Secondhand kaufen - pro und contra

2 Antworten

Waffen und Drogen müssen auch verkauft werden. Man sollte viel davon konsumieren, das sichert Arbeitsplätze und erhört das Wirtschaftswachstum.

Nein ernsthaft. Ich finde unsere modernen Werte (Wachstum, Arbeitsplätze) sind völlig verkehrt und gleichzusetzen mit Verschwendung und Umweltzerstörung. Da ich gläubiger Christ bin, sehe ich ganz klar den Satan darin, der versucht uns zu verführen.

Anstatt die offziellen Arbeitsplatzstatistiken zu hören, könnte man einfach die Gegenfragen stellen: sind die Arbeiter glücklich mit der Arbeit und tun sie einen Dienst an unserem Planeten?

Ich denke in fast allen Fällen leiden entweder Natur oder Arbeiter, oft sogar beides. Unser Konsum ist absolut nicht nachhaltig, und man muss umdenken. Bei mir fängt das nicht erst bei der Kleidung an, mein Ziel ist es, ganz ohne Geld zu leben (ins Dorf ziehen und alles selbst machen).

Wichtig ist, dass du dich nicht gezwungen fühlst, dich zu rechtfertigen. Du bist wundervoll, so wie du bist. Und du hast großen Lohn bei Gott, wenn du selbst auf etwas verzichtest, um jemand anderem zu helfen (Umwelt)!

Jesus hat uns gewarnt. Er sagte, wir sollen uns nicht verführen lassen (Mat 24,4), und nicht an unsere Kleidung denken (Mat 6,26), sondern an unsere Taten (Mat 6,20)! 

Die Arbeitskräfte, deren Stelle evt. entfällt, können auch selbst umdenken und nach etwas anderem schauen. Die kannst du ruhig Gott überlassen, jedem wird vergolten nach seinen Taten!

Man kann vieles Richtung Boykott tun. ZB meine Mama sammelt alte Kleider von Freunden und spendet sie kostenlos an andere. Ich selber trage nur noch meine alten Kleider.

Ich sammle jetzt Kastanien um damit Wäsche zu waschen, als natürlicher Ersatz für das chemische Waschpulver. Ich kaufe allgemein nur noch Dinge, die zwingend erforderlich sind. Ich empfehle dir auch die beiden Internetseiten, um im Bereich Ernährung den Konsum etwas boykottieren zu können: mundraub und foodsharing.

Wenn Du "viel" kaufst, aber dann etwas gegen den "übermäßigen Konsum" sagst, widersprichst Du Dir selbst und schwächst Deine Deine Position in der Diskussion.

Wie jedes Thema kann man den Second-Hand-Einkauf von mehreren Seiten betrachten. Dem einen ist die Umwelt wichtiger, dem anderen die Menschen, der nächste findet auch Argumente mit denen es ihm selbst am besten geht.

Für die Umwelt sprechen Deiner Ansicht nach der verminderte Ressourceneinsatz. Ein Gegenargument könnte sein, dass sich der Verkäufer aber auch dadurch noch mehr angespornt fühlt, mehr zu kaufen; denn im SH-Markt wird er es ja wieder los.

Für die Menschen sprechen meiner Ansicht nach Arbeitsplätze. Dagegen könnte man argumentieren, dass reines Konsumieren natürlich nicht hilft und eine kaputte Umwelt am Ende keinem nützt.

Ich sehe mich da selbst in einer Zwickmühle und versuche nur faire, ökologische Produkte zu kaufen. Bei SH ist das meist weniger nachvollziehbar. Ich finde wir leben in einem Land, in dem wir es uns leisten müssen, auf so etwas zu achten! (Ich rede nicht von Arbeitssuchenden und Studenten, sondern von laufenden Limousinen vor KIK-Märkten ...)

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