem Sein in das Dasein - und dann gehen wir wieder zurück aus dem Dasein in das Sein.


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sarahj 02.02.2016, 19:26

damit kann auch ein Atheist leben: wenn man stirbt, stirbt das "ich", der Körper (Materie) wird recycled.

Oder, wie an anderer Stelle beschrieben: man wird wiedergeboren, aber mit einer kompletten Amnesie.

Ob man das als "das Weiterleben nach dem Tode" bezeichnen kann, mag jeder für sich selbst entscheiden. Und ob es das ist, was sich die meisten Gläubigen vorstellen bzw. wünschen und erwarten, mag ich bezweifeln.

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eulogos 03.02.2016, 10:31
@sarahj

Wir müssen uns bewußt sein, dass wir hier über sehr subjektive Inhalte austauschen. Dh jede und jeder kann und darf da natürlich seine je eigenen Vorstellungen haben. - Und man kann darüber letztlich auch nicht streiten, weil es sinnlos ist.

Ich denke aber in der Tat, dass das "Ich" - unsere persönliche Identität - mit unserem Tod verschwindet, was mich allerdings auch überhaupt nicht beunruhigt.

Was wissen wir schon darüber, wer wir waren, bevor wir gezeugt wurden? - Diese Frage wird so gut wie nie gefragt. Kein Mensch wird darauf eine Antwort wissen.

Zu "Atheist":  "atheoi" war ursprünglich ein Schimpfwort für die Christen, weil sie eben keinen Gott hatten wie die umliegenden Kulturen in der Antike.

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Mach dir lieber mehr Sorgen, wie du für dich und deine Liebsten ein Paradies auf Erden schaffst; und wenn es geht, auch für den Rest der Menschheit. Ist allemal besser, als auf Dinge zu spekulieren, die niemand wissen noch beweisen kann.

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sarahj 04.12.2015, 10:05

dem kann ich nur zustimmen (als Atheist). Als Gläubiger ist das aber die zentrale Frage. Oder etwa nicht?

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colocolo 05.12.2015, 18:22
@sarahj

Atheist oder nicht - ich habe weder die Hoffnung noch den Anpruch, jemandem zu einem oder anderem Glauben zu verhelfen. Lieber schreibe ich Sätze, die nachvollziehbar sind - unabhängig vom Glauben. Über den Glauben zu argumentieren ist verlorene Liebesmüh.

Wenn Menschen sich "hüben" Gedanken machen übers "drüben" - was wollen sie tun, wenn sie "drüben" sind? Sich Gedanken machen über das "irdische Leben"? Sehr klug wäre es nicht.

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comhb3mpqy 06.12.2015, 13:04
@colocolo

Informiere dich doch mal über das Thema Nahtoderfahrungen.

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colocolo 06.12.2015, 13:57
@comhb3mpqy

Danke, ich verzichte. Die Leute können viel erzählen wenn der Tag lang ist; und Erzählungen sind keine Informationen.

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Die christlich-theologische Sicht beruht auf dem, was Jesus Christus dazu gesagt hat. Danach ist das ewige Leben die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, die man auch Himmel nennt. Der Himmel ist die Erfüllung der tiefsten Sehnsucht des Menschen, er ist der „Zustand höchsten, endgültigen Glücks“.Und an diesem Glück wird der Mensch mit seinem individuellen und unverwechselbarem ICH teilnehmen, das versteht man unter Geistseele. Ob die Seele sich nach dem Tod vom Körper trennt und sich erst am Ende der Zeiten wieder mit ihm vereinigt oder ob sie von Anfang an mit ihm vereint bleibt, kann man nicht wissen, da die Ewigkeit keine Zeiten mehr kennt und es deshalb eher anzunehmen ist, dass auch der Leib bereits nach dem Tod seine Vollendung findet.

Was aber sicher ist: Wir sind und bleiben Menschen auch im ewigen Leben und werden nicht zu Geistern wie Engel. Allerdings handelt es sich um eine vollendete Leiblichkeit, die nicht mehr an Materie und Raum gebunden ist, wie wir es jetzt noch sind. Selbstverständlich werden wir als individuelle Personen, als Frauen und Männer, im Himmel sein. Wir werden nicht in einen anonymen Einheits-Menschen verwandelt, sondern im Gegenteil, wir finden unsere wahre Identität und Gott ruft jeden mit einem einzigartigen, nur ihm gehörenden Namen, den wir seit unserer Erschaffung bei Ihm haben. Darum werden wir natürlich auch die Menschen, mit denen wir wirklich in Liebe verbunden waren, wieder erkennen. Bei denen, die geistig behindert waren oder im Alter geistig abgebaut haben, so dass sie gar nicht mehr sie selbst waren, wird uns der eigentliche, wahre Mensch begegnen oder wieder begegnen, ohne jede Trübung, ohne Missverständnisse. Die Vollendung wird immer vollkommen sein und damit auch die Erkenntnis über alles, was uns jetzt unbegreiflich scheint - das gilt auch für verstorbene Kinder.

Altern ist eine Sache der Vergänglichkeit auf Erden, die gibt es in der Ewigkeit nicht mehr. Ewigkeit ist ein nie endender Augenblick der Gegenwart. Der jetzige Leib ist verweslich und armselig, aber der verklärte Leib wird stark und herrlich sein. Das Wie ist uns noch verborgen, unvorstellbar wie einem Fisch das Leben am Land.

Was du als „drum herum reden“ kritisierst, ist nichts anderes als die verständliche Unwissenheit über das, was uns noch verborgen ist und nicht in allen Einzelheiten geoffenbart wurde. Es gilt das biblische Wort, dass kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben. Und es liegt an unserer Beziehung zu Gott, wie weit dies uns im "Schon jetzt" gezeigt wird.

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sarahj 03.12.2015, 17:42

"... werden wir als individuelle Personen, .., im Himmel sein. Wir werden nicht in einen anonymen Einheits-Menschen verwandelt, sondern im Gegenteil, wir finden unsere wahre Identität und Gott ruft jeden mit einem einzigartigen, nur ihm gehörenden Namen, den wir seit unserer Erschaffung bei Ihm haben. Darum werden wir natürlich auch die Menschen, mit denen wir wirklich in Liebe verbunden waren, wieder erkennen."

also behält jeder sein "ich", was die Summe seiner Erfahrungen einschließt. Ich zumindest definiere mich dadurch. Nicht was ich als Kleinkind war. So ein "ich" lehne ich ab.
Ohne die Summe der Erfahrungen gibt es aus meiner Sicht kein Individuum, und damit auch kein Erkennen der Menschen, mit denen man verbunden war.
Es könnte natürlich sein, daß wir über zwei verschiedene Definitionen von "ich" bzw. "Bewusstsein" reden.
Glaube ich aber nicht, nachdem was Du oben geschrieben hast, wobei ich den Teil "Namen, den wir seit unserer Erschaffung bei ihm haben" nicht nachvollziehen kann. Das klingt ein bisschen nach "Registriernummer", die einmal vorab vergeben wurde.
Zu einer Nummer will ich meine Seele aber auch nicht reduziert wissen.


"Bei denen, die geistig behindert waren oder im Alter geistig abgebaut haben, so dass sie gar nicht mehr sie selbst waren, wird uns der eigentliche, wahre Mensch begegnen oder wieder begegnen, ohne jede Trübung, ohne Missverständnisse"

also das Individuum, welches sie vor ihrer Erkrankung waren. Sie werden restauriert werden.
Das heisst bei sehr kleinen Kindern, daß ihr "eigentliches, wahres" bereits vorher da war, und das Individuum im theologischen Sinn nicht durch Erziehung und Umwelt geprägt wird, sondern ewig ist. Also schon immer da war, und damit unveränderlich.
Damit wäre sie aber einheitlich. Oder ist das Individuum, mit all seinen Erinnerungen schon vorher festgelegt?
Widerspricht das nicht der obigen Aussage?

Mit drumrum-Reden kritisiere ich, daß einerseits schon Kindern ein Bild vom Weiterleben vermittelt wird, daß vielen eigentlich als Hauptargument (einziges?) dient, um den Glauben zu rechtfertigen.

Dann aber im Lauf des Erwachsenwerdens, diese Vorstellung mehr und mehr unkonkreter werden, und am Ende von "vollkommener Vollendung" gesprochen wird, unter der sich keiner mehr was vorstellen kann. Eigentlich entfällt damit die Vorraussetzung für den Glauben, oder man müßte dieses Argument (Leben nach dem Tod) komplett herausnehmen.

Ein Nachfragen wird meist mit Unwissenheit des Verborgenen abgekanzelt.

Klar habe ich kein Wissen über Verborgenes.
Aber wer hat es?
Wer halbwegs ehrlich ist muß eingestehen, es auch nicht zu haben.
Keiner hat es - Oder?

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Raubkatze45 04.12.2015, 16:07
@sarahj

Ich werde nicht ganz schlau aus deinen Erklärungen, welches Ich dir denn nun angenehm ist. Ich verstehe darunter Wesensarten, Eigenschaften, Gefühle, Gedanken, Neigungen, deren es so viele gibt, wie es Menschen gibt. Einflüsse von außen, Gene, Elternhaus, Freunde, Schule, Kirche, können auf Menschen einwirken und sie auch prägen, nicht aber ihre Einzigartigkeit oder ihren freien Willen aufheben.

Gott hat den Menschen mit Freiheit gewollt und erschaffen, daher gibt es keine unabänderliche Festlegung auf ein bestimmtes „Ich“. Natürlich hat Gott mit jedem einzelnen Menschen einen guten Plan für sein ewiges Glück, das sich schon auf Erden vorbereitet. Und – da hast du Recht – jeder Mensch hat einen Platz und eine Sendung, die kein anderer in dieser Weise ersetzen kann. Du hast Talente bekommen, diese Aufgabe zu erfüllen, die im Grunde nichts anderes ist, als zu lieben, und geliebt zu werden. Für Gott bist du unverzichtbar. Festgelegt ist die Würde und Einmaligkeit, die jeder Mensch vor Gott hat, also auch das noch Neugeborene oder sogar Ungeborene. Dennoch: Ein Mensch mag berufen sein, aber es bedarf seiner Mitwirkung. Wenn du dich z.B. gegen Gott entschieden hast, entspricht das nicht dem Willen Gottes, denn Er sehnt sich nach deiner Liebe. Aber Zwangsbeglückung will Gott dennoch nicht. Er drängt sich nicht so auf, dass man Ihn nicht auch ablehnen kann.

Neugeborene Kinder werden in der Ewigkeit erkennen, wer Gott ist und nach ihrer Entscheidung für Ihn die Vollendung finden. Ich persönlich würde es eher als Gnade ansehen, zur Vollendung gelangen zu dürfen ohne vorher die Leiden dieser Welt kosten zu müssen. Und das „Restaurieren“ der Demenzkranken oder geistig Behinderten ist doch wohl eher ein Grund zur Freude. Auch Gesunde werden " restauriert", nämlich von ihren Schwächen und Fehlern, an denen wir oft selber leiden.

Gott ist Liebe und kein Buchhalter, er teilt die Menschen nicht in Nummern und Namen ein, wohl aber trägt er jeden Menschen in seinem Herzen und kennt seinen Namen. So wie du auf Erden mit deinem Namen angesprochen wird, kennt dich auch Gott. Es steht geschrieben „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt“. Es reicht mir, wenn ich mir unter Vollendung ein ungetrübtes Glücklichsein vorstelle in einer Liebe, die – im Gegensatz zu menschlicher Liebe – restlos und ungetrübt mich ganz und gar erkennt und erfüllt.

Wenn es dich stört, dass Kinder die christliche Botschaft erfahren:Christen haben einen Verkündigungsauftrag und wer wirklichen Glauben hat, wird wollen, dass auch andere von Jesus Christus erfahren – so wie Atheisten ihren Kindern die humanistischen Werte beibringen. Es wird im Laufe des Lebens gar nichts unkonkreter, ganz im Gegenteil. Es kommt nur darauf an, wie man bereit ist, sich darauf einzulassen. Richtig, es ist uns jetzt noch verhüllt, was wir einst im Licht schauen werden. Aber Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Auferstandenen und denen, die mit Ihm leben, bleiben jedenfalls vielen Menschen nicht verborgen. Sie werden nur von denen nicht angenommen, die partout Gott nicht in ihr Leben lassen wollen. Es ist ein Irrtum zu glauben, Gott müsse sich beweisen durch Zeichen und Wunder, damit man an ihn glauben kann, obwohl auch das oft genug vorkommt.  Er wirkt Zeichen und Wunder, weil man an ihn glaubt. Und dafür verbürge ich mich !

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sarahj 05.12.2015, 13:09
@Raubkatze45

Wenn es dich stört, dass Kinder die christliche Botschaft erfahren:Christen haben einen Verkündigungsauftrag und wer wirklichen Glauben hat, wird wollen, dass auch andere von Jesus Christus erfahren – so wie Atheisten ihren Kindern die humanistischen Werte beibringen.

ziemlich. Es tört mich sehr.

Es ist das Selbe wie ständig von radikalen Veganern umlagert zu werden, die auch einen "Auftrag" haben, und denken sie müssten ihre Ansicht zu Gesetz machen. Und dabei noch nicht mal richtig über ihre Unmoral nachdenken.
(siehe: https://www.gutefrage.net/frage/warum-hasse-ich-es-so-sehr-wenn-menschen-fleisch-essen?foundIn=list-answers-by-user#answer-185803985)

Ich kann nichts schlimmes an "Liebe Deinen Nächsten" finden, aber darauf kommt man durch rationale Überlegungen.
(Sinnfrage: frage/wie-schaffe-ich-es-volle-100-zu-leben?foundIn=list-answers-by-user#answer-185423275)

Soweit so gut.

Problematisch wird es, wenn gleichzeitig Moralvorstellungen gepredigt werden, und Kindern eine Höllenangst eingepflanzt wird, zu "sündigen", und die "Sünden" größtenteils in der Nichtbefolgung nicht nachvollziehbarer Regeln bestehen. Viele beruhen auf einer Verneinung der urmenschlichsten Bedürfnisse (Sex zum Bsp.).

Auch der Einfluß auf Gesetzgebung, wie Stammzellenforschung oder die Idee der unbegrenzten Vermehrung (Kondome in Afrika), zu HIV und Homosexualität sind nur negativ.

Und nicht zuletzt: das Denken, besser zu sein, weil man allein die Wahrheit besitzt, führt zu Konflikten. Wie sollen solche Prediger jemals mit Andersdenkenden ein konfliktfreies Leben führen. Man sieht ja gerade jetzt, wie es konstant schlimmer wird, weil Muslime von ihrem Wahn genauso überzeugt sind, wie Christen. Dabei haben beide Seiten keinerlei Beweise für ihre jeweilige Position.

Zu allerletzt: wie kann jemand, der sowieso glaubt, daß das Leben hier nur ein vorübergehender, unangenehmer Übergang ist, rational und verantwortungsvoll die Geschicke der Menschheit lenken.

Wenn man sich so manchen Eiferer (z.B. Christ in den USA) anhört, der sagt: "laß uns Armageddon einleiten, damit wir endlich in den Himmel kommen." wird mir Angst.

Und zumindest diese Angst wirst Du mit mir uneingeschränkt teilen, und mir zustimen: auf so eine Idee würde ein Atheist niemals kommen. Christen und Muslime aber schon.

Das macht die Idee als solche schon gefährlich.

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Hi, 

Es gibt bei dieser Frage keine Plausible Erklärung. Denn keiner kann dir sagen wie es sein wird... jeder stellt sich das Leben nach dem Tod anders vor. (sofern man überhaupt daran glaubt) 

Ich persönlich mache mir keine Gedanken nach dem ''Wie'' weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann. Da ich gläubig bin und an die wahrheit der Bibel glaube weiss ich einfach dass ich bei Jesus sein werde. Und das ist für mich das wichtigste. Gemäss Bibel wird es keine Krankheiten etc. mehr geben, sondern alles wird vollkommen sein. Deswegen mache ich mir auch keine Gedanken ob ich meine liebsten nach dem Tod mal wieder sehen werde... denn wenn alles Vollkommen ist, spielt das gar keine Rolle mehr. Und ich denke auch dass man es sich gar nicht vorstellen kann, da es eine ganz andere Dimension ist. Unsere Vorstellungskraft reicht dafür einfach nicht aus um soweit denken zu können ;) 

LG 

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sarahj 03.12.2015, 19:31

Danke für die Mühe. Sie muss nicht 100% plausibel sein, irgendwie teilweise nachvollziehbar reicht schon.

Also Deine Vorstellung geht eher in Richtung "keine Gefühle, kein Leid, keine Bedürfnisse, nichts spielt eine Rolle".

Also "alles egal, aber in der Nähe von Jesus, was ein gutes Gefühl ist".

Es bleibt also ein einziges Gefühl bzw. ein erfüllter Wunsch.

Sehe ich das richtig?

Das wäre ja so weit nicht von der Vorstellung des nicht-Seins entfernt (wenn überhaupt).

Und irgendwie so wie die erfüllte romantische Sehnsucht nach einem Liebhaber (ohne Dir zu Nahe treten zu wollen ;-)

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Schoggi1 03.12.2015, 19:37
@sarahj

Nein das siehst du falsch... Es ist nicht einfach ein Gefühllos sein... Es wird einfach vollkommen sein. Vollkommen war auch der Garten Eden. Adam und Eva lebten darin ohne Sorgen, Ohne Angst, ohne Krankheiten. Sei lebte in Beziehung mit Gott und hatten einen dierkten draht zu ihm... Es war alles Perfekt. Bis...naja.. du weisst schon.... Ich muss die Geschichte ja sicher nicht erklären ;) 

Gott ist Liebe so wird es beschrieben. Was kann es denn schöneres geben als umgeben von purer Liebe zu sein? Wenn ich nur Anteilweise diese Liebe spüre weine ich vor Glück.... Wie wunderbar muss es denn sein wenn man mitten in dieser liebe sein darf? Also für mich einfach fern aller Vorstellungen. 

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sarahj 03.12.2015, 20:02
@Schoggi1

oh, vielleicht hast Du nicht bis zu Ende gelesen.
Ich habe unten schon (wie Du auch) von einem einzigen Gefühl gesprochen. So ein bisschen wie auf Liebesdroge (finde kein besseres Wort) stelle ich mir das vor, was Du meinst.

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Schoggi1 03.12.2015, 20:07
@sarahj

hmm...Ich weiss es nicht ob es nur ein Gefühl ist... ich glaube es ist schon ein wirkliches ''da sein''. Und ich glaube auch das dort oben Aufgaben auf uns warten ;)

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sarahj 03.12.2015, 21:53
@Schoggi1

na (du wirst verstehen, daß ich ein bisschen überrascht bin ;-)

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Die Frage gilt natürlich auch umgekehrt: in welchem geistigen Alter/Zustand werden demente Freunde dort sein?

Viele dement erkrankte, erlangen kurz vor dem Sterbeprozess, eine  völlige Klarheit ihres Geistes und Verstandes...

Wenn die Seele sich vom leiblichen Körper löst , trennt sie sich auch vom Gehirn , was die Dements als Kranheit zur folge hatte. Auch blinde wären befreit, sowie alle von  körperlichen Leiden und Behinderungen....

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sarahj 05.12.2015, 12:13

das wäre eine Erklärung. Aber es gibt ja auch andere Fälle.
Unklar ist mir, welcher Zustand (Zeitpunkt) in meinem Leben mein wahres "ich" ausmacht.

Ich sehe mich selbst als das was ich im Moment bin, wobei dieses "ich" all meine Erfahrung, Wissen usw. ausmacht, welche ich eben im Leben bis genau jetzt durchgemacht habe. Morgen bin ich schon wieder ein anderes "ich", wenn heute abend etwas wichtiges (oder auch unwichtiges) passiert.

Die unsterbliche Seele, wie von vielen beschrieben sieht für mich aber wie etwas statisches, immer da gewesenes, unveränderbares aus.

Das scheint mir ein Widerspruch. Ich müsste doch befürchten, nicht wirklich "ich" zu sein, im Paradies. Und alle anderen natürlich auch.

Eigentlich ein bisschen wie ein seelenloser Einheitszombie (wenn Du mir den Ausdruck verzeihst, mir fällt gerade nichts besseres ein). Oder Roboter ohne eigenes "ich".

Und das erscheint mir einerseits komplett unlogisch, andererseits auch nicht erstrebenswert.

Bei Blinden hätte ich weniger Probleme: der Geist ist ja eh' vom Körper getrennt, und ich gehe mal davon aus, daß es im Paradies nichts "zu sehen" (im eigentlichen Sinn) gibt. Das Körperliche ist ja eigentlich bei der Dualität von Körper und Geist sowieso schon m.E. abgehakt.

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AlphaundOmega 05.12.2015, 13:01
@sarahj

Man müsste wohl erst noch mal zur Kindheit zurück, an dem Punkt  , wo das "Ich" noch nicht geprägt wurde, denn deine Identität hattest du bereits , d.h. du wusstest schon,  wer du bist...auch ohne eine Ich-form erklärt zu bekommen oder zu wählen...

Später kam der Verstand , dem Wissen und Erfahrungen  hinzu . Das Gehirn formte ein Ego- Bewusstsein und nannte es "Ich" = Ich denke , also bin ich...doch es ist nur das verständige, logisch denkende Ich, was verstandesgemäß arbeitet und z.B.  Gefühle nicht wirklich verstehen kann .

Das macht uns teilsweise tatsächlich zu Robotern, die programmiert wurden auf unsere Umwelt genau so zu agieren, wie es einer angenommen Realität dienlich ist...

Wenn ich dir einen anderen Namen gebe, müsstest du auch etwas anderes sein, aber du könntest auch alle Nahmen tragen und wärest immer noch dasselbe. Man hat uns programmiert, das der Name=Du bist oder Du = der Name ...All das ist aber nicht wesentlich , nur das was dich ausmacht ( deine Essenz , dein Wesen )....wir sind nur mit dem gekommen was wir sind und können auch nur mit dem wieder dahin zurück, woher wir kamen , nur mit dem Unterschied das unsere Seele sich auch weiterentwickelt , was man unter geistiges wachsen und Vervollkommnung  verstehen könnte . Denn Vollkommenheit ist erst erreicht, wenn das ganze zu eins wird, aus dem es kam...

Das ist ein sehr langer Weg und wird noch viele andere Lebensformen bedürfen, auch auf andere ebenen von Seins-zuständen, sowie andere Spezies und Planeten ...

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AlphaundOmega 05.12.2015, 13:31
@AlphaundOmega

Im großen und ganzen ist das Erdenleben, ein Sprungbrett für eine noch größere Welt :)

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sarahj 05.12.2015, 13:32
@AlphaundOmega

da bin ich gar nicht bei Dir.

Du trennst zwischen Gefühlen und dem rationalen "ich".

Das würde ja bedeuten, daß meine Gefühlswelt (i.e. Unterbewusstes) nicht auch durch die Lebenserfahrung geprägt wurde, sondern irgendwie schon vorgegeben war.

Das kann man aber tatsächlich wissenschaftlich untersuchen.
Ein Beispiel: Menschen die als Kind eine schwere Zeit durchgemacht haben (z.B von Eltern viel geschlagen wurden) zeigen als Erwachsene eine statistisch signifikant nachweisbar höhere Neigung ihrerseits zu Gewalt, Hass, Unbeherrschtheit usw.

Wenn es so wäre wie Du sagst, würde das m.E. sogar der kirchlichen Vorstellung vom freien Willen widersprechen, denn wenn das alles schon da war, was kann der Mensch dann für seine Gefühle? Es gäbe keine Sünde oder Verantwortung für sein Tun, weil ja die Seele schon alles vorbestimmt hat, und dafür kann er nichts. Dann wäre Gott verantwortlich, und würde die Menschen letztendlich für sein eigenes Tun bestrafen. Das könnte ich mit einem "gerechten" Gott nicht vereinbaren. Und ist somit ein Widerspruch.


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AlphaundOmega 05.12.2015, 16:50
@sarahj

Die Lebenserfahrungen deiner Gefühlswelt sind in der Tat deine eigenen, aber nicht deines rationalen Verstandes...

z.B von Eltern viel geschlagen wurden) zeigen als Erwachsene eine statistisch signifikant nachweisbar höhere Neigung ihrerseits zu Gewalt, Hass, Unbeherrschtheit usw.

Diese Menschen haben es unterbewusst übernommen und wurden umprogrammiert , so als wäre es der Normalzustand mit Emotionen umzugehen. Das kann soweit gehen, das sie sich sogar selbst die Schuld dafür geben , das sie so behandelt werden mussten . Die Psyche (Seele) wurde hier aufs schlimmste verletzt, sodas sich das individuelle Bewusstsein zurückzieht, um sich nur noch zu schützen...Was übrig bleibt, sind Schuldgefühle und Selbstzerfleischung ( z.B. Ritzen ) oder im schlimmsten Fall die weitergabe einer fehlgeleiteten Erziehung...

In der Kirche ist alles Gottes Wille , das entspricht aber nicht meine Auffassung, ich tendiere zu, das wir als Mensch den freien Willen haben und ständig eigene Entscheidungen für uns und andere treffen...wenn etwas unsere Entscheidungen beeinflusst , wurde dessen Entscheidung von von vornherein auch schon beeinflusst oder Gott hätte sich tatsächlich eingemischt ,was im Grunde nicht seiner Art entspricht...

Den gerechten Gott gibt es nicht ,... denn das wären menschliche Moralvorstellungen von Gut und böse ....soweit ich weis , urteilt Gott nicht und nach meiner Erfahrung mit ihm, urteilt man sich selbst auf dem Weg zu ihm , denn er gibt jedem die Gelegenheit und das gesamte Wissen sich selbst zu erkennen...leider behält man dieses Wissen nicht , wenn man zurückkommt ;) nur die Erfahrung darf man behalten und es gibt auch keine Religion für Gott ...er kennt einfach nur dein Wesen und deine Gedanken...Auch Fragen gibt es nicht mehr, nur noch Antworten, noch bevor du eine Frage zu ende stellen ( denken ) kannst...

Auch du kannst die leise Stimme in dir hören ,...sie nennt sich Gewissen und ist die Sprache deiner göttlichen Seele ...höre mal genau hin ,...mach dich mit ihr vertraut und nur ihr kannst du vertrauen...

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AlphaundOmega 05.12.2015, 17:17
@AlphaundOmega

Auch wenn ich mich wie ein Prophet anhöre , so würde ich niemals etwas prophezeien , was gegen meinen eigenen freien Willen entscheidet und danke das du mir die Gelegenheit gibst , hier mehr preiszugeben, als viele andere sich überhaupt nur vorstellen können :)

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Wie du sicherlich weißt, bin ich ein agnostischer Wotanist. Im Wotanismus hat man folgende Vorstellungen:

Wer sich um sein Volk verdient gemacht hat, kommt in einen der beiden Himmel. Alle anderen, auch Kinder die noch keine Gelegneheit hatten etwas zu leisten, kommen nach Hel. Hel ist aber gar nicht so schlecht - nicht zu vergleichen mit der Hölle. 

Die beiden Himmel heißen Sessrumnir und Walhall. Wenn man als verdienter Kämpfer stirbt, entscheiden zunächst die Göttin Freya und der Gott Wotan, wer in welchen Himmel soll. In Sessrumnir hat Freya das Sagen und allgemein die Frauen. In Walhall Wotan und die Männer. Es gibt in beiden Himmeln ungefähr gleich viele Männer und Frauen. 

Jeder bekommt zunächst den Körper und Geist, mit dem er  im irdischen Leben gestorben ist. Danach entwickelt sich sein Körper und Geist zu dem Körper und Geist, den man bei perfekt verlaufener Schwangerschaft und Leben (nie krank, stets gesund ernährt, ausreichend geschlafen, gut trainiert, geistige Beanspruchung) im besten Alter haben würde. Das scheinbare Alter sucht sich jeder selbst aus, darf auch nach Belieben geändert werden. Später darf man auch seinen Körper anders gestalten, als es die Gene für einen vorgesehen haben. Dies möchten die meisten Menschen aber nur ganz ganz langsam machen, weil sie sonst befürchten ihre Identität zu verlieren. Wer z.B. so wie ich relativ klein und kräftig gebaut ist, möchte im "Himmel" nicht groß und dünn sein. 

Man darf zwischen den Himmeln nach Belieben wechseln. Wer will darf auch nach Hel und zurück. Wer aber nach dem Tod nach Hel musste, darf nicht in einen der Himmel. Aus jedem der drei Jenseitsbereiche darf jeder wieder inkarnieren oder seiner Existenz mit all seinem Sein für immer ein Ende setzen. 

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sarahj 05.12.2015, 12:23

ja mein Gutster, durch das "agnostisch" bist Du natürlich fein raus ;-D

Aber was würde ein nicht-agnostischer Wotanist zur Problematik der Restauration des Geistes schreiben?
Er kommt dement an wird restauriert und wird dann ein anderes "ich" - richtig?

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sarahj 05.12.2015, 12:29
@sarahj

Will damit sagen: er wird automatisch anders, weil er ja andere Erfahrungen macht. Vielleicht komplett andere.
Im Extremfall fängt man bei 0 an (Kind gestorben).
So wie sich das Atheisten auch vorstellen (Materie und das bisschen Energie werden recycled, aber das "ich" ist komplett neu).

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WotansAuge 05.12.2015, 12:34
@sarahj

Das "ich" eines Dementen ist nach diesem Glauben nicht anders, sondern nur durch eine Krankheit eingeschränkt und wird langsam wieder gesund. Das ich ändert sich nur ganz langsam, weil das ich selbst das Tempo so langsam will. Auch ein kleiner dicker Mann will sich nur ganz langsam ändern - so die Theorie des Wotanismus.

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sarahj 05.12.2015, 12:32

aber einen gewissen Charme hat der Wotanismus durchaus, muss ich zugeben. Man hat mehr Möglichkeiten. Eigentlich alle Freiheit, sich das passende auszusuchen. Cool.

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WotansAuge 05.12.2015, 12:40
@sarahj

Wer sich aber daneben benimmt, kann auch aus einem der Himmel rausgeschmissen werden - die Götter bestimmen. Wenn du Pech hast, bekommst du in beiden Himmeln Hausverbot und musst erst mal wieder inkarnieren, um eine neue Chance zu bekommen. 

Ansonsten trainierst du als Mann mit Wotan den Kampf gegen die Eisriesen (den Entropietod des Universums). Oder du versuchst mit Freya auf der Erde alles zum Guten zu lenken. Und im einen Himmel geht es nach den Phantasien der Frauen und die Männer müssen sich anpassen, im anderen Himmel ist es umgekehrt. Absolute Harmonie zwischen Männern und Frauen ist für einen Wotanisten undenkbar.

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sarahj 05.12.2015, 13:17
@WotansAuge

"Absolute Harmonie zwischen Männern und Frauen ist für einen Wotanisten undenkbar."

grins. Wie auf Erden so im Himmel also.

Was mich ein bisschen stört ist die Fixierung auf Kämpfe. Kommt mir ein bisschen so vor wie ein Himmel für nicht erwachsen gewordene Jungs (wenn Du mir den Ausdruck erlaubst).

Gibt es da kein Anpassen an geänderte Zeiten? Etwas für Leute die sich lieber unterhalten statt zu prügeln. Sowas wie eine Ecke für Wissenschaftler(innen), Philosoph(inn)en und andere Weicheier?

Oder wäre das der Frauenhimmel?

Könnte aber sein, daß man mit denen da auch nicht klar kommt, wenn ich da an so manche Schwiegermutter denke ;-D

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WotansAuge 05.12.2015, 14:45
@sarahj

Was mich ein bisschen stört ist die Fixierung auf Kämpfe. Kommt mir ein bisschen so vor wie ein Himmel für nicht erwachsen gewordene Jungs (wenn Du mir den Ausdruck erlaubst). Gibt es da kein Anpassen an geänderte Zeiten? Etwas für Leute die sich lieber unterhalten statt zu prügeln. Sowas wie eine Ecke für Wissenschaftler(innen), Philosoph(inn)en und andere Weicheier?

Das Kämpfen umfasst auch die Diskussion von "Schlachtplänen". Wotan ist das erste und größte Lebewesen aus der Zeit, als die Hintergrundstrahlung noch so warm war, dass sie an vielen Orten im damaligen Universum flüssiges Wasser ermöglichte. Der Körper von Wotan ist mittlerweile vergangen, aber sein Geist hat sich erhalten und kann diese Welt und das Jenseits bereisen. Wotan will ewig leben und ewig Lebewesen um sich haben, möglichst geistig hochstehend. Der Kampf ist der Kampf gegen die Gesetze des Universums (die Eisriesen), die mit der Zeit, wegen der zunehmenden Gleichverteilung der Energie, das Leben unmöglich machen. Deshalb unterstützt Wotan die Menschen insbesondere darin, ein Perpetuum mobile 2. Art zu erfinden. (Meine Idee dazu könnte ich dir ja mal per PN mitteilen.) DAS ist seine Art zu kämpfen - das mit dem Schwert draufschlagen ist nur eine Metapher. 

Wotan weiß, dass die Götter und die Menschen den Kampf letztlich verlieren werden, aber solange es geht, soll das Universum Leben ermöglichen. Außerdem gibt es eine Hintertür. Im Moment wo das Universum zerfällt, vereinigen sich alle Lebewesen zu einem einzigen Willen, nämlich im neuen Universum wieder Leben zu schaffen. Dieser Wille ist kein Wesen mit Bewusstsein, sondern mehr so etwas wie eine Kraft. Und diese Kraft ist der Gott, den die Monotheisten verehren und dem sie fälschlich Bewusstsein zuschreiben.

So lautet es in der Lehre.   

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Ich bin zwar kein Bahai, aber ich finde deren Vorstellungen über das Jenseits im Gegensatz zu den Vorstellungen der meisten anderen Religionen sehr schön, da es eine der wenigen Religionen ist, die keine Angst vor dem Tod verbreitet.

http://das-jenseits.de.tl/Bahai.htm

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sarahj 03.12.2015, 11:35

Ich sehe aber auch da eine gewisse "Ungerechtigkeit", wenn zum Beispiel ein kleines Kind stirbt. Es hatte dann ja keine Gelegenheit viel zu lernen. Das man im Jenseits viel Geduld braucht, kann ich leicht nachvollziehen. Aber Gottvertrauen erübrigt sich ja dann irgendwie, wenn ich (salopp gesagt) neben ihm sitze.

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SibTiger 03.12.2015, 11:40
@sarahj

Wirklich gerecht ist keine Religion. Höchstens mehr oder weniger aufgeklärt.

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Für mich ist das einfach: Ich komme nicht aus dem Nichts und werde auch nicht in das Nichts gehen.

Religion ist mir dabei egal, denn die wurde von Menschen gemacht mit unterschiedlichen und öfters mit nicht allzu guten Interessen.

Ob ich nun nach dem Tod Pflanzen oder Tieren als Futter diene und dort den Energieerhaltungssatz am Leibe erfahren werde, oder ob ich irgendwo schweben werde und mich nur noch toll finde (wäre ja langweilig) oder im Hades im Feuer schmore, interessiert mich nicht.

Das weiß ich dann wenn es soweit ist, oder weiß es eben doch nicht, weil ich dann kein Bewußtsein mehr habe.

Das einzige was ich wirklich für "gut" empfinde in einer Religion sind die 10 Gebote; oder zumindest die meisten davon. Würde man sich nur daran halten, wäre das Leben recht einfach. Für mich ist das aber eher Philosophie als eine Religion.


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sarahj 03.12.2015, 18:33

ja, dieser Frage versuche ich gerade nachzugehen. Das völlige Aufgehen in allem, ohne Gefühle, ohne Begierde und ohne Leid entspricht ja ziemlich genau dem nicht-sein. Die Bestandteile werden recycled, das "ich" ist verschwunden. Genau so sehen daß vermutlich die meisten Atheisten.

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Trotz millionen Jahre langer Menschheitsentwicklung sind auch heute noch viele Erwachsene geistig auf der Kinderstufe stehengeblieben. Sie glauben nicht das, was belegbar oder wahrscheinlich ist sondern was sie gerne hätten. "Wunschdenken" nennt man das. Dieser Wunschdenken-Markt wird seit vielen tausend Jahren emsig durch die Riesenzahl an Religionen und Sekten bedient.

Es hat keinerlei Logik, daß ausgerechnet ein Toter den Weg in eine "transzendente Welt" findet, die mit keinerlei Meßmethoden nachweisbar ist.

Also: Es gibt für niemanden ein Paradies und ohne Körper ist man zu gar nichts in der Lage. Der Körper zerfällt und man wird niemals mehr nach dem Tod irgendjemand sehen.

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BibleJohn316 06.12.2015, 01:54

Gerhardraet,

Geistig auf der Kinderstufe? ->

Psalm 53

1 Dem Vorsänger. Nach Machalat.[1] Ein Maskil von David.[2]
2 Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« Sie handeln verderblich und begehen abscheulichen Frevel; da ist keiner, der Gutes tut.
3 Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob es einen Verständigen gibt, einen, der nach Gott fragt.
4 Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben; es gibt keinen, der Gutes tut, auch nicht einen einzigen!
5 Haben denn die Übeltäter keine Einsicht, die mein Volk verschlingen, als äßen sie Brot? Gott rufen sie nicht an.
6 Dann aber überfällt sie Furcht, wo nichts zu fürchten ist; denn Gott zerstreut die Gebeine deiner Belagerer; du machst sie zuschanden, denn Gott hat sie verworfen.
7 Ach, daß aus Zion die Rettung für Israel käme! Wenn Gott das Geschick seines Volkes wendet, wird Jakob sich freuen und Israel fröhlich sein.


Die Wahrheit der Bibel wird sogar wissenschaftlich bestätigt.
Jeder der diese Tatsache der Wahrheit verneint, der ist einfach ein Mensch den ich nicht verstehen kann. Ich beleidige solche Menschen nicht, diese Menschen tun mir eher leid. Das sie die Wahrheit ablehnen. Aber auch wenn man ihnen die Tatsachen vor Augen wirft, würden die es dann verstehen?

https://www.youtube.com/watch?v=Xo-ZO71JlHc

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Gerhardraet 06.12.2015, 09:51
@BibleJohn316

Sehr abwegige Gläubigkeitspropaganda von BibleJohn316. Mit einem Psalm kann man überhaupt nichts beweisen. Ein Psalm ist religiös entzückter Singsang.

Und die Behauptung, die Wissenschaft habe die "Wahrheit der Bibel" bestätigt, ist überaus abwegig. Das YouTube-Propagandavideo pickt sich ein paar Banalitäten aus dem Textwust raus und jubelt, daß die Wissenschaft das ähnlich sähe. Meinetwegen, wenn in der Bibel vom Erdenkreis die Rede ist.

Aber durch solche Einzelfaktenpickerei ist noch längst nicht die Bibel "wissenschaftlich bestätigt". Der Film disqualifiziert sich selbst, z.B. an der Stelle, wo er den Bibelwahn bekräftigt, die Welt sei nur 6000 Jahre alt.

Es gibt heutzutage keinen einzigen seriösen allgemein anerkannten Wissenschaftler, der der Bibel ein Wahrheitszeugnis ausstellen würde.

Die Bibel ist ein Riesenwust voller Unlogik, Widersprüche, Unmenschlichkeiten, antikem Wahnsinn. Gleichzeitig soll aber alles "Gottes Wort" sein, also perfekt wahr. Niemand kann diese schreckliche Diskrepanz in Einklang bringen, auch wenn er bändeweise herumdeutelt, zensiert und verbiegt.

Beispiele:

"Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!"

(Psalm 137,9)

Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! ..."

(Psalm 139,19)

"So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel."

(1. Samuel 15,3)

"Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. ..."
(5. Mose 7,16)

usw. usw. "Tolles" Wort Gottes :-(

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Manche Verwandte sind sicherlich nicht da, sonst wäre es ja nicht das Paradies.

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sarahj 04.12.2015, 14:12

oja, komisch, daß keiner vor Dir daran gedacht hat.

Vermutlich trösten sie sich alle mit dem Gedanken, sie wären in der Hölle ;-)

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Ist er/sie dann da oben auch dement?

Die christliche Bibel beschreibt, dass man im Himmel/Hölle einen neuen Leib bekommt. Im Himmel wird es keine Schmerzen oder sonstiges geben.

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sarahj 03.12.2015, 11:06

ich hätte die Frage vielleicht besser ausformulieren müssen.
Die Frage war nach dem Geist: ist das "ich" im Paradies das selbe "ich" wie im Moment des Todes.
Also gibt es ein "nahtloses" Weiterleben des Geistes?
Und wenn, sind dann dement sterbende im Paradies auch dement?

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gutefragenet777 03.12.2015, 12:01
@sarahj

Das "ich" ist nicht das selbe. Das neue "ich" wird nicht sündigen. Es ist im Himmel niemand dement.

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