Sedimentieren?

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3 Antworten

Nein, dass heisst dann Flotation.

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Kommentar von Lamiacea
26.08.2012, 07:06

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Hallo Paludis,

der Begriff Sedimentierung (von lat. sedimentum „Bodensatz“) bedeutet, dass sich Stoffe (z.B. Sand in einem Flussbett) unter dem Einfluss der Schwerkraft nach unten bewegen und sich dort ablagern.

Die nachfolgenden Erläuterungen sind auf Wasser als Strömungsmedium bezogen.

1) Grundlagen:

  • Zu einer Sedimentierung kommt es, wenn die Strömungsgeschwindigkeit stark abnimmt und infolge dessen mitgeführte Schwebstoffe nach unten absinken.

  • Dies gilt natürlich nur für Stoffe die in unbewegtem Wasser nach unten sinken bzw. welche eine größere Dichte als Wasser (rd. 1.000 kg/m²) haben. Beispiele für Stoffe die nicht absinken, sondern aufschwimmen sind: z.B. Fette, Styroporkugeln etc.

  • Man kann den Sedimentationsvorgang auch zuhause einfach nachstellen, indem man ein Glas Wasser mit Sand, Kaffeepulver etc. vermengt und dieses stark umrührt, also in Rotationsbewegung versetzt.

  • Wenn die Rotationsgeschwindigkeit abnimmt, sinken alle mitgeführten Teilchen welche eine höhere Dichte als Wasser haben nach unten ab (Bodensatz).

2) Praktische Beispiele für Sedimentierung:

  • In Flüssen kommt es zu einer Sedimentierung, wenn die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers stark absinkt. Feinkörnige Partikel (z.B. Sand, Schwebstoffe) welche mitgetragen wurden, sinken dann zum Boden und es bilden z.B. Sandbänke. Dies kommt in der Praxis z.B. bei mäanderförmigen (= schlangenlinienförmigen) Flussläufen vor sowie an der Mündung von Flüssen in das Meer (Deltamündungen = der Flussquerschnitt vergrößert sich in der Mündungszone, die Strömungsgeschwigkeit sinkt ab)

  • In der Abwasserreinigung (z.B. bei Kläranlagen) setzt man Absetzbecken ein, um Schwebstoffe aufzufangen, welche nicht in den Abfluss (Flüsse) gelangen sollen. Diese Absetzbecken beruhen ebenfalls auf dem Prinzip, die Strömungsgeschwindigkeit herabzusetzen.

3) Abscheidung von aufschwimmenden Stoffen

  • Wenn Stoffe, welche eine geringere Dichte als Wasser haben, von diesem abgetrennt werden sollen (z.B. Benzin, Öl, Fette etc.), muss auch die Stömungsgeschwindigkeit herabgesetzt werden, damit genug Zeit zum Aufsteigen dieser Partikel besteht. Ein praktisches Beispiel ist der Öl- und Benzinabscheider, welcher bei jeder Tankstelle zu finden ist.

  • Mit etwas Chemie / Verfahrenstechnik kann man diesen Trennvorgang weiter perfektionieren, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Flotation

Hoffe hier waren ein paar nützliche Informationen für Dich dabei.

Gutes Gelingen!

LG.

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